Ich hoffe dass ich in diesem Topic richtig bin. Ich bin Anfänger und "Zuhause" Hobbyspieler.
Ich möchte an meiner Wurftechnik arbeiten, komme aber nicht weiter.
Ich kann nur soviel dazu sagen, dass es für jeden Spieler schwierig ist an seinem Wurfstil zu arbeiten, wenn er nicht über die grundlegenden Zusammenhänge und Erfahrung verfügt. Es ist nicht zielführend ständig etwas zu ändern. Wie soll sonst die Bewegung automatisiert werden? Das ist ja das Ziel eines Techniktrainings.
Wenn man dann unbedingt etwas ändern will, weil man den Wurf vereinfachen möchte, muss man natürlich einen Plan davon haben, wie man das macht. Das Ziel muss klar sein. Aber solche Sachen wie, die Darts gerade in das Board zu werfen, damit sie nicht mehr nach unten hängen, sind keine Aufgabenstellung wert.
Dafür sind Zubehöre, wie kürzere Schäfte oder andere Flights gedacht. Oder es ist einfach der falsche Dart.
Auf der anderen Seite ist es auch nicht förderlich nach der perfekten Wurftechnik zu suchen, die einem den 100 Schnitt beschert. Das ist ein weitverbreitetes Phänomen. Die Suche nach der Supertechnik. Oft werde ich gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, anhand einer kleinen Umstellung, diese Supertechnik zu finden.
So etwas gibt es nicht!
Es ist nicht die Suche nach dem einen, speziellen Wurf, sondern die Anwendung variabler Wurfaufgaben, um dem Gehirn möglichst viele Lösungsoptionen anzubieten.
Der Großteil geht aber nach folgendem Prinzip vor: Sie Werfen, es folgt ein perfekter Treffer, "Was habe ich gemacht, dass muss ich so weiter machen"...dann kommt ein Fehlwurf und daraus folgt dann, "Mist, da muss ich was an meiner Technik ändern". Das hat natürlich nichts mit Training und vor allem nicht mit Techniktraining zu tun.
Letztendlich ist das Wurftechniktraining die zielgerichtete Arbeit an seinem Wurf, die in Abhängigkeit seiner bisherigen Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen. Das kann man nicht unberücksichtigt lassen. Daher wird man auch keine Wurftechnikempfehlung im Internet abgeben können, ohne den Wurf gesehen zu haben. Und auch da wird es ohne Erfahrung schwierig.
Das Ziel eines Trainings ist die variable Verfügbarkeit der Technik unter allen Bedingungen. (Man sagt auch - Automatisieren, Stabilisieren der Feinkoordination und andere Begriffe)
Wenn man im Gegensatz zu dem allseits erwähnten "Einschleiftraining" ein Training auf variabler Basis ausführt (Schlagworte sind da differentielles Training), gelingt einem da langfristig, gerade als allein trainierender, mehr Erfolg. Erstens macht das eine Menge Spaß und wenn du gelernt hast, dass du aus allen Winkeln und auch auf unebenen Unterlagen, dein Ziel triffst, wird dir das ein starkes Selbstvertrauen geben.
Denn zu keinem Zeitpunkt wirst du deine Wurftechnik hinterfragen und akzeptieren, dass es vielleicht eine andere Baustelle ist. (Mental, Tagesform, etc.)