Was genau macht Phil so besonders ?

  • In welchem Moment beschleunigt z.B. Phil seine Darts (nur mit dem Unterarm oder benutzt er das Handgelenk zur zusätzlichen Beschleunigung ?) ...wenn er beim fokussieren des angepeilten Ziels einen bestimmten Punkt erreicht, oder ?


    Taylors Wurf gibt es in Slow Motion, da kann man schon besser sehen, wann er seine Darts beschleunigt usw.
    http://www.youtube.com/watch?v=2bSADyr13AY

    Die Intelligenz verfolgt mich ... aber ich bin schneller!

  • Ja Phil 95, das ist schon sehr interessant. Dank Dir für den Link. Hat jemand auch ein Video von Barney. Meine Fragen gingen eher in die Richtung weiterer grundsätzlicher Techniken (fester Stand usw. hatte ich ja selbst angesprochen um Euch ein Beispiel zu geben, in welche Richtung meine Fragerei geht). Da gibt es sicher noch mehr. Ellbogen möglichst unter das Handgelenk beim Wurf usw. Natürlich ist vieles individuell unterschiedlich (vor dem Auge od. neben dem Auge werfen etc. oder doch nicht ?) aber wie gesagt, weitere Grundsätze herauszuarbeiten wäre sicher interessant.
    Beim Tennis gibt es auch verschiedene Bewegungsschemata. Die haben wir beim Dart auch, nur kann mir diese bisher niemand erläutern. Ich hatte schon Fragen gestellt, aber es scheint nicht so einfach zu sein.
    Hätte jetzt jemand von Euch gesagt. "Der Daumen sollte im Bereich des Barrelschwerpunktes sein", so wäre dies ein Beispiel für einen, meiner Meinung nach, weiteren Grundsatz beim Dart.
    Aber irgendwie glaube ich wir haben ein Mißverständnis was meine Fragen angeht oder es macht sich kaum jemand Gedanken darüber.
    Nun gut, danke schon mal für die bisherigen Antworten.

  • Aber irgendwie glaube ich wir haben ein Mißverständnis was meine Fragen angeht oder es macht sich kaum jemand Gedanken darüber.

    Gedanken habe ich mir in meinen 5 Dart Jahren schon einige , oftmals viel zu viel , gemacht .

    Man kann immer experimentieren , andere Beobachten , aber egal was man probiert , es muss sich richtig

    und gut anfühlen . Was bringt die sauberste Technik wenn man sich nicht wohl fühlt !

    Das werfen der Pfeile schleift sich über die Jahre ein und wenn man dann zu große Veränderungen

    vornimmt ist das Kontraproduktiv .

    Zu große Veränderungen müssten dann erst wieder durch Tausende von Wiederholungen im Unterbewusstsein

    "abgespeichert " werden , das kann dann leicht zu einer Verunsicherung führen . "Ist jetzt dies oder das besser ,

    traf ich vorher besser oder jetzt ?" Der Wurfstil muss im optimal Fall so passen das er Automatisch funktioniert !

    Wenn ich zu meiner Anfangs Zeit im Forum las , nicht Denken sondern werfen , dachte ich mir ...Quatsch ..

    Aber genau das ist der Punkt !

    Hat man seinen Wohlfühlwurf erst einmal gefunden ist zuviel Denken oft das Hauptproblem ...

    Nicht Denken , sondern geschehen lassen .

  • OK, Spickerer. i.O. Das "sich gut anfühlen" kommt bekannt vor (als eine der wichtigen ersten Aussagen bei der Flightschool). Mein Wurfstil in den letzten Monaten hat sich auch gut angefühlt, war aber beschissen, denn ich glaube das man beim Antrainieren eines Wurfstiles, bei dem z.B. sich der Oberkörper nach vorne bewegt, von Anfang an etwas tun muss.
    Da gilt sicher "das fühlt sich gut an" nicht mehr, denn irgendwann werden sich damit Probleme einstellen und dann nach Jahren umlernen. Hmm.
    Bei mir war es die Griffhaltung. Daumen und Zeigefinger wanderten immer weiter nach vorne bis ich zum Schluß (bis vor 5 Tagen) den Dart dann ganz bekloppt in der Hand hielt. Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen waren total verkrampft am Ende des Barrels angekommen und ich habe extrem viel Energie gebraucht den Dart zu werfen. Fühlte sich aber nicht schlecht an...war es aber.
    Da war dann Ende und nichts ging mehr.
    Dann jemanden zu finden (hab ich, Gott sei Dank) der den Fehler erkennt und man den empfohlenen Veränderungen auch Vertrauen schenkt (wenn die falsch sind bemüht man sich vielleicht monatelang umsonst !)
    Jetzt bin ich dabei mühseelig umzulernen, es geht nicht anders. Erfolge stellen sich ein, sind aber logischerweise noch nicht konstant.
    Aus diesem Grunde habe ich den Tread eröffnet um Grundsätzlichkeiten bei der Wurfbewegung am Beispiel von Phil herauszufinden, die für Dartspieler allgemein gültig sind. Individuelle, die Wurfbewegung nicht negativ beeinflussende Eigenheiten mal ausgenommen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Steffen (2. Mai 2011 um 20:33)

  • Ich kann mich hier mal als Negativbeispiel anführen, was das "Gedankenmachen" über Wurfstil, Stand etc. angeht... Ich spiele auch schon einige Jahre Dart, wenn auch nicht in einem Verein, aber doch mit großer Leidenschaft und auch fast täglich, wenn es die Zeit zulässt! Ich habe mich bei meinem Wurfstil immer sehr wohl gefühlt und auch sehr sicher (keine Wackler, ruhiger Stand)


    Einzig mit meiner Ausbeute an Highscores und/oder der Quote beim Checken war ich nicht zufrieden und so fing ich vor einigen Wochen an, an meinem Wurfstil "rumzubasteln". Hätte ich nie tun sollen!!! Seitdem läuft so gut wie gar nix mehr zusammen und ich finde auch irgendwie nicht mehr zu meinem alten Stil zurück...


    Aber ich gebe nicht auf und werde weiter, so oft es geht, trainieren!


    Was ich damit sagen will: Ändert nix, was sich eigentlich gut anfühlt, denn ich hab damit ganz schön tief ins Klo gegriffen...

    "Du sollst nicht werfen Dein Sportgerät im Zorne"

  • ...kurz zwei sachen die ich bei taylor all die jahre beobachtet habe:

    1. Er hat noch NIEMALS auch nur ein Leg aufgegeben...im Gegensatz zu vielen anderen...

    2. Er hat so gut wie keine negative Bewegung im Wurf...er steht wie ein Fels in der Brandung und bewegt nur seine Arme......ein Roboter halt...

    ...

    • Offizieller Beitrag

    Wenn jemand einen Sport über 25 Jahre lang dominiert und ständig, konstant am höchsten nur möglichen Niveau spielt, dann ist derjenige einfach etwas besonderes.
    Und nicht nur das, Taylor ist Darts, ohne der Sport definitiv nicht so populär sein, wie er es jetzt ist.
    Das macht ihn besonders.

    Und auch, dass es jemand schafft, 30 jahre lang jeden Tag das selbe zu machen.
    Einfach dabei nie die motivation verliert und es immer wieder schafft, auch noch nach fast 30 Jahren, sich selbst zu verbessern

  • 2. Er hat so gut wie keine negative Bewegung im Wurf...

    Bukowski, auch Dir danke für Deine Antwort. Ja, DAS meinte ich: "negative Einflüsse beim Wurf", denn die lassen Rückschlüsse auf die dem Wurfstil zuträgliche Bewegung zu. Benennen konnten Sie mir bis jetzt noch niemand. Beispiele wären auch interessant.

  • Außer den schon geannnten Antworten wüsste ich auch nicht woran es liegt , dass Phil so gut spielt.
    Aber was ich mich schon immer gefragt habe , wie hält Phil den Dart? Mit nur 2 Fingern oder hält der den Mittelfinger unterm Barrel zum Führen?
    Ich halte meinen Dart mit 3Fingern und merke oft, wie ich mit dem lezten Finger am Barrel den Dart tödlich in die 1 oder 5 ablenke und denke mir , dass es am Besten wäre , den Dart mit wenigern Fingern zu halten und zu Führen , experimentiere grade mit 2 Fingern + dem Mittelfinger unterm Barrel zum Führen , läuft auch ganz gut.

    • Offizieller Beitrag

    Außer den schon geannnten Antworten wüsste ich auch nicht woran es liegt , dass Phil so gut spielt.
    Aber was ich mich schon immer gefragt habe , wie hält Phil den Dart? Mit nur 2 Fingern oder hält der den Mittelfinger unterm Barrel zum Führen?
    Ich halte meinen Dart mit 3Fingern und merke oft, wie ich mit dem lezten Finger am Barrel den Dart tödlich in die 1 oder 5 ablenke und denke mir , dass es am Besten wäre , den Dart mit wenigern Fingern zu halten und zu Führen , experimentiere grade mit 2 Fingern + dem Mittelfinger unterm Barrel zum Führen , läuft auch ganz gut.

    Naja, also ich kann mit 2 Fingern überhaupt nicht spielen.
    Da ist der Dart bei mir viel zu instabil. Der geht irgendwo hin.

    Was auch sein kann, was Roland mal bei der WM gesagt hat, das Phil nie blinzelt wärend seiner Aufnahme.
    Und er steht so ruhig da wie kaum ein anderer beim Wurf.

  • Erstaunlicherweise gibt es einige hochklassige Spieler, die die Grundsätze eines absolut ruhigen Standes nicht berücksichtigen. Der Australier Shane Tichowitsch oder auch Mensur Suljovic (was auch Roland bei seinen Kommentaren, als er gegen James Wade gewann, verwunderte) stehen beide beim Wurf nicht absolut ruhig. Spielen aber trotzdem einen 90 + Ave. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dies ist keine Kritik sondern eine reine Feststellung. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.

  • Aber was ich mich schon immer gefragt habe , wie hält Phil den Dart? Mit nur 2 Fingern oder hält der den Mittelfinger unterm Barrel zum Führen?


    Phil Taylor hält seinen Dart schon immer mit 3 Fingern(Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger) fest!

    Gruß Gordon

    Gordon Shumway - "Game On..."

  • Auch Dir Gordon danke ich für weitere Infos zu diesem Tread. Man sieht dass Daumen und Zeigefinger für die Beschleunigung entscheidend sind, also müssen diese beiden Finger optimalerweise am Barrelschwerpunkt oder möglichst in dessen Nähe liegen. Hinzukommt mind. noch ein dritter Finger zwecks Stabilisierung eines gerade Abwurfes des Dart. Das Handgelenk scheint im Gegensatz zum Unterarm erst kurz vor dem Loslassen des Dart an der Beschleunigung beteiligt zu sein oder bin ich auf der falschen Fährte ?

  • sind sehr gute Bilder, danke Gordon

    Erstaunlich wie gut man beim letzten Bild von Barney sieht, dass sich der Oberarm kaum oder gar nicht bewegt.

    :austria: Die Trippel 1 ist das Feld, das ich am häufigsten treffe (aber nur wenn ich es nicht will) :austria:

  • Vielleicht findest Du hier auch ein paar Antworten auf Deine Fragen. Das Dartsperformance Centre hat nämlich mal mit den Mitteln der Video Analyse den Wurf von Phil Taylor unter die Lupe genommen...

    http://www.globaldarts.de/globalDartsDE/…ance/DPVA1.html

    Das ist genau das, was ich wissen wollte ! Der beste Beitrag zu meinen Fragen Charis ! Es geht ja, um es klar zu sagen, nicht um das Kopieren eines Wurfstiles, sondern darum mögliche Fehlerquellen zu minimieren. Da sage ich zum 5. Mal ruhiger Stand usw. wissen wir alle. Aber es gibt eben noch mehr Orientierungspunkte, aus denen man für sich persönlich eventuell Vorteile ziehen könnte.
    Alleine bei mir persönlich die Tatsache, dass ich kurz vor der Vorwärtsbeschleunigung meinen Dart regelrecht ruckartig verkrampft gehalten habe, ergab enorme Streuungen. Diesem Fehler bin ich auf die Schliche gekommen und das Ergebnis ist erstaunlich, spricht mein Wurf benötigt praktisch kaum Kraft und ist deutlich lockerer und leichter geworden, was die Voraussetzung für enge Platzierungen sein dürfte. Mit dem "das wird schon wieder" hätte ich wohl noch Jahre den gleichen Fehler gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von Steffen (3. Mai 2011 um 13:24)

  • Mir ist vor längerer Zeit aufgefallen, dass Taylor einer der wenigen Spieler ist(wenn nicht sogar der einzige Spieler), die beim Zielen den kleinen Finger und den Ringerfinger nicht abspreizen, sondern diese "zugeklappt" auf der Handinnenfläche aufliegen - sich also unterhalb der Spitze des Darts befinden! Ich kenne eigentlich keinen Spieler, der dies moch tut. Kennt ihr Spieler die das auch so handhaben?

    Den Link von Charis finde ich sehr interessant, besonders folgende Passage:

    "Phil hält seinen Dart bereits beim Zielen in dem Winkel und auf der Höhe aus der er ihn Abwerfen wird."

    Ich denke, dass dies den Unterschied ausmacht!

    Gruß Gordon

    Gordon Shumway - "Game On..."

  • quote='GordonShumway',index.php?page=Thread&postID=126752#post126752]Mir ist vor längerer Zeit aufgefallen, dass Taylor einer der wenigen Spieler ist(wenn nicht sogar der einzige Spieler), die beim Zielen den kleinen Finger und den Ringerfinger nicht abspreizen, sondern diese "zugeklappt" auf der Handinnenfläche aufliegen - sich also unterhalb der Spitze des Darts befinden! Ich kenne eigentlich keinen Spieler, der dies moch tut. Kennt ihr Spieler die das auch so handhaben?

    Den Link von Charis finde ich sehr interessant, besonders folgende Passage:

    "Phil hält seinen Dart bereits beim Zielen in dem Winkel und auf der Höhe aus der er ihn Abwerfen wird."

    Ich denke, dass dies den Unterschied ausmacht![/quote]

    Das mit dem kleinen und dem Ringfinger habe ich von Phil übernommen. Ich habe das auch hier mal glaube ich geschrieben. Durch die Umstellung (müsste jetzt ein Jahr her sein oder so ähnlich) habe ich ein Stabileres Gefühl in der Hand. Leider sind meine Leistungen bei weitem nicht so wie bei Phil.

    [

    Den zweiten Punkt habe ich versucht ebenfalls in meine Wurfbewegung einzubauen. Das ist jedoch etwas schwieriger und nicht so leicht umzusetzen da ich z.B. beim ausholen dann mit dem Flight das Gesicht berühre.

    Auf jeden Fall kann ich beide PUnkte jedem empfhelen der dies in seiner Technik einbauen kann und möchte.

    Gruß
    Hähni

    2 Mal editiert, zuletzt von haehni (3. Mai 2011 um 15:25)

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