Anfänger hat Frage zur Wurftechnik, Grip, Release etc

  • Moin,

    ich spiele seit Januar 2025 Steeldart. Vorher hatte ich nur sporadisch mal Softdart gespielt. Selbstverständlich habe ich mir auch das eine oder andere Dart-Set gekauft – zum Testen, Ausprobieren, Haben-Wollen und Sammeln.

    Zu mir und meinem Griff (falls relevant): Ich greife eher hinten und unterstütze etwas weiter vorne mit dem Ringfinger, also Drei-Finger-Griff. Und bis Dato kam ich gut mit meinen zwei bestehenden Sets zurecht bis :Der Vorfall eintrat , der den Kauf von Set 3 auslöste,
    Vor 3 Wochen habe ich meine erste 180 geworfen – völlig zufällig, während ich mir dachte: „Ach, nimmst mal wieder Set 1, ein paar Darts vor der Arbeit schaden nicht.“ Und zack, waren sie drin. Ich habe natürlich versucht, die 180 zu wiederholen, aber es klappte nicht. Dennoch waren dann recht viele enge Gruppierungen und scores 100+ dabei

    Dabei ist mir aufgefallen, dass ein etwas kürzeres Barrel (ca. 48–51 mm statt 55 mm) bei meinem Griff engere Gruppierungen und mehr Präzision ermöglicht. Und besser zu meinem Griff passt. Dummerweise gab es dann von meinen Lieblingsdartshop WERBUNG und da war dann Set Nr3


    Set 1: Target Cult Envy, 22 g, Straight Barrel

    • Gewicht: perfekt

    • Länge: optimal

    • Form/Grip: super, aber etwas zu schwach – die Darts rutschen gerne nach oben aus dem Wurf

    • Nutzung: Februar bis Mitte April

    • Anmerkung: Nach einigen Wochen, besonders bei längeren Spielen, wurde der Grifffehler deutlich.

    Set 2: Mission Archon

    • Grund für Auswahl: etwas mehr Grip hinten

    • Grip-Stärke: ideal

    • Gewicht: 22 g

    • Länge: minimal zu lang, aber handhabbar

    • Anmerkung: Wurde bis zum „Vorfall“ gespielt, der zum Kauf von Set 3 führte

    Set 3: Caliburn Sword S4

    • Grund für Wechsel: gleiche Eigenschaften aber kürzer wie die Mission Archon, Also auf dem Papier die Ideallösung. Da alle meine Gewünschten Eigenschaften in einem Dart vereint sind

    • Erste Tests: sehr gutes Gefühl, aber Anpassung an den starken Grip nötig

    • Problem: Ich ziehe öfters den Dart nach unten. Gerade wenn ich auf die Zahlen 19 oder 3 ziele, landen die Darts gerne mal unterhalb des Surrounds in der Trockenbauwand.

    Problemstellung Kurzfassung

    • Set 1 + 2 fliegen aktuell „wie Grütze“ und sind kaum noch spielbar, hatte gehöfft wenn Set 3 nicht funktioniert gehe ich einfach zurück.

    • Vom Feeling, der Haptik und der Optik liebe ich die Caliburn (Set3), aber diese ziehe öfters nach Unten,dass stellt mich vor Herausforderungen. Mal gelingt der Wurf gut auf die unteren Felder aber dann landen sie wieder in der Wand. Alle anderen Felder treffe ich deutlich besser, Natürlich auch da eine Gewisse Streuung. Aber nichts wo ich sagen würde "HILFE " ich weiß nicht wie ich das in den griff bekomme. Nur 19-3-17 fallen richtig krass "nach unten" raus

    • Selbst der Grip der Mission Archon im hinteren Bereich erscheint mir jetzt zu schwach, seit ich die Caliburn spiele, es ist zum Mäuse melken

    Fazit / Anliegen:

    • Die Caliburn gefällt mir am meisten, aber die Anpassung an den starken Grip bereitet Probleme

    • Ich möchte wissen, ob man sich an den starken Grip gewöhnen kann und wie? Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen.

    • Alternativ steht eine Rückgewöhnung auf die vorherigen Darts (Set1-2) im raum, aber irgendwie bin ich Ratlos wie das gehen soll. Bin einfach komplett verwirt

  • Du machst einen schweren Fehler, ich spiele auch erst seit Januar wieder Dart und habe in der Zeit erst acht Sets gekauft, um festzustellen, dass ich damit kein Millimeter besser werde. Ich glaube es hilft nur üben und Kopf aus.😉

  • Du machst einen schweren Fehler, ich spiele auch erst seit Januar wieder Dart und habe in der Zeit erst acht Sets gekauft, um festzustellen, dass ich damit kein Millimeter besser werde. Ich glaube es hilft nur üben und Kopf aus.😉

    Ok das beruhigt mich irgendwie. Also einfach fleißig weiter werfen und irgendwann. läufts wieder wie gewohnt und ich kann mich wieder aufs besser werden konzentrieren?

  • Hallo Wombat,

    ich kann gerne meine Erfahrungen zu diesem Thema mit dir teilen.

    Zunächst einmal, du machst nichts falsch und es ist nichts Besonderes, du machst einfach genau die typische Entwicklung aller Dartanfänger durch.

    Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass am Anfang nicht unbedingt der richtige Dart die entscheidende Frage ist (natürlich sollte man nicht mit einem Dart werfen, der einem partout nicht liegt), sondern die Entwicklung der eigenen Wurftechnik. Dies ist ein Prozeß, der sich über mehrere Jahre streckt und kein Prozeß von Wochen oder Monaten (sofern du nicht Gary Anderson bist....:-). Im Laufe dieser Entwicklung wirst du dann auch die Darts mehrfach ändern, und zwar nicht nur innerhalb der gleichen Art, sondern auch merken, dass ganz anders gestaltete Darts (Gewicht, Form, Grip, Länge, etc.) dir für deine mittlerweile besser entwickelte Technik besser helfen, konstanter zu werfen.

    Bei mir hat das 2 Jahre gedauert mit SEHR intensivem Spiel jeden Tag und ich bin sicher, dass die Reise noch nicht beendet ist. Es erzeugte so ungefähr 40 verschiedene Dart-Sets. Am Anfang dachte ich, dass mir lange und dünne Darts mit langen Schäften am besten liegen. Nach einiger Zeit merkte ich, dass bei meinem Wurfstil dies zu einem stark schlingernden Wurf geführt hat. Kürzere Darts bis max. 50 mm und 26 mm Schäfte liegen mir viel besser. Außerdem ist das Gefühl besser, wenn die Darts nicht zu dünn sind, also > 6,5 mm ungefähr. Aber das sind nur Beispiele von mir, sie sollen eigentlich nur verdeutlichen, dass du in der ersten Zeit eine starke Entwicklung deiner Wurftechnik durchmachen wirst. Durch Ausprobieren verschiedner Darts auf dieser Reise wirst du schnell erkennen, welcher Dart dir dabei im Moment am meisten liegt. Gerader Barrel oder Front-loaded? Das kann sich auch wieder ändern. Aber es ist halt nicht andersrum, dass die Wahl des richtigen Darts alle Probleme behebt. Natürlich kann man gewisse Darts einfach nicht werfen, das ist normal.

    Was den Grip betrifft: ich werfe auch lieber Darts mit sehr gutem Grip. Aber es macht für mich einen Unterschied, ob der Grip am Finger kleben bleibt (und damit wird der Release inkonsistent), das ist für mich immer bei den Sharkgrips der Fall, oder ob er nicht am Finger klebt. Mein derzeitiger Dart ist der Weaver-Dart von Darren Watson (DartsReviewChannel), der einen sehr hohen Grip hat aber nicht "klebt".

    Viel Spaß beim Erkunden!

    14-Darter

  • Gibt es tricks/ Übungen wie man lernt mit dem klebenden Grip umzugehen. Um wieder mehr Konstanz zu bekommen

  • Da gibt es keinen Trick. Einfach werfen, und nochmals werfen. Der "Trick" ist Übung + Talent, wobei man fehlendes Talent zumindest mit viel Übung noch einigermassen ausgleichen kann. Andersherum ist das eher schwierig. Der talentierste Dartspieler wird ohne Übung niemals richtig gut werden.

  • Gibt es tricks/ Übungen wie man lernt mit dem klebenden Grip umzugehen. Um wieder mehr Konstanz zu bekommen

    Zunächst einmal musst du verstehen, dass dies in Zusammenhang mit dem Release steht. Also den gleichmäßigen Release konsequent üben. Dabei ist wichtig, dass der Druck auf den Dart gerade bei Darts mit hohem Grip nicht zu groß ist. Den Dart ganz leicht und locker in die Hand nehmen, wie einen Kartoffelchip...

    Manche Grips werden mit der Zeit und bei häufigem Gebrauch weniger, weil sich eben Kanten abnutzen. Ob das jetzt bei dem Caliburn S4 so ist, hab ihn mir mal angesehen, bin nicht sicher.

    Was ich auch schon gemacht habe: mit feinem Schleifpapier die Kanten etwas im Griffbereich abschleifen. Das funktioniert, aber Vorsicht!! Zuviel abgeschliffen ist irreversibel. Außerdem ist der Dart natürlich unverkäuflich geworden dadurch. Aber mir hat es schon geholfen.

    14-Darter

    Einmal editiert, zuletzt von peter1225 (2. September 2025 um 13:31)

  • Gibt es tricks/ Übungen wie man lernt mit dem klebenden Grip umzugehen. Um wieder mehr Konstanz zu bekommen

    Zunächst schaltest du das Zielen und treffen wollen (vardammt nochmal, treffen müssen!!) aus, indem du das Board abdeckst, entweder mit einem T-Shirt, Kopfkissenbezug zurechtgeschnitten oder ganz einfach mit einem Din A4 Blatt, welches du mit Nadeln oder Barrels auf dem Bord befestigst. Und dann wirfst du den ersten Pfeil und die anderen Beiden müssen so dicht wie möglich ran, also schöne Dreiergruppen werfen. Da du nicht auf eine bestimmte Zahl oder Triple, Double zielen musst, nimmst du hier schonmal Druck weg und kannst wieder mal ganz entspannt werfen. Nach einigen Aufnahmen wirst du merken, wie deine Gruppen automatisch enger werden, dein Wurf sich besser anfühlt und vor allem, wie du dabei enstpannst. Und dein Kopf/Selbstbewusstsein merkt dabei,“ Holla, ich kann das ja und der Dart zwischen meinen Fingern fühlt sich ja total klasse an.“

    Mach das vor jedem Training ein paar Minuten und du wirst sehen, langfristig zahlt es sich aus. Spätestens dann, wenn du schon zwei Pfeile im Triple hast, dein Stresskopf sagt „Bestimmt ist der Dritte wieder ne 1!“ Dein Unterbewusstsein vom abgedeckten Board aber gelernt hat „Na klar, kann ich enge Gruppen und jetzt rein da!“

    Trotzdem ein langer Prozess und neue Pfeile machen ja auch Spaß und sind Erfahrung.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!