Ich stimme zu, rein sportlich dürfte beim Darts das Geschlecht ziemlich wurscht sein. Es ist ja jetzt kein Weitwurf, wer eine flüssige Technik hat braucht ja im Prinzip kaum Kraft im Wurf.
Anreize sind trotzdem wichtig! Denn gerade wenn das Geschlecht eigentlich keinen Unterschied macht, sollte man sich ja fragen, wo sind denn die Frauen in der Weltspitze? Sherrock und Ashton zeigen ja, dass sie durchaus in der Lage sind oben mitzuhalten, auch Suzuki und Dobromyslova haben schon gute Leistungen gezeigt. Was fehlt ist schlicht die Menge an Frauen, die von der Basis bis in die Weltspitze kommen. Jetzt kann man natürlich behaupten, Frauen wollen halt weniger Darts spielen als Männer, ist halt so. Das halte ich aber für Nonsense.
Warum ist das Nonsense? Ist es nicht denkbar, dass Frauen in ihrer Gesamtheit weniger Interesse an Darts haben als Männer? Ich könnte in obigem Zitat auch Frauen durch Franzosen ersetzen - die ersten 3 Buchstaben stimmen sogar überein - und man kommt zu dem Schluss, dass die Franzosen in der Dartswelt diskriminiert werden. Werden sie vielleicht auch, keine Ahnung, viel wahrscheinlicher ist aber, dass dieser Sport in Frankreich keine Tradition hat.
Von mir aus können Frauen gern 2 oder auch mehr garantierte Startplätze bei der WM haben, no prob. Aber aus der fehlenden Breite an der Weltspitze zu schließen, dass Frauen diskriminiert oder systemisch benachteiligt werden, diese Ansicht teile ich nicht. Wie viele Männer betreiben rhythmische Sportgymnastik? Nicht allzu viele würde ich sagen. Werden die Männer diskriminiert oder haben sie nur kein Interesse an dieser Sportart?