Das Spiel gegen Price und auch die gestrige Niederlage bei der Jugend-WM zeigen, dass Littler nicht unbesiegbar ist.
Allerdings gilt bei ihm, viel mehr noch als bei allen anderen Spielern zur Zeit, dass eigentlich nur er entscheidet ob er heute schlagbar ist oder nicht. Dass der Gegner in einem solchen Fall meistens trotzdem noch sein A-Game ans Board bringen muss, macht es nicht einfacher.
Damit will ich sagen, dass wenn Littler ein Turnier unbedingt gewinnen möchte, es für alle anderen sehr schwer wird ihn daran zu hindern. Das ist bei diesem Grand Prix recht offensichtlich gewesen. Es kann aber beim nächsten Major in Dortmund dann wieder anders sein (niedrigeres Prestige der EDC, Fans wohl nicht so klar auf seiner Seite, etc..), wie koelsche ScotsNuke schreibt.
Ganz allgemein wünsche ich mir nicht, dass Littler eine Dominanzphase wie MVG zeitweise oder Taylor hat. Das wäre mir persönlich, dann zu langweilig. Ich kann sportliche "greatness" durchaus wertschätzen, wenn es sich aber in zu klaren Spielen und in zu vielen erwartbaren Ergebnissen zeigt, kurz gesagt wenn es keine wirkliche Konkurrenzfähigkeit der anderen Spieler gibt, holt es mich nicht mehr ab.
Als ich 2020 vom ab und zu WM-Gucker, zum interessierteren Dartsfan wurde, lag das auch daran, dass bei den Majors einfach viele verschiedene Spieler Titel holten.
Und wie oben genannt, sind wir noch nicht an diesem Punkt mit Littler angelangt, aber wir sind ihm im Vergleich zum Jahresanfang ein gutes Stück näher gekommen.