Brummi: Der Blog heißt so (steht auch in der URL), weil er sich mit den Österreichischen Spielern beschäftigt, die PDC Turniere spielen. Er erhebt nicht den Anspruch, der PDC oder PDC Europe in irgendeiner Form Konkurrenz zu machen.
Interview mit Mensur Suljovic
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Vielleicht liegt auch genau hier der Grund dafür, dass es so viele Turniere in Deutschland gibt. Die PDC Europe hat sich die Vermarktungsrechte für den Großteil Kontinentaleuropas gesichert, kümmert sich aber vorrangig um Darts in Deutschland. Wenn aus der PDC Europe wieder die "GDC" würde und die PDC direkt mit interessierten Veranstaltern kooperierte, gäbe es möglicherweise auch mehr Events in Europa außerhalb Deutschlands. (Ist reine Spekulation, aber die Vermarktungsrechte für fast ganz Europa einzustecken und dann überwiegend Turniere in Deutschland auf die Beine stellen, macht für mich nicht zu 100% Sinn.)
Gibt's denn anderswo Veranstalter, die bereit wären, das finanzielle Risiko zu tragen, und hat die PDC überhaupt Interesse, sich da in größerem Maße selbst darum zu kümmern? Vom derzeitigen Umfang der UK-Turniere werden sie wohl nicht weiter runtergehen, den kontinentalen Turnierplan zu erweitern dürfte rein zeitlich recht schwer sein, und damit bleibt fast zwangsläufig nur, dass neue ET-Locations auf Kosten der aktuellen gingen.(*) Die müssen sich dann allerdings auch am finanziellen Erfolg der wegfallenden Locations messen lassen, denn die PDC wird sicher kein Interesse haben, ein Turnier in z.B. Italien stärker zu bezuschussen als ein bisheriges in Deutschland. Genau deswegen existiert Gibraltar ja als einziges nicht-PDC-Europe-Turnier - da ist das Budget abgedeckt, bevor auch nur ein einziges Ticket verkauft worden ist.Das alles wäre vielleicht anders, wenn die PDC ähnlich wie z.B. beim Tennis verschiedene Turnierkategorien zu bieten hätte, aus denen sich dann die lokalen Veranstalter je nach finanzieller Leistungsfähigkeit und Marktpotenzial die passende auswählen können. Aber so funktioniert die PDC halt nicht, die ist eher Zentralvermarkter und nicht nur Lizenzgeber. Und solange genug Geld da ist, die Preisgelder auf der Tour weiter im bestehenden Maß ansteigen zu lassen, gibt's auch keinen Grund, irgendwas am Geschäftsmodell zu ändern.
(*) Edit: Ein 10. ET-Turnier ginge wohl noch, wenn man dafür wie in diesem Jahr ein PC-Wochenende streicht und zwei andere auf Freitag-Sonntag erweitert. Dann ist aber Schicht, denn damit wären dann alle UK-Termine auf lange Wochenenden erweitert. (Wäre aber zumindest ästhetisch ein recht schöner Saisonplan mit 20x PC und 10x ET und festem 3-Tages-Turnus für alle Termine.)
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