Pausen sind generell eine gute Methode, um mentaler Belastung und Überbelastung entgegenzuwirken.
Allerdings würde ich eher empfehlen, darüber nachzudenken, wie man mental aufgestellt ist. Damit meine ich nicht, dass jemand generell mental schwach ist, sondern es geht um einfache Fragen wie: Warum spiele ich überhaupt? Allein durch diese Frage kann man viel erkennen, wenn man es zulässt tiefer in sich hineinzublicken.
Für viele Spieler ist die Motivation zu spielen eine Lösung für Probleme im Berufs- oder Privatleben, und sie erhoffen sich durch Siege und gute Leistungen Anerkennung. Dies ist gar nicht so selten der Fall. Natürlich kann dies zu übermäßigem Druck und viel Stress führen. Weiterhin sollte man sich fragen, ob man eventuell zu viel von sich selbst erwartet und ob man zu wenig Akzeptanz für schlechte Leistungen aufbringt.
Auch die Form des ständigen Trainings, um besser zu werden, ohne sich Pausen zu gönnen, führt dazu, dass man immer wieder am Rande seines Leistungsmaximums agieren muss – oft täglich. Des Weiteren ist da noch das ständige Ändern der Wurftechnik, in der Hoffnung dadurch besser zu werden, oder das geringe Verständnis dafür, dass Leistungen nicht ständig auf einem hohen Niveau abrufbar sind, Teil des Problems.
Die Erkenntnis, dass Leistungseinbrüche zum Sportlerleben dazugehören und man nicht sofort seine Technik ändern sollte, wird von wenigen Spielern berücksichtigt.
Insgesamt kann man sagen, dass auch das Training in seiner Monotonie und das ständige Streben nach Leistung, persönlichen Bestleistungen und anderen Erfolgen zu Dauerstress führen kann. Wir befinden uns also ständig in einem Zustand des Übertrainings. Das sind alles wichtige Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, bevor man beginnt, Maßnahmen wie sechs Monate Pause oder einen Wechsel der Wurftechnik einzuführen.
Es gibt noch unzählige Gründe, warum man Probleme mit seinem Wurf hat.
Man kann sehr viel verändern, muss dazu aber in sich hineinhorchen. Die ersten Schritte aus meiner Sicht, wären die Stellschrauben "Erwartung⬇️" , "Akzeptanz⬆️" und Neuausrichtung der Motivation warum man Darts spielt, weg vom Leistungsgedanken.