.... naja fast Alles.
Vorab ein paar Worte in eigener Sache:
1- Dies ist nicht "The Life of Brian" und ich bin nicht der Messias --> Sandalen bitte anbehalten
2- Irgendwie, bin ich die letzten Tage und Wochen etwas zwischen die Fronten gespült worden, ohne das zu wollen oder zu planen, aber scheinbar bin ich im Moment einer der wenigen (der Einzige?) der sich die Mühe macht (und auch mal ein paar hundert Kilometer fährt) um mit BEIDEN Seiten dieses Konfliktes zu sprechen. Und da ich es angefangen habe, ziehe ich das jetzt auch durch.
3- präzise wegen 2- schreibe ich hier, und auch noch alles aus meiner Sicht, nicht weil meine Sichtweise nun die einzig korrekte oder richtige wäre, sondern schlicht weil es sonst keiner tut
4- und, um das einmal ganz klar zu stellen, MEIN EGO, braucht keinen Job im DDV Präsidium, meinem Ego geht es auch ohne glänzend ( wer das nicht glaubt, der möge einfach die Semmel befragen, der hat eine sehr dezidierte Meinung zu meinem Ego
)
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Nachdem das nun hoffentlich geklärt wäre, versuche ich mich mal an einer Beschreibung dieser verfahrenen Situation, bei deren Einschätzung ich in den letzten 48h doch einiges ziemlich korrigieren musste.
Zunächst einmal möchte ich mich bei folgenden Personen für die (anstrengenden) Diskussionen (Mails, SMS, etc.) der letzten Tage sehr herzlich bedanken (die Reihenfolge ist willkürlich!) : Dietmar Ernst, Fabian Herpel, Volker Hatlauf, Jürgen Vollbrecht, Casi, Elke Unterberg, Peter Sossong, Sonja Haller und noch einige, die ungenannt bleiben. Danke, dass ihr mich angehört und mit Eurer Meinung nicht hinter dem Busch gehalten habt.
Das alles war ziemlich viel, ziemlich anstrengend (danke Volli
) hat aber, so glaube oder hoffe ich, doch eine "reiche" Ernte eingefahren.
Um die Situation zu beschreiben, die sich in den Gesprächen entblättert hat, möchte ich etwas ausholen und zunächst einen kleinen humorigen Einstieg wählen, das Thema ist ernst (ha Dietmar, wie versprochen!) genug.
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Beispiel 1:
Verständigungsprobleme ?
“Ihre” Version
Er war ganz komisch , als ich in der Bar ankam. Erst habe ich gedacht, es wäre weil ich ein bisschen zu spät gekommen war, aber er hat keine Bemerkung dazu gemacht.
Irgendwie war unsere Konversation schwer fällig, und ich dachte, es wäre vielleicht eine gute Idee, das Ambiente zu wechseln und irgendwo hinzugehen, wo wir ungestärter sind und mehr Ruhe haben, um uns zu unterhalten.
Wir sind dann also in ein Restaurant gegangen, aber das hat leider nichts geändert. Ich habe versucht ihn ein wenig aufzuheitern, aber nichts funktionierte, und dann kam mir in den Sinn, daß es vielleicht an mir liegen könnte. Ich habe ihn gefragt, ob irgendetwas wäre, und er meinte, nein, es wäre alles in Ordnung. Aber wirklich überzeugt hat mich das nicht.
Wie dem auch sei, auf dem Weg nach Hause habe ich ihm gesagt “Ich liebe Dich”, und als Antwort hat er einfach nur seinen Arm um meine Schultern gelegt.
Wie soll ich das deuten?
Als wir bei ihm angekommen waren, war ich schon ziemlich in Sorge, und ich habe ihn gefragt, ob er vielleicht seine Ruhe haben will, aber er hat sich einfach nur vor den Fernseher gehängt. Ich habe es dann aufgegeben und bin zu Bett gegangen.
Zehn Minuten später ist er dann nachgekommen. Wir haben miteinander geschlafen, aber selbst danach wirkte er immer noch als wenn er garnicht wirklich da wäre.
Ich wäre beinah noch aufgestanden und gegangen, aber am Ende bin ich doch eingeschlafen, mit Tränen in den Augen.
Ich weiß wirklich nicht, was in ihm vorgeht ...vielleicht hat er ja sogar eine andere?
“Seine” Version
Bayern hat von den Schalkern ganz schön den Arsch vollgekriegt - 1:5, Auswärtsniederlage, Meisterschaft adé. Kurz, ein Scheißtag.
Das einzig gute: abends hab ich noch gebumst!
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Beispiel 2 (aus dem Kopf zitiert aus Eckhardt von Hirschhausens Buch "Glücksbringer")
Auf die Dauer, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.
Stellen wir uns einmal so ein Juristenhirn vor, das wird dafür bezahlt, den ganzen Tag abzuwägen, welche Tricks und Gemeinheiten, sich hinter scheinbar harmlosen Formulierungen in Verträgen verstecken und versucht, aus jedem Satz, die schlimmste überhaupt nur vorstellbare Konsequenz heraus zu destillieren. Und das macht das Gehirn über Wochen und Monate pausenlos.
Wer der Anwalt jetzt nach Hause kommt, und seine Frau begrüßt Ihn mit "Wie war Dein Tag Schatz"?, dann liegt der Kerl anschließend die ganze Nacht wach und überlegt sich "Wie zum Teufel meint die das"?
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(weiter im nächsten Post)