Meine Technik hat sich ungewollt geändert

  • Hallo liebe Dart-Freunde,

    ich hoffe ihr könnt mir helfen....
    Ich spiele seit fast 1 Jahr Dart. Da es mir sehr Spaß macht, spiele ich ca. 4x pro Woche und so kam anfangs auch eine konstante Steigerung in mein Spiel. Vor ca. 3 Monaten war ich echt schon ziemlich zufrieden über meinen Fortschritt. Eine Streuung der Darts war (für meine Verhàltnisse) kaum noch da. Ich habe alle 1-2 Wochen mal ne 180 geworfen und das ein oder andere High-Finish. Alles gut soweit. Seit aber ca 1-2 Monaten hat sich irgendetwas an meiner Technik geändert und die Darts fliegen nicht mehr ganz so wie sie sollen. Teilweise hab ich wieder eine starke Streuung drin und teilweise stecken die Darts unterschiedlich im Board. Auf die Doppel bin ich wesentlich unsicherer geworden und beim Scoren sind momentan auch wieder einige 26er, 22er etc dabei. Jetzt kommt das komische an der Sache. Als ich meine bisher beste Zeit hatte, habe ich mich beim werfen gefilmt, um mir die Technik genau anzuschauen. Jetzt habe ich mich wieder gefilmt und sehe eig keinen Unterschied- nichtmal die Darts hab ich gewechselt. Habt ihr ähnliches erlebt? Bitte helft mit. Es macht mich wahnsinnig. Vielen Dank.

  • Also als erstes.....eine Leistungsschwankung wie Du sie jetzt "durchmachst" ist vollkommen normal. Dart ist vergleichbar mit einer rasanten Achterbahnfahrt, bei der es öfter mal runter und wieder rauf geht.
    Wenn Du selbst keinen Unterschied auf den Videos erkennst, liegt es meiner Meinung nach, an der ständig wachsenden Erwartungshaltung in Dich und Dein Spiel.
    Dass beim Scoren einige 22 und 26er dabei sind...total normal.
    So ein Tief ist vollkommen normal. Und Du wirst da auch wieder raus kommen, aber nur wenn Du eben nicht überdrehst und mit Ruhe und Geduld weiter trainierst.
    Versuche jeden Dart getrennt von den anderen zu sehen. Jeder geworfene Dart ist Vergangenheit, und es gibt auch keine schlechten Darts, sondern nur Feedback! :thumbup:


    Wenn Du mehr zu dem Thema wissen willst....Ich habe ein eBook über Dart Mentaltraining geschrieben und aufgenommen.
    Bei Interesse einfach auf meine Signatur klicken.

  • Wir hatten letztens einen sehr großen Mond, von daher die Schwerkraft mit ein berechnen beim Wurf und dann läuft es wieder oder warten, bis der Mond wieder normal ist :rolleyes:

    Oder wie die Westfalen sagen "Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es stets an der Badehose". Du wirfst einen Pfeil auf ein Brett, mehr ist das nicht. Nimm die Würfe hin die du fabrizierst und sehe darin kein böses Omen zwischen deinen Ohren *oing Man macht doch nicht die Freude und den Spaß beim Dart vom Gewinn des Matches abhängig oder welches Ziel man trifft. Lege dir ein bisschen Galgenhumor zu, dann wird es besser :cool:

  • Danke schonmal. Was ich generell die letzte Zeit gemerkt habe, ist dass ich nachdenke. Z.B. ,,hoffentlich geht der auch noch in die 20" oder ,,diesmal bitte keine Streuung" usw. Ich weiss es ist leicht gesagt, dass man nicht nachdenken soll. Aber ganz einfach ist es nicht. Habt ihr Tipps, wie man lockerer wird?

  • Danke schonmal. Was ich generell die letzte Zeit gemerkt habe, ist dass ich nachdenke. Z.B. ,,hoffentlich geht der auch noch in die 20" oder ,,diesmal bitte keine Streuung" usw. Ich weiss es ist leicht gesagt, dass man nicht nachdenken soll. Aber ganz einfach ist es nicht. Habt ihr Tipps, wie man lockerer wird?


    Einfach mal ein Weizen mehr trinken :)

  • Danke schonmal. Was ich generell die letzte Zeit gemerkt habe, ist dass ich nachdenke. Z.B. ,,hoffentlich geht der auch noch in die 20" oder ,,diesmal bitte keine Streuung" usw. Ich weiss es ist leicht gesagt, dass man nicht nachdenken soll. Aber ganz einfach ist es nicht. Habt ihr Tipps, wie man lockerer wird?

    Einfach mal 2 Wochen oder länger keine Pfeile in die Hand nehmen, das mache ich auch gelegentlich wenn es bei mir nicht so klappt (sofern nicht gerade Liga oder Turniere anstehen).
    Erzwingen kann man nämlich nichts und je mehr man es erzwingen will, desto schlimmer wird es.

  • Meine bescheidene Erfahrung von kanpp 28 Jahren Steeldart (inkl. 1,5 Jahr Dartitis) zeigt, dass je mehr man darauf achtet
    - wie man steht
    - wie man den Dart hält
    - wohin auf dem Board man fokussiert
    - welche Darts in welcher Zusammenstellung man nutzt (mehrere Dart- bzw. Zubehörwechsel)
    etc.
    desto mehr verzettelt man sich, gerade und vor allen Dingen wenn man eh schon verunsichert ist.

    Wie von anderen Usern schon geschrieben einfach mal eine mehrtägige oder mehrwöchige Pause einlegen (auch wenn es einem sehr schwer fällt) und dann ganz unvoreingenommen mit dem Ursprungsequipment (mit dem man in der Vergangenheit ein gutes Gefühl hatte) wieder ans Board gehen.
    Nur die großen Felder spielen ohne groß zu zielen.
    Auf das Board schauen, nicht im Augenwinkel auf die Hand, nicht auf den Arm oder sonst irgendwohin...nur aufs Board...versuchen locker durchzuschwingen...
    Dabei Step by Step wieder ein gutes Gefühl für sich entwickeln und sich langsam an die Treble / Double herantasten...

    Erzwingen kann man in der Tat nichts, alles braucht seine Zeit....
    Das habe ich in den 1,5 Jahren wo ich mit der Dartitis zu kämpfen hatte zu genüge gelernt.

    Viele Erfolg...Alles wird gut! :dart:

    DC Runaways R.I.P.

    !!! SISAL statt Plastik seit 1988 !!!

  • Danke für den Tipp. Das habe ich auch gemerkt. Wenn ich einfach nach Gefühl werfe, ohne groß auf meine Hand, den Stand oder sonst was zu achten, läufts am Besten. Aber genau das ist das schwere an der Sache: NICHT DRAN DENKEN. Habt ihr hier irgendwelche Tipps? Wie man den Kopf frei hält und sich wirklich nur auf sein Ziel konzentriert?

  • Ich denke Musik ist schon ein guter Tipp. Was aus meiner Erfahrung kurzfristig auch helfen kann sind kurze Pausen, wenn es im Training mal gar nicht läuft. Also einfach mal die Pfeile kurz weglegen und was trinken, ne Kleinigkeit essen, schnell ein Zimmer saugen oder was man sonst so in 5-10 Minuten machen kann, was einen zur Ruhe kommen lässt und ablenkt.

    Gruß & Good Darts

    Bennoo

  • :thumbup:

    Ich denke Musik ist schon ein guter Tipp. Was aus meiner Erfahrung kurzfristig auch helfen kann sind kurze Pausen, wenn es im Training mal gar nicht läuft. Also einfach mal die Pfeile kurz weglegen und was trinken, ne Kleinigkeit essen, schnell ein Zimmer saugen oder was man sonst so in 5-10 Minuten machen kann, was einen zur Ruhe kommen lässt und ablenkt.

    Das ist schonmal ein guter Tipp. Im Training bin ich meist fokussiert. Größere Probleme hab ich im Spiel und wenn dieser Momen des ,,Verkrampfens" kommt zieht er sich auch meistens bis zum Ende des Spiels hin und ich komme überhaupt nicht mehr in meinen Flow. Habt ich vielleicht auch hier Tipps?

  • Das gibt es nur eins.....MORE BEER..... :prost:

    Neee, mal im Ernst...versuch in solchen Situatíonen einfach mal Deine Gedanken weg von der Situation zu lenken...summ für Dich z.B. innerlich Deinen Lieblingssong...Denk an einen schönen Moment mit Deine Schnecke oder Deinen Kids (wenn Du schon welche hast)....auf jeden Fall irgendwas was nichts mit dem Spiel zu tun hat.
    Es müssen ja nicht gleich Strapse sein, die Du dir unter Deine Hose anziehst um Dich abzulenken (so wie der Pitcher in dem Baseballfilm "Annies Männer")... :dart:

    DC Runaways R.I.P.

    !!! SISAL statt Plastik seit 1988 !!!

  • Danke für den Tipp. Das habe ich auch gemerkt. Wenn ich einfach nach Gefühl werfe, ohne groß auf meine Hand, den Stand oder sonst was zu achten, läufts am Besten. Aber genau das ist das schwere an der Sache: NICHT DRAN DENKEN. Habt ihr hier irgendwelche Tipps? Wie man den Kopf frei hält und sich wirklich nur auf sein Ziel konzentriert?

    An dem Tipp ist auf jeden Fall etwas dran.

    Das habe ich auch schon alles durch. Man hat den Dreh raus, so scheint es und auf einmal klappt es nicht mehr. Man achtet auf alles und fängt an anders zu werfen, anders zu stehen oder vielleicht doch nochmal die anderen Schäfte mit den anderen Flights zu probieren.

    Was aber total unlogisch ist, da ja dann die ganze Trainingszeit der vergangenen Wochen, Monate usw. also die Fortschritte, die zu dem Leistungsstand geführt haben den man aktuell erreicht hat, mit diesen Veränderungen wieder zu Nichte gemacht werden.

    Ich habe jedenfalls festgestellt, und da werden mir andere bestimmt recht geben, da sie die gleichen Erfahrungen gemacht haben, es gibt Tage, da fliegen die Darts einfach wie an der Schnur gezogen alle in die Triple. Da kann man machen was man will, man trifft einfach alles was man will. Egal, ob lange Schäfte, kurze Schäfte, leichte Pfeile, schwere Pfeile. Es spielt alles keine Rolle, man trifft alles was man will. 15 Darter, kein Problem. Und dann kommt wieder diese Phase wo man nach 15 Darts grad mal unter 400 kommt und man nach 10 Aufnahmen an einer Hand abzählen kann wie oft man gerade mal die Single 20 getroffen hat.

    Wichtig ist es jedenfalls, dass wenn man diesen guten Tag erwischt, man nicht aufhören darf zu spielen um dieses gute Gefühl beim Werfen zu saven. Der Körper merkt sich das und verinnerlicht es in der Ruhephase, wenn man nicht mehr kann und auf der Couch liegt. Deshalb sind Ruhephasen auch ganz wichtig für Körper und Kopf. Andersrum dann, wenn gar nichts klappt. Es bringt nichts es zu erzwingen und verkrampft an der Scheibe zu stehen. Der Wurf ändert sich in der Tat. Und das will man nicht saven. Also ist das Beste einfach aufzuhören. Du wirst sehen, am nächsten Tag klappt es wieder.

    Aber wenn du der Meinung bist, dass sich dein Wurfstil grundlegend geändert hat, dann ist das echt ein Problem. So etwas habe ich nämlich schon mehrfach beobachtet. Ich kenne Spieler, die es bis nach Vegas geschafft haben und zwei Jahre später mussten die aufhören mit dem Dart, da sich der Wurfstil so schlimm entwickelt hat, dass die kaum noch die Scheibe getroffen haben. Ganz schlimm anzuschauen. Es gibt da alles. Da weiß ich auch nicht, ob es Lösungen für gibt.

    Ich habe z.B. das Problem, dass ich im Gegensatz zu vielen anderen am besten von Anfang an werfe und je länger ich spiele, desto schlechter werde ich, bis ich am Ende nicht mal mehr in der Lage bin die single 20 zu treffen. D.h. mein Wurfstil ändert sich auch nach und nach im Laufe eines Tages. Ich ertappe mich selbst, wie ich nach einer weile plötzlich immer weiter rechts von der Scheibe stehe, obwohl ich eigentlich ja immer etwas weiter links stehe. Eventuell passe ich meinen Stand etwas an den Wurfstil an, der sich nach und nach ändert. Denn irgendwann kann man sehen wie die Pfeile schräg im Board stecken, als wenn man die von rechts geworfen hätte, obwohl ich da noch links von der Scheibe stehe. Ganz interessant. Am Anfang bekomme ich die aber problemlos gerade auf die Scheibe geworfen. Deswegen sind Turniere auch nichts für mich. Die dauern einfach zu lang. Das bringt bei mir nix. Da kann ich 180er werfen und nach spätestens 18 Darts checken, aber nach und nach werfe ich dann nur noch 26, 45, 7, 11 usw.

    Es liegt sicher viel am Kopf. Einiges ist aber auch die Motorik, die Bewegung. Gar nicht die Art den Pfeil zu halten, das ist auch fast egal, sondern eher das Timing wann die Pfeile losgelassen werden. Denn es gibt ja z.B. auch das Phänomen mit der Triple 12. Dafür, dass man täglich die 20 trainiert, ist das schon erstaunlich, dass man manchmal diese 12 trifft oder überhaupt etwas anderes wie die 20. Da fragt man sich, ob das Training überhaupt etwas bringt, denn merkwürdigerweise trifft man beim Checken die Doppel, die man oft gar nicht übt, immer direkt bzw. nach wenigen versuchen. Ich treffe von 200 Würfen ca. 35 mal die triple 20. Wenn ich so selten die Doppel treffen würde, dann würde ich ja nie ein Spiel gewinnen. Auch wenn das Triple kleiner ist, da wären wir mal wieder beim Kopf.

    MVG who??? => AVR - N°1 @ Wohnzimmer-Liga Süd

    Einmal editiert, zuletzt von Galiza_1923 (28. November 2016 um 02:57)

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