Sportveranstaltungen in Ländern die offensichtlich und legitimiert Menschenrechte missachten.

  • Die Ethik und Moral der Menschen ist überall gleich! Diese Länder mißachten die Grundregeln unserer Natur. Der Grund dafür ist Jahrhundertelange religiöse Indoktrination. Das hat sich keiner mal aus Spaß ausgedacht, weil es zur Menschlichkeit gehört, dass Leute umgebracht werden wenn sie Homosexuell sind. Das kommt alles aus der Scharia.
    Das Christentum war genauso barbarisch, ich darf nur an Hexenverbrennungen erinnern. Desto säkularisierter die westliche Welt wurde, desto menschlicher wurden ihre Moralvorstellung.

    Es geht nicht um Moralimperialismus, es geht nicht um westliche Werte, sondern um menschliche Werte. Und diese menschlichen Werte darf man auch für die arabische Welt einfordern.

    Ich möchte einfach nicht auf einer Welt leben, in der noch Menschen wegen geringster Rechts-oder Moralverletzung gehängt, zerhackt, gevierteilt und verbrannt werden. Wir leben hier auf einer Welt, wir sind alle Menschen; zu dieser Denkweise müssen wir kommen.


    Moral ist alles, aber nicht überall gleich. Je nach äußeren Einflüssen hat hier jeder seine ganz eigenen Moralvorstellungen. Wenn Du das negierst braucht man über den ganzen anderen Rest nicht reden.

    Um mit jemand anderem zu diskutieren muss man erst mal akzeptieren das der eine andere Meinung hat - und die nicht per Definition falsch ist, nur weil sie eben anders ist.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
    Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

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    Moral ist alles, aber nicht überall gleich. Je nach äußeren Einflüssen hat hier jeder seine ganz eigenen Moralvorstellungen. Wenn Du das negierst braucht man über den ganzen anderen Rest nicht reden.

    Um mit jemand anderem zu diskutieren muss man erst mal akzeptieren das der eine andere Meinung hat - und die nicht per Definition falsch ist, nur weil sie eben anders ist.

    Ich respektier doch deine Meinung. Natürlich ist die Moral nicht überall gleich, denn sie wird überall anders beeinflusst.

    Ich glaube ganz persönlich (und das sehen viele Anthropologen auch so), dass es eine universelle Ethik und Moral gibt. Wenn ein Kind völlig neutral aufwächst, ohne religiöse oder politische Indoktrination, hat es trotzdem eine Ethik bzw. Moral. Es wird nicht plötzlich anfangen Leute umzubringen nur weil ihm das keiner verbietet. Edit: Übrigens würde das Gegenteil eintreten, es hätte wesentlich weniger Gründe anderen Menschen schade zuzufügen. Man denke da nur an den Hass auf andere Religionen. Es gäbe keinen Grund zum Fanatismus, was wäre das für eine Welt :rolleyes:
    Viele bekannte Biologen (darunter Richard Dawkins) führen die Ethik und Moral sogar auf die Evolution zurück.
    Deswegen glaube ich, dass es sich lohnt dafür zu kämpfen (natürlich nur im übertragenen Sinne) diese "angeborenen" Werte endlich wieder zu entfalten, überall auf der Welt.

    Ich bin Atheist und bin in einer liberal-katholischen Familie aufgewachsen. Mir hat keiner die Werte eingeprügelt und trotzdem weiß ich was sich gehört.

  • Würdest du denn auch ein Freiwilliger sein, der bei einer Steinigung das Urteil mit vollstreckt? Das ist echt ne tolle fröhliche Angelegenheit. Da wird einer (z.B weil er fremdegegangen ist) eingebuddelt das nur noch der Kopf raushängt. Dann stellen sich Freiwillige um ihn herum und werfen solange mit Steinen auf seinen Kopf bis er völlig zermatscht ist. Echt ne tolle Kultur die du da verteidigst.
    Was sollen wir denn von den Saudis lernen? Das Frauen kein Auto fahren dürfen.

    Die Ethik und Moral der Menschen ist überall gleich! Diese Länder mißachten die Grundregeln unserer Natur. Der Grund dafür ist Jahrhundertelange religiöse Indoktrination. Das hat sich keiner mal aus Spaß ausgedacht, weil es zur Menschlichkeit gehört, dass Leute umgebracht werden wenn sie Homosexuell sind. Das kommt alles aus der Scharia.
    Das Christentum war genauso barbarisch, ich darf nur an Hexenverbrennungen erinnern. Desto säkularisierter die westliche Welt wurde, desto menschlicher wurden ihre Moralvorstellung.

    Es geht nicht um Moralimperialismus, es geht nicht um westliche Werte, sondern um menschliche Werte. Und diese menschlichen Werte darf man auch für die arabische Welt einfordern.

    Ich möchte einfach nicht auf einer Welt leben, in der noch Menschen wegen geringster Rechts-oder Moralverletzung gehängt, zerhackt, gevierteilt und verbrannt werden. Wir leben hier auf einer Welt, wir sind alle Menschen; zu dieser Denkweise müssen wir kommen.


    Du stellst hier einige Thesen auf, denen ich nicht beipflichten kann. Lass mich mal anfangen:
    Du schreibst "die Ethik und Moral der Menschen ist überall gleich". Das stimmt so leider gar nicht. Jegliche Moral und jegliche Ethik ist ein kulturbezogenes Produkt einer Gesellschaft. Sogar in der kleinsten Einheit Gruppe gibt es unterschiedlichste Moral- und Ethikvorstellungen. Das wird sich auch nie ändern. Eine universale Ethik oder Moral gibt es nicht.
    Weiterhin führst Du die Existenz eines Naturrechts an ("Grundregeln unserer Natur"). Die einfachste, simpelste Grundregel unserer Natur, die ich kenne, ist dass der Angepassteste überlebt und dass Überleben und Erhaltung der Art das einzige ist. Alles andere ist eine Erfindung des Menschen, sei es das Recht auf Leben (woher kommt das? Wie möchtest Du das begründen?), die Monogamie (eigentlich widernatürlich), die Antwort auf die Frage: Was kommt danach? (Sinn der Existenz, Grundlage jeden Glaubens, jeder Religion). Ich bestreite nicht, dass diese "Erfindungen" einen Sinn haben, aber das ist eben kulturabhängig. Und es gibt halt einfach Kulturen, die nicht wie wir das Individuum in den Vordergrund rücken, sondern die Gemeinschaft, der sich der einzelne unterzuordnen hat. Du kannst natürlich jetzt sagen, was Deiner Meinung nach am Besten ist: Aber Du weißt es nicht.
    Du wirst mir nicht einmal objektiv darlegen können, was es heißt, Mensch zu sein und was Menschlichkeit bedeutet. Somit ist Deine Forderung nach einem weltweit gültigen, kulturell unabhängigen Wertekanon zwar sehr schön, aber leider auch völlig realitätsfern. Weil Menschen einfach mal unterschiedlich sind (Versuch doch einfach mal, bei den "Großen Fünf": Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hindiusmus einen gemeinsamen Nenner zu finden)
    Schlußendlich gehts dabei nur um Macht und Kontrolle.
    Weiterhin führst Du an, dass mit der Säkularisierung die Moralvorstellungen menschlicher wurden. Auch hier widerspreche ich Dir ganz entschieden. An die Stelle der Religionsgemeinschaften treten immer Ersatzreligionen bzw. Ideologien. Und die sind genau so menschlich oder unmenschlich geprägt. Weil es im Ergebnis auch nur um Macht und Kontrolle geht.
    Ob ich als Freiwilliger ein Todesurteil mit vollstrecken würde? Sorry, aber dass ist eine total bescheuerte Frage: ich habe doch schon explizit geäußert, dass ich ein entschiedener Gegner der Todesstrafe bin.
    Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht aufs grausamste töten würde, wenn ich einen Grund dazu habe...
    Was wir von der saudischen Kultur lernen können? Naja, so, wie Du diese Frage stellst, gehst Du ja anscheinend davon aus, dass dem nicht so wäre und nimmst Dir somt ja auch die Möglichkeit, kritisch mit Deiner eigenen Kultur und der anderen Kultur auseinanderzusetzen (Nur wer fortgeht, kann heimkommen ;) ). Wenn Du explizite Beispiele möchtest, dann sags. Ich hielte es aber für besser, wenn Du Dir Fragen, was die wesentlichen Werte betreffen, selbst beantwortest. Wenn Du möchtest, kann ich Dir hierzu umfangreiche Literatur empfehlen...

  • Ich bin nämlich tatsächlich der Meinung, dass "die" einiges schon ganz richtig machen und wir auch von "denen" lernen können.


    ja. Denn alles was hier im großen und ganzen angesprochen wurde, sind gesellschaftliche Probleme. Und eine Gesellschaft funktioniert auch, wenn es vom System her eine Diktatur ist. Oben sitzt der Führer und bestimmt, unten rennen die anderen, damit dem Führer recht wohl ist. Klasse oder ?

    Natürlich ist es für einen im Westen aufgewachsenen Menschen hart, das erste Mal eine Enthauptung am Stadtplatz live mit zu erleben.


    auch davon bin ich ebenfalls überzeugt. Vor allem, wenn Du selber der Delinquent bist (aber um es positiv zu sehen : sowas machst Du ja nur einmal mit). Und übrigens : der Anlaß, daß Du der Delinquent sein könntest, KÖNNTE u.U. auch dieser sein :

    auch in Saudi-Arabien kann ich äußern, dass ich ein Gegner der Todesstrafe bin.

    (nebenbei: das Recht, meine Meinung äußern zu dürfen bedeutet auch, dass ich mich vor unwillkommenen Meinungen schützen darf):

    das darfst Du. Bei akustischen Beiträgen, die Dir nicht gefallen, empfehle ich da Ohrstöpsel. Beiträge in irgendwelchen Foren kannst Du z.B. mit Scheuklappen "überlesen". Ansonsten gibts ja die Ignore Funktion

  • Ich glaube ganz persönlich (und das sehen viele Anthropologen auch so), dass es eine universelle Ethik und Moral gibt. Wenn ein Kind völlig neutral aufwächst, ohne religiöse oder politische Indoktrination, hat es trotzdem eine Ethik bzw. Moral. Es wird nicht plötzlich anfangen Leute umzubringen nur weil ihm das keiner verbietet. Edit: Übrigens würde das Gegenteil eintreten, es hätte wesentlich weniger Gründe anderen Menschen schade zuzufügen. Man denke da nur an den Hass auf andere Religionen. Es gäbe keinen Grund zum Fanatismus, was wäre das für eine Welt :rolleyes:


    Theoretisch toll.

    Praktisch gesehen wird das Kind nach kurzer Zeit tot sein wenn es nicht durch andere versorgt wird. Und die nehmen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes, egal in welcher Form.

    Jeder von uns kann für sich selber von so ziemlich jedem anderen Menschen etwas lernen, positiv wie negativ. Uns erscheint vieles in anderen Kulturen fremd, vielelicht auch falsch. Aber eben aus unserem Blickpunkt. Wenn man von der anderen Seite aus schaut stellt sich das ganz anders dar...

    Man sollte nicht den Fehler machen das eigene "Wissen" und Moral als einzig richtige Lösung anzusehen. Und wenn man es doch tut, sollte man auf keinen Fall versuchen das anderen aufzudrücken. Für jeden von uns sind andere Dinge richtig, und viele Wege führen zum Glück.

    Nur mal so ganz am Rande: Kennst Du z.B. Deutsche (Frauen), die durch Heirat in andere Kulturkreise gekommen sind? Manche von denen sind absolut glücklich, obwohl sie nach Deinem Verständnis Rechte verloren haben. Und jetzt? Wenn das für diese Menschen der richtige Weg ist um glücklich zu sein freue ich mich für sie.

    Es ist ein sehr heikles Thema für andere Menschen über Richtig und Falsch zu urteilen.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
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  • Ich beziehe mich auf oms.

    Das ist ein guter Beitrag und ich respektiere deine Ansichten. So ganz Teilen kann ich sie aber nicht.
    Wie ich im vorigen Beitrag geschrieben habe sind viele Anthropologen und Biologen der Meinung, dass es eine angeboren Grundethik bzw. Grundmoral ist.
    Wir gehören nun mal alle derselben Rasse an, ob wir nun Araber sind oder Deutsche oder Afrikaner ist egal, wir alle haben (meiner Ansicht nach !) dieselbe Grundmoral und Grundethik. Und diese ist meiner Meinung nach auch die Beste, das weiß ich, weil sie am wenigsten Leid verursacht. Religionen verursachen Leid (Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Israel-Konflikt, ganz aktuell Mali, die Liste könnte noch ein paar Seiten weiter gehen). Ja sogar die "Intellektuellen-Religion", der Buddhismus, hat Schattenseiten. Und für mich kann Leid nie der richtige Weg sein und ich denke da werden alle Menschen mit klarem Verstand zustimmen.

    Das mit der Frage nach der Vollstreckung eines Todesurteils tut mir leid, da habe ich dich völlig falsch interpretiert.
    Ich bin kein Philosoph und deswegen kann ich dir natürlich auch nicht beantworten, was es heißt ein Mensch zu sein etc.
    Mit den Ersatzreligionen hast du natürlich absolut Recht. Dieses Problem versuchen kluge Atheisten und Philosophen schon seit Jahrhunderten zu lösen.
    Ich weiß, dass meine Vorstellungen utopisch sind. Sie werden nie komplett in Erfüllung gehen. Doch nach einer Utopie zu streben kann Verbesserungen bringen.

    Falls sich jetzt hier einige fragen was denn jetzt diese ominöse Grundethik und Grundmoral ist: Das haben Philosophen schon erläutert bevor es irgendeine (angeblich) heilige Schrift gab. Befragt euch doch mal selber, kein Mensch braucht dazu Religion.
    -Füge keinem Menschen Leid zu
    -Die Freiheit der Person endet erst da, wo die Freiheit des anderen beschnitten wird
    -Was du nicht willst was man dir tut, füge auch keinen anderen zu
    usw.
    -Lass andere Menschen ihre Sexualität so ausüben wie sie es wollen, das ist Privatsache
    Es gibt sogar die Humanistischen zehn Gebote.

    Das kommt aus keiner Religion, sondern aus dem Menschen selbst. Wenn es diese "menschlichen Grundwerte" nicht gäbe, würden wir nicht existieren. Den Menschen gibt es etwa 100000 Jahre, wir leben nur knapp 2000 Jahre mit Religionen. Wie sind wir nur die 98000 Jahre ohne Religion ausgekommen? Warum haben wir uns ohne Religion nicht einfach gegenseitig den Schädel eingeschlagen, bis es keine mehr von uns gibt?

  • Natürlich ist das Theorie. Es müsste ein totales umdenken stattfinden. Ich meinte das eher so (ich nehme mich als Beispiel): Ich werde meine Kinder nicht taufen lassen und auf eine humanistische und säkulare Schule schicken. Desweiteren werde ich mit ihnen nicht über Politik reden, bis sie sich selber eine Meinung gebildet haben. Neutraler kann man sie doch nicht erziehen, trotzdem sorge ich für sie. Ich meinte das nicht so, dass man die Kinder in eine Kiste sperrt und abwartet.

    Ich erachte meine Moral nicht für die beste. Ich weiß nicht ob das jetzt zu tief ins Fach geht, aber ich lebe nach den Grundwerten des evolutionären Humanismus. Humanismus heißt Menschlichkeit. Ich lebe nach den Grundsätzen der Menschlichkeit und ich denke, dass diese auch die besten für den Menschen sind.

    Die deutschen Frauen (und auch andere westliche Frauen) die in andere Kulturkreise einheiraten sind nicht wegen der Kulturkreise glücklich, sondern sie sind glücklich weil sie ihre Liebe heiraten dürfen. Die Liebe ist so stark, dass die eigenen Rechte auch mal zurück treten müssen. Andererseits muss man auch Zweifel anmelden dürfen, ob die Frauen nicht einfach nur sagen das es ihnen gut geht, weil sie es müssen. Es ist kein Vorurteil, dass insbesondere islamische Familien sehr patriarchalische geprägt sind.

    Ich urteile nicht über andere Menschen. Ich bin der Meinung, dass die Natur des Menschen in diesen Ländern unterdrückt wird. Es ist einfach nicht natürlich Homosexuelle vor eine Mauer zu stellen damit ein Panzer sie zum Einsturz bringt und der "Sünder" darunter begraben wird (eine besonders krative Art der Todesstrafe). Das ganze Verhalten dieser Kulturkreise basiert auf religiöse Indoktrination.

  • Master: Wir mögen unterschiedliche Ansätze und
    Glaubensrichtungen vertreten, aber ich hoffe, ich habe in keinem meiner
    Beiträge Grund zu der Annahme gegeben, dass ich Deine Meinung nicht respektiere
    und meiner nicht ebenbürtig halte.


    Ob es eine angeborene Grundmoral gibt, oder nicht, ist
    letztendlich Glaubensfrage. Darüber zu streiten ist müssig, für jedes
    Pro-Argument gibt es mindestens ein ebenso gutes Contra-Argument.


    Jung sagte: „Der gesunde Mensch quält einen anderen nicht.
    Für gewöhnlich sind es die gequälten, die andere quälen.“ Das bringt noch ganz
    andere Aspekte in die Debatte mit ein.


    Wir könnten uns jetzt gegenseitig Namen, Veröffentlichungen,
    Thesen um die Ohren hauen, den Beweis für eine Grundmoral kannst Du nicht
    antreten; den Beweis, dass es sie nicht gibt, kann ich nicht antreten. Bleibt
    also „glauben“ übrig.


    Ob ich nun zur Rechtfertigung meiner Taten Religion,
    Ideologie, Vernunft oder ähnliches anführe, ist eigentlich auch wurscht, oder?
    Irgendein zu Grunde liegendes Überzeugungssystem ist immer vorhanden.


    Das Dilemma, mit dem wir hier konfrontiert sind, ist, dem
    anderen die gleiche Berechtigung für sein Überzeugungssystem zuzugestehen, wie
    man sie für das eigene in Anspruch nimmt. Und genau das ist mein Punkt, den ich
    zu machen versuchte: ich kann niemandem mein Glaubenssystem überstülpen, weil ich
    letztendlich nicht weiß, welches richtig ist.


    I rest my case!


    P.S.: einen kleinen, bösen Seitenhieb muss ich aber noch
    loswerden: Du schreibst: „Lass andere ihre Sexualität so ausüben, wie sie es
    wollen, das ist Privatsache.“ Sag das mal dem Kinderschänder… (ich weiß, was Du
    meintest. Ich wollte Dich hier nur ganz bewusst falsch verstehen!)

    Einmal editiert, zuletzt von oms (30. Januar 2013 um 17:04)

  • Das war bis jetzt der Beste Beitrag zu dem Thema oms! :daumen:

    Ich Versuche keinem mein "Wertesystem" (ich als Atheist nenne es natürlich nicht Glaubenssystem ;) ) aufzudrücken, schon gar nicht mit Gewalt.
    Ich werbe nur dafür, vielleicht etwas zu nachdrücklich.

    PS: Ich hätte "gesunde Sexualität" schreiben sollen.

  • wir leben nur knapp 2000 Jahre mit Religionen

    das ist mMn so nicht ganz richtig. Auch die alten Ägypter, Griechen und Römer bzw. Chinesen hatten Religionen. "Geglaubt" haben Menschen vermutlich schon, seit sie denken können. Und zwar haben sie alles das "geglaubt", was sie nicht bestimmt wissen können. Und ... ähem ... solche Sachen gibts auch in unserer Zeit noch ...

    Die von Dir angesprochenen "Religionen" sind - auch mMn - eher eine "gesellschaftliche" Angelegenheit. Klar - und darauf bezieht sich der obere Teil meines Beitrags - angefangen hat sowas immer mit "Glaubensfragen". Aber mit dem Wachsen jeder Glaubensgemeinschaft wurden auch immer und überall diese gesellschaftlichen Fragen integriert.

    Ein Beispiel dazu ist die in einigen Glaubensgemeinschaften übliche Beschneidung der Jungen. Wurde vor nicht allzu langer Zeit bei uns heftigst diskutiert ... hat aber mit "Glauben" nix zu tun, sondern war ganz ursprünglich eine hygienische Frage und darum ein gesellschaftliches Problem. Ähnlich ist das "Verbot" von Schweinefleisch im Islam. Das war ursprünglich nur dazu gedacht, die "Feinschmecker" vor Trichinen zu schützen. Ähem ... vom Alkohol will ich hier besser nicht schon wieder anfangen ...

    Heutzutage ist sowas aus unserer "westlichen" Sicht überflüssig. Und trotzdem "funktioniert" eine Gesellschaft, die sich an solche TRADITIONEN - denn nix anderes ist das ! - hält, immer noch ohne weitere Probleme. Und, ganz wichtig : ich habe bisher NUR die gesellschaftlichen Aspekte angesprochen. Von POLITIK ist da noch garnix dabei !

    Die kommt eher dann ins Spiel, wenns um die vom Master angesprochenen "universellen" Menschenrechte geht. Aber ich habe - ganz meine persönliche Ansicht ! - schon den Eindruck, daß in dieser Debatte Menschenrechte und gesellschaftliche Probleme (bzw. Problemchen) willkürlich in einen Topf geworfen werden. Und das zum größten Teil, ohne irgendwelche Belege für gewisse Theorien zu bringen. Guantanamo ? ja klar gibt es. UND IST AUCH SCHEI**E ! beweist aber in dieser Diskussion garnix


    PS in unserer "westlichen" Gesellschaft haben jahrhundertelang Menschen ihr Leben riskiert - und es oft genug dabei verloren ! - damit die von einigen hier so geschmähten "westlichen Werte" Geltung bekommen. Jetzt haben "wir" mal eine gewisse Basis diesbezüglich. Daß nicht alles TOP ist, ist eh unbestritten. Aber soll ich mich deswegen jetzt ins Mittelalter zurückbegeben, nur weil irgendein Prediger das so will ?

  • ...
    PS in unserer "westlichen" Gesellschaft haben jahrhundertelang Menschen ihr Leben riskiert - und es oft genug dabei verloren ! - damit die von einigen hier so geschmähten "westlichen Werte" Geltung bekommen. Jetzt haben "wir" mal eine gewisse Basis diesbezüglich. Daß nicht alles TOP ist, ist eh unbestritten. Aber soll ich mich deswegen jetzt ins Mittelalter zurückbegeben, nur weil irgendein Prediger das so will ?


    Fair enough ;) Ich bezweifle nur ganz vehement, dass "unsere" diesbezügliche Basis einen universellen Alleinvertretungsanspruch hat.
    Oder, noch anders formuliert: so etwas wie eine universell gültige Wahrheit gibt es nicht

  • Ich bezweifle nur ganz vehement, dass "unsere" diesbezügliche Basis einen universellen Alleinvertretungsanspruch hat.
    Oder, noch anders formuliert: so etwas wie eine universell gültige Wahrheit gibt es nicht

    ja. Das finde ich auch 100 % richtig. Der "universelle Alleinvertretungsanspruch" existiert nicht. ABER : sowas muß ausdiskutiert werden ! und dazu brauche ich ein gesellschaftliches/politisches Klima, das so eine Diskussion erlaubt oder sogar verlangt. Und das hast Du auf diesem Planeten nunmal nicht überall. ZB. in gewissen arabischen Staaten gar nicht. Und auch - wie schon angesprochen - auch "bei uns" nicht überall. Geh mal nach Rio in ein Ghetto (Favela ? o.s.ä.) und erzähl da was von ...

    Aber deshalb gebe ich doch meinen Anspruch auf bzw. mein Verlangen nach diesem "politischen Klima" nicht einfach auf !

  • ...ABER : sowas muß ausdiskutiert werden ! und dazu brauche ich ein gesellschaftliches/politisches Klima, das so eine Diskussion erlaubt oder sogar verlangt. ...

    Aber deshalb gebe ich doch meinen Anspruch auf bzw. mein Verlangen nach diesem "politischen Klima" nicht einfach auf !


    Ja, aber das ist doch genau der Punkt. Auch das ist eine Glaubensfrage. Das ist doch genau einer der Werte, die es woanders eben nicht gibt und von denen wir ja eben nur glauben können, dass sie richtig sind. Wir wissen es aber nicht. In unserer Kultur mag das so stimmig sein. Wenn ich aber einen kulturell anders definierten Freiheitsbegriff habe, dann sieht die Situation anders aus.
    Stichwort Saudi-Arabien: Dort dürfen Frauen nicht Autofahren. (Wieviele Deutsche Männer sich das wohl wünschen?) Spass beiseite: dass das nach unserer Vorstellung falsch ist, heißt doch noch lange nicht, dass es nicht eine andere Vorstellungswelt gibt, in der das richtig ist. Wir können das nur annehmen, weil eben unser Referenzpunkt unsere Kultur ist und ebenso ist es halt problematisch, den Leuten zu sagen :hey, ihr liegt hier falsch, wir haben recht. Mit demselben Recht können uns nämlich die entgegenhalten, dass wir doch total wahnsinnig sind, wenn wir unsere Frauen Autofahren lassen.

  • Mit demselben Recht können uns nämlich die entgegenhalten, dass wir doch total wahnsinnig sind, wenn wir unsere Frauen Autofahren lassen.


    Brilliantes Beispiel! :!D


    :duw: :duw: :duw:

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
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  • Auch das ist eine Glaubensfrage.


    von Glaubensfragen verstehe ich nix. Ich gehöre ja schließlich zu den "Ungläubigen"

    Wenn ich aber einen kulturell anders definierten Freiheitsbegriff habe, dann sieht die Situation anders aus.


    mit Sicherheit sogar. Wenn mein kulturell definierter Freiheitsbegriff nämlich darin besteht, mir vom Großmufti sagen zu lassen, was ich denken soll, und ich immerhin die Freiheit habe, das brav abzunicken ... dann ja. Ist ja auch schön bequem ... muß ich nicht soviel denken dabei ... ist eh bloß anstrengend

    ... genau um sowas abzuschaffen, haben Menschen bei uns ihr Leben riskiert. Wie oben schonmal beschrieben. Warum haben die das wohl gemacht ? wo es doch so schön ist und auch noch der eigenen Kultur entspricht (und das war früher ja auch bei uns so !)

    Mal ganz im Ernst : sowas gehört mMn schon zu den vom "Master" angesprochenen "universellen Rechten". Nämlich eine gewisse Entscheidungsfreiheit für sich selber zu behalten (jaja, 100 % schafft von uns vermutlich keiner ! und trotzdem gilt da : je mehr desto besser)

    Und wer das anders sieht, kann - zumindest bei uns - immer noch einer Sekte beitreten. Sogar diese "Freiheit" gibt es hier. Woanders nicht !

  • So dann will ich auch mal.

    Ich finde die Disskusion, dir hier gefürt wird, sehr lobenswert, es ist immer gut sich um andere Gedanken zu machen. Allerdings ist das ja alles nur blanke Theorie. Man kann jetzt darüber Streiten ob eine Grundmoral vorhanden ist, aber da sind wir wieder die der Glaubensfrage da es wissenschaftlich nicht einwandfrei zu klären ist. Ich denke zwar auch das kein Mensch schlecht geboren wird, die Gesellschaft aber ,noch viel ehr die direkte Umwelt, macht uns zu dem was wir ist. Und um hier mal aus eigentliche Thema zurück zu kommen, ob es wirklich sinnvoll ist ,Sportverantalltungen aus menschenrechts verachtenden Ländern fen zu halten, halte ich für fraglich. Wie willst du denn sonst auf Probleme aufmerksam machen? Du musst immerhin beachten das es halt in Deutschland nicht nur Leute aus der oberen Bildungsschicht gibt die alles Hinterfragen und sich Gedanken drum machen, und vor allem die sich bemühen irgendwie an Informationen über die Politik anderer Länder zubekommen. Die Frage ist nur wo mischt man sich ein und wo bleibt man weg? Da sind wir wieder dei einer moralischen und philosophischen Frage. Ich finde man sollte nur dann wirklich eingreifen wenn das Volk schon auf die Barikaden geht und nach Hilfe sucht, dann sollte man meiner Meinung nach Hilfe anbieten. Aber wir können keiner Kultur ,solange das eigene Volk in dem Land es tolleriert und keiner sich dagegen wehrt,denk Krieg erklären,was sollen wir denn da tun? Und einzelene Leute reichen da leider nicht. Wenn einer aufsteht und dagegen kämpft wird er meistens Verlieren es sei denn er hat viele Anhänger. Aber wie es schon hieß wie können wir auf andere Länder mit dem Finger zeigen. Wie ich finde liegt hier in Deutschland auch einiges im Argen und selbst da sind sich viele für zu Schade um für etwas einzustehen. Den meisten Menschen ist es ja soger egal oder sie merken es nicht. Also wie können wir von anderen Ländern ne Revolution verlangen und das wir uns damit befassen, wenn es bei uns kaum wer schaft seinen Kneipenhocker mal nen Abend zu entlassten und auf die Strasse geht um für seine Rechte zu kämpfen, und die (bzw wir) sollen sich dann noch für die Rechte anderer einsätzen? Von der Politik kannst du in der Hinsicht auch nichts erwarten. Was sollen sie denn auch tun? Aufmerksam machen? Weitere meinungsmachende Veranstalltungen und Aktionen planen die uns auf die Misstände hinweisen? Das würd dann ehr wieder nach hetze ausehen und vor alle dem würden viele wieder sagen: " Ja ne ist klar geben wieder Millonen oder Milliarden für irgend welche das Ausland betreffende Prjekte ab und hier im Land ändert sich nichts" und meiner Meinung nach haben sie damit nicht mal unrecht.

    So ich hoffe mich kann irgendwer zumindest in Ansätzen verstehen, da ich weder Hochschul absolvend bin und auch keinen großen überblick über politische Verträge habe (weswegen ich mich dazu nicht äussere).Bin mehr nen kleiner Hobby Philosoph :P
    So und nun geh ich dem nach weswegen ich hier auch angemeldet bin. :dart:
    Einen schönen Tag noch.

    Mfg
    Speerwerfer

    Ps. Wer Rechtschreibfehler oder Probleme mit meiner Interpunktion hat sry xD. Wie gesagt bin keiner der oberen Bildungsschicht.

    P.Ps. Habs doch nochmal überarbeitet war ja so nicht lesbar xD

    Lieblingsspieler:

    1.James Wade
    2.Van Gerwen
    3.Artut

    180: 8 mal
    174: 2 mal
    171: 1 mal

    Einmal editiert, zuletzt von Speerwerfer (30. Januar 2013 um 18:16)


  • Wie sind wir nur die 98000 Jahre ohne Religion ausgekommen? Warum haben wir uns ohne Religion nicht einfach gegenseitig den Schädel eingeschlagen, bis es keine mehr von uns gibt?


    Zu geringe Besiedlungsdichte? Vielleicht etwas zynisch gedacht, aber die Annahme "keine Religion = Friede, Freude, Eierkuchen" greift mir doch etwas zu kurz.

    Dass man auch dezidiert unreligiös bzw. antireligiös im Totalitarismus landen kann, ist gerade auf deutschem Boden bereits eindrucksvoll bewiesen worden, und dagegen helfen auch nicht die besten Absichten. Kleine Anekdote aus der Familiengeschichte - im Büro meines Großvaters bei der Deutschen Reichsbahn in Ostberlin gab's in den 1950ern neben denen, die einfach nur kein Aufsehen erregen wollten, und denjenigen, denen der Sozialismus am A.... vorbeigegangen ist, sich aber der Karriere wegen trotzdem dem Staat angedient haben, unter anderem auch einen total aufrichtigen und überzeugten Kommunisten...der dann irgendwann vor 1961 auch in den Westen rübergemacht hat, weil er wohl einsehen musste, dass zwischen Utopie und praktischer Umsetzung auch im Fall des real existierenden Sozialismus (meiner Meinung nach unvermeidliche) himmelweite Unterschiede bestanden.

  • die Annahme "keine Religion = Friede, Freude, Eierkuchen" greift mir doch etwas zu kurz

    mir auch. Sonst wäre es ja wohl auch etwas zu einfach ...

    die größten Massenmörder des 20. Jahrhunderts kamen aus Deutschland (bzw. Österreich), Rußland (bzw. Georgien) und Kambodscha. Hoffentlich habe ich keinen vergessen. Und : denen kann man ganz sicher einiges vorwerfen. Allen. Aber bestimmt nicht, daß sie besonders religiös gewesen wären.

    Religionen bringen keine Menschen um. Sondern Menschen bringen Menschen um

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