• Die meisten hier betreiben das Hobby Darts ja sicher recht ambitioniert (Mannschaft, Turnier, Training) und versuchen Scoring und Checkout ständig zu verbessern. Was dann auch mal zu Frust führt. - Auch bei mir.

    Bis mir klargeworden ist, dass das eigentlich gar nicht mein Weg ist. Ich hatte die Scheibe ursprünglich ja nur aufgehängt um zuhause locker mal ein paar Darts zu werfen. Aber schnell bin auch ich in den Sog der Averages und Checkoutwege geraten und in die Suche nach dem perfekten Dart.

    Dann habe ich das irgendwo gelesen:

    Zitat

    "Im Darts gibt es diesen gefährlichen Drang, sich an Profi-Standards (Double-Out) zu messen, obwohl man eigentlich nur die Freude am Werfen und dem Treffermoment sucht"

    Ja, genau. Und deshalb bin ich dahin zurückgekehrt.

    Ich spiele nun Darts nicht mehr um irgendwas zu erreichen, sondern nur noch um Spaß an der Sache zu haben.

    Als ich angefangen habe, dachte ich mir: "Ja, irgendwann mal in ferner Zukunft eine 180 wäre schön"

    OK, die ist nun da. Ziel erreicht. Nun werde ich frei aufspielen. (Prozessorientiert, statt ergebnisfixiert)

    X01 gerne auch mal Single-Out. Ich versuche dabei dann zwar auch zunächst über Doppel auszumachen, aber falls es nicht klappt. switche ich einfach auf die Single-Zahl. Erzeugt viel weniger Stress. Dazu nette Spielchen wie Cricket, Half-It (Split-Score) und Eliminator o.ä.

    Gerne auch mal RTC und anderes Training, aber nur locker, ohne Trainingsplan und Druck.

    Auch die Auswahl der Dartsets erfolgt nun nach ganz anderen Kriterien.

    Ich habe immer Darts gesucht, die besonders gut "funktionieren", im Sinne von Scoring und Average.

    Nun selektiere ich eher nach anderen Gesichtspunkten: Wie liegt er in der Hand? Wie ist das Wurfgefühl? etc. Oder kurz: "Wie viel Spaß macht es damit zu werfen"

    Da kommen interessanterweise recht unterschiedliche Pfeile zusammen, mit denen ich durchaus (nach obigen Kriterien) gut werfen kann.

    Die stehen dann im Dartständer und ich lasse mich jedesmal neu inspirieren. "Na, wer von euch möchte heute dran sein?" Der am lautesten ruft, darf dann :)

    Aber jeder ist da natürlich anders gestrickt.

    Wer sich bestimmte Averages, Doppelquoten oder Ligen als Ziel gesetzt hat, der muss da natürlich anders rangehen als ich.

    Warum schreibe ich das alles?

    Evtl. geht es ja jemandem, der/die das liest genauso und ich wollte nur mal die Option aufzeigen, dass man das Hobby Darts auch anders angehen kann.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Ich spiele sehr unregelmäßig und aktuell meist nur mal was länger, wenn ein Freund von mir vorbeikommt, der blutiger Anfänger ist. Wir spielen immer zusammen Check out Streak bei Scolia.

    Das macht mir persönlich großen Spaß und ich schaffe überdurchschnittlich viele High Finishes. Vor allem auch für ihn interessant, wenn er mal ein Doppel trifft.

    Manchmal will er auf die 20 und wirft drüber, in die 4 oder 12. Die Aufnhame danach macht er 76 weg als wärs selbstverständlich ^^ Die Tage hat er mir 4 mal den Checkdart abgenommen, als ich ihn gestellt hatte. Da würden einige bei Scolia wieder Cheater schreiben. :P

    Love the Darts

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