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"All animals are equal but some animals are more equal than others", "Ozeanien war schon immer im Krieg mit Eurasien" (George Orwell)
Hä, was ist mit dem Pfeiffer los?
Erst "hackt" er wegen "dartnGate" auf dem Verband rum und nu sollen die sogar noch mehr Geld in die Finger kriegen?
JA, das eine hat m.E. mit dem anderen nicht unbedingt etwas zu tun. Ich glaube in der Tat, dass ein Teil der Probleme des Verbandes darin begründet liegen, dass einfach finanzielle Gestaltungsspielräume fehlen. Der ganze Komplex besteht nach meiner Einschätzung aus mehreren Facetten, von denen ich gerne einige einmal kurz anreißen möchte.
Bitte erst zuende lesen und dann könnt ihr mich gerne "in der Luft zerreißen".
These:
der DDV Beitrag sollte m.E. auf 2,-€ im Monat = 24,- € im Jahr angehoben werden.
1) Absolute Beitragshöhe
Die jetzige ist ein Witz. 10 € im Jahr entspricht 83 Cent im Monat. Summen dieser Größenordnung gehen im statistischen Rauschen der monatlichen Ausgaben und Einnahmen komplett unter. Auch die 1,17 € monatlich mehr, die ich hier propagiere, merkt m.E. kein Mensch.
Die Begründung möchte ich sehen, mit der einer der erwachsenen Forenteilnehmer hier darlegt, dass 1,17 € monatlich weniger, bei ihm eine überhaupt spürbare Einschränkung bedeutet (wenn dies einer tatsächlich überzeugend darlegen kann, überweise ich ihm gerne einen "Jahresbeitrag" von 25,- €)
Fazit: ob nun 83 Cent oder 200 Cent im monatlichen Rauschen untergehen, macht keinen Unterschied
2) Relative Beitragshöhe
ABER, hier kommt natürlich DAS Gegenargument, das ich auch voll anerkenne : " Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Beiträge wirkungslos versickern, z.T. sogar sinnlos verbrannt werden und für mich keine erlebbare Gegenleistung entsteht, dann sind mir auch 2 Cent im Monat zuviel!"
Ja,das stimmt. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg hieß die Losung damals "no taxation without representation" (keine Steuern ohne Mitspracherecht) und ist elementar korrekt. Aber das leitet über zu.....
3) Erlebbare Gegenleistung
Oder einfach "welchen Nutzen hat der DDV für einen Hobbyspieler?" Hmm, da wird´s doch dünne. Die wesentlichen DDV Aktivitäten "treffen" die Spieler, die Nationalmannschaft oder wenigstens German Masters spielen. Der Rest hat eher wenig davon. NUR, ist es m.E. einmal so, dass WENN mehr "Erlebniswert" für Hobby-Darter geschaffen werden soll - und von dem Wunsch gehe ich einmal aus - dann bedarf das zumindest einiger Anfangsinvestitionen und im späteren Verlauf auch Erhaltungsaufwände. Womit wir wieder bei 2,- € im Monat wären.
4)Deadlock
Ich glaube schon, dass der DDV hier ein bißchen in einem Deadlock steckt. Mit den aktuellen Finanzen kann zuwenig gestaltet werden, damit kann die Attraktivität nur schwer gesteigert werden, damit wächst die Unzufriedenheit über die ansich geringen Beiträge,......
Ich glaube, dass die Dartergemeinde ZUFRIEDENER sein könnte OBWOHL höhere Beiträge erhoben werden. Das aber setzt voraus.....
5) Neuorientierung
Der DDV muss m.E. als Dienstleister auftreten und genau 2 Felder intensivbeackern:
a) den Erlebniswert für die Hobby-Spieler (Zielsetzung: zufriedenere und daher mehr Mitglieder)
b) das Leistungsvermögen seiner Dart-Elite (Zielsetzung: internationale Erfolge und diese dann in PR / Sponsoren / .... umsetzen)
6) Das Problem
Im aktuellen Glaubwürdigkeitstief und angesichts der doch nicht gerade kleinen Liste von Skandale und Skandälchen, gerade mit Finanzhintergrund, fehlt höchstwahrscheinlich das Vertrauen in die Glaubhaftigkeit eines solchen "Befreiungsschlages". Der Verband beschäftigt sich m.E. leider viel zusehr mit sich selbst, als Dienstleistungen für die Mitglieder zu erbringen.
An der Notwendigkeit und auch der Erfolgsaussicht eines besser finanzierten und besser agierenden Verbandes, besteht zumindest für mich wenig bzw. keine Zweifel.
