Beiträge von Zeyes

    anscheinend war das nach der letzten wm - warum kommt das nun gerade jetzt überall in den zeitungen?


    Ursprünglich stand das schon vor zwei Wochen im Guardian (ausgezeichneter Artikel übrigens, der weit über dieses Thema hinausgeht). In den letzten paar Tagen ist vermutlich einer von den Nichtganzsoqualitätsmedien darauf gestoßen und hat 'ne Clickbait-Story daraus gemacht, und da in diesem Metier sowieso jeder nur vom anderen abschreibt, sind jetzt alle mit "eigenen" Artikeln aufgesprungen.

    Aber die HNQs werden wohl einfacher als die normalen Qualifier sein.


    Beim Tourcard-Qualifier wird man zukünftig auch als deutscher Spieler oft nur zwei Spiele gewinnen müssen, maximal 3. Beim HNQ können weiterhin 4 bis 5 Spiele drohen. (Mal unter der Annahme, dass die vollkommen beknackte Setzregelung mit den Doppel-Freilosen endgültig gekippt wurde.)

    Für die Spieler, die sich Sorgen um das Niveau beim Tourcard-Qualifier machen müssten, wird wohl auch der HNQ kaum ein Selbstläufer werden.


    Und wenn eine TourCard einem nichts bringt, weil von vornherein klar ist, dass man z. B. keinen Urlaub bekommt, warum dann auf TourCard spielen?


    Was hat das mit den Änderungen bei der European Tour zu tun? Für solche Spieler hat die Card dann auch vorher schon keinen Sinn gemacht.

    Ich befürchte, dass wegen der ET-Quali-Veränderungen einige deutsche Spieler nicht an einer TourCard interessiert sind. Denke da z. B. an Langendorf, der ja schon gesagt hat, dass er die TourCard eigentlich gar nicht benötigt und er eigentlich nur die ET spielen will. Aber jetzt ist es mit einer TourCard sicherlich schwieriger, durch den Qualifier zu kommen, als ohne.

    Bin mal gespannt, aber die Aktion von der PDC könnte ziemlich nach hinten los gehen.


    Wenn genügend deutsche Spieler aus der zweiten und dritten Reihe so kalkulieren, werden die HNQs schon weiterhin schwer genug sein... Könnte einige davon vielleicht sogar erst animieren, die European Tour ernsthafter zu spielen, wenn jetzt die Tourcardler aus dem Topf raus sind.

    Für Spieler ohne Tourcard die früher PDC majors gespielt haben ist es eben attraktiver BDO majors zu spielen als CT.


    Newton hat doch beide Touren gespielt, und Hamilton hätte auch, wenn er die letzte Q School nicht verpasst hätte. Im übrigen spielt man nicht einfach mal so "BDO Majors". Beide haben da mit ziemlicher Sicherheit mehr Kohle in Reisen usw. für den BDO-Circuit reingebuttert, als sie das bei der PDC hätten machen müssen. Da muss bei beiden jetzt in der WM so einiges gehen, damit sich das auch rentiert hat. (Mal ganz abgesehen davon, dass Newton nur durch Glück überhaupt ins Feld gerutscht ist.)

    Weil Cross der amtierende Weltmeister ist.
    Labanauskas gegen Lewis ist Nr. 16 gegen einen Qualifikannten und Dobey gegen VvdV ein Spiel zweier ungesetzter Spieler.

    Wäre es umgekehrt, dann wäre es überraschend gewesen. Das ist genau die richtige Entscheidung!


    Der Spielplan bis einschließlich 3. Runde stand schon vor Turnierbeginn fest.

    Das Feld unterhalb der Schnittlinie hat sich mit dem Abschluss der 2. Runde gelichtet - die Außenseiter Long und Malicdem sind weg, während sich Devon Petersen und Nathan Aspinall in die Top 64 vorgespielt haben. Petersen ist aber trotzdem noch lange nicht durch und belegt nun den Schleudersitz:

    58.000 Aspinall* (R32+)
    57.750 Joyce* (R32+)
    55.750 Clemens* (R64)
    55.500 Mansell (R96)
    54.500 Cadby* (DNS)
    53.250 Nicholson (R96)
    53.000 Petersen (R32+)
    -----------------------
    46.750 Humphries* (R32+)
    37.000 Labanauskas^ (R32+)

    Tour Card verloren:
    52.250 Jacques (DNQ) - Platz 65
    49.500 de Graaf (R96) - Platz 66
    46.750 Painter (DNQ)
    45.500 Rodriguez (R64)
    33.750 Burton (R96)
    21.250 Kirk (R96)
    8.500 Lam (R96)

    Peter Jacques und Jeffrey de Graaf können zumindest nach aktuellem Stand vielleicht noch hoffen, irgendwie durch zurückgegebene Cards zu überleben. Falls nicht, dann hat Jacques es als erster Spieler "geschafft", sich mit den Preisgeldern aus nur einer Saison eine Tour Card zu erspielen, sie dann aber direkt ein Jahr später wieder abgeben zu müssen. Nur £9.250 zusätzliches Einspielergebnis in diesem Jahr haben nicht gereicht, um mit dem Ansteigen der Schnittlinie Schritt zu halten.

    Labanauskas wird seine nächste Partie noch in der letzten Session vor der Weihnachtspause machen, Petersen und Humphries sind in der ersten Session danach dran.

    Lasst die Frauen, die es versuchen wollen, genauso an den Turnieren und Turnierserien der PDC teilnehmen - insbesondere auch Challange/Dev Tour - und es werden über kurz oder lang auch Frauen regelmäßig dabei sein.


    Du weißt, dass es diese Möglichkeiten schon längst gibt? Es ist das fast vollständige Desinteresse der weiblichen Spieler, das dafür gesorgt hat, dass man selbst nach 8 Jahren Youth/Development Tour und 5 Jahren Challenge Tour maximal zwei Hände braucht, um alle Teilnehmerinnen durchzuzählen, die jemals dort aufgetaucht sind.

    Grundsätzlich scheinen die meisten Spitzenspielerinnen eher darauf zu warten, dass ihnen irgendein Prince Charming mal irgendwann eine hochdotierte Damentour hinstellt. Eine gutbezahlte Einladung zur WM wird natürlich auch gerne genommen, aber das Interesse, für vielleicht £200 Preisgeld auf gemischten PDC-Floorturnieren zu erscheinen, dürfte auch in Zukunft eher gering sein.

    Nach den Partien vom Donnerstag: Mit Barnard, Evetts und Rodriguez haben sich gleich drei Spieler außerhalb der Top 64 aus dem Rennen verabschiedet, die aber dennoch im nächsten Jahr auf der Tour spielen werden, dank neuer Card über Challenge bzw. Development Tour.

    Jeffrey de Graafs Hoffnungen leben durch die Niederlagen von Barnard und Rodriguez wenigstens einen Tag weiter, allerdings hat sich mit Luke Humphries nun noch ein weiterer Spieler bis auf einen Sieg an die Top 64 herangespielt.

    57.750 Joyce* (R32+)
    55.750 Clemens* (R64+)
    55.500 Mansell (R96)
    54.500 Cadby* (DNS)
    53.250 Nicholson (R96)
    52.250 Jacques (DNQ)
    49.500 de Graaf (R96)
    -----------------------
    48.000 Aspinall* (R64+)
    46.750 Humphries* (R32+)
    43.000 Petersen (R64+)
    37.000 Labanauskas^ (R32+)
    15.000 Long^ (R64+)
    15.000 Malicdem^ (R64+)

    Tour Card verloren:
    46.750 Painter (DNQ)
    45.500 Rodriguez (R64)
    33.750 Burton (R96)
    21.250 Kirk (R96)
    8.500 Lam (R96)

    4 der 5 WM-Teilnehmer, die unterhalb von Platz 64 mit einer auslaufenden Karte ins Turnier gestartet waren, sind bereits gescheitert - Devon Petersen ist heute abend der letzte Kandidat. Ebenfalls in der zweiten Session aktiv ist Nathan Aspinall; beide könnten de Graaf ins Verderben stürzen.

    Update zum Ende des Mittwochs: Mit Larsson und Asada haben sich zwei Longshots in Runde 2 verabschiedet, und in der Tat dürfte Ryan Joyce nun seine erste PDC-Saison direkt in den Top 64 abschließen - Respekt!

    57.750 Joyce* (R32+)
    55.750 Clemens* (R64+)
    55.500 Mansell (R96)
    54.500 Cadby* (DNS)
    53.250 Nicholson (R96)
    52.250 Jacques (DNQ)
    49.500 de Graaf (R96)
    -----------------------
    48.000 Aspinall* (R64+)
    45.500 Rodriguez (R64+)
    43.000 Petersen (R64+)
    41.250 Barnard^ (R64+)
    37.000 Labanauskas^ (R32+)
    36.750 Humphries* (R64+)
    22.500 Evetts^ (R64+)
    15.000 Long^ (R64+)
    15.000 Malicdem^ (R64+)

    Tour Card verloren:
    46.750 Painter (DNQ)
    33.750 Burton (R96)
    21.250 Kirk (R96)
    8.500 Lam (R96)

    Einen Platz runter für de Graaf "dank" Joyce. Schon morgen könnten die Top 64 für ihn futsch sein: Barnard spielt am Nachmittag und Rodriguez am Abend, beide würden mit weiteren £10.000 für Runde 3 ebenfalls vorbeiziehen. Außerdem sind auch Humphries und Evetts morgen in Action.

    Tourcardrace ab Platz 58 (darüber: >£60.000) nach WM-Runde 1:

    55,750 Clemens* (R64+)
    55,500 Mansell (R96)
    54,500 Cadby* (DNS)
    53,250 Nicholson (R96)
    52,250 Jacques (DNQ)
    49,500 de Graaf (R96)
    48,000 Aspinall* (R64+)
    -----------------------
    47,750 Joyce* (R64+)
    46,750 Painter (DNQ)
    45,500 Rodriguez (R64+)
    43,000 Petersen (R64+)
    41,250 Barnard^ (R64+)
    37,000 Labanauskas^ (R32+)
    36,750 Humphries* (R64+)
    33,750 Burton (R96)
    22,500 Evetts^ (R64+)
    21,250 Kirk (R96)
    18,000 Larsson^ (R64+)
    15,000 Asada^ (R64+)
    15,000 Long^ (R64+)
    15,000 Malicdem^ (R64+)
    8,500 Lam (R96)

    Unter dem Strich nur die relevanten Spieler, also diejenigen, die noch eine Tour Card gewinnen können oder sie endgültig verloren haben. Für Stephen Burton, Aden Kirk und Royden Lam trifft letzteres definitiv zu, für Kevin Painter müsste mit maximal Platz 66 jetzt schon extrem viel Glück zusammenkommen, damit er in die Top 64 reinrutscht.

    Jeffrey de Graaf hat sich mit seinem heutigen Ausscheiden definitiv keinen Gefallen getan...könnte eng werden.

    * = 2-Jahres-Karte
    ^ = in 2018 keine Karte

    Na ja, ich bleibe noch ein wenig skeptisch...die PDC Europe (wie auch die PDPA) hat schon häufiger mal Halbgares rausposaunt, was sich am Ende im Regelwerk dann doch etwas anders dargestellt hat.

    Falls die HNQs tatsächlich für Tourcardler gesperrt werden, sollte das allerdings vernünftigerweise auch für die Nordic- und Osteuropa-Qualis gelten.


    Wäre auch halbwegs folgerichtig, falls es wirklich so ist - die UK-Spieler würden vermutlich Sturm laufen, falls man dort ohne Tourcard gar nicht mehr reinkommt, während auf dem Kontinent sogar noch komplett PDPA-freie Spieler mitmachen dürften.


    Und im zweiten Gedankengang - was ist jetzt eigentlich mit außereuropäischen Associates? Bisher waren die ja dem UK-Qualifier zugeordnet. Ab in den South/West?

    Ich würde es auch lustig finden, wenn außereuropäische Tourcardler jetzt generell saisonweise zwischen den beiden TC-Qualis wählen dürften. Dieses Jahr hätte das ja z.B. mit Portela auch schon durchaus passieren können, dass der mit Card in den kontinentalen Qualis angetreten wäre.