Beiträge von NordDarter

    Ich habe es gefunden...

    Für mich hört sich das nicht aufrichtig einsichtig und reumütig an... :rolleyes:


    https://dartsnews.de/pdc/ohne-straf…lationen-zuruck

    Ich bin ja aufgrund seiner Vergangenheit auch nicht sein größter Fan, aber zur Wahrheit gehört ja auch folgender Absatz aus dem von dir verlinkten Artikel:

    Der junge Niederländer gestand sofort seine Schuld ein, und weil er bei den Ermittlungen kooperierte, wurde er nicht wie ursprünglich gefordert für fünf Jahre, sondern "nur" für zweieinhalb Jahre gesperrt.

    Schuldeingeständnis, Kooperation... Das klingt schon danach, dass er weiß, dass er Mist gemacht hat.

    Früher war eine Änderung des Geschlechts auch weniger populär, es fand statt, aber im Stillen. Die Person hat alles dafür getan, um es eben nicht in den Mittelpunkt zu stellen, also hat es im Idealfall keiner sicher gesehen. Und wenn kaum jemand es weiß, dann kommen auch weniger Fragen auf.

    Ich habe kein Problem mit Menschen, die sich voll auf die andere Seite schlagen und dafür auch ziemlich heftig an sich arbeiten (lassen) müssen.

    Dank unserer Politik kann inzwischen jeder 1x jährlich das Geschlecht wechseln, ohne irgendwelche körperlichen Veränderungen, was natürlich jede Menge Fragen aufwirft. Insbesondere im sportlichen Bereich, da hier die körperlichen Aspekte schon eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Zudem ist es sicherlich ein hoher Anspruch an die Menschen drumherum, das zu tolerieren. Zugegebenermaßen finde ich das auch sehr seltsam...

    Außerdem ist die Anzahl zumindest gefühlt deutlich angestiegen.

    Denke allerdings auch, dass solche einschneidenden Entscheidungen nicht mittendrin getroffen/ umgesetzt werden müssen.

    Verwechsel bitte nicht Politik/Gesellschaft und Sport und noch wichtiger: Vermisch es nicht. Der jährlich mögliche Wechsel des eingetragenen Geschlechts hat nichts mit dem sportlichen zu tun. Sonst müsstest du tatsächlich Angst haben, dass die deutsche Fußball Nationalmannschaft der Herren dieses Jahr in den USA zur WM antritt und die gleichen Herren im nächsten Jahr als Damen bei der WM in Brasilien. Solche Vorstellungen sind fernab jeder Realität. Ähnlich verhält es sich beim Darts. Die Möglichkeit der Geschlechtsänderung gibt es ja nun schon länger. Es würde mich überraschen, wenn jemandem in diesem Forum ein Name eines Spielers einfällt, der sich im Ausweis zur Frau hat umschreiben lassen und jetzt die Womens Series so richtig aufmischt.

    Die Anzahl der gefühlt gestiegenen Anzahl an Transpersonen in deiner Umgebung liegt nicht daran, dass es auf einmal unendlich viel mehr geben würde, sondern dass sich ein Großteil der Gesellschaft (wie hier im Forum zu beobachten ist leider nichr die ganze Gesellschaft) in den letzten Jahrzehnten weiter entwickelt hat und verstanden hat, dass es mir als Teil dieser Gesellschaft scheißegal sein kann, welches Geschlecht mein Gegenüber bei seiner Geburt hatte und dass es kleinhirnig ist, diese Menschen aus der Gesellschaft zu verstoßen. Dadurch trauen sich diese Menschen vermehrt aus ihrem versteckten/falschen Leben heraus, trotz des Hasses, der ihnen vom weniger entwickelten Teil der Gesellschaft entgegen schlägt.

    Auf den Dartsport bezogen mag ich deinen gefühlten Anstieg an Transpersonen übrigens nicht ganz wegwischen. Damals, als es auch noch keine Womens Series gab, gab es niemanden. Jetzt war es eine, die übrigens nicht nur im Ausweis, sondern komplett körperlich eine Änderung hat durchführen lassen.

    Zwei eher prominente Frauen kommen mir da in den Sinn, wobei ich meine Aussage zugegebenermassen anders gemeint habe.

    Deta Hedman hatte sich ja offensichtlich gegen Noah ausgesprochen. Das wird sie bei Turnieren sicher im Hinterkopf gehabt haben, gerade wenn es um mögliche Duelle in kommenden Runden ging. Des Weiteren gab es ja mal den Knall im niederländischen Team um Aileen de Graff. Sie ist sicher eine, die sich auf Grund von Noah eher zurückgenommen hat.

    Meine Aussage wäre jedoch ohne das „wieder“ gedacht gewesen, denn nun braucht es eine neue Spielerin in diesem Quintett (Greaves, Sherrock, Hayter und Ashton). Ich hoffe da auf eine junge Spielerin, die sich nun entfalten kann. Die wohl grössten Chancen hat da Page Pauling in absehbarer Zeit.

    De Graaf und Hedman hätten genug Möglichkeiten gehabt sich zu entfalten. Wenn deine eigene Engstirnigkeit deine sportlichen Leistungen einschränkt, bist du aber vielleicht einfach nicht geistig reif genug für Profi-Sport.

    Nochmal zum gestrigen Match der Premiereleague zwischen Bunting und Littler: vielleicht hat sich ja die heiß diskutierte Aussage von Bunting, er sei der peoples champ, gestern doch ein Stück weit als berechtigt herausgestellt? ;)

    Zumal: Ein Stück weit war es auch die Begegnung Brighton vs. den bekennenden Manchester United-Fan Littler.

    Spannende Analogie aus einem, keine Ahnung wie belastbaren, Blogpost, auf den ich in dem Zusammenhang zufällig gestoßen bin, der sich mit der Rivalität zwischen ManU und Brighton beschäftigt:

    Irgendwie finde ich das zitierte Narrativ ganz passend für die sportliche Dominanz von Littler, der vielleicht von vielen als der aktuelle Goliath im Profidartsport angesehen wird. Und mit einem David zeigt sich doch jeder gerne solidarisch, zumindest solange man sich nicht selbst mit ihm messen muss. Im Checkout-Podcast gab es dazu auch die schöne Analyse nach den Szenen zwischen Littler und van Veen, dort wurde auf Wrestling Bezug genommen. In etwa: Littler, der Badboy, gegen den Goodguy Gian (um hier auch nochmal die wohl allen bekannten Szenen aufzugreifen). Über die dadurch erzeugte Aufmerksamkeit dürfte die PDC nicht allzu viel einzuwenden haben.

    So oder so, auf der Seite des underdogs zu sein hat immer eine gewisse Anziehungskraft im Sport. Und Littler bedient die Rolle des Badboys eben auch ganz gut, ob nun bewusst oder unbewusst.

    Littler hat mit seinem Umgang mit seiner Dominanz ein Monster erschaffen. Durch sein Badboy-Verhalten sieht das Publikum ihn als den bösen Drachen an und jeder seiner Gegner wird vom Publikum als tapferer Ritter gefeiert, der sich dem Monster stellt.

    Am Anfang seiner Dominanz war das noch anders. Da war er noch verletzlich. Ich erinnere mich an sein erstes WM-Spiel als Favorit gegen Meikle, als er vor Nervosität fast verloren hätte und danach bitterlich geweint hat. Da war er menschlich. Das Publikum mochte ihn, auch wenn man da schon ahnen konnte, dass da der große Dominator in ihm schlummert. Dann hat er sich aber entschieden das menschliche abzulegen (vielleicht sogar wegen diesem Spiel) und ein gigantisches Schutzschild um sich aufzubauen. Sportlich hat sich das sehr ausgezahlt, aber durch die nach außen gezeigte Denkweise "Ich bin der beste, was wollt ihr anderen eigentlich von mir" wirst du nicht zum geliebten Helden der Massen.

    Unabhängig von der Entscheidung an sich finde ich den Zeitpunkt schwierig. Van Leuven wird zwar tatsächlich nicht zum endgültigen Karriereende gezwungen, aber auch sie hat ja irgendwie eine Jahresplanung aufgestellt. Man rechnet mit Preisgeldern, es gibt Sponsorenverträge usw.

    Und all das ist von einem Tag auf den anderen hinfällig. Kann man eine solche Entscheidung nicht heute fällen und die Umsetzung dann fürs kommende Jahr planen?

    Darum geht es gar nicht. Mal bissl überspitzte Kritik muss doch wohl möglich sein. Wie kann ein deutlich übergewichtiger Teenager ohne Ausbildung Vorbild sein???

    Ich zitiere die ursprüngliche Aussage: "Das dicke Kind ist raus". Das ist "überspitzte Kritik"?

    Und nach den Ereignissen der letzten Woche muss man sich am Übergewicht aufgeilen um Littler seinen Status als Vorbild abzuerkennen? Ich glaube er bietet genug Angriffspunkte um nicht auf Oberflächlichkeiten angewiesen zu sein.