Wir haben die ganze Thematik versucht mit etwas Abstand auch nochmal zusammenzufassen:
Sehr objektiver und nüchterner Artikel,vielen Dank!
Ich zitiere nochmal die im Artikel beispielhaft aufgeführten Punkte aus dem Bericht von Dr. Emma Hilton:
"•Zu den Vorteilen der Männer zählen größere Körpergröße, längere Gliedmaßen, breitere Schultern, mehr Muskelmasse und steifere Sehnen. Diese Faktoren verbessern Reichweite, Stabilität und Wurfmechanik und wirken sich somit positiv auf Konstanz und Präzision aus.
•Haltung und Wurf: Die Kombination aus größerem Skelett und vorteilhafter Biomechanik, die die Reichweite maximiert und eine effektivere Nutzung der Vorwärtsneigung ermöglicht, trägt zu einem Vorteil der Männer in Wurfmechanik und Genauigkeit bei.
•Griffkraft und motorische Kontrolle: Größere Hand- und Armkraft verzögert die Ermüdung der Schlüsselmuskeln, die für den richtigen Zeitpunkt des Wurfs verantwortlich sind, und unterstützt so eine anhaltende Konstanz beim Scoring."
Bei einer Sportart,in welcher Wurfgewicht und Reichweite entscheidend sind, würden die Argumente ja zutreffen. Bei einer Sportart wie Darts nicht. Die Belastung beim Darts ist physisch schlichtweg zu gering und dadurch unterschwellig.
Natürlich stellen die sich wiederholenden Bewegungen, das ständige Stehen auf einem Bein, die einseitige Verdrehung eines Hüftgelenks/der Wirbelsäule etc. eine körperliche Belastung dar, welcher einer Anpassung erfordert. Das hat aber sehr wenig mit der Konstitution zu tun. Schaut euch doch mal die ganzen körperlichen Unterschiede der Profis auf der Pro Tour an. Von Klein bis Groß, Durchtrainiert, Schlank bis Dick: im Darts gibt es nicht DEN einen körperlichen Stereotyp, welcher sich durchsetzt und den Sport dominiert. Was die körperlichen Voraussetzungen angeht, ist Darts einer der am vielfältigsten Sportarten und in erster Linie ein Mentalsport.
Um zurück zum Thema zu kommen: die Unterteilung in eine Frauenkategorie und eine offene Kategorie ist allein schon aus historischen Hintergründen (Ursprünge als männerdominierter Kneipensport, viel höherer Männeranteil...) absolut sinnvoll.
Jetzt aber Transfrauen aus den Frauenkategorien auszuschließen, erschließt sich mir einfach überhaupt nicht und scheint auf den ersten Blick eine politische/wirtschaftliche Entscheidung zu sein.