• Also, ich denke, dass die mentale Seite ungemein wichtig ist, wie bei anderen Sportarten auch und dass man daran genauso arbeiten kann, bzw. wenn man entspechend weit kommen möchte auch muss, wie an der Technik.

    Und, ich weiss, es ist Werbung ;) , aber ich schreib es trotzdem, wenn Ihr http://www.darts1.de besucht, werdet Ihr sehen, dass wir schon eine Menge Tips zu diesem Thema gesammelt haben, rein theoretische, aber auch einige praktische.

    Und falls Ihr englisch könnt, nochmals Werbung :huh: , solltet Ihr Euch mal im SEWA Forum umsehen, ich weiss nicht mehr, wie viele Diskussionen wir dort schon über die verschiedensten mentalen Aspekte geführt haben und dabei auch oft genug gute Tips herausgearbeitet haben.

    Einer der wichtigsten und gleichzeitig auch einer der banalsten ist sicher : immer positiv denken!
    Aber selbst das muss man lernen und trainieren :daumen:

  • ich möchte gern noch etwas zum thema sagen
    also wie ihr alle wisst ist es sehr wichtig,wie man an sein training rangeht

    wie gesagt:wenn ich mich unter druck setze und mir bestimmte situationen vorstelle bei denen ich ein riesen druck hätte,wenn es realität wäre,dann spiele ich besser...gleichzeitig muss ich sagen,dass es oft vorkommt,
    wenn ich absolut schlecht ins training einsteige (also wenn ich statt 20,die 4 treffe oder so) dass ich nach nur 30 minuten auf ein niveau spiele,dass mich selber erschreckt. (positiv)

    und wenn ich relativ gut in ein training einsteige (mit 20,20,20 z.b.) ,dass ich so ein hohes niveau den ganzen abend nicht erreiche

    kopfsache

  • Hallo,
    gibt es sowas wie eine kostenlose version eines guten Programmes, welches man vor einem Spiel anwenden kann?
    Da hier ja auch einige erfahrene GDC-Spieler und auch schon WM-Teilnehmer (z.B. Rosi) angemeldet sind, wäre es doch eine tolle Sache, wenn Echse mal einen Bereich auf der Page einrichten könnte, der diesen Bereich mal mit Profi-Tipps abdecken könnte.....

    'It´s only after we´ve lost everything, that we´re free to do anything'

    Tyler Durden, Fight Club

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Chris,
    ich befürchte das wird es wohl bei mir auf der Seite erstmal nicht geben, da viele der Tips und Tricks welche es zu diesem Thema gibt (in meinen Augen) totaler Blödsinn ist. Ich kenne eigentlich keinen Dartspieler der durch ein bestimmtes Programm oder Training seine mentale Stärke verbessert hat, da es jedes mal ein individuelles "Problem" ist welches mit "pauschalen" Tips nicht beseitigt werden kann.

    Nehmen wir z.B. mal Raymond van Barneveld: Jeder weiß daß er mal ne Zeit lang mentales Training / Joga gemacht hat und dadurch z.B. einen Puls von nur noch 60 Schöägen pro Minute auf der Bühne hatte. Nach seiner eigenen Aussage hat er damit aufgehört da er fast auf der Bühne eingeschlafen wäre. Ausserdem hat ihm in gewissen entscheidenden Situationen einfach dieser extra Kick gefehlt, der bei Gegenwehr dann die Leistung nochmal für ein- zwei Legs extrem nach oben katapultieren kann.

    Ich befürchte beim Thema mentale Stärke ist es nun einmal so daß nur genügend Erfahrung in kritischen und entscheidenden Situationen dafür sorgen werden daß du im entscheidenden Augenblick nicht versagst... Andersherum gibt es natürlich auch "Naturtalente" die einfach nie nervös werden und sich daher auch nicht um solche Tips kümmern...

    Wenn es mal eine wirksame Methode gibt dann lass ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber wenn selbst die Profis wie Barney wieder von dem Trip runter sind (wobei er einer von ganz wenigen Profis war der sich überhaupt um mentales Training bemüht hat) kann nicht sehr viel gescheites dabei rumkommen...

    Wobei natürlich auch klar ist daß ein ausgewogener Lebensstil bzw. eine allgemeine zufriendenstellende Lebenssituation sicherlich zu einer größeren Mentalen Stärke beitragen werden... Wenn man z.B. durch (Geld-)Sorgen geplagt wird wird sich dieses sicherlich auch negativ auf das Dartspielen auswirken.

    In diesem Sinne

    Grüße Echse

  • hi,

    ich hab mich vor gut einem jahr auch mal damit befasst.
    hab mir sogar ein buch gekauft. dieses buch drehte sich aber nicht nur um diese art von meditation sondern vielmehr um die allgemeine belastung in wettkämpfen und wie man damit am besten umgeht. das buch hat indirekt bei mir was gebracht: ich hab mich während spielen aus einem anderen winkel beobachtet und mir wege geschaffen mein denken während den spielen in die richtigen bahnen zu lenken.
    aber ich denke das jeder sowas ebenfalls ohne bücher oder sonstige sachen schafft. man sollte einfach anders an spiele rangehen. nicht dieses "oh je ich muss jetzt checken" sondern "yes baby wenn ich treffe hab ich ein nettes high finish hingelegt, falls nicht wars ne gute aufnahme"
    man muss im spiel abschalten können. irgendwo hab ich mal gelesen das ein spieler sich beim training die situation vorstellt das er entscheidende matchdarts gegen andy kröckel hat. diese situation spieler er immer und immer wieder durch bis es zur routine wird und die angst davor verschwindet. alles ausblenden, sein spiel spielen ist das wichtigste.

  • Hi,

    also da kann ich Echse nur recht geben, das ist eine Individuelle Sache, der eine braucht die "Power" wie Wayne Mardle, der Hüpf genüsslich auf der Bühne herum andere könnten damit keine Hand gerade halten.

    Ich habe auch das Problem aber wie Echse schon sagte, da muss das ganze Umfeld stimmen und eine sogenannte LMAA Stimmung aufkommen. Ich habe gegen Adrian Gray sang und klanglos 3:0 verloren, ABER als ich gesehen hatte das der liebe Jung auf Check stand zum Matchdart, bin ich an den Ochse ran und habe als letzten Wurf eine 180 geknallt, da hatte ich den Gedanken, kannst mich mal gerne haben und locker aus dem Handgelenk geworfen.

    Zuvor total verkrampft und mehr die einser und fünfer getroffen wie eine einzelne zwanzig :streichel:
    You wie einst Barney mal sagte, Zitat: "Ich habe die "ruhige" Seite beim Bühnenspiel an mir entdeckt das war im Jahr 2006" Zitat ende seitdem ist er die Ruhe selbst, wie er es nun macht weiss ich nicht aber ein Patentrezept gibt es da "leider" nicht.

    Good Darts

  • Ja gut, ich habe auch schon einige Sachen gefunden, die mir hoffentlich helfen werden, mir genau auf den Punkt zu konzentrieren, das ist eher mein Manko^^
    Ein weiterer glaube ich psychologischer Aspekt, bzw ein Problem das ich habe:
    Im Training spiele ich gut, ich bin zufrieden. Aber im Wettkampf beginnt meine Hand zu zittern und die Trefferquote leidet folglich darunter. Wo ist da mein Problem und wie kann ich es beheben??

    'It´s only after we´ve lost everything, that we´re free to do anything'

    Tyler Durden, Fight Club

  • Zitat

    Original von Chris
    Ja gut, ich habe auch schon einige Sachen gefunden, die mir hoffentlich helfen werden, mir genau auf den Punkt zu konzentrieren, das ist eher mein Manko^^
    Ein weiterer glaube ich psychologischer Aspekt, bzw ein Problem das ich habe:
    Im Training spiele ich gut, ich bin zufrieden. Aber im Wettkampf beginnt meine Hand zu zittern und die Trefferquote leidet folglich darunter. Wo ist da mein Problem und wie kann ich es beheben??


    du denkst, deshalb triffst du nicht.
    wie ich oben schon sagte, das spiel zur gewohnheit machen. nicht verkrampfen, eine linie spielen.

  • Mentale Stärke ist im Dart sicher das Um- und Auf, da das Spiel mathematische Grenzen hat, d.h. ganz oben an der Spitze Deckeneffekte auftreten können. Ob man das gezielt trainieren kann, ist auch in den Sportwissenschaften umstritten. Was beim einen nützt, kann beim nächsten voll für die Fisch sein.
    Auf jeden Fall kann man aber seine Konzentrationsfähigkeit verbessern. Hängt sicher auch mit dem mentalen Gerüst irgendwie zusammen.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Original von Chris
    Im Training spiele ich gut, ich bin zufrieden. Aber im Wettkampf beginnt meine Hand zu zittern und die Trefferquote leidet folglich darunter. Wo ist da mein Problem und wie kann ich es beheben??

    Wie lange spielst du denn jetzt schon Dart? Also wie ich bereits oben gesagt habe endweder ist das etwas was man Aufgrund von Erfahrung bekommt (z.B. Was soll ich im 177. Ligaspiel noch nervös werden???) ODER man hat das große Glück einfach nicht anfällig für Nervenschwächen zu sein... (wie es z.B. viele Jugendspieler haben BIS sie dann doch irgendwann anfangen zu denken :streichel: )

    Leider erwischt es auch mich nach keine AHnung wie vielen Turnieren, Ligaspielen etc. immer mal wieder. Und das Schlimmste daran ist: Ich weiß jedes mal nicht warum !!! Das kann mir sogar beim FTS oder im Training passieren....

    Zum Glück ist es jetzt schon etwas länger nicht mehr da gewesen (wie auch Sharky sagte, einfach ruhig weiterspielen...) :duw:

    Grüße Echse

  • Zitat

    Original von Solid
    Chris, zum Thema Mentales Training hat Kai Pfeiffer was geschrieben.

    Gruß
    Solid

    Danke, ich werde es mir gleich durchlesen und mal schauen, ob ich soetwas gebrauchen kann.


    Zitat

    Original von Echse
    Wie lange spielst du denn jetzt schon Dart? Also wie ich bereits oben gesagt habe endweder ist das etwas was man Aufgrund von Erfahrung bekommt (z.B. Was soll ich im 177. Ligaspiel noch nervös werden???) ODER man hat das große Glück einfach nicht anfällig für Nervenschwächen zu sein... (wie es z.B. viele Jugendspieler haben BIS sie dann doch irgendwann anfangen zu denken :streichel: )

    Leider erwischt es auch mich nach keine AHnung wie vielen Turnieren, Ligaspielen etc. immer mal wieder. Und das Schlimmste daran ist: Ich weiß jedes mal nicht warum !!! Das kann mir sogar beim FTS oder im Training passieren....

    Zum Glück ist es jetzt schon etwas länger nicht mehr da gewesen (wie auch Sharky sagte, einfach ruhig weiterspielen...) :duw:

    Grüße Echse

    Hey Echse, also ich spiele seit ca. 2 Jahren Dart, habe jedoch nach den ersten 6 Monaten eine Pause von 5 Monaten eine Pause bis zu Beginn des letzten Jahres gemacht und spiele seitdem wieder regelmäßig.
    Manchmal spiele ich einen Schnitt von 70, manchmal einen 30er. Aber im Grund pendelt es sich in Normalform so bei 54 ein. Da du das Thema "Jugend" anschneidest freue ich mich natürlich, denn ich selbst darf mich glaube ich mit meinen 15 Jahren noch zur Jugend zählen. Deshalb habe ich auch noch keine großen Ranglistenturniere bestritten. Ich habe, wie ich hier auch irgendwo schon mal berichtete, mit Freunden eine Art Koorporation gebildet, bestehend aus 10 Mann. Wir spielen pro Monat ein großes Turnier bei dem man Ranglistenpunkt ergattern kann und auch am Ende des Jahres für den Rang halt Preise ergattern. Ich arbeite also knapp 3 Wochen, um am Turniertag topfit zu sein. (3 Tage nach dem letzten Turnier wird pausiert, danach langsam wieder mit dem Training begonnen). Ich habe ein gutes Training (so bin ich zumindest der Meinung) und bekomme gutes Selbstvertrauen, indem ich auch konstant ca im Monat 2x 180 werfe und auch High-Finishes wie 150, 146 auswerfe. Ich bin topmotiviert und stroze vor Selbstvertrauen. Jedoch am Turniertag tue ich mich eigentlich immer schwer. Vorallem, wenn ich zum Beispiel die Doppel 10 und dann die Doppel 5 verfehle, benötige ich oft solange um die Single 1 zu erwischen, dass mein Gegner bereits das Leg für sich entschieden hat. (Im Training werfe ich die Single-Felder fast im Schlaf..-.-) Nach den ersten Würfen fängt meine Hand nun an zu zittern und mir fällt es schwer mich zu konzentrieren.

    So ist die Sachlage....^^

    'It´s only after we´ve lost everything, that we´re free to do anything'

    Tyler Durden, Fight Club

  • Aber im Wettkampf beginnt meine Hand zu zittern und die Trefferquote leidet folglich darunter.

    Zittat Ende ;)

    Warum? Meiner Erfahrung nach kann man - erstaunlicherweise - auch mit starkem Zittern noch ziemlich gut Darts spielen. Schwank aus der Jugend? Gerne. 1994 Berlin Open, 1138 Herren Einzel und ich spiele in der ersten Runde gegen den Gegner, gegen den ich im letzten Turnier (Bremen Open) das Boardfinale gewonnen hatte.
    [Blockierte Grafik: http://www.flicksnshows.com/images/smilies/Animals/shark2si0.gif] 
    Das war mein bisher größter Erfolg gewesen, und ich wollte KEINE Revanche, um den Erfolg noch möglichst lange Zeit genießen zu können. Im Spiel zitterte ich mit einem Pegelausschlag von mehreren Zentimetern, und im 5. Satz bei 4 Rest mit nur noch einem Pfeil in der Hand bin ich fast umgekippt vor Nervosität (und ich meine wirklich "fast umgekippt"!). Aber der Dart ging irgendwie rein! Danach war es nie mehr so schlimm.

    Es passiert mir immer noch regelmäßig, dass ich bei einem Spiel anfange zu Zittern. Aber da der Pfeil scheinbar viel mehr von der "großen" Armbewegung als dem "kleinen" Zittern bestimmt wird, scheint das einem guten Average nicht im Wege zu stehen. Klar ist es lästig und sieht möglicherweise schlecht bzw. peinlich aus, aber wenn Du Dich weiter konzentrierst und nicht aufgibst - "Kämpfen" nennt man das wohl - dann bedeutet es nicht unbedingt die Niederlage. Wenn ich also einen zitternden Dartspieler mit konzentriertem Gesichtsausdruck eine Tonne werfen sehe weiß ich, dass der noch lange nicht geschlagen ist.

  • Man hat aber auch bei einem Herrn Fleet, dem 1.Rundengegner von Adams bei der BDO-WM gesehen dass man auch vor Aufregung nix mehr treffen kann.

    Bei mir ist es auch so. Im Runterspielen bin ich wirklich nicht so übel, also schaffe es erstaunlich oft mit 60 Punkten mit drei Pfeilen, aber wenn das auschecken nicht mit den ersten 3 Pfeilen klappt geht das große Zittern los.

  • Wenn man wirklich schon so verzweifelt ist dass man fürs Darten mentales Training braucht, sollte man sich dann nicht die Frage stellen, ob das Darten einem überhaupt noch Spass macht? Ich kann ganz gut verstehen dass sich ein Peter Manley oder Barneveld einen mentalen Trainer angelegt hat, schliesslich ist Darten ihr Beruf und ihr Einkommen hängt von ihren Leistungen ab. Aber als Hobbydarter sich mit mentalem Training beschäftigen? Das ist mir zu analytisch. Man kann über Wurftechnik reden, man fängt aber dadurch nicht gleich an mit physikalischen Formeln um sich zu werfen. Man kann darüber reden wie man Nervosität abwinden kann, deswegen muss man aber nicht gleich mentales Training in Anspruch nehmen. Ich denke mal dass die wenigsten hier im Forum Profi-Darter sind, und dass für die meisten Darten ein Hobby ist

  • 1994 Berlin Open, 1138 Herren Einzel und ich spiele in der ersten Runde gegen den Gegner, gegen den ich im letzten Turnier (Bremen Open) das Boardfinale gewonnen hatte.

    Holger,
    nach 16 Jahrem sollte man nicht mehr in alten Wunden bohren :)

    Ich spiel' BI und das ist gut so!

  • Wenn man wirklich schon so verzweifelt ist dass man fürs Darten mentales Training braucht, sollte man sich dann nicht die Frage stellen, ob das Darten einem überhaupt noch Spass macht?


    Genau diese und ähnliche Aussagen sind der Grund wieso es in Dartdeutschland auch nicht weitergeht. Es fehlt einfach an der professionellen Einstellung. (Und dazu gehört nunmal die Ausgleichssportart und das mentale Training)

    Und das schlimmste, die wenigsten die über mentales Training sprechen haben sich da bisher intensiv damit beschäftigt. (Sorry Disturbed, du bist jetzt nur der Auslöser, aber solche Dinge habe ich schon oft genug gelesen hier im Forum).

    Wenn man die Leute beobachtet, stellt man fest, dass viele Teile des Mentalen Trainings unbewusst machen. z.B. Selbstbefehle, Eigenmotivation

    Natürlich sollte man es nicht übertreiben, aber je weiter oben man spielt um so professioneller sollte man seinen Sport betreiben.

    Habe vor kurzem ein sehr interessantes Buch entdeckt:

    Psychologie im Sport
    Sigurd Baumann
    ISBN 978-3-89899-474-3
    Meyer & Meyer Verlag

    Hier geht es nicht nur aus der Sicht des Sportlers, sondern auch aus der Sicht des Trainers. Also für alle die Jugendarbeit machen und hier Verantwortlich sind sehr interessant.


    Edit Link:

    Bundesinstitut für Sportwissenschaft - Sportpsychologie

    Einmal editiert, zuletzt von 8-Darter (14. Januar 2010 um 11:29)

  • Da täuschst du dich aber. Ich habe mich intensiv mit dem Thema "mentales Training" beschäftigt. In meinem späteren Beruf wird es vor allem darum gehen, wichtige Entscheidungen unter enormem Druck zu fällen, und sich bei einer Präsentation nicht in die Hose zu machen. Ausserdem habe ich Proseminare und Tutorien besucht, die sowohl theoretisch als auch praktisch das Thema mentales Training behandeln.


    Grundprinzip vom mentalen Training ist es, die negativen Selbstgespräche ("das schaffst du niemals") in positive umzuwandeln, damit man an Selbstbewusstsein gewinnt und sich der Situation gewachsen fühlt. In erster Linie geht es nicht unbedingt darum, dass man dadurch unmittelbar Erfolg haben wird (das wäre nahezu utopisch), aber dass man sich das Gefühl gibt, dass man es durch "Erlernen" oder regelmässiges Training doch schaffen kann.


    Ich habe es persönlich schon sehr oft bei mündlichen Abschlussprüfungen und bei Verteidigungen von Arbeiten angewandt, aber Darten soll mir Spass machen und wenn ich solch einen Druck auf mein Hobby aufbauen würde, dass ich mich davor entspannen muss, dann würde ich sofort aufhören.


    Und viele Pros trinken ein paar Bierchen, um entspannt ins Spiel zu gehen, und beschäftigen sich vermutlich nicht mit mentalem Training. Erfahrung ist die beste Medizin, jemand der zum ersten Mal auf der Bühne spielt ist sicherlich nervöser als ein Phil Taylor, der Bühnenspiele in und auswendig kennt. Je öfter man eine Erfahrung macht, desto gewöhnlicher wird sie für einen.


    Und woran erkennst du bitteschön, dass es im Darterdeutschland nicht voran geht? An dieser WM haben 3 Deutsche teilgenommen, das ist ein Fortschritt im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Artut wird die PDC-Tour spielen. Und Rosenauer ist noch lange nicht weg vom Fenster, auch wenn er ein nicht so erfolgreiches Jahr hatte. Die Holländer haben auch lange gebraucht, bis sie sich als ernstzunehmende Gegner für die Engländer etablieren konnten. Das ist ein Prozess, der nicht direkt in Verbindung mit mentalem Training zu bringen ist.

  • Grundprinzip vom mentalen Training ist es, die negativen Selbstgespräche ("das schaffst du niemals") in positive umzuwandeln, damit man an Selbstbewusstsein gewinnt und sich der Situation gewachsen fühlt. In erster Linie geht es nicht unbedingt darum, dass man dadurch unmittelbar Erfolg haben wird (das wäre nahezu utopisch), aber dass man sich das Gefühl gibt, dass man es durch "Erlernen" oder regelmässiges Training doch schaffen kann.

    Stimmt, das ist ein Baustein. Im Prinzip weißt Du also wie der Hase läuft. Was glaubst Du wieviele Checkdart sich viele sparen könnten wenn sie alleine nur Positiv Denken würden?


    Wieso sprichst Du also allgemein gegen das mentale Training wo du doch selbst angibst, wie man durch einfache Beispiele und Gedanken sein Spiel verbessern kann?

    Natürlich muss Fun und Spass im Vordergrund stehen und ist die Basis.

  • Meiner Meinung nach bedeutet mentale Stärke nicht unbedingt mit Nervosität umgehen zu können. Mentales Training benötigt Zeit, man kann es nicht einfach nur so kurz vor einem Checkdart anwenden (wie ein Schalter ein und abschalten). Zudem äussere ich hier nur meine persönliche Meinung. Mein Hobby soll mir Spass machen und mir nicht tägliches Kopfzerbrechen bereiten. Interesse und Begeisterung ist eine Sache, es sollte jedoch Grenzen geben. Wer zuviel analysiert verliert auf einmal das Auge für's Wesentliche: dass die Darts immer noch in's Board geworfen werden müssen.

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