Beiträge von Zahlenmonster

    Nebenbei bemerkt ist eine Top-100-Liste auch mit der neuen Version nicht wirklich seriös, auch wenn sie technisch keine großen Probleme machen sollte.

    Generell würde ich vermuten, dass in dem Bereich Top 50 bis Top 100 Deutschland (vom Niveau her gesehen) viele Spieler [speziell die, die schon Jahrzehnte spielen] sich weitgehend auf Ligabetrieb, kleinere Turniere etc. beschränken und weder bei den PDC-Standards noch großartig bei offenen Turnieren in Erscheinung treten.

    Prinzipiell ist die 3.te Reihe der Spieler wertungstechnisch ein schwieriges Pflaster, weil fast alles im KO-Modus ausgetragen wird (ab und an: Rundenturnier, sehr selten: Doppel-KO, nie: Schweizer System) und ich mich natürlich schon auf die internationaleren Turniere konzentriere. Oft genug fliegen die Spieler dann in der ersten Runde raus und damit hat man dann eben eine Partie (oder auch gar keine, wenn der Gegner auch keine Wertung hat) und bestenfalls etwas Average-Info. Sprich: Man braucht 5 Turniere oder so, um zu einem Resultat zu kommen.

    Klar, in Deutschland dürfte es wohl > 100 Spieler geben, die sich aktiv an der Q-School/Championship/Challenge/Development_Tour-Action beteiligen und für deine Zwecke wäre es vermutlich auch ausreichend sich auf die zu beschränken - aber das Bild das eine Top-100 suggeriert ist halt ein anderes.

    Ich habe mich gerade durch ein Shottish Open gequält und es ist echt krass, wie viele Spieler (dreistellig?) da aus dem Nichts (verteilt auf Schottland, Wales, Nordirland, England) auftauchen, die man in Deutschland für die Top-50 in Betracht ziehen müsste. Ganz so krass ist es hierzulande natürlich nicht und ich habe logischerweise keine Infos über die Anzahl der Spieler, die bei mir durch das Raster fallen. Aber ich schätze mal im Bereich Platz 50-100 ist das durchaus eine relevante Anzahl.

    Tja, eigentlich sind viele Nebenlisten prickelnder, da gebe ich dir recht. Oder eben die Stories drumrum. Ansonsten gibt es halt viele Listen in der Welt und die Exaktheit ist irgendwann akademisch.

    Allerdings gibt es zwei Probleme dabei. Zum einen: Wie vermeidet man vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen und zum anderen: in der aktuellen Version ist die Landzuordnung nicht integriert, das kommt erst mit der nächsten - und die wächst noch. Natürlich kennt man seine Pappenheimer bis zu einer gewissen Grenze, für eine Liste langt es aber halt nicht. Und 100 ist natürlich auch ziemlich viel

    In V2 wird da dann mehr geboten - dauert noch.

    Players Championship und viele Qualifier, da bewegt sich dann doch einiges.

    Auch wenn Michael Smith nicht in Erscheinung tratt, konnte er doch das Plätzchen auf dem Treppchen zurückerobern, da Dirk van Duijvenbode schwächelte. Dahinter haben Rock und Clayton zwar viele Punkte gut gemacht, kleben aber trotzdem noch hinter Chisnall mit Millimeterabstand.

    Rückenwind in den Top 60 dann auch für Cross, Cullen und Boris Krcmar sowie erweitert Scott Williams (23 Plätze hoch auf 66), Joe Murnan (+30 auf 106), Christian Kist (+18 auf 101) und - labeln wir ihn mal als Gewinner der Woche: Radek Szaganski um 36 Plätze verbessert aus Platz 107.

    Verlierer der Woche ist wohl Berry van Peer, auch wenn ihn sein Punkteverlust nur 6 Plätze kostete. Deutlich mehr Plätze rutschten dann David Cameron (minus 17 auf 94 im CDC Main Event) und Rob Thornton (minus 17 auf 119 durch Modus-Turnier) sowie auch Dragutin Horvat ab (-19 auf 122) im Ranking.

    Aus deutscher Sicht ist der Einstieg von Fabian Herz auf Platz 86 (halt aus wenigen Spielen) bemerkenswert, Pascal Rupprecht hat sich etwas in Richtung Top-60 verbessert auf aktuell Platz 74, Niko Springer musste etwas Federn lassen (78).

    Spannend wird nächstes Woche das Asian Event, vorausgesetzt dass sich auch einige der Favoriten auf den Weg in die Mongolei machen.


    1 Michael van Gerwen

    2 Gerwyn Price

    3 Michael Smith (+1) [2]

    4 Dirk van Duijvenbode (-1)

    5 Luke Humphries

    6 Dave Chisnall

    7 Josh Rock

    8 Jonny Clayton

    9 Nathan Aspinall [-]

    10 Peter Wright [-]

    11 Damon Heta

    12 Dimitri Van den Bergh (+1)

    13 Rob Cross (+3)

    14 Danny Noppert (-2)

    15 Gary Anderson (-1)

    16 Chris Dobey (-1)

    17 Andrew Gilding

    18 Joe Cullen (+7)

    19 Martin Schindler (-1)

    20 Stephen Bunting

    21 Ross Smith (-2)

    22 James Wade (+5)

    23 Ryan Searle (-2)

    24 Wessel Nijman (+2) [3]

    25 Jose de Sousa (-1)

    26 Daryl Gurney (+3)

    27 Krzysztof Ratajski (-5)

    28 Corey Cadby [19]

    29 Raymond van Barneveld (-6)

    30 Gabriel Clemens

    31 Mike De Decker (+8)

    32 Jim Williams (-1)

    33 Brendan Dolan (+2)

    34 Simon Whitlock (+2)

    35 Gian van Veen (-3)

    36 Callan Rydz (-3)

    37 Kim Huybrechts (-3)

    38 Matt Campbell (+2)

    39 Keane Barry (+2)

    40 Luke Woodhouse (+2)

    41 Ian White (-3)

    42 Adrian Lewis (+2) [11]

    43 Berry van Peer (-6)

    44 Steve Beaton (+1)

    45 Jermaine Wattimena (+6)

    46 William O’Connor

    47 Ryan Joyce (+1)

    48 Alan Soutar (-5)

    49 Ricardo Pietreczko (-2)

    50 Luke Littler (-1) [2]

    51 Boris Krcmar (+17)

    52 Cameron Menzies (-2)

    53 Richard Veenstra (+4)

    54 Raymond Smith (-1) [17]

    55 Steve Lennon (+11)

    56 Mensur Suljovic (-1)

    57 Martin Lukeman (-3)

    58 Martijn Kleermaker (-2)

    59 Keegan Brown (+4)

    60 Mickey Mansell [4]

    Tja, am Ende konnten weder Thornton noch einer der beiden Australier wirklich Akzente setzen, die Woche gewann dann Reece Robinson. Thornton spielte dann doch unter seinen Möglichkeiten, genauso Mal Cuming. Jeremy Fagg war scorte prinzipiell gut, schrammte aber 2-mal haarscharf an der Qualifikation für die Final Round vorbei.

    Sei es wegen der Knappheit, oder weil er eben aktuell in England ist oder auch weil ein Spieler ausfällt, jedenfalls tritt Jeremy Fagg in der nächsten Ausgabe gleich wieder an. Genauso Andy Jenkins, der als Ersatzmann für den verletzten Sven Verdonck auch schon diese Woche ein paar Pfeile werfen durfte.

    Interessant ist in den ersten Runden das Aufeinandertreffen der eher älteren Generation (WDF-Weltmeister Neil Duff) versus jüngere Generation (Bradly Roes, ebenso WDF-Weltmeister, allerdings Kategorie Boys). In Gruppe B darf sich dann Jeremy Flagg mit Conan Whitehead und Trina Gulliver und den 3 letztplatzierten der Gruppe A um 2 Finaltickets streiten.

    Elo-Favoriten sind Duff, Whitehead und Dennant.

    Hab mir gerade die Performance der Spieler über die 3 Host Nation Qualifier angeschaut. Schon stark was die 4 Qualifikanten erspielt haben.

    Die beste Performance hat tatsächlich Fabian Herz erspielt, der ja das erste Turnier nicht mitgespielt hat und deswegen wie Nico und Liam nur ein Spiel verloren hat. Ich hab bisher nur den Host Qualifier im Februar für ihm zu Buche stehen und bei Neulingen ist mein System alles andere als träge und mit der Leistung hat er sich auf Platz 83 im Ranking gespielt. Allerdings deutet der vergleichsweise niedrige Average (79) darauf hin, dass es nicht einfach wird die Position im Ranking zu halten.

    Danny Tessmann hat natürlich einen kleinen Sprung gemacht, Liam und Nico sich ordentlich verbessert. Von den bekannten Namen ansonsten Wenig und Springer (der immer noch der höchst-bewerteste Spieler der Teilnehmer ist) leicht verschlechtert, Eidams, Gerdon, Horvat und Hausotter dann etwas mehr verloren. Max Hopp stagniert auf dem aktuell niedrigen Niveau. Toonders hat einiges an Boden gut gemacht, Oliver Müller und Christian Helmecke setzen sich auch vorne fest.

    Heißt doch letztlich aber nur dass Greaves dieses EINE Wochenende nich (weit) über der Konkurrenz stand?!. Aber was ist mit den Turnieren davor??

    Also aus meiner Sicht ist das eine sehr kurzsichtige Betrachtung bzw. Analyse. Wenn man die letzten 12 Monate betrachtet sollte sie im Grunde bei allen Werten deutlich über der Konkurrenz stehen und wenn dass dann keine Dominanz/Klassenunterschied sein soll dann weiß ich auch nich...

    So zurück vom Laufen :) Bin leider etwas naß geworden X/

    Dass sie die beste Spielerin ist klar, genauso dass sie über das letzte Jahr dominant aufgetreten ist. Nur für den Begriff Klassenunterschied muss dann schon schärfere Anforderung stellen, ansonsten ist er eben ein emotional angehauchter Steigerungsversuch von "dominant". Sprich man muss definieren, was man sich unter einer Klasse vorstellt. Und da es eine Klassentiefe von 20 noch nicht mal im Fußball gibt, würde ich sagen dass 10 Klassen eine gute Richtgröße sind, oder anders formuliert die angesprochenen 200 oder auch 250 Punkte eine vernünftige Orientierungsgröße sind, was auch zu der Entsprechung führt dass die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gegend von 75 bis 80% liegt.

    Setzt man die 250 Punkte in meinem Salat an (vermutlich einigermaßen entsprechend 170 im FDI), dann stellt man fest, dass sich hinter Michael van Gerwen immerhin 42 Dartler sich in dem Bereich tummeln. Bei den Damen sind es ganze 5. Das macht das Ganze sehr anfällig für selektive Wahrnehmung und ausgiebige Diskussionen.

    Letztlich spielt Beau Greaves aktuell im Schnitt einen Average von 87, das stagniert auch seit Oktober letzten Jahres. Versuche da nach oben auszubrechen gab es eben im Oktober und diesen Samstag, hatten aber Ernüchterungen zur Folge. Davor ist er stetig angestiegen, bei der Lakeside WM lag er zum Beispiel noch bei 85,5 (92 war das Finale), bei den anderen Turnieren um die Zeit eher eine Spur weniger. Fallon Sherrock liegt zu Zeit so bei 85,5, in guten Phasen geht es mal in Richtung 90, in schlechten in Richtung 80. Lisa Ashton ist spürbar zurückgefallen in den Averages, aktuell so 81, war aber auch schon mal in der Gegend von 88. Suzuki schneidet da ähnlich ab, dafür mit klar aufsteigender Tendenz. Rhian O'Sullivan dann knapp unter 80.


    Wer die Argumentation mit Bewertungssystemen nicht so mag, kann sich auch die Averages vorknöpfen, ich nähere das Ganze an mit 1 Punkt Averageunterschied entsprechen 26 Punkten Wertungsdifferenz. Wer es einfach mag, der überschlägt mit: Klassenunterschied sind 10 Punkte im Average besser/schlechter. Und natürlich liegt das Gros der Spielerinnen der Tour da drunter (Average also kleiner 78), aber so ganz abgehängt hat sie die genannten Spielerinnnen eben nicht und speziell bei Fallon würde ich sagen, dass sie sowohl gemäß Average als auch gemäß Wertungszahl nach wie vor in Schlagdistanz ist. Auch wenn Fallon Gefahr läuft, im Gegensatz zu Beau die WM-Quali zu versäumen.

    Da du gerade laufen ansprichst, genau das will ich jetzt machen, deswegen nur kurz. Ich komm vom Schach, insofern decken sich die meisten Grundlagen mit denen der DWZ. Statt der Tabelle oben verwende ich soweit ich mich erinnere die zugrundeliegende Formel. Sollte aber auf das Gleiche rauskommen.

    Prinzipiell hat Beau am Wochenende danach die beste Leistung erspielt, fast punktgenau ihre Wertungszahl, aber Fallon eben auch. Suzuki kam fast ran and die Leistung von Sherrock, die anderen dann eben mit Respektsabstand.

    Generell würde ich sagen, dass da trotz allem Preisgeld zwangsläufig der Spass abhanden kommt, weil die Erwartungshaltung zu hoch wird. Um das zu entkrampfen, muss man der Sterilität etwas ausweichen, wozu eigentlich die Development Tour Turniere gut geeignet sind.

    Hab gerade nochmal nachgeschaut. Laut meinen Zahlen hat Sherrock am Wochenende höhere Averages abgeliefert (88,0), Greaves lag nur bei 86,8 und Suzuki bei 83,4. O'Sullivan und Lisa Ashton knapp unter 80, alle anderen dann mit etwas Abstand.

    Es war kein Wochenende der große Verschiebungen, auch weil weite Teile der Top 150 nicht im Einsatz waren. Direkt relevant war eigentlich nur das ET, erweitert dann die Women Tour und Modus.

    Gewinner der Woche war letztlich Peter Wright, auch wenn ihm der Zugewinn nur ein Sprung über 4 Plätze brachte (da vorne sind die Punkt-Abstände zum nächsten Platz auch mal größer).

    Ansonsten Cross, Huybrechts, Kleermakers (neu in den Top-60 auf 56) ,Vandenboegaerde (auf 69), Sedlacek (auf 76) und Bellmont (130) mit positiven Verschiebungen, Veenstra, Bradley Brooks (84), Sparidaans (91) und Rowby (auf 95) mit negativen und auch Gawlas setzt seinen Negativtrend ungebremst fort nun auf Platz 117.


    Wesley Harms ist neu in der Liste auf Platz 125, ein Platz hinter Beau Greaves, deren Stand unverändert ist.


    1 Michael van Gerwen

    2 Gerwyn Price [3]

    3 Dirk van Duijvenbode

    4 Michael Smith [-]

    5 Luke Humphries

    6 Dave Chisnall (+1)

    7 Josh Rock (-1)

    8 Jonny Clayton

    9 Nathan Aspinall

    10 Peter Wright (+4)

    11 Damon Heta (+1)

    12 Danny Noppert (-2)

    13 Dimitri Van den Bergh (-2)

    14 Gary Anderson (-1) [-]

    15 Chris Dobey (+1) [-]

    16 Rob Cross (+4)

    17 Andrew Gilding (+2)

    18 Martin Schindler (-3)

    19 Ross Smith (-2)

    20 Stephen Bunting (-2)

    21 Ryan Searle (+1)

    22 Krzysztof Ratajski (+1) [-]

    23 Raymond van Barneveld (+1) [-]

    24 Jose de Sousa (+1)

    25 Joe Cullen (-4)

    26 Wessel Nijman [2]

    27 James Wade [-]

    28 Corey Cadby [18]

    29 Daryl Gurney [-]

    30 Gabriel Clemens [-]

    31 Jim Williams (+1) [2]

    32 Gian van Veen (+1) [2]

    33 Callan Rydz (-2)

    34 Kim Huybrechts (+5)

    35 Brendan Dolan

    36 Simon Whitlock (+1) [3]

    37 Berry van Peer (+1) [-]

    38 Ian White (-4)

    39 Mike De Decker (+2)

    40 Matt Campbell (-4)

    41 Keane Barry (-1) [-]

    42 Luke Woodhouse [3]

    43 Alan Soutar [2]

    44 Adrian Lewis [10]

    45 Steve Beaton

    46 William O’Connor [3]

    47 Ricardo Pietreczko [2]

    48 Ryan Joyce [3]

    49 Luke Littler [-]

    50 Cameron Menzies [3]

    51 Jermaine Wattimena (+1) [-]

    52 Ryan Meikle (+1) [3]

    53 Raymond Smith (+1) [16]

    54 Martin Lukeman (+1)

    55 Mensur Suljovic (+1) [3]

    56 Martijn Kleermaker (+8)

    57 Richard Veenstra (-6)

    58 Nathan Rafferty (-1) [2]

    59 Madars Razma (-1)

    60 Mickey Mansell (-1) [3]

    Letztlich ist der Existenzgrund für Systeme wie FDI und Zahlensalat, dass man solche Eindrücke gerne durch unemotionale Algorithmen untermauert, relativiert, oder widerlegt hat. Oder auch zusammengemischt, wenn sie denn widersprüchlich sind. Allerdings sind so Gewinnstrecken wie die angesprochene eine ziemliche Herausforderung für jedes System, auch weil Beau in den Turnieren zwischen der Women's Tour ebenfalls gut performt hat, wenn auch nicht so "kratzerlos" wie auf der Women's Tour.

    Prinzipiell gibt es bei elobasierten Systemen tatsächlich eine Art Definition von Klassenunterschied, die selbigen bei ungefähr 200 Punkten (fdi müsste man umrechnen, vermutlich 133) ansiedelt. Das deckt sich m.E. aber auch mit dem was man intuitiv annimmt. Letztlich geht es darum die Welt aller Betreiber einer Sportart in 5-10 Klassen zu unterteilen [und der Klassenunterschied ist eben die Distanz von einer zur nächsten] und die Gesamtspannweite würde ich bei 2000 Punkten ansiedeln auch wenn mein System wie vermutlich auch fdi den unteren Bereich nicht (oder nicht wirklich) abdeckt.

    Bei Beau Greaves hat man das prinzipielle Problem, dass eine losgelöste Betrachtung der Winning-Streak nur eine Seite der Medaille beleuchtet. Dass die andere existiert war klar, denn vor der Gewinnstrecke war Dartitis tatsächlich ein Problem, das heißt die nervliche Seite muss mitbeachtet werden.

    Letztlich hat sie -bewusst oder unterbewusst- voll nach vorne geschaltet ohne viel Rücksicht auf "nervliche Spätfolgen" und dabei hat sie a) Fallon Sherrock auf dem falschen Fuss erwischt, die erstmal die deutschen Turniere ausgelassen hat, b) Lisa Ashton in den Partien "alt" aussehen lassen, was vermutlich dann ihrerseits eine Formschwäche ausgelöst hat c) die weitere Konkurrenz mit dem Tempo überfordert und erstmal eingeschüchtert und d) durch den Erfolg den eigenen Erfolg weiter genährt und ihre Schwächen verdrängt. a) bis c) relativieren sich gerade, insbesondere muss man anmerken, dass in der zweiten und dritten Reihe doch einige bemerkenswerte Fortschritte gemacht werden (Fajardo, Byrne, O'Sullivan, Kirkwood, Viinikainen) und damit kommt Beau nicht umhin sich ihren Schwächen zu stellen. Und ich vermute mal, da wird es kein weiss oder schwarz geben, sondern eben wechselhafte Resultate. Beeindruckende Erfolge neben unerklärlichen Einbrüchen.

    Fand Beau gestern schon nicht wirklich überzeugend, trotz 2 Finals.

    Aber so schwach wie heute, habe ich sie nie spielen sehen. Angespannt, zögernd, verzweifelt und fast zum Dartitis neigend. Hoffentlich bekommt sie wieder Entspannung rein. Spielerisch ist und bleibt sie mindestens eine Klasse besser als der Rest.

    Nuju,

    einerseits bin ich der Meinung, dass die Ansprüche etwas arg hoch geworden sind, andererseits glaube ich dass Beau Greaves momentan ein (absehbares) psychologisches Problem hat. Sie weicht dem Druck aus, in dem sie sich auf Damen-Turniere beschränkt, das funktioniert aber nur, wenn sie mindestens 2 von 3 Turnieren gewinnt. Und da das mit dem ersten nicht gewonnenenTurnier in Gefahr gerät, schleicht sich Unsicherheit ein. Ihr Average ist über die 4 Turniere kontinuierlich gefallen, 93-89-85 bis unter 80. Ich denke, sie muss ihre Einstellung überarbeiten, ansonsten läuft sie Gefahr sich selbst in eine Sackgasse zu manövrieren.

    Trotzdem, Greaves Wochenendbilanz +-0 (wohl auch mehr oder weniger auf FDI, was mich aufgrund der Vorschusslorbeeren wundert), genauso Fallon Sherrock (die ihre Siege halt schlecht getimt hat), Fajardo und Ailen de Graaf. Ashton Ticken verschlechtert, Suzuki etwas mehr verbessert, wie auch O'Sullivan.

    Wertungstechnisch findet man die Gewinner eher in der zweiten Reihe, Robyn Byrne natürlich, aber auch Kirsi Viinikainen und Angela Kirkwood. Letztere scheint auf FDI übrigens sehr weit hinten gelistet zu sein, kann ich bei der Datenbasis nicht ganz nachvollziehen. Für mich ist sie in den Top-10 bei den Damen. Dieses Wochenende jedenfalls 9.stärkste Leistung. Vor Aileen de Graaf.

    Dass Greaves "spielerisch mindestens eine Klasse besser ist als der Rest" muss ich allerdings etwas relativieren. Klar, ich kann nur die Ergebnisse als Massstab nehmen, wie auch bei van Gerwen hat man gerne mal das Gefühl, "dass sie jederzeit eine Tacken draufsetzen könnte". Aber wie auch bei van Gerwen funktioniert dass dann doch nicht ganz so zuverlässig wie man es selbst gerne hätte.

    Ihr Vorsprung vor Sherrock sind bei mir aktuell 90 Wertungspunkte. Das entspricht ungefähr dem Vorsprung von van Gerwen auf Humphries (oder Price auf Clayton) und wie man aus den Herren-Ligen weiss sind das keineswegs automatische Siege. Greaves auf Ashton sind 140 Punkte (Gerwen Aspinall sind zum Vergleich 130). Übersetzt in Gewinnwahrscheinlichkeiten sind das übrigens 0,62 bzw. 0,69 (also knapp unter, bzw. knapp über 2:1) - allerdings in einem Best of 13 Spiel. Best of 11 oder Best of 9 entsprechend näher an 50:50.

    FDI sieht den Vorsprung allerdings wohl etwas grösser als ich, wenn man sich da die Zahlen anschaut.

    Nachträgliche Anmerkung: die von FDI auf Twitter veröffentliche Damen-Rangliste ist von gestern Abend, da war Beau noch etwas besser im Rennen, mit dem Ergebnis heute wird sie dann wohl schlechter dastehen. Auf der Website selbst sind die Spiele vom Wochenende noch nicht enthalten. Kirkwood war vor dem Wochenende mit 1410 knapp ausserhalb der "Ladies Top 32" (Regnaud als 32.te hat 1412) und hätte m.E. sich schon Samstag reingespielt haben sollen - aber gut. BIn dann mal gespannt wie sich das gestaltet mit allen Updates.

    Ok, das mit den Favoriten war so eine Sache, wobei Robyn einen guten Aufwärtstrend aufweist.

    Nun, denn schauen wir mal was das letzte Turnier des Wochenendes so bringt. Von der Dominanz von Beau Greaves war gegen Ende hin nicht so viel zu sehen, mit 75 Average gegen Turner verloren und jetzt eben etwas mühsam mit 70er Schnitt ins Turnier gestartet. Mal schauen, was sie da noch drauflegt, üblich ist aktuell eigentlich ein Schnitt im Bereich von 87-88.

    Yepp. Der Kampf um den zweiten Platz sieht spannend aus. Den Rückstand auf Suzuki hat Fallon zwar etwas verringern können, noch fehlen aber 2000 Pfund und Rhian O'Sullivan ist auch näher dran an Suzuki und eventuell auch Byrne oder Ashton wenn sie das Turnier gewinnen. Aber gut, sind ja noch 4 Wochenenden / 16 Runden.

    Für heute wäre eigentlich Ashton Favorit, liegt aber 1:3 hinten gegen Byrne. Wertungstechnisch sind Turner und Byrne eigentlich Aussenseiter

    Von den Top 33 Spielerinnen der OoM im Jahr 2023 (mindestens 400 Pfund erreicht) haben obwohl es keine Setzliste gibt 20 die Top 32 erreicht.

    Von den 13 ausgeschiedenen Spieler haben 7 gegen andere Spielerinnen aus den Top 33 verloren und nur 6 Spielerinnen gegen Spielerinnen außerhalb der Top 33. Das zeigt doch eine starke Dominanz der Top Spielerinnen bei den Frauen, die es so bei den Männer der PDC bei den PCs trotz Setzliste nicht gibt!

    Betrachtet man nur die Top 16, so haben es 13 Spielerinnen in die Top 32 geschafft, zwei haben gegen eine andere Top 33 Spielerin verloren und nur Kim Holden hat gegen eine Spielerin außerhalb der Top 33 verloren, auch wegen einer schwachen Leistung mit unter 60 Average.

    Die Top 33 Spielerinnen zeichnet im Normalfall aus, dass sie ziemlich konstant mindestens ca. 65 im Average spielen, was eben die anderen Damen nur selten schaffen.

    Zur Einordnung:


    Die Spielstärkeunterschiede zwischen Spitze und den Spielerinnen am Ende beträgt ungefähr knapp 1000 Wertungspunkte in meinem Salat. Noch höher ist es in der Development-Serie (fast bis 1200), allerdings ist hier die Anzahl der mitspielenden schwächeren Spieler im Verhältnis nicht so hoch. Challenge ungefähr 800, Championship-Serie vielleicht 450 Pünktchen.

    Mit den großen Unterschieden steigen natürlich die Wahrscheinlichkeiten, dass der Favorit gewinnt deutlich.

    Etwas kompensiert wird es allerdings durch das kürzere Format, bei dem Überraschungen auch mal schneller passieren.


    Am Ende verliert Wesley Harms das Finale gegen Danny Lauby, der in der Gruppenphase reichlich wenig gezeigt hat. Die Zahlensalat-Erstwertung von Wesley langt für Platz 125. Hätte er das Finale gewonnen, wäre er in den Top-100 gewesen, die Dichte in dem Bereich ist dann schon recht hoch.

    Die Internetseiten der Serie sind inzwischen übrigens etwas gepimpt, immerhin werden jetzt die letzten 6 Spiele und vermutlich dann auch die angesetzten angezeigt auf der Homepage, sowie ein paar Twitter-Einträge. Aktuell auch der mit der Besetzung für nächste Woche, Favorit ist für mich der Senioren-Weltmeister Rob Thornton. Interessant ist auch wie sich die Aussies Mal Cuming und Jeremy Fagg schlagen. Zumindest Mal kann man zusammen mit Reece Robinsons und Dom Taylor zum erweiterten Favoritenkreis rechnen.

    "Winning" ist relativ, denn Geld für die OoM gibt es erst, wenn sie T 32 erreichen würde und das tut sie mit Sicherheit nicht!

    Naja, normalerweise spielt Natalie schon einen Average von knapp 54, damit kann man schon mal die Top-32 erreichen. Hat sie auch in Turnier 5.

    War wohl eher ein vermalmedeites Spiel ;)

    Damit gibt Beau wieder einen Zahlenmonsterranglistenplatz ab. Damit sieht man auch wie hoch die Ansprüche sind, wenn Beau so ein Women Series Turnier nicht gewinnt, dann verschlechtert sie sich.

    Rhian schleicht sich damit an Mizuku an, die aber doch noch eine Ecke an Wertungspünktchen hinter Lisa Ashton steht. Möglicherweise ist aber bei den Frauen die fehlende Systemdynamik noch etwas ausgeprägter bei den Herren, da typischerweise kürzere Formate gespielt werden. FDI sortiert Rhian ja vor Ashton ein.

    Dahinter hat Fajardo nnoch Sichtkontakt zu Rihan, dann kommt eine etwas grössere Lücke zu de Graaf, Winstantely, Kirkwood, Hedman, Dobromyslova, Hammond, Byrne und Gulliver bezüglich der mitspielenden Frauen.

    Mit dem Sieg verbessert sich Beau Greaves in der/meiner Rangliste um 13 Plätze auf Platz 111. Mit 3 oder 4 Siegen dieses Wochenende könnte es sie unter die Top-100 schaffen.


    Rein rechnerisch war sie im Finale 2:1 Favorit gegen Fallon, d.h. wenn sie dreimal im Finale gegen Fallon stehen würde und 2 mal gewinnen und 1 mal verlieren, würde sich ihre Wertung nicht verändern.