Ich finde die aktuelle Entscheidung von PDC und DRA zum Ausschluss von Trans-Frauen aus den reinen Frauenwettbewerben grundsätzlich richtig, um die Integrität dieser Kategorie zu schützen. Wenn man sich Studien wie die von Dr. Emma Hilton anschaut, spielen biologische Merkmale eben doch eine Rolle, auch wenn das im Dartsport nicht so extrem ist wie zum Beispiel beim Boxen im Fall Imane Khelif, wo die Körperlichkeit noch viel massiver zum Tragen kommt.
Was mich aber wirklich stört, ist der Zeitpunkt. Mitten in der laufenden Saison so einen harten Cut zu machen, fühlt sich einfach unsauber an. Für Spielerinnen wie Noa-Lynn van Leuven, die sich sportlich schon viel erarbeitet hatten, ist das ein massiver Einschnitt. Ein klarer Schnitt zum Saisonende wäre der professionellere Weg gewesen, damit alle Beteiligten Planungssicherheit haben.
Darts bleibt durch die offenen Turniere zum Glück inklusiv und van Leuven hat ja schon bewiesen, dass sie sich dort gegen Männer durchsetzen kann. Trotzdem bleibt durch die kurzfristige Entscheidung ein bitterer Beigeschmack.