Und um hier mal aus eigentliche Thema zurück zu kommen, ob es wirklich sinnvoll ist ,Sportverantalltungen aus menschenrechts verachtenden Ländern fen zu halten, halte ich für fraglich. Wie willst du denn sonst auf Probleme aufmerksam machen?
Sehe ich aus pragmatischen Gründen auch so. Wann z.B. hat denn Chinas Innenpolitik schon mal so große globale Aufmerksamkeit erhalten wie während der Olympischen Spiele? Sicher dienen solche Veranstaltungen auch (vielleicht sogar primär) der Imagepflege der jeweiligen Regime, aber gleichzeitig öffnen sie doch meist das "Fenster" weiter als geplant - zum einen als Sicht von außen auf das Land, aber zum anderen auch für die einheimische Bevölkerung nach außen. Denn der Grund, warum die Lebenszeit von Diktaturen und ähnlichen Staatsformen meist nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten gemessen werden muss, ist nicht nur der rücksichtslose Einsatz des staatlichen Gewaltmonopols, sondern auch die Tatsache, dass sich große Teile der Bevölkerung (allein schon aus Selbstschutz) mit der Situation abfinden und irgendwann kaum noch etwas anderes erwarten. Da können auch Sportveranstaltungen mit internationaler Außenwirkung zumindest eine kleine Rolle in der Überwindung dieses Zustandes spielen. Meiner Meinung nach wirkt solch eine Politik der kleinen Nadelstiche im Endeffekt stärker als hehre Reden und Unterstützungsdemos auf dem örtlichen Marktplatz. Ist aber natürlich auch deutlich langwieriger, aufwendiger und weniger günstig, was die eigene Gewissensreinheit angeht.
Und um nochmal zynisch zu werden - wenn bestimmte Länder schon ihr Geld unters westliche Volk bringen wollen, dann ist mir die PDC als Adressat doch deutlich lieber als die Rüstungsindustrie.