Beiträge von TheBigFish

    Für mich ist Littler natürlich auch der absolute Top-Favorit. Aber das schöne an unserem Sport ist ja, dass die Tagesform stark mit in die Ergebnisse reinspielt. Und wenn Littler mal einen schlechten Tag haben sollte, gibt es einige Spieler, die mit einem Sahnetag eine Chance gegen ihn haben. Viele Wenns und Abers, aber den totalen Durchmarsch sehe ich auch noch nicht.

    Ja, und nein - im Finale des WGP hat man ja eine ganz andere Stärke von Littler gesehen, als er einen Satz-Decider nach dem anderen gewonnen hat.

    Kann mir einer den Ablauf der Auslosung erklären? Also können die Top 32 Spieler auch auf keine Pro Tour Qualifikanten treffen in Runde 1 oder wie läuft das ab?

    Linke Seite des Draws: Gesetzte 32 nach OoM, ergänzt mit den Spielern auf Position 33-64 (zugelost). Rechts freies zulosen der restlichen.

    #1 - Rest

    Spieler aus 33-64 - Rest

    #32 - Rest

    Spieler aus 33-64 - Rest

    #16 - Rest

    Spieler aus 33-64 - Rest

    Usw.

    Denke als gesetzter Spieler will man auf jeden Fall Greaves, Manby und vielleicht noch Reyes aus dem Weg gehen, die ich als die unangenehmsten und undankbarsten Lose einschätzen würde.

    Da gibt es schon noch ein paar mehr - Sedlacek, Brooks, Crabtree, auch van der Velde und van den Herik dürften jetzt eher nicht die beliebtesten Lose sein, insbesondere bei den Spielern auf 33-64.

    Damit ist jetzt auch endgültig klar, dass außerhalb der TOP64 mindestens ein Spieler bei der WM ZWEI Spiele (oder mehr) gewinnen muss, um Luu die Tourkarte noch streitig machen zu können, sollte dieser in der ersten Runde ausscheiden. Schon mal eine ganz gute Ausgangssituation, die ihm vielleicht die notwendige Lockerheit für das Erstrundenmatch geben könnte.

    PS: Zumal er nun als Nr. 62 der OoM sicher in der besseren Draw-Hälfte ist.

    Und das auch nur, wenn Taylor, Vandenbogarde und Burton Runde 1 gewinnen und es sind dann auch nur Campbell, Sedlacek oder Landman, denen 2 Siege reichen, alle anderen brauchen 3.

    Aspinall hatte die große Chance zum 9-9, spielt da aber dann kein gutes Anwurfleg, und Littler kann ohne großen Druck in der 5. Aufnahme breaken. In den Momenten entscheidet sich halt ein Finale und da war Asp dann einfach im Finale nicht gut genug, und auch ein gutes Stück schwächer als bei seinen anderen beiden Auftritten gestern. Littler war zweifellos gut, nicht nur im Finale sondern im ganzen Turnier und hat entsprechend auch verdient gewonnen - aber er war bestimmt nicht unbesiegbar und mit einer sehr guten Performance hätte da jeder der Top16 eine gute Chance gehabt im Finale.

    Gebe dir grundsätzlich Recht, nur an einer Stelle passt es für mich nicht:

    "Wir haben soeben eine Super League erlebt, in der insgesamt ein Average von 83,15 gespielt wurde. Und da haben ausschließlich Jungs mitgespielt, die aktuell keine TC haben! Das find ich schon ziemlich stark! Grade wenn man bedenkt, dass 2024 mit 83,17 ein fast identischer Schnitt gespielt wurde - und das obwohl mit Wenig, Klose und Krohne 3 TC Holder mitgespielt haben!"

    Du sagst es ist umso erstaunlicher, dass der Avr ohne die Tcler nicht gesunken ist, um dann 2 Tcler-Namen zu nennen, die in beiden Jahren dabei waren... Sind diese mit Tc andere Spieler für dich gewesen?

    Ich vermute mal, dass es eher darum ging, dass der Schnitt nahezu identisch gehalten werden konnte obwohl kein TCH mitspielen durfte. Das spricht dann eher dafür, dass das Niveau insgesamt ordentlich gestiegen ist.

    Kleines Turnierfazit: Allein durch sein Format verspricht der Grand Slam ja ohnehin schon sehr viele ungewöhnliche Duelle, überraschende Ergebnisse und zum Teil wilde Wendungen. Gefühlt wurde das in diesem Jahr durch etliche gescheiterte gesetzte Spieler in der Gruppenphase, auf der Majorbühne eher weniger präsente Charaktere als Zünglein an der Waage und drei Qualifikanten im VF nochmal auf die Spitze getrieben. Das hat schon sehr viel Bock gemacht alles.

    Das war aber doch letztes Jahr vom Überraschungsfaktor nochmal eine Hausnummer drüber. Aber ich sehe dann auch lieber ein Finale der beiden Lukes, was zumindest bis kurz vor Ende sehr eng ist als solche extrem einseitigen Partien wie sie 2024 teilweise zu sehen waren.

    Littler verschiebt mittlerweile auch die Grenzen dessen, was man früher „schlechte Rechenwege“ gebannt hat.

    Bei 79 Rest auf T13 zu gehen und damit in Kauf zu nehmen, nur auf Bull statt auf einem grossen Doppel zu landen, ist littleresque, aber nicht wirklich empfehlenswert. 😆

    Stimmt zwar, aber wer trifft hat halt recht…

    Bin gespannt wie das Finale läuft. Beim WGP war es im Prinzip recht ausgeglichen, aber Littler konnte in jedem Decider die entscheidenden Akzente setzen. Jetzt ist der Modus ein komplett anderer - langweilen tut mich das überhaupt nicht, ganz im Gegenteil!