Talent wird überschätzt

  • Aus dem "anderen" Forum übernommen, da ich gern mal ein paar Meinungen dazu hören würde
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    Wo wir hier gerade am Reden über Training , Statistiken etc. sind fällt mir wieder dieses Buch ein:

    http://www.amazon.de/Talent-wird-%C…62443330&sr=8-5

    Auch weil ich es unter Dartern oft gehört und gelesen habe, das jemand formuliert "wenn ich so viel Talent wie xY hätte, ja dann.......".

    Habe ich immer für falsch gehalten und ist mittlerweile ja auch Gegenstand von Sachliteratur geworden.

    Gerade beim Dart halte ich Talent für überbewertet. Alle guten Spieler die ich kennen gelernt habe, hatten vor allem eine gute MOTIVATION, viel FREUDE am Spiel und die uneingeschränkte Bereitschaft, AKTIV zu LERNEN.

    Sicherlich ist Talent nicht hinderlich, aber NOTWENDIG oder gar HINREICHEND ist es NICHT!

    (kleiner Exkurs: Der Kauf eines Lottoscheins ist eine notwendige aber keinesfalls hinreichende Bedingung, den Jackpot zu knacken. Mit Schein klappts nicht sicher aber ohne kannste gleich vergessen)

    Training hingegen halte ich durchaus für eine solche notwendige aber keinesfalls hinreichende Bedingung für Erfolg beim Darten.
    Ich mache mal den Versuch, das etwas systematisch will sagen "mathematisch", zu betrachten.

    Erfolg ist das Produkt aus: Erfolg = Basiskönnen x Duselfaktor x Nervenfaktor

    Dusel und Nervernfaktoren - wenn kleiner 1 - verringern die Wirkung des Basiskönnens, was wohl jeder schon mal selbst am eigenen Leib erfahren haben dürfte. :wand:

    Das Basiskönnen wiederum ist aus weiteren Faktoren zusammengesetzt, und ergibt sich ca. zu

    Basiskönnen = Grundwissen + (Trainingzeit x Trainingseffizienz x Talent)

    Wie man sieht, ist Talent nach der Definition also lediglich ein Teilfaktors eines Teilfaktors und kann durch Trainingszeit (oder wer wennig Zeit hat) auch Trainingseffizienz kompensiert werden.

    Prof. Richard Feynman (Physik Nobelpreis für Arbeiten zu theoretischen Physik) hatte als sein Haupt-Lehrmotto formuliert "was der eine Dummkopf lernen kann, kann der andere auch". Jemand mit Talent lernt schlicht und einfach schneller. Er selbst hatte übrigens einen für ein Physik-Genie sehr moderaten IQ von 125. Aber er war ein begeisterter Problem-Tüftler und DAS machte ihn so besonders.

    Es ist m.E. nicht das Talent, was uns die kleinen, dicken und tätowierten Engländer voraus haben. Und das andere, sollten wir doch eigentlich aufholen können? 8o

  • Dagegen spricht z.B. ein James Wade, der mit verhältnismäßig wenig Training viel erreicht.

    Wenn man das Talent hat, ist es natürlich einfacher, erfolgreich zu sein. Hat man es nicht, kann man es nach dieser Herleitung kompensieren, aber dafür bräuchte man meiner Meinung nach eine Menge Zeit und Fleiß. Und gerade, wenn es um deutsche Spieler geht, könnte man gar von einem Teufelskreis sprechen. Wenn ein Spieler, der etwas erreichen möchte, kein absoluter Vollprofi ist, muss er eine Menge Zeit investieren, um Erfolge zu feiern. Dagegen spricht, dass man auch noch anderen Verpflichtungen nachkommen muss, wie z.B. dem Beruf. Konzentriert man sich auf den Dartsport, vernachlässigt man den Beruf, was nicht gerade positiv ist. Konzentriert man sich auf den Beruf, hat man nicht genug Zeit, um auf den Sport einzugehen. Daher muss man eine andere Variable einfließen lassen, die Risikobereitschaft. Das heißt, man muss sich trauen, Profi zu werden und bei Misserfolg mit den Folgen leben können. Dieses Risiko einzugehen, ist aber enorm schwer.

    Außerdem bin ich nicht der Meinung, dass man Erfolg mit einer Formel erklären kann. Man kann in der Physik z.B. mit dem Coulombschen Gesetzt sehr gut erklären, welche Kraft zwischen zwei Punktladungen wirkt, da alle Variablen relativ einfach bestimmbar sind und die Formel sonst nur aus Konstanten wie der Kreiszahl oder der elektrischen Feldkonstanten besteht. Sind die Bedingungen allerdings nicht ideal, wird die Sache schon schwieriger. Man muss weitere Faktoren berücksichtigen, die sich ständig ändern können. Auch beim Erfolg sollte man diese Faktoren immer im Auge haben. Im Sport ist sehr oft die Tagesform entscheidend. Das hört sich nicht wichtig an, aber wenn die nicht stimmt, ist ein Turnier vielleicht schon an Tag 1 für die Person vorbei. Zudem muss man neben dem Talent und dem Training auch noch die menschlichen Seiten berücksichtigen. Hat jemand Probleme imLeben und wie kann er damit umgehen? Es gibt sicher noch weitere Dinge, aber diese zu erfassen, würde ewig dauern.

    Ich möchte damit ausdrücken, dass man naturwissenschaftliche und mathematische Vorgänge leicht in Formeln ausdrücken kann. Aber im Sport kann sich ständig etwas ändern, weil wir es mit Menschen und nicht mit Elektronen oder Maschinen zu tun haben.

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    Einmal editiert, zuletzt von the scientist (4. Januar 2010 um 14:54)

  • Mahlzeit!

    Für mich hat das mit Talent nur wenig zu tun. Ich würde dem was oben steht Recht geben.

    Ich denke es gibt einige Spieler in Deutschland die bei ausreichend Zeit & Geld das Zeug dazu haben Weltspitze zu werden. Nur leider ist es doch so dass man entweder Zeit oder Geld hat. Wer aber ausreichend Zeit haben will um zu trainieren wird wohl seien Job aufgeben müssen. Dann kann ich zwar trainieren wie bekloppt, kann mir aber die Teilnahme an Turnieren (Unterkunft, Startgeld usw.) wohl nicht mehr so leisten. Das würde also nur mit Hilfe von Sponsoren klappen die soviel Geld bereitstellen dass ich davon leben kann und meine Turnierteilnahmen inkl. aller Reisekosten gedeckt sind. Nur welche Sponsor in Deutschland wird das Geld bezahlen bei einer Sportart die in der breiten Öffentlichkeit einfach kaum Aufmerksamkeit erhält?

    Wie gesagt, ich denke es gibt bestimmt ein paar Spieler in Deutschland die den Engländern dauerhaft die Stirn bieten können wenn sie Darts hauptberuflich ausüben könnten. Talent ist sicher nicht hinderlich, aber Begeisterung, Ehrgeiz und dauerhafte Motivation sind wichtiger.

    MfG

    M. B.

    Tante Edit: Scientist war etwas schneller und hats ja oben schon so in etwa angesprochen.... :troll:


  • Dagegen spricht z.B. ein James Wade, der mit verhältnismäßig wenig Training viel erreicht.

    Ja das macht mich auch stutzig.
    Meiner Meinung nach gibt es Menschen die weniger Trainieren müssen um ein bestimmte Leistung zu zeigen z.B trainiert Wade jeden Tag 2 Stunden um ein 95-105 Average zu zeigen.
    Und Herr Taylor trainiert jeden Tag 4-... Stunden um ein 100-1... Average zu zeigen.
    Sprich Wade hat schon ein gewisses Grundtalent vielleicht sogar mehr Taylent als Taylor aber Taylor macht dieses "fehlende"Talent durch hartes und ehrgeiziges Training weg.

  • Die PDC hat die Weltspitze meiner meinung nach einfach auf der Insel eingeschlossen. Vor 20 Jahren waren Deutsche Spieler viel näher an der Spitze als heute (Kai Pfeiffer, Rene Cheng, Andree Welge).

    Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.

  • Talent wird überschätzt, aber ein Talent wie es es James Wade hat gepaart mit der harten Arbeit eines Taylor, das gäbe den absoluten Dart-Terminator :box:

    Wade und Anderson sind vermutlich die Spieler mit dem größten Talent unter den Top50, aber man sieht halt auch immer wieder, dass Talent alleine diese Spieler teilweise schnell an ihre Grenzen kommen lässt.

    Aber mal ganz davon abgesehen: nur weil es im Fernsehen heißt, ein Wade würde nur 2 Stunden am Tag Trainingsmatches bestreiten, ein Taylor nur 3 Stunden täglich trainieren und ein Barneveld 10-12 Stunden täglich, muss das noch lange nicht stimmen...

    Vielleicht steht Taylor ja 2x8 Stunden am Tag vor dem Board und Wade geht mit Barney täglich 12 Stunden am Postauto schrauben und anschließend in die Kneipe, etc.... Wer weiß das schon...

    Darts: Harrows Graflite 22g
    Board: Unicorn Eclipse Pro
    Highscore: 180 (6x)
    Checkout: 127 (S20, T19, Bulls Eye) | 119 (S19, T20, D20) | 116 (T20, S16, D20) | 106 (T20, S6, D20) | 98 (T20, D19)

  • Talent wird überschätzt, aber ein Talent wie es es James Wade hat gepaart mit der harten Arbeit eines Taylor, das gäbe den absoluten Dart-Terminator :box:

    Ja genau das Aber versucht doch KaiPfei mit seinem Ersten Post auszudrücken.

    Zitat

    Basiskönnen = Grundwissen + (Trainingzeit x Trainingseffizienz x Talent

    Das Basiskönnen hängt ja nicht nur vom Training ab. Wenn das Talent höher ist, dann ist weniger Trainigszeit bei gleicher Trainigseffizienz nötig um auf das selbe Basiskönnen zu kommen. Das Wade anscheinend mehr Talent hat als z.B. Taylor ist wohl unbestritten.

    Aber warum ist dann Wade erfolgreicher, als so manch anderer Talentierter Spieler mit gleicher Trainigszeit?
    Auch dafür liefert doch KaiPfei die Erklärung

    Zitat

    Erfolg = Basiskönnen x Duselfaktor x Nervenfaktor

    Der Erfolg ist ja nicht nur vom Können abhängig! Das kennen wir doch am besten!
    Wer von uns kann seine Trainingsleistung im Ligabetrieb oder beim Turnier abrufen?
    Da spielen uns die Nerven meist gegen uns.

    Davon haben dann Leute wie Wade einfach bessere, und manche haben einfach auch das Glück des Tüchtigen!

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)


  • Zuersteinmal danke für deinen beitrag!

    Ich bin kein physiker,dafür aber sportwissenschafter.

    Dein sogenanntes Grundwissen kann man mit dem begriff grobform gleichsetzen,und zwar die grobform des "WURFES".

    Diese Grundtechnik "muss" unser körper in der jugend lernen,und zwar in einer sogenannten "plastischen phase".

    mit 17-18 ist diese zeit für immer und ewig (!) vorbei.das heisst nicht,dass wir uns nicht mehr weiterentwickeln,das heisst aber,dass wir bestimmte bewegungsabläufe nicht mehr einer gewissen perfektion lernen können. Ein Mensur S. hat zb. erst mit anfang 20 so richtig mit dart begonnen,aber: Mensur ist guter Basketballer (ähnliche wurfbewegung),darum zählt er nur bedingt als ausnahme.

    ich sehe immer wieder spieler aus unteren ligen,deren technik mehr ein stoss als ein wurf ist,
    das kommt daher,dass sie in ihrer jugend diese technik nicht ausreichend erlernt haben.
    egal wieviel du trainierst,manche dinge kann man mit fleiss nicht wettmachen :!:

    in der fachliteratur spricht man von sogenannten
    "GMP´s" (general motor programms),das sind fix einprogramierte bewegungsmuster,welche sich...eraten,in der jugend entwickeln müssen.

    Die "kleinen, tätowierten" engländer,die man im fernsehen sieht haben den meisten von uns etwas voraus:

    -ihre technik hat sich früh entwickelt (U16-U18)
    und ja, Taylor hat "in his early teens" begonnen -S.Waddel

    mit sportlichen grüssen

    veit

    "Don´t call it a Comeback, I´ve been here for years!"

  • Zu ein paar genannten Punken

    re "Formel": logisch ist die pseudo mathematisch und allenfalls Qualitativ und nicht Quantitativ zu verstehen (was z.B. wäre die Einheit von Talent)

    re: Trainingszeiten:
    Ich glaube, da muss man zwischen der Aufbauphase und der Haltephase unterscheiden. Wenn man ein gutes Niveau erst einmal erklimmen will, benötigt das nach meinen Erfahrungen sehr viel mehr Mühe, als es braucht, um ein einmal erreichtes Niveau zu erhalten.
    Es wäre glaube ich auch wichtig, festzustellen, ob Turniere / Liga eigentlich zum Training zählen oder nicht.

    Unabhängig davon, ist die absolut aufgewendete Zeit gar nicht mal so entscheidend, sondern viel eher die Effizienz oder Intensität der Bemühungen. Von daher wäre es schon interessant mal zu erfahren WAS und WIE der Wade denn so trainiert, bzw. wie denn seine Aufbau-Phase ausgesehen hat.

    Vielleicht muss man den Begriff Trainig auch etwas weiter fassen. Peter Evison hat mal erzählt, dass er jedesmal, wenn er in seinem Club der Beste Spieler geworden war, anschliessend gleich zu einer anderen Mannschaft gewechselt ist, wo er unter "ferner liefen" eingestiegen ist, dann sich dort wieder nach oben gekämpft hat,.... etc. Das hielte ich hier in D für eher unüblich oder.

    re Sponsoring:
    Wenn der DDV einen Unterstützerkreis gründet und dort 500 Leute je Monat 10€ stiften, wäre das eigentlich kein Problem.

    Vielleicht würde es aber schon reichen, wenn der DDV seine Talente mal stärker an die Kandarre nimmt und deren Vorbereitungen und Trainings quasi steuert und oder überwacht, anstatt jeden einfach für sich selbst mal drauf los machen zu lassen. M.W. läuft in der Richtung wenig bis gar nix. Mir fehlt da immer noch eine Art konzertierte Aktion, wie auch immer die im Detail aussehen mag.

    Jedenfalls stimmt die Gleichung Kein Talent = Keine Chance für mich so nicht. Der Einzelne ist m.E. NICHT dazu verurteilt sein Schicksal zu erdulden und auf die nächste Re-Inkarnation, dann mit ein paar Taylor-Genen, zu hoffen. :huepf:

  • dazu wäre noch zu klären was "talent" ist?


    einen sogenannte genetische disposition konnte bis jetzt in technischen sportarten noch nicht nachgewiesen,werden,was nicht heisst,das es sie nicht gibt.

    muskulär ja, (schnelle-langsame muskelfasern).


    darum sehe ich beim dart das talent abhängig davon,was sich in der jugend tut,dass heisst :


    Talent muss sich früh entwickeln...

    "Don´t call it a Comeback, I´ve been here for years!"

  • in der fachliteratur spricht man von sogenannten
    "GMP´s" (general motor programms),das sind fix einprogramierte bewegungsmuster,welche sich...eraten,in der jugend entwickeln müssen.

    JA! Stimmt natürlich, Wille und Fleiss können vieles aber natürlich nicht alles. Und ich rede hier auch nicht über die super untalentierten Hoffnungslosfälle sondern die grundlegenden Chancen, die sich m.E. schon jedem Durschnittsspieler bieten.

    @Dr. Shirota re GMP: also daher! so zwischen 5 und 10 habe ich bei meinen Grosseltern in den Sommerferien wochenlang ganze Tage damit verbracht, Darts (Plastikteile auf so eine gerollte Pappscheibe) zu werfen, weil da konnte ich meinen älteren Bruder schlagen und das war damals MEGA-wichtig. Lucky me.

  • @Dr Shirota:
    Finde ich superinteressant was Du da schreibst. Gibt es eigentlich irgendwelche Sportmedizinischen Untersuchungen zum "Dart-Schwung" bzw. wie könnte eine solche Untersuchung aussehen bzw. sowas muss man doch als Diplomarbeit o.ä. vergeben können.

  • Am Beispiel von James Wade – geboren am 6. April 1983

    Beginn mit 14 Jahren – schon bald Turniere gespielt
    wurde bald darauf von Hampshire’s Jugend Manager Andy Scott ins Jugend-Team geholt

    stieg mit 16 Jahren ins Senior Team von Hampshire auf (hatte da als Mitspieler/Konkurrenten zum Beispiel Andy Jenkins und Colin Monk)

    2002 - mit 19 Jahren Sieger Swiss Open 2002 Singles (2:1, Barney, 2:1 Stompe, 3:2 Monk); zahlreiche Platzierungen bei WDF/BDO-Turnieren; Qualifikation für die Embassy 2003

    2003 - Teilnahme Embassy 2003 (R.1 gegen Dennis Harbour 2:3 verloren mit Av. 27.88); Qualifikation für WDT 2003; Selektion ins Nationalteam Englands

    2004 - Teilnahme Lakeside (R.1 gegen Shaun Greatbatch 3:0 gewonnen mit Av. 27.37; R.2 gegen Darryl Fitton 0:3 verloren mit Av. 29.65); 2004 diverse gute Resultate bei BDO und PDC; Einladung zu IDL.

    Übertritt zur PDC 2004 (mit 21)

    BB7000 = BIG BEN, 7000 Chur = http://www.darter.ch/ , der Mann aus den Schweizer Bergen
    Ein hoher Average hat noch niemals ein Leg, Set oder Match zugemacht !
    Schliess Dein Spiel ab; sonst gehst Du nach Haus; ist der Doppel nicht drin; bist Du nämlich raus !

  • tja,der james-
    von nix kommt eben nix!
    aber mit 19 schon swiss open,ist schon stark :respekt:

    @KaiPfei

    studien über den dartschwung sind mir keine bekannt,es gibt aber einige gute tips online,auch auf dieser seite-
    john parts tips zB (danke echse)

    wissenschaftlich wurde aber mit sicherheit der Basketballwurf unterrsucht,
    und der ist dem dartwurf bekanntlich ja verdammt ähnlich.
    eines haben "fast" alle profis gemeinsam. einen wirklich schönen "follow thrue",
    Edwin Max hat zum bsp. keinen technisch sauberen,der stoppt ab,
    aber der ist auch kein Pro


    ps:bin ziemlich sicher heuer in sazburg anzutreffen,
    da könnten wir das thema bei einem whiskey weiter erläutern...

    "Don´t call it a Comeback, I´ve been here for years!"

  • Aber trotzdem galt der Wade für ein paar Jahre als das "ewige Talent", dass sich nie durchsetzen wird. Plötzlich ist der Knoten geplatzt und er kam in die "wirkliche" Weltspitze wie Phönix aus der Asche.
    Das hatte dann letztlich nichts mit Talent oder Training zu tun; ich denke, dass es nur eine Kleinigkeit war, die er geändert hat (vielleicht zufällig) und jetzt klapperts im Karton. Wie bereits Dr. Frankenfurter sprach: "an Accident, just an accident..."
    Ich arbeite auch gerade an dieser "Kleinigkeit"... :lach:

  • In Ergänzung zu den bisherigen Ausführungen möchte ich einmal kurz aufzeigen, wie Talent - insbesondere in der Anfangsphase - m.E. beim Darten "wirklich" wirkt.
    Meine These: Talent trägt nicht.

    Betrachten wir einmal den hypothetischen - talentierten - Spieler T, der Darten für sich entdeckt.

    Da er Talent hat, fliegen ihm viele Sachen scheinbar mühelos zu. Dabei ist es ausreichend, wenn dieser Anfangseffekt nur klein ist. Denn wenn es leicht von der Hand geht und "Bewunderung" und positives Feedback aus der Umgebung gibt, dann machts halt richtig Spass und weckt Ehrgeiz --> T entwickelt eine hohe Motivation.

    Deswegen trainiert er mehr als andere ( macht ja auch Spass), spielt mehr und öfter Turniere ( man hat ja schließlich Anfangserfolge ) und sammelt so überdurchschnittlich schnell, überdurchschnittlich viel Match und Trainingpraxis. => das wiederum ist der Hauptgrund, warum T noch mehr Erfolge hat, was wiederum die Motivation erhöht, etc.

    D.h. Das Talen TRÄGT den Spieler T nicht durch die Turniere etc. sondern es ist vielmehr eine Art KATALYSATOR, der dafür sorgt, dass überall die kleinen Krümel aufgelesen werden und sich dabei selbst weiter verstärkt.

    Ganz ähnlich wie das Dynamo-Elektrische-Prinzip.

    Das klappt allerdings nicht unbegrenzt, irgendwo ist einfach Schluss mit dem, was diese Talentmotivation bewirken kann. Dann kann einen weitere Steigerung nur noch durch effektives und "arbeitsintensives" Training erfolgen, was alles andere als Spass macht. Wenn das nicht passiert, gibts ein Problem.

    Das sieht dann so aus, dass T bis zu einem gewissen Punkt quasi "kometenhaft" aufsteigt, aber dann wie an einer Barriere "stagniert".
    Und ich glaube, dass wir im DDV in dieser Falle stecken, gewissermassen der Spaß-Falle, weshalb in den letzten 20 Jahren wohl kein wirklich substanzieller Fortschritt stattgefunden zu haben scheint.

    Meinungen dazu?

  • Da er Talent hat, fliegen ihm viele Sachen scheinbar mühelos zu. Dabei ist es ausreichend, wenn dieser Anfangseffekt nur klein ist. Denn wenn es leicht von der Hand geht und "Bewunderung" und positives Feedback aus der Umgebung gibt, dann machts halt richtig Spass und weckt Ehrgeiz --> T entwickelt eine hohe Motivation.

    Deswegen trainiert er mehr als andere ( macht ja auch Spass), spielt mehr und öfter Turniere ( man hat ja schließlich Anfangserfolge ) und sammelt so überdurchschnittlich schnell, überdurchschnittlich viel Match und Trainingpraxis. => das wiederum ist der Hauptgrund, warum T noch mehr Erfolge hat, was wiederum die Motivation erhöht, etc.


    Sehr gut beschrieben , trifft auch auf mich größtenteils zu !

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