Beiträge von Fish&Chips

    Weil hier Jansenberger erwähnt wurde, habe ich in seinem Buch (Darts-Sport, 2. Auflage) mal nach diesem Aspekt (Dart in Sichtlinie) gesucht.

    Und nichts gefunden. Weder bei den Aspekten die leistungsbestimmend sind, noch bei denen, die es nicht sind.

    Offenbar hat er diesen Einflussfaktor gar nicht untersucht?

    Einzig im (sehr kurzen) Abschnitt über Kreuzdominanz (s.58) schreibt er "Beim Darts wird nicht gezielt, sondern fokussiert" und "...dass die Seite des dominanten Auges im Darts nur bedingt eine Rolle spielen kann" Aber auch das hat er nicht näher untersucht.

    (Kann aber auch sein, ich habe was übersehen)

    Was man auch bedenken sollte bei Empfehlungen von Spielern zu Aspekten des Darts (egal ob von Foristen oder Profis):

    Jeder wird das empfehlen oder sogar als essentiell bezeichnen, das bei ihm persönlich gut funktioniert, weil ja jeder letztlich nur auf seine eigene Erfahrung zurückgreifen kann.

    Diese Einzelaspekte sind aber eingebettet in eine Vielzahl von anderen individuellen Komponenten (Stance, Dominanz, Handicaps, Armhaltung, Wurfstil...), die bei jedem anders einwirken.

    Man kann sich diese Tipps alle anhören, in Erwägung ziehen und ausprobieren. Aber dann muss man letztlich selbst entscheiden, was zu einem passt und was nicht. Man muss einen für sich passenden, funktionierenden, reproduzierbaren Wurf finden, der sich natürlich anfühlt und keine theoretisch ideale Technik. Wer trifft hat Recht.

    Ich denke solange man den Dart an der Sichtlinie lang führt ist es nicht entscheidend ob man durch das Handgelenk schaut oder den Flight bzw ob der Arm weiter oben oder unten ist sondern das man einen Anhaltspunkt hat.

    Ja. "Anhaltspunkt"

    Dem Gehirn hilft es einen reproduzierbaren Anhaltspunkt zu haben, um die Auge-Hand-Koordination einzuschleifen, vorzugsweise nahe der Sichtline.

    Wo der genau liegt, ist relativ egal und individuell. Ist für manche wohl sogar besser, wenn der Dart nicht genau in der Sichtline liegt, weil das den wichtigen Fokus vom Board auf den Dart ablenkt.

    Ausnahmen sind so extreme Rhythmuswerfer, wie z.B. Michael Smith.

    ...und ein gigantisches Schutzschild um sich aufzubauen.

    Das könnte durchaus möglich sein. So ein Verhalten ist nicht selten bei Menschen, die eigentlich sehr verletzlich u/o unsicher sind. Man verschafft sich durch "Angriff ist die beste Verteidigung" eine schützende Distanz und die Illusion von Kontrolle. Geht halt nicht immer gut aus.

    Ich selbst bin auch seit Längerem dabei, mir eine längere Schwungbewegung anzutrainieren, weil ich mir davon langfristig einfach mehr Präzision und Fehlerunanfälligkeit erhoffe. Aber ist natürlich ein steiniger Weg ...

    Ist schon interessant wie individuell das alles ist. Ich hatte schon immer einen sehr weiten Backswing und hätte große Mühe mir den abzutrainieren und zu verkürzen. (Wenn ich das wollte, was nicht der Fall ist) :)

    ...ist das werfen mit/durch die Sichtlinie (dominanten Auge) der absolute Durchbruch einen Dart gerade zu werfen.

    Das geht halt bei mir tatsächlich überhaupt nicht.

    Das hat sich inzwischen auch ein wenig relativiert, da ich meinen Stance leicht geändert habe, zudem den Kopf ein wenig stärker neige und dadurch den Dart jetzt doch ein gutes Stück näher an der Sichtlinie bekommen konnte. Nicht direkt in der Sichtlinie, dazu ist mein Backswing zu groß, aber doch recht nahe dran.

    Ja, du hattest recht. Das läuft nun ein tatsächlich gutes Stück besser. (Ich bin halt doch kein Michael Smith ;))

    Für mich aber schon: Ich zieh Dart (wie Hopp) komplett bis zur Schulter runter! Mit vors Auge halten fühlt sich das für mich viel zu kurz an und ich muss da gefühlt extrem viel Kraft/Beschleunigung reinlegen, damit der mit der Dart bis zur Scheibe kommt...

    Same here.

    Bei mir nicht ganz bis zur Schulter, aber fast. Ja, auch mein Wurf ist tatsächlich dem von Hopp recht ähnlich. (Nur treffe ich natürlich nicht so gut.:S)

    Ich habe auch nicht vor das zu ändern. Das hat sich so natürlich ergeben und mein Wurf funktioniert so am besten.

    Glückwunsch zur ersten 180!

    (Meine erste ist ja auch vor kurzem gefallen :))

    Auch mal ein Dokument zu meiner ersten Turnier-180.

    Ich habe auch eine hübsche Doku meiner ersten 180: Ich habe sie auf Video. :)

    Während der Session lief die Webcam für Wurfanalyse, mit eingeschaltetem Replay-Buffer. Nach der 180 habe ich geistesgegenwärtig auf den Hotkey gedrückt und sie somit für die Ewigkeit gesichert. :) (Inklusive Jubel ^^)

    ...wenn zwischen kleinstem und größten Winkel weniger als 109° sind...

    Warum gerade exakt 109°? Wie hat er den denn bestimmt?

    Und gilt dieser Wert für alle Spieler und Wurfstile gleichermaßen? (z.B. Rhythmuswerfer vs. Zielwerfer?)

    Aber dann bin ich ja mit geschätzt mindestens 140° (>115°) auf der sicheren Seite. :)

    ...das man um weiter zurückzukommen den Ellbogen oder Körper bewegt.

    Was beim Ellenbogen/Oberarm ganz am Ende des Backswings aber relativ unproblematisch ist. Wenn der Oberarm da leicht nach unten und beim Wurf entsprechend wieder hoch, ist das unkritisch, solange die Schulter stabil bleibt.

    Ich würde sogar soweit gehen zu sagen eigentlich sind die doppel in den ersten Monaten sogar komplett egal und es wäre für die Entwicklung sogar sinnvoller erst mal single out zu spielen.

    Macht natürlich niemand

    Doch, tatsächlich mache ich das inzwischen. :)

    Ich spiele z.Zt. nur Single-Out. Ich versuche dabei dann zwar auch zunächst über Doppel auszumachen, aber falls es nicht klappt. switche ich einfach auf die Single-Zahl. Erzeugt viel weniger Stress.

    RTC-Doppeltraining, wie oben beschrieben, mache ich aber trotzdem noch, schlicht weil ich festgestellt habe, dass dadurch auch meine Treffergenauigkeit auf die Singles steigt.

    Anfangs habe ich das auch anders gemacht, aber dann habe ich gemerkt, dass die ganzen Averages, Doppelquoten und Checkout-Wege mir ein wenig den Spaß an der Sache zerstören. Dann habe ich das irgendwo gelesen:

    Zitat

    "Im Darts gibt es diesen gefährlichen Drang, sich an Profi-Standards (Double-Out) zu messen, obwohl man eigentlich nur die Freude am Werfen und dem Treffermoment sucht"

    Das hat mir klar gemacht, dass das gar nicht mein Weg ist.

    Ich spiele nun Darts nicht mehr um irgendwas zu erreichen, sondern nur noch um Spaß an der Sache zu haben.

    Als ich vor drei Monaten angefangen habe, dachte ich mir: "Ja, irgendwann mal in ferner Zukunft eine 180 wäre schön"

    OK, die ist nun da. Ziel erreicht. Nun kann ich frei aufspielen. (Prozessorientiert, statt ergebnisfixiert)

    Aber jeder ist da natürlich anders gestrickt.

    Wer sich bestimmte Averages, Doppelquoten oder Ligen als Ziel gesetzt hat, der muss da natürlich anders rangehen als ich.

    Wenn die App einen Dart nicht erkannt hat, ziehe ich einfach den Dart heraus, der vorne steckt. Dartsmind zählt den verdeckten Dart dann automatisch, ohne dass ich selbst etwas korrigieren muss. ;)

    Ja, genau. In diesen Fällen muss man gar nichts manuell korrigieren. Rausziehen und der dahinter wird automatisch gezählt.

    Ich bin froh, dass ich dartsmind eine Chance gegeben habe. Mehr Equipment brauche ich gar nicht. Das Ding ist perfekt für mich.

    Momentan sehe ich auch den Mehrwert von Scolia und Autodarts gegenüber dartsmind nicht. Zumindest nichts was die enorme Preisdifferenz rechtfertigen würde.

    Ja, prinzipiell wird das wohl stimmen.

    Ich habe auch versucht ihn kürzer zu halten. Lief dann allerdings schlechter. Aber vielleicht habe ich dem System auch zu wenig Zeit gegeben sich umzustellen.

    Gewöhne ich mir da eine falsche Technik an oder ist das ne individuelle Sache?

    Da siehst du ja auch bei den Profis eine sehr große Bandbreite.

    Nimm das was für dich am besten geeignet erscheint. In diesem Punkt gibt es kein richtig oder falsch.

    (Mein Backswing ist auch extrem)

    Von Bobs 27 würde ich dir auch abraten.

    Spiel als Anfänger lieber RTC (im Uhrzeigersinn, 1 - 18 - 4 -..) auf die Doppel, aber immer die gleiche Anzahl von Pfeilen (z.B. 6, also 2 Aufnahmen) aufs gleiche Doppel und erst dann weiter zum nächsten, egal ob du triffst oder nicht.

    (btw.: mathematisch/stochastisch interessant. Triffst du die Hälfte der 20 Doppel jeweils mit mindestens 6 Darts, entspricht das einer Doppelquote von mindestens 10% oder höher)