Beiträge von Fish&Chips

    Lasse ich das mit dem Tungsten bleiben und spiele einfach die Brass Darts weiter. Ich denke halt auch warum wechseln, wenn ich damit gut klar komme und auch regelmäßig die hohen Zahlen treffe.

    Ja. Warum auch nicht.

    Ich bin auch Anfänger und mir geht es ähnlich. Ich werfe mit den billigen Messingdarts momentan noch besser, als mit den doppelt so teuren Tungsten.

    Liegt wohl mit daran, dass die dicker sind und ich sie deshalb sicherer und reproduzierbarer halten kann.

    Der hauptsächliche Vorteil von Tungsten ist ja, dass die Darts (aufgrund der höheren Dichte von Wolfram) schmäler sind, bei gleichem Gewicht und man sie dadurch näher aneinander gruppieren kann. z.B. für T20

    Man Rat: Spiele ruhig weiter mit deinen Brass-Darts und wechsele dann, wenn du öfter zwei Pfeile pro Aufnahme in die T20 bekommst und mehr Platz brauchst.

    Im Schach wird sowas auch immer mal wieder gefragt:

    Könnten Morphy, Capablanca oder Aljechin heutzutage auch Weltmeister werden oder zumindest in der Spitze mithalten?

    Nun, wenn sie sich als Weltmeister in eine Zeitmaschine setzen würden und hier auftauchen, dann ganz sicher nicht. Sie hätten keine Chance. Das Schach, die Hilfsmittel und das Training haben sich so stark weiterentwickelt, dass sie wohl chancenlos wären.

    Was ist aber, wenn man sie als Baby hierherholen würde und sie in dieser Zeit aufwachsen könnten und auf ihrem Talent in der neuen Zeit aufbauen? Dann ist die Antwort schon weit weniger klar.

    Man muss die Spieler immer im Kontext ihrer Zeit und ihrer damaligen Konkurrenten sehen.

    Das dürfte beim Dart auch nicht anders sein.

    Ich habe ja lange (allerdings nicht häufig) nur Pfeile auf den Automaten in der Kneipe geworfen (Sehr schlecht, aber mit viel Freude)

    Dabei habe ich mir leider einen schlechten Wurfstil angeeignet, wie die Videoanalyse zeigt.

    Ich habe einen "Push" drin, bei dem die Schulter mit nach vorne geht.

    Ich bin gerade dabei mir das abzutrainieren, was im Prinzip auch klappt, aber es ist mühsam, weil mir der falsche Wurf natürlich inzwischen schon in Fleisch und Blut übergegangen ist.

    Gerade heute wieder habe ich gemerkt, wie sich der Push in anderer Form heimlich und leise wieder eingeschlichen hat:

    Die Schulter bleibt weitgehend fix, aber beim Backswing knickte nun der Oberarm deutlich nach unten ab und ging beim Throw dann wieder nach oben. Also auch ein Push, aber ein anderer. Hab ich nicht gleich bemerkt, weil die Schulter sich nicht viel bewegt hat. Fiese Falle ^^

    Habt ihr irgendwelche Tipps, Tricks oder LiveHacks, die mir bei der Sache helfen könnten?

    Mein Ziel ist es nicht, es möglichst schnell wegzubekommem (Ich hab Zeit) sondern möglichst effektiv und dauerhaft.

    Vielleicht har ja der eine oder andere von euch sowas auch durchgemacht.

    Ich habe mich viel mit der Bewegung bzw nicht bewegen des Oberarms beschäftigt.

    (...)

    Ich werfe mit zunehmender nicht Bewegung des Oberarms und werfe gefühlt den Unterarm gleich mit.

    Gibst du deinem Arm im Gelenk auch genug Bewegungsfreiheit oder versucht du den Oberarm steckensteif zu halten?

    Dass sich der Oberarm beim Follow-Through etwas nach oben bewegt ist ja physiologisch völlig normal, gesund und unproblematisch.

    Auch bei Topspielern sind das tw. 20°:

    Schadet trotzdem nichts, mal zum Facharzt zu gehen.

    Vielleicht ist es schlicht Übertraining? Zu oft und zu viel geworfen? Mal ne längere Pause machen?

    Oder es liegt tatsächlich am Wurf.

    Ein "Profi" hat mal zu mir gesagt (nachdem er meinen verkrampften Wurf gesehen hat): "Ein Dartwurf muss sich leicht und unverkrampft anfühlen und ohne viel Kraft vonstatten gehen"

    Evtl. ist da die Ursache zu suchen? Belastest du dem Arm zu sehr bei jedem Wurf?

    (Als ich Ailton bei der Promi-Darts-WM gesehen habe, dachte ich: Wenn der so weiterwirft, fällt ihm bald der Arm ab. ^^)

    Ich bin auch noch Anfänger, also bitte meine "Ratschläge" unter diesem Aspekt betrachten.

    Ab einem bestimmten Punkt macht es auch Sinn, dich selbst zu filmen und mit Hilfe des Videomaterials Fehlerquellen zu identifizieren. An diesen kannst du dann gezielt arbeiten.

    Mittlerweile glaube ich fast, dass man das gar nicht früh genug machen kann, wenn man auf sich allein gestellt ist und keine andere Rückmeldung von außen hat.
    Denn:

    Mir ist dabei z.B. relativ schnell aufgefallen, dass ich beim Zurückziehen des Darts den Ellenbogen zu weit absenke und den Dart dadurch eher stoße anstatt ihn zu werfen. So konnte ich meine Aufmerksamkeit beim Training gezielt darauf lenken...

    Ganz ähnlich geht es mir gerade (zu viel "Push") und es ist für mich jetzt schwierig, das wieder wegzubekommen, weil es inzwischen schon mehr oder weniger in Fleisch und Blut übergegangen ist.
    Dabei hilft mir das:

    "Abgedecktes Board"

    Ich habe mir ein Fadenkreuz mit acht Quadranten gemacht. Dann ist zum einen der innere Drang die 20 treffen zu wollen/müssen eingedämmt und auch muss das Auge/Hirn weniger Information verarbeiten. Man hat trotzdem Zonen zum Zielen. (Ich werde ganz außen noch einen Kreis drum ziehen)

    Am Anfang ist es m.E. gar nicht so wichtig, bestimmte Zahlen zu treffen, sondern einen sauberen und vor allem reproduzierbar konstanten Wurf zu erlernen, bei dem die Pfeile gruppieren. Alles andere kommt erst danach.

    Aber die wenigsten haben die Geduld zu so was und wollen lieber gleich 501 Doppel-Out spielen. (Ich ja auch ^^)

    Was den "perfekten Wurf" angeht, so glaube ich nicht, dass es den gibt, zumindest nicht den perfekten Wurfstil, denn dann würden alle Profis gleich werfen, aber die haben alle ihren individuellen Stil. Also besser nicht kopieren, sondern den eigenen finden.
    Allerdings sind bei allen Topspielern die grundlegenden Basics sehr gut. Daran kann (sollte) man sich natürlich orientieren.

    Ähnlich sehe ich das bei den Pfeilen. (Aber hier werde ich evtl. Widerspruch ernten. Vielleicht liege ich da auch falsch)

    Was ist zuerst da? Der Griff oder der Pfeil?

    Provokant: Der Wurf. ;)
    Wenn die Pfeile eh wild über das Board streuen, wird sich das durch einen Wechsel der Darts nicht groß ändern.
    Einfach mal mit einem günstigen Brass-Dart, der nicht zu speziell ist, anfangen und üben.(Ja, ausprobieren im Dartshop kann da helfen) Wenn man dann einigermaßen solide trifft, was man anvisiert, kann man immer noch auf die Suche nach dem "perfekten" Dart gehen.
    Ich selbst werfe z.B. mit Softdarts und Conversion Points, damit ich auch am Automat in der Kneipe mit meinen gewohnten Pfeilen werfen kann. 8)

    Aber, wie schon Anfangs gesagt. Auch ich bin nur Anfänger, deshalb alles ohne Gewähr.

    Ich habe mir ein weiteres schräges Hilfmittel gebastelt. :)

    Nachdem ich mir meinen Wurf mal auf Video aufgenommen habe, hab ich festgestellt, dass meine größte Baustelle der Oberarm ist, der sich viel zu stark nach oben bewegt. Das ist bei mir eher ein "Push" als ein "Throw".

    Damit ich das besser erkenne habe ich mir einen "optischen Verstärker" gebastelt:

    Zwei Stretchbänder um den Oberarm und da einen langen Holzstab reingesteckt (So ein sehr leichter Abschussstab von einet Silvesterrakete, der im Hof rumlag) Stört nicht sonderlich, da alles sehr leicht und locker.

    Der Stab ragt deutlich über den Ellenbogen nach vorne hinaus und die Bewegung des Stabes beim Wurf kann ich aus dem Augenwinkel gut wahrnehmen, ohne mich direkt darauf konzentrieren zu müssen. Funktioniert ganz gut. :)

    Das ist natürlich dauerhaft nicht sinnvoll, aber so als Wahrnehmungshilfe der Armbewegung am Anfang der Umgewöhnungsphase scheint mir das (punktuell eingesetzt) durchaus brauchbar.

    Ich finde die „My Dart Training“ App sehr realistisch und es gibt zig Trainingsspiele und Statistiken (wer es braucht)

    Ach sieh an. Zu der App gibt es hier ja sogar einen eigenen Thread und der Entwickler ist dort aktiv:

    My Dart Training - Trainings App und Scoreboard

    Na, dann werde ich das Ding mal als erstes antesten. :)

    EDIT:

    Man muss schon aufpassen, bei der Eingabe von Text auf dem Handy.
    Habe ich eben gemerkt, als ich "My Dart Training" in Google Play eingeben wollte

    Das D und das F liegen nahe beieinander. ;)

    ...die App ist sowieso ganz gut, wundert mich, dass die noch nicht in deiner Liste ist...

    Naja, ich hab erstmal nur grob rumgegoogelt. Das waren so die ersten Treffer.

    In der MyDartTraining-App spielst du nicht klassisch gegen einen Bot, sondern die Computer-Gegner sind Daten von tatsächlich stattgefundenen Spielen. Diese wurden in mehrere Kategorien eingeteilt.

    (...)

    Aber: Man kann auch "gegen sich selbst" spielen, und das finde ich echt super. In dem Fall werden die Daten von den vorherigen eigenen Spielen als Computer-Gegner genutzt. Dann kannst du noch auswählen, ob von den letzten X Spielen, oder von den besten X Spielen, etc.

    Ah. Das ist ein interessantes Konzept. Das scheint mir vielversprechend.

    Der "Nachteil" bei dem System ist, dass du sicher sein kannst, dass der Computer spätestens nach einer bestimmten Anzahl Darts ausgemacht hat.

    Muss kein Nachteil sein. Macht ja auch keinen Spaß wenn der Bot und ich stundenlang aufs Madhouse werfen.^^

    Hallo zusammen

    Es gibt ja einige Scoring-Apps bei denen man auch gegen Dartbots spielen kann.

    Klar, das ist nicht das Gleiche wie gegen menschliche Gegner, aber immerhin.

    Ausprobiert habe ich noch keine, aber ich habe schon gelesen, dass die teilweise recht unrealistisch spielen.

    (Ich kenne das auch von Schachprogrammen mit gedrosselter Spielstärke. Die spielen streckenweise komplett fehlerfrei, nur um dann grobe Blunder einzustreuen)

    Kennt ihr eine Apps mit Dartbot, bei dem das eine einigermaßen realistische Simulation eines menschlichen Gegners ist?

    Und die man auch runterschrauben kann auf ein blutiges Anfängerlevel? ^^

    Oder sind meine Bedenken eh überholt, weil die KI-Bots da inzwischen aufgeholt haben?

    Was ich schon im Auge hatte (aber noch nicht getestet) sind u.a.:

    Dartcounter

    Dart Eye

    Score Darts

    Russ Bray Darts Scorer Pro

    Vielen Dank schon mal für jeden Hinweis. :)

    Mir war das zu teuer. Daher habe ich für einzelne Funktionen Hilfskostrunktionen mit Kram gebaut, der hier rumlag. Z.B. nen Referenzpunkt zum Berühren für den Follow Through.

    Ja, ich habe auch mal wild improvisiert, mit dem was ich so im Keller gefunden habe. :)

    Bodenstampfer, Wischmop, Klebeband. In 5 Minuten war das "Technik-Tool" fertig.
    Der Wischmop Ist sogar höhenverstellbar. Einen Schönheitspreis gewinne ich damit allerdings sicher nicht. ;)

    Das Wort klingt - lautmalerisch - etwa so: "sahnierer" - oder so ähnlich. Dieses englische Wort kommt immer nur bei einem Überwurf im Auschecken, sonst nie

    Na ja, klingt ähnlich und würde in den Zusammenhang passen. Aber wenn im laufenden Spiel Spielerwechsel nach drei Darts ist, sagt der Lautsprecher zum neuen Spieler deutlich "Throw darts" - und das "throw" klingt ganz anders, ist gut verständlich. Trotzdem Danke für Deinen Deutungsversuch!

    OK. Nächster Versuch:

    "it's an error" oder "was an error"

    Wenn ich das nach drei Bier ausspreche, klingt es auch so. ^^

    Aber ja, eine Audiodatei würde sicher lustig.

    Hallo zusammen

    Ich bin Achim, habe die 60 schon überschritten und bin ziemlich neu im Dart.

    Ab und an habe ich zwar mal ein paar Pfeile auf den Automaten in der Kneipe geworfen, aber sehr schlecht. Spaß gemacht hat es trotzdem. (Auch wenn es meistens ich war, der dann die Runde bezahlen musste)

    Nun habe ich mir für zuhause eine Scheibe zum Üben und Spielen besorgt. Zunächst sollte es E-Dart werden, aber die sind mir zu laut und ich habe mich dann für ein Steeldart-Board entschieden und werfe mit 18g-Softdarts und Conversion Points darauf. Und ich muss sagen. es macht viel mehr Spaß, als auf eine E-Dart-Scheibe.

    Ich bin natürlich immer noch ziemlich schlecht. Allerdings wohl nicht ganz so schlecht wie die Promis in der kürzlichen Promi-Darts-WM. ;) Und ich merke schon jetzt durch das Training Verbesserungen. Die Pfeile streuen nicht mehr so stark umher und gruppieren sich immer häufiger. Wenn auch nicht immer im richtigen Feld. ;)

    Mal sehen wo die Reise hingeht. Ich stehe ja noch ziemlich am Anfang. Druck mache ich mir keinen. Hauptsache es macht mir weiterhin Spaß.