Denke eher, dass das 'Chaos' die Realitäten besser beschreibt (es kann jeder jeden schlagen nur sind manche Siege eben nicht wirklich wahrscheinlich) als viele der grossen eine gefestigte Rangliste suggerierenden European Tour, Major oder gar Premier League Events, bei denen die Stars schon ziemlich hofiert werden, immer qualifiziert sind, erst in Runde 2 einsteigen müssen und sich auch frühestens in Runde 3 mit einem gesetzten Spieler auseinandersetzen müssen und die Gegnerschaft an jungen Wilden zahlenmässig in engen Grenzen gehalten wird. Logischerweise erzeugen die kürzeren Distanzen auch mehr Überraschungen, aber prinzipiell sollten bei einem 128er Feld statistisch gesehen immer 1-5 Spieler dabei sein, die deutlich überperformen.
Letztlich suggeriert ich die ooM und die darauf aufbauenden Mechanismen wie Einladungen auch eine Hackordung, die sich in den aktuellen Spielstärken nicht wirklich widerspiegelt. Die Nummer 3 der ooM - Michael Smith - findet man bei mir aktuell auf 17, die Nummer 4 Nathan Aspinall gar nur auf 27. Sie spielen halt aktuell nicht so dolle und in einer Beispielpaarung Steve Lennon versus Nathan Aspinall ist eigentlich aktuell Steve der Favorit. Wenn auch nur superknapp und beim nächsten Turnier kann es schon wieder anders aussehen.
Dafür findet man den aktuell wohl mindestens drittstärksten Spieler der Welt - Luke Littler - nur auf ooM 30. Ich gehe davon aus, dass Darts Orakel ähnliche Daten liefert wie ich, aktuell verstecken sie es wohl, bin zu faul mir einen Account zu holen.
Generell kann man im Darts Leistungsabbau oft auch nur sehr langsam feststellen, weil man in KO-System-Turnieren eben nicht mehr als eine Partie verlieren kann.
ist aber in vielen Einzelsportarten so - die großen Namen werden durch die Rangliste einigermaßen geschütz. Bei der PDC werden sie halt teilweise doppelt geschützt, einmal durch die Setzung bzw. den Fixplatz und zudem auch noch durch die 2-Jahre OOM.
Im Tennis gibt es halt eine Setzliste wo die Nr.1 auf die Nr.128 trifft und sich somit die Topspieler sich reltativ leicht immer wieder in den vorderen Rängen spielen können - zudem sind sie dort auch für die Masters gesetzt und machen so Fixpunkte.
Im Skifahren haben die Topfahrer die besseren Pistenverhältnisse, da sie früher starten dürften als die anderen.
Aber ich finde, dies ist schon ok so - schließlich müssen die Topspieler vom Sport leben können und brauchen dazu ein halbwegs planbares Einkommen über längere Zeit.
