Für mich ist bei der Analyse die Bewegung des Körpers das entscheidende - und das erkennt man doch dann ausreichend wenn egal bei welchem Setup mit etwas Licht auf den Körper nachgeholfen wird.
Mal generell zur Sache der Wurfanalyse
Es gibt eine weitaus höhere Hürde, als die Technik zu überwinden. Für eine Analyse benötigt man nicht nur eine gute Kamera- oder Lichttechnik.
Ohne Erfahrungen in Bereich der Wurfanalyse ist das alles für die Katz.
Dann kommt noch hinzu, welche Maßnahmen leitest du aus deinen Aufnahmen ab? Wie gehst du mit dem Gesehenen um. Oft wird dich das Gesehene mehr verwirren und du machst du noch mehr Gedanken um Gelenkstellungswinkel oder Bewegungen, als es für ein Training sinnvoll ist.
Was ich aus meiner Erfahrung mit Wurfanalysen und Training als positiven Trainingseffekt sehe, sind zeitverzögerte Aufnahmen.
Also über Kinovea den Wurf einlesen und dann 8-10 Sekunden später abzuspielen. Live und direkte Rückmeldung zu dem was du gerade gefühlt hast.
Da benötigt man keine Superzeitlupe und ein starkes Lichtsetup. Da reicht eine einfache Webcam völlig aus. Das ist eine hervorragende Maßnahme und das wesentliche zu trainieren...sein Wurfgefühl.
Wenn ich mir eine Superzeitlupe von meinem Wurf anschaue, dann sehe ich, geübtes Auge und Erfahrung vorausgesetzt, was gut und weniger gut läuft. Aber wie gehe ich damit im Training um? Ich mache seit 2009 Wurfaufnahmen und habe zuerst mit Selbstversuchen angefangen. Ich schätze hunderte von Stunden habe ich mich und ein paar andere Spieler aufgenommen und versucht daraus etwas für mein Training abzuleiten.
Bei mir hat es Jahre gedauert, um aus den Videos die richtigen Schlüsse zu ziehen und dahingehend ein vernünftiges Training zu planen.
Mit der oben genannten Methode ist es aber sehr schnell möglich den Bewegungsablauf auf grobe Schnitzer zu überprüfen und dann im direkten Versuch ein Gefühl für die Anpassung zu "erleben".