The House of the L(iqu)ord

  • ...ja klar, kenne ich; ein Auszug aus einem Interview mit Robert Thornton: "Wir waren beide nicht so gut am Oche - letztlich habe ich jedoch gesiegt und werde von dem Preisgeld meiner Frau einen neuen Hut kaufen"...war glaube ich nach dem Masters Halbfinale 2007.

    Na ja, fast richtig. Sagen wir mal 2 von 100 möglichen Punkten,

    Bhí drochlá agam! - Ich hatte einen schlechten Tag
    Beidh deoch againn anocht, le cúnamh Dé! - Wir werden heute Abend einen trinken, so Gott will.
    Ná raibh tú ólta ar feadh do shaoil uafásach! - Mögest du für den schrecklichen Rest deines Lebens nüchtern sein
    Go n-éirí an t-ádh leat – Glück auf dem Weg
    Go dtachta an diabhal thú, a chonúis! Den übersetz ich jetzt nicht........

    Aller Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.

  • Bruder House,

    Auch ich wurde auf Irrwege geführt.

    Als ich jünger war nutzte der Satan in Gestalt des "laufenden Johannes" (in rot) meine Unwissenheit.
    Er machte mich glauben, er wäre gut!
    Er machte mich glauben, er wäre lecker!

    Aber er machte mir auch Kopfschmerzen.

    Doch auch ich wurde errettet. Der Herr selbst sprach zu mir:"So du meinen Pfad beschreiten wills, folge der Harfe." Er öffnete mir die Augen und geleitete mich in sein Haus.
    Und ich gewahrte seltsame Zeichen: P U B

    Es offenbarten sich mir Engel mit seltsamen Namen: Red Breast, Laphroaig und noch manch anderer mehr.

    Vernehmt mein Zeugnis auf das auch Ihr wisset: Jeder Sünder kann Rettung erfahren! Amen!

    Bruder Gargoyle

    Einmal editiert, zuletzt von Gargoyle (8. Februar 2010 um 21:55)

  • Es offenbarten sich mir Engel mit seltsamen Namen: Red Breast, Laphroaig und noch manch anderer mehr


    ...na mein Kolleesche aus Leipzsch obber nüscht die Göldgröne vergessen...ach komm - die war doch ooch lägger...da hat so mancher auch schon Engel gesehen... :sauf: :friend:

  • Vernehmt mein Zeugnis auf das auch Ihr wisset: Jeder Sünder kann Rettung erfahren! Amen!


    Hallelujah Bruder!

    Liebe Gemeinde, so sehet denn auf die erschütternden Zeugnisse der Brüder Zanna, da Spickerer und vor allem das von Bruder Gargolye (wenn auch der wahre Gläubige beim Laphroaig gerne zusammenzuckt).
    Und ihr werdet erkennen, das auch Ihr gerettet werden und des gesalbten Leibes des Erlösers teilhaftig werden könnt.
    Amen!

    Als Quelle der Inspiration seiet auf dieses Dokument einer befreundeten Gemeinde verwiesen, dass Ihr ab 2:22 verfolgen solltet.

    Ich möchte vorschlagen, Halle und Lujah auch zu unser nächsten Gospel Sitzung einzuladen!

    God bless U Al ahem all!

  • So, machen wir etwas weiter im Text....Das Pot Still Verfahren oder auch "Warum ein Malt-Whisky eigentlich Malt-Whisky heißt?!"
    Bevor wir auf den eigentlichen Prozess zu sprechen kommen, zunächst einmal die Liste der "Zutaten"

    1) Die Gerste
    Im Gegensatz zu modernen und auf Ertrag optimierten Sorten werden für die Whisky-Herstellung eher ältere und angeblich "geschmacksintensivere" Sorten verwendet

    2) Das Wasser
    Einer DER entscheidenden Punkte bei der geschmacklichen Ausrichtung der Malts. Eine Destille, die was auf sich hält, hat ihre eigene und nur von ihr benutzte Wasser-Quelle. Dabei handelt es sich i.d.R. um Wasser, das früher als Schnee auf die Berge und Hügel gefallen ist, dann geschmolzen und versickert ist, um schließlich einige Hundert bis einige Tausend Jahre später als Quellwasser wieder aufzutauchen. Garantiert noch ohne industrielle Umwelteinflüsse. Es wurden sogar Versuche gemacht, in Deutschland Whisky herzustellen und dabei auf aus Schottland importiertes Wasser zurückzugreifen. Hat aber nicht so richtig hingehauen.

    3) Der Torf
    Wird getrocknet und mancherorts als Heizmaterial für die Hitze in der Darre benötigt (s.Prozess). Der Torf wird aus den üppig vorhandenen schottischen Mooren gewonnen. Das Zentrum des Torf-Einsatzes ist die berühmt Whisky-Insel Islay, vor der Westküste Schottlands.

    4) Die Brennblase
    Große (mannshohe und mehr) oft aus Kupfer gefertigte Destillierkolben, deren Form und Funktion Gegenstand vieler Legenden ist. Die Form und die Ausmaße bestimmen wesentlich das extrem komplexe Reaktionsgefüge der Destillat-Bestandteile und Aromen. So verwundert es nicht, dass Gerüchten zufolge manchmal sogar Beulen und Dellen von ausgetauschten Brennblasen in die Ersatzkessel gehämmert worden sein sollen.

    5) Das Faß
    Trägt wiederum ganz massiv zur Geschmacksbildung bei. Es sind stets Eichenfässer, in denen vorher bereits andere Spritiuosen gelagert wurden. Klassischerweise Bourbon und Sherry. Es gibt aber auch Portwein oder Madeira Fässer, die dann dem Whisky sein sogenanntes "Finish" verpassen. Wirklich intensiv formt das Fass den Scotch dann, wenn es eine Erstbefüllung ist (first fill), bei späteren weiteren Füllungen ist das Fass zunehmend "ausgelaugt".

    6) Die Lagerung / das Klima
    Und noch ein essentieller Geschmacksformer für den Scotch. Es hat Versuche gegeben, in Schottland produzierten Whisky in anderen Ländern reifen zu lassen, mit desaströsen Ergebnissen. Das schottische Klima übt offensichtlich einen enormen Einfluss auf den lagernden Whisky aus. Das passiert u.a. dadurch, dass durch den starken Temperaturwechsel sich Whisky und Faß zyklisch ausdehnen und zusammenziehen. Solcherart wird der Whisky in die vielen Poren und Risse des Fasses hinein und wieder herausgepumpt, sodass er die Aromen aus dem Faß aufnehmen kann.

    7) Der Brennmeister
    Last but not least ist es der Kunst des Brennmeisters zu verdanken, bei der Destillierung den richtigen Anteil, den sogenannten Mittellauf, passend auszuwählen. Vor- und Nachlauf sind wegen Fuselölen und z.T. Methylalkohol nicht nur aromatisch nicht geeignet, sondern nachgerade gesundheitsgefährdend. Darüberhinaus muss der Brennmeister später die verschiedenen Jahrgänge seines Scotches so miteinander mischen, dass der für seine Distille als typisch angestrebte Geschmack gleichbleibend immer wieder getroffen wird. Kurz, der Mann ist ein Held.

    Hmmm irgendwie wird der Post immer länger, ich mache daher mal ein Break..... :sauf:

  • Red: @Annabelle. Ja, ist irgendwie am ausufern, war eigentlich nur als kleiner Exkurs gedacht aber jetzt komme ich von Hölzchen auf Stöcken und aus der Nummer irgendwie nimmer raus. Jetzt hab ichs angefangen, dann mach ich es auch fertich....
    8) Der Prozess
    Der große Unterschied zum Industrieverfahren besteht bei Malt-Whiskys im sogenannten "mälzen" womit auch klar ist, woher die Bezeichnung MALT-Whisky stammt, d.h. die Gerste wird angefeuchtet und zum Keimen gebracht. Dabei wird Stärke in Zucker (Malzzucker) umgewandelt, was in der Maische die Alkoholproduktion der Hefen verbessert. Der Keimungsprozess wird dann durch Hitze - z.B. Torffeuer oder auch Heißluft - beendet, während die Gerste auf der Darre (eine Art Boden) liegt. Schroten, mit Wasser vermischen, Hefe rein, gären lassen und dann gehts ab in die Brennblase.
    Eine solche Brennblase kann, anders als im kontinuierlichen Verfahren, nicht kontinuierlich betrieben werden, sondern wird befüllt, destiliert, dann stillgelegt, geleert, wieder befüllt....
    Das Endergebnis ist ein klarer "Korn" der in Faßstärke (>60%) in Fässern mindestens 8 Jahre gelagert wird. Je länger umso ( eventuell ) besser, auf jeden Fall aber umso teurer. Wenn der Scotch aus dem Faß kommt ist er eingedunkelt, ggf. wird etwas mit Zuckercoloeur nachgeholfen. Jetzt noch verschneiden und ab in die Flasche.

    Abschließend noch ein paar Bruchstücke

    Single Malt = Blend aus Malts EINER Destille, aus verschiedenen Jahrgängen
    Pure/vatted Malt = Mischung aus irgendwelchen Malts

    Eis oder KEIN Eis?
    Never ever in Malt-Whiskys! Bei Cocktails oder Blends OK, aber man tut ja auch kein Eis in Rotwein, also unbedingt Finger wech.

    Wasser in den Malt?
    Ja! Absolut OK in kleinen Mengen schließt es zusätzlichen Aromen auf aber "never sparkling"!

    Ich muss/will einen Malt verschenken?
    Cragganmore oder Balvenie, da macht man nix falsch, für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis gleichermaßem geeignet.

    So ich denke das wärs mit der "Basisausbildung".
    Man könnte jetzt noch lang und breit über die verschiedenen Herstellregionen Highlands, Lowlands, Speyside, Islay, .... reden aber dann geht das noch x-Posts weiter.

  • Red: @Annabelle. Ja, ist irgendwie am ausufern, war eigentlich nur als kleiner Exkurs gedacht

    Nix für ungut. Für mich ist das nur so, als wolltest Du einem Beduinen was vom Sand erzählen....

    I have decided to close my day with a glass of poitin from my prefered moonshiner. Slainte

    Aller Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.

  • Also ich fand ja die Ausführungen sehr interessant - man nimmt sich ja sonst nie die Zeit zu so etwas; hier liest man es schon gerne.
    Bei all unseren Experten fällt mir jedoch ein Experiment ein, dass ich mit 3 Kumpels vor ca. 15 Jahren gemacht habe. Von denen haben mindestens zwei behauptet, mit Sicherheit den Unterschied zwischen 6, 12 und 24 Jahre altem Whisky unterscheiden zu können. Leider scheiterte diese wunderbare Expertise erstens daran, dass die Tester schon realtiv voll waren und zweitens daran, dass derjenige, der die Gläser gefüllt hatte, sich nicht mehr erinnern konnte, in welchem Glas denn nun welcher Whisky war - dies führte letztlich zu fürchterlichen Streitereien, von denen wir noch Jahre lang gezehrt haben. Der Einschenker war nämlich auch voll und ihr dürft nun raten, wer dieser war...oh schon so spät...ich muss weg... :duw:

    ...ich würde mich wirklich freuen, bei einem Kellertreffen diesen Versuch mal zu wiederholen - ich würde zu gerne den Sommelier machen...den Erste-Hilfe-Kasten würde ich auch mitbringen...

  • Welches ist das beste Hefeweizen? 12

    1. Dinkelacker-Schwabenbrüh...ähhh ... bräu (0) 0%
    2. Löwenbräu (0) 0%
    3. Hacker-Pschorr (0) 0%
    4. Flensburger-Weizen (1) 8%
    5. Plus Schloss Weizenbier mit Hefetrübung (0) 0%
    6. Franziskaner (1) 8%
    7. Schneider-Weisse (3) 25%
    8. Tucher (0) 0%
    9. Schöfferhofer (0) 0%
    10. Maisel (0) 0%
    11. Krombacher (0) 0%
    12. Erdinger (4) 33%
    13. Distel (0) 0%
    14. Oettinger ( I hope it`s a bit lucky) (0) 0%
    15. Penny Adelskrone (0) 0%
    16. Weihenstephan (3) 25%
    17. Andechs (0) 0%
    18. Münchner Hofbräu (0) 0%
    19. Dinkelacker Sanwald (0) 0%
    20. Norma Bayerische Edelweiße (0) 0%
    21. Paulaner (0) 0%

    Nachdem nun die banalen Sachen abgewickelt wurden, bitte ich um Erhörung in einem wirklich wichtigen Thema:

    Welches ist das beste Hefeweizen?

  • Da muß ich doch dem Erdinger meine Stimme geben..........eins könnt ich ja schon wieder..........aber neee, ne Woche lebe ich noch gesund, dann habe ich wieder mal ne abendliche Verabredung.... :prost:

    Life's about saying "yes"!

  • Da fehlt Augustiner auf Deiner Liste!!!! :cursing:

    Dann gibt´s ach koa stimm´n ned!

    (... aber Penny Adelskrone erwähnen, tst ts tst ... und wo ist da bitte der Stiel ähh Steel ähh Stell ach Dingsbums?!) X(

  • Das einzig wahre Bier aus Bayern ist sowieso das "Tegernseer Hell". Da schmeckt man das schneeige, weiche Quellwasser. "Als ob einem ein Engelein auf die Zunge pinkelt."...............................................
    ...so Semmel : Steilvorlage!!

    Life's about saying "yes"!

  • Das einzig wahre Bier aus Bayern ist sowieso das "Tegernseer Hell".


    Ohhhh ein Kenner !!

    Also das Tegernseer Helle ist ein super Bier !

    Besonders wenn man im Sommer im Biergarten vom Tegernseer Bräustüberl sitzt ....( Bayerisch 5 Sterne Trinken ) :sauf:

    Augustiner Edelstoff kann man sich schon auch schmecken lassen ! :prost:

    Aber bei den Hefeweizen oder wie die Ureinwohner Bayerns sagen Weißbier ist die Liste natürlich kläglich...

    Da gibts kleine Brauereien wie Unertl, Bierbichler , Flötzinger , Boisal Oberaudorf ....und noch mehr

    Erdinger oder Paulaner ist bei uns " Preissn Gwasch " (Preussen Plörre ) die nur

    Turis oder " Einwanderer " trinken , aber niemals ein Weißbiertrinker der was auf sich hält...

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