Beiträge von röschu

    3-Dart-Average, wenn du immer einen 16-Darter spielst: 93.9375

    3-Dart-Average, wenn du immer einen 18-Darter spielst: 83.5

    Durchschnittlich beenden also alle deutschen Tourcardler ihre Legs in der 6. Aufnahme.

    Selbst wenn es die heutige Realität wäre: Realitäten können (und sollten auch manchmal) geändert werden. Sollte das Mindset hinter deinen Ausführungen Schule machen, können wir den Laden auch direkt dicht machen. An Darts interessierte Kinder und Jugendliche dem Alkohol ausliefern, Doping im Radsport legalisieren, Fußballer auf eigene Leistungen wetten lassen. Alles ist vom Menschen machbar und führt zu gewünschten Ergebnissen. Und wenn wir schon dabei sind, lass uns auch gleich den Einsatz von Atomwaffen in den Kriegen dieser Welt billigen oder gar fördern und die Bundeswehr könnten wir eigentlich auch mal nach Luxemburg, Liechtenstein und Andorra schicken, weil hey, rein praktisch könnten wir es ja.

    Sind die letzten Zeilen komplett polemisch, überspitzt und irre? Natürlich sind sie das. Aber sie zeigen: Es gibt schon Gründe, warum man manche Dinge einfach nicht tut, obwohl sie möglich wären und man vielleicht einen Vorteil dadurch hätte. Und genauso sollte es sich mit Alkohol im Darts verhalten. Nicht nur aus Rücksicht für den Gegner, sondern aus dem ureigenen Interesse, seinem Körper nicht zu schaden.

    Was du und andere als vermeintliches Horrorszenario für den Dartsport beschreiben, ist längst Tatsache. Die Realität ist doch, dass seit vielen Jahren so gut wie alle Top-Spieler regelmässig zu Alkohol greifen. Jeder der einigermassen interessiert an Darts ist, weiss das auch. Und dennoch ist Darts heute populärer denn je.

    Ich glaube, die Idee hinter Deiner Haltung nachvollziehen zu können. Sie ist aber nicht zu Ende gedacht, weder medizinisch noch gesellschaftlich, und auch nicht im Sinne des (Dart-)Sports.

    Meine "nicht zu Ende gedachte Idee" ist letztlich nichts anderes, als die heutige Realität im Darts.

    Die Spieler wissen, dass es ihnen medizinisch schadet, saufen aber trotzdem um weiterhin gute Leistungen zeigen zu können (und damit weiterhin grosse Summen einzunehmen). Die Gesellschaft jubelt diesen Stars zu, füllt fleissig die Hallen und säuft dort ebenfalls. Und die PDC als "Hüterin der Sinns für den Sport" hat logischerweise keinerlei Interesse daran, dass ihre Stars auf Alkohol verzichten müssen und dann schlechtere Leistung zeigen.

    Wenn Darts als Präzisionssportart ernst genommen werden will, muss das Thema Alkohol im Profisport endlich weg.

    Ich vertrete da eine andere, vermutlich unpopuläre Meinung. Von den Profis will ich die bestmögliche Leistung sehen. Und Leistungen bzw. Resultate vieler Profis sind nun mal mit Alkohol besser als ohne.

    Auch der Radsport war in den bekannten Doping-Jahren (1990er-, 2000er-Jahre) für mich als Zuschauer sehr viel attraktiver als danach. Seit ein paar Jahren wird wieder attraktiver gefahren (Pogacar, van der Poel, van Aert). Ob dies bedeutet, dass diese Fahrer nun wieder vermehrt dopen, weiss ich nicht und interessiert mich eigentlich auch nicht.

    Ist halt kein gutes Bild, dass die Spieler da abgeben, aber so lange sie sich in den Regeln bewegen... Wem die Karriere wichtiger ist, als seine langfristige Gesundheit, kann das aktuell so machen. Aber hilft das wirklich, oder ist das A Kopfsache und B wird sie evtl nur um das ruhiger, dass sie durch den Entzug unruhig würde?

    Wem seine langfristige Gesundheit wichtig ist, wird niemals Spitzensport betreiben können.

    Der menschliche Körper ist schlicht nicht gemacht für solch hohe Belastungen, die du zwingend in Kauf nehmen musst, wenn du zu den Besten der Welt in welchem Sport auch immer gehören willst.

    Aber, darüber öffentlich sprechen tut natürlich niemand und es wird scheinheilig Friede, Freude, Eierkuchen geheuchelt, egal ob es ein M. Hopp, W.v.Moltke, F. Hempel, R. Marjanovic oder sonst wer ist, wenn es mal wieder angesprochen wird.

    Ich könnte hier Geschichten erzählen, da würden jede Menge Fanboys vom Glauben abfallen, wenn sie

    wüssten wie es um ihre Idole steht.

    Anderen vorwerfen, dass sie scheinheilig sind und nichts erzählen und dann einen Absatz später selbst nichts erzählen, sondern nur irgendwelche Andeutungen machen, ist auch ganz schön schwachsinnig. Erzähl doch einfach mal so ein paar Geschichten, damit wir "Nicht-Insider" einen genaueren Eindruck bekommen können.

    Meine Lieblings-Variante wäre komplett auf das Ausbullen zu verzichten indem festgelegt wird, dass (zumindest bei Majors) jedes Spiel mit mindestens 2 Legs Vorsprung gewonnen werden muss. Klar ist das völlig unrealistisch, da die heilige Kuh der TV-Sender (=absolute Planbarkeit, auf gar keinen Fall Überraschungen...) nicht angetastet werden wird, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen von 29:27-Matchplay-Halbfinals und WM-Spielen mit 11:9 im Entscheidungssatz...

    Irgendwann wird die PDC vielleicht merken, dass es keine gute Idee ist, wenn die wirklich spannende Phase eines Darts-Matches künstlich verkürzt wird.

    Wobei die Kommentatoren ja auch nicht müde werden, 501 zu erklären...

    Genau deshalb sind die englischen Kommentatoren - in meinen Augen - um Welten besser als die deutschen.

    Die englischen Kommentatoren behandeln uns Zuschauer als mündige, verständige Erwachsene, die sich falls nötig Infos auch selbst besorgen können. Die deutschen Kommentatoren hingegen behandeln uns Zuschauer wie Idioten, denen man alles (immer und immer wieder) erklären muss.

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    Das ist übrigens meiner Erfahrung nicht nur bei Darts-Übertragungen so, sondern eine generelle Fehlannahme deutscher Kommentatoren.

    Puh, allmählich platzt mir dann doch die Hutschnur. Zitieren des Beitrags ist diesmal kein direkter Bezug auf dich; da du aber Kritiker Nr. 1 bist....

    Mal zur Ehrrettung der Deutschen:

    In welcher Welt muss man eigentlich leben, auf einer Profitour Ergebnisse und das Erreichen dieser vorauszusetzen? Glaubt man da spielen nur Einäugige mit, die vlt noch mit einem Dart weniger spielen? Prinzipiell kann dort jeder über 100 spielen, frag mal bei Flo oder Max nach...Ebenso wie für die Deutschen war das für fast jeden (!!!!) Starter eine riesen Chance.

    Die einzige Kritik, die man sich gefallen lassen kann, ist die, dass es in der Breite über die Saison keine großen Ergebnisse gab. Und dann muss bei unseren Jungs auch mal ne 110 zum richtigen Zeitpunkt rausrutschen, nur um dann wie ein Mansell danach mit um die 80 rauszugehen. Aber warte? Ist das nicht eigentlich typisch Gaga? Es ist die Pro(!)Tour!

    Meiner Meinung nach machst du es dir etwas gar einfach, wenn du schreibst die deutschen Spieler treten auf der ProTour an und spielen deshalb immer nur gegen starke Gegner, so dass man keine Top-Ergebnisse erwarten soll/darf.

    Es ist doch so, dass auch die deutschen Spieler nicht zufällig auf eben dieser Pro-Tour gelandet sind, d.h. auch die deutschen Spieler sind prinzipiell sehr gute Darter. Dafür sind aber (in der Breite) deren Ergebnisse in dieser Saison recht dünn.

    Das gilt aber auch nur, wenn die Frau halbwegs konkurrenzfähig ist. Wenn man irgendwann Platz 5 oder 6 der Women's Series dabei hat und die Spielerin komplett chancelos untergeht, werden die Kritiker in Richtung "Quotenfrau" wieder laut.

    Bei allen Frauen, die sich über die Women's Series oder das Women's World Matchplay qualifizieren, handelt es sich um Quoten-Frauen. Genauso wie es bei der WM wieder den Quoten-Inder, den Quoten-Afrikaner, usw. usf. geben wird. Wenn man keine Quoten-XY bei der WM haben wollte, dürfte es keine Qualifier mit eingeschränktem Teilnehmerfeld geben.

    Und offenbar findet auch der Beitrag von Ausgecount über den Ausschluss von Transfrauen in Frauenwettbewerben bei der WDF kaum Beachtung. Wobei die WDF übrigens als Ergänzung zu 'Women' 'female by birth' verwendet.

    Die WDF-Frauen haben also endlich einen (eleganten) Weg gefunden über Verbandspolitik starke Konkurrenz aus dem Weg zu räumen?

    Das Problem ist dabei, dass der Mensch gerne in Schubladen denkt. Schubladen, die durch Andersartigkeit definiert werden.

    Hautfarbe, Behinderung, Geschlecht, etc. Es geht einfach nicht anders, man wird nach irgendwelchen Kriterien einsortiert. Deshalb können wir nicht einfach „Frauen“ sagen und alle inkludieren.

    Über Generationen aufgebaute Vorurteile, Rassismus und Geschlechterrollen wird man nicht von heute auf morgen ändern können. Das ist auch eines der Probleme, was ich persönlich bei der Transthematik habe. Man erwartet zu viel. Egal, wie sehr das Thema in den Fokus rückt, wird eine tatsächliche Akzeptanz in der überwiegenden Mehrheit der (westlichen) Bevölkerung erst nach mindestens ein zwei Generationen erfolgen.

    Du meinst wohl eher: Deshalb WOLLEN überwiegende Teile der Gesellschaft nicht einfach "Frauen" (eigentlich noch besser "Menschen"...) sagen und damit alle inkludieren.

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    Am Ende führt der Weg zu Gleichstellung nur über Gleichgültigkeit. Nur wenn es uns allen völlig egal ist, wer oder was die anderen sind, sind wir letztlich allen anderen gegenüber gleich. In einer Zeit, wo alle immer und überall meinen sich selbst profilieren und als "speziell" darstellen zu müssen, wird dies aber leider nie funktionieren.

    Meiner Ansicht nach ist deine Vorstellung von "Frau" eben falsch. Es gibt eben Transfrauen, Cisfrauen, vielleicht auch noch andere Frauen. Sie sind nicht alle gleich, aber sie sind eben alle "Frau". Wer will sich anmaßen, das in Zweifel zu ziehen?

    Durch die Betonung von cis-, trans- oder was auch immer-Frauen werden doch aber (vermeintliche oder tatsächliche) Unterschiede erst recht betont. Weshalb können wir nicht einfach sagen: "Frauen" und damit alle inkludieren?

    "...or reject their invitations, no further places shall be offered. The place in the 2025/26 World Championship will then be added to the Tour Card Holder Qualifier.

    Heisst konkret: Falls Ashton die WM nicht spielt, "vernichtet" sie einen der extra für Frauen reservierten Startplatz.

    Da bezweifle ich stark, dass das von der PDC wirklich so gewollt war. Spiele mit Frauenbeteiligung lassen sich doch viel besser vermarkten, als wenn statt 84 nun 85 (oder so ähnlich) Tourcard-Holder dabei sind.

    Ich tippe eher darauf, dass da einmal mehr ein Regelwerk eingeführt wurde, dessen reale Auswirkungen nicht zu Ende gedacht sind.