• Du hast Zwillinge, beide haben recht viel Talent und spielen 3 Monate Dart auf dem gleichen Level. Nun ändert sich das Leben der beide:

    Zwilling 1 trainiert 2-3 Stunden am Tag, geht zur Arbeit und in seine Stammkneipe, trinkt recht viel und schaut die restliche Zeit TV oder liest im dartn.de-Forum.

    Zwilling 2 trainiert 3-4 mal in der Woche 1-2 Stunden, hat als Ausgleichssport Basketball und beschäftigt sich nebenbei (ohne Krampf) mit mentalem Training. Ausserdem hat er noch einen entsprechenden Bekanntenkreis den er pflegt.

    Welcher Spieler entwickelt sich spielerisch weiter?

  • Zwilling 1 ist der Dartspieler von Disturbed, der sagt Spass und Training reicht.

    Zwilling 2 ist mein Dartspieler, bin der Meinung man muss über dem Tellerrand hinausschauen.

    Bin natürlich der Meinung, daß Zwilling 2 sich sportlich weiterentwickelt, weil er in besserer körperlicher und psychischer Verfassung ist. Einfach rundum ausgeglichener.

  • @ 8-Darter

    Ich denke dass das auch ein bisschen mit den Genen zu tun hat. Selbst wenn sich Zwilling 1 mit mentalem Training beschäftigt, heisst das nicht dass er es beherrschen wird. Manchen Leuten bringt es etwas anderen eben nicht. Bei Zwilling 2 besteht die Gefahr, dass er sich gar nicht messen will und dementsprechend seine Leistungen ihm ziemlich schnuppe sind. (wobei dann bei ihm die Gefahr besteht, dass er genau deswegen sehr stark spielt, da fällt mir "frei aufspielen" ein).

    Letzten Endes ist es sehr schwer zu wissen, wer von beiden jetzt der bessere Spieler wird. Da gibt es so viele Faktoren (Charakter, Erbgut, eigene Vergangenheit) die einen prägen und seine jeweiligen Entwicklungen beeinflussen, natürlich tendiert man zu Zwilling 1, aber was wäre denn, wenn wir 10 Zwillingspaare mit den gleichen Bedingungen wie vorhin erwähnt nehmen, und es stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass

    bei 8 der 10 Fälle der Spieler der Darts als Hobby sieht der bessere Spieler wird? Haben wir dann für Aufklärung und Gewissenheit gesorgt? Ich denke nicht

  • bei 8 der 10 Fälle der Spieler der Darts als Hobby sieht der bessere Spieler wird? Haben wir dann für Aufklärung und Gewissenheit gesorgt? Ich denke nicht

    hmm 10 Zwillingspärchen sind vielleicht etwas wenig. Aber bei 100 Zwillingspärchen 80 % halte ich doch für eine recht klare Richtung.

  • Das einzige Mentale "Training" was m.E. wirklich hilft, ist es, sich in die Stresssituation zu begeben!
    Alles andere , sind lediglich unterstützende Maßnahmen.

    In der Psychologie kuriert man Angststörungen z.B. vor Spinnen, neuerdings vermehrt mit der sog. Konfrontations-Methode. Der Patient wird schrittweise durch nackte, brutale Konfrontation mit seinem Angstobjekt, an den Auslöser gewöhnt. Im Spinnenfall fängt das an mit Bildern von Spinnen und endet damit, dass der Patient eine 3-Pfund Vogelspinne über seinen Arm krabbeln läßt. [Blockierte Grafik: http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/46.gif]

    So und nur so, kriegt man auch den Schiß aus Match-Situationen raus. Wie sagt Phil so schön "You can´t practice shitting yourself" [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_scared.gif] Der Mann hat Recht!

    Also, wenn hier jemand seine blank liegenden Nervenenden abtöten möchte, dann muss er sich immer wieder, und wieder, und wieder,.....(ziemlich viele "und wieders" später...) sich der Streß-Situation stellen. Ja, er muss sie suchen, sie willkommen heißen, wie einen alten Bekannten.

    Je mehr, je öfter, je härter, umso besser (klingt irgendwie ein bißchen nach SM!? [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_sm.gif] )

    Sollte zufällig jemand nicht andauernd auf einer großen Bühnen vor xTausend Zuschauern spielen, nun, der muß sich den Druck dann halt irgendwie selbst machen, also einreden.

    Ob das Spass macht?
    Das steht hierbei nicht zur Diskussion: "If You can´t stand the heat, stay out of the kitchen!" [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_fleischwolf.gif]

    2 Mal editiert, zuletzt von KaiPfei (15. Januar 2010 um 00:32)

  • @KaiPfei:
    Du hast bestimmt Recht damit, dass du sagst, dass nur wirklich hilft sich den Situationen auszusetzen.

    Ich glaube aber auch, dass kleine häufig angewendete "Psycho"Tricks vielen schon ganz gut helfen mit diesen Situationen umzugehen bzw. sie in diesen Situationen etwas ruhiger zu machen. Da denke ich z.B. an so dinge wie kleine Traumreisen oder andere kurze positive Selbstgespräche.
    Klar sie können nicht so viel bewirken wie dass man die Situation schon 1000mal erlebt hat, aber sie werden dem Ein oder Anderen bestimmt helfen.

    Aber diese Tricks helfen eben nicht, wenn ich die erst in der Stresssituation zum ersten mal ausprobiere! Das muss schon davor häufig trainiert sein, damit es einen Zweck haben kann!
    Und dieses Training fällt bei mir in den Bereich Mentales-Training

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Alles andere , sind lediglich unterstützende Maßnahmen.


    Alles relativ, und wenn es nur 10 % von der Gesamtleistung ist (ja nicht messbar) kann es schon im entscheidenden Moment ganz schön viel sein.
    (Lediglich kann relativ ganz schön viel sein)

    Kannst Du mir mal erklären was du im Bereich des mentalen Trainings für praktische Erfahrungen gesammelt hast?
    Insbesondere interessiert mich die Breite und wie intensiv.

    P.S. Nimms mir nicht übel aber, aber manchmal kommst Du schon so rüber wie Mr. Oberschlau


  • Alles relativ, und wenn es nur 10 % von der Gesamtleistung ist (ja nicht messbar) kann es schon im entscheidenden Moment ganz schön viel sein.
    (Lediglich kann relativ ganz schön viel sein)

    Kannst Du mir mal erklären was du im Bereich des mentalen Trainings für praktische Erfahrungen gesammelt hast?
    Insbesondere interessiert mich die Breite und wie intensiv.

    P.S. Nimms mir nicht übel aber, aber manchmal kommst Du schon so rüber wie Mr. Oberschlau

    Das ist definitiv mein Zitat für die Wahl zum Satz des Jahres!!! :duw:

  • Hahaha wie geil - KaiPfei Mister Oberschlau! Toll

    Ich denke er hat bewiesen das man mit dem was er so sagt ganz schön erfolgreich sein kann.

    Ich persönlich vertraue eher auf die Tips von einem der schon mal die German Open gewonnen hat als auf die von einem der noch nich die German Open gewonnen hat.

    Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.

  • kommst Du schon so rüber wie Mr. Oberschlau

    uuups, sry, stimmt die Formulierung mit "lediglich" war leidlich ungeschickt. :whistling:
    War nicht wertend und gleich 2x nicht abwertend gemeint. Bitte im Zweifel immer einfach ein "meines Erachtens" dazudenken.
    (Tja, :klugscheiss: ist ein altes Leiden von mir, ich arbeite daran.)

    Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, dass viele der Mental-Übungen ebensolche Unterstützungen für das Überwinden von "Nervenkasper" sind, wie es z.B. Konditionstraining für das Tennisspielen. Das ist alles hilfreich, aber eben nicht das eigentliche Ding. Nehmen wir mal an, jemand steht vor der Wahl entweder regelmäßig eine Dienstags-Competition zu spielen oder aber die Zeit für Mental-Übungen aufzuwenden, dann würde ich immer die Competition favorisieren. Es gibt in meinen Augen nichts besseres, als Matchpraxis in Situationen, in denen man sich möglichst massiv unter Druck fühlt. Also eisenharte Konfrontation mit der eigenen Angst. ;(

    Was ich vor 20-Jahren an der Ecke so en Detail getrieben habe, ist glaube ich heuer nur noch von sehr begrenztem Interesse, da halte ich lieber mal die Klappe. :nix:

  • Ich persönlich vertraue eher auf die Tips von einem der schon mal die German Open gewonnen hat als auf die von einem der noch nich die German Open gewonnen hat.

    Ist ja auch OK die Tipps, sofern man nicht aneinander vorbeiredet.

    Bzw. dies sachlich rüberbringt. So wie z.B. Gordon Barney verteidigt hat (diese und letzte PDC-WM) da kann ich darauf verzichten auf diese Beiträge der "Profis".

    Einmal editiert, zuletzt von 8-Darter (15. Januar 2010 um 14:10)

  • Ist ja auch OK die Tipps, sofern man nicht aneinander vorbeiredet.

    Bzw. dies sachlich rüberbringt. So wie z.B. Gordon Barney verteidigt hat (diese und letzte PDC-WM) da kann ich darauf verzichten auf diese Beiträge der "Profis".

    Also ich glaube jetzt schweifst du etwas vom Thema ab und es wird jetzt unwiederruflich eine Diskussion losgetreten, was hier sachlich bzw unsachlich ist. Bitte einfach beim Thema bleiben und das ist doch mentales Training wenn ich mich nicht irre....

    Grüße Helmer

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