Beiträge von offy

    Die Q-School war das erste Event, das ich dauerhaft auf DCTV Live verfolgt habe. Ich habe mich gedanklich irgendwie so daran gewöhnt, dass ein 90+ Average etwas Besonderes ist. Jetzt merkt man aber halt auch mal wieder, warum die Weltspitze die Weltspitze ist und was da noch für ein weiter Weg ist. Bei aller Euphorie über die neuen Tour-Card-Holder und das deutsche Potenzial - Junge, Junge, der Weg ist steinig. Und das unterstreicht nochmal die Leistung von Max und Gaga in den letzten Jahren!

    Ich liebe Statistik/Stochastik und habe mich auch diesem Thema gewidmet, als ich den Versuch unternommen habe, einen Bot zu programmieren, der realistische Wurfbilder erzeugt (je nach Skills). Tatsächlich habe ich mir aber auch schon Gedanken zu genau dieser "Random" Wahrscheinlichkeit gemacht.

    Das große Manko, das ich bei dem gezeigten Modell sehe, ist die Grundbedingung, dass jeder cm² auf dem Board bei einem Random-Spieler die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzt getroffen zu werden. Geht man z.B. davon aus, dass die T20 einen Flächenanteil von 0,285 % der Gesamt-Trefferfläche des Boards hat, dann heißt das, dass ein Random-Darter im Schnitt mit jedem 350. Wurf dieses Feld (versehentlich) trifft. Was das Modell allerdings nicht unbedingt praxistauglich macht ist folgende Aussage:

    Ausgehend von dieser Logik ist es das Ziel des Random-Darter, das Dartboard überhaupt zu treffen. In einer ersten Annahme gehen wir davon aus, dass ihm dies auch stets gelingt.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler scort, liegt bei 100 %, die Wahrscheinlichkeit das Board zu verfehlen bei 0 %. In statistischen Begriffen gesprochen: die Verteilung der Wahrscheinlichkeit ist keine "Gleichverteilung", schon gar nicht mit festen Grenzen. Nicht einmal nährungsweise.

    In Wirklichkeit reden wir (annähernd) von einer Gauß-Normalverteilung. Der Spieler visiert ein Ziel an und - egal wie schlecht er ist - die höchste Wahrscheinlichkeit für ihn ist damit immer das Ziel selbst. Je größer die Abweichung des tatsächlichen Darts zum anivisierten Ziel, desto unwahrscheinlicher. Heiß: ziele ich auf die T11, dann ist ein versehntlicher Bulls-Eye-Treffer wesentlich wahrscheinlicher als ein versehentlicher D15 Treffer. Spielstärke bedeutet, dass ich die mittlere Abweichung (Standardabweichung) dieser Verteilung immer stärker verringere, so dass Ausreißer immer unwahrscheinlicher werden. Dabei habe ich einerseits eine Standardabweichung vertikal und andererseits eine für horizontal. Bzw. eigentlich sogar in Polarkoordinaten gedacht: eine Abweichung im Azimut und eine in der radialen Distanz zum Bull.

    Gute Spieler haben sogar eine schiefe Wahrscheinlichkeitsverteilung. Ein Stacker wie Phil Taylor zielt zwar auf T20, aber wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit darunter treffen als darüber. Spieler wie Gary Anderson werden eher wahrscheinlich über T20 treffen als darunter (links-schief vs. rechts-schiefe Verteilung). Noch deutlicher wird das beim Anvisieren der Doppel, wo man im Zweifel lieber außerhalb als innerhalb trifft und dementsprechend auch sich eine solche Wurfverteilung aneignet.

    Ein echtes Random-Darter-Modell kann es also nicht geben. Ich könnte natürlich einfach festsetzen, dass der räumliche Erwartungswert (Peak der Kurve) im Bulls-Eye liegt und dann eine experimentellen Standardabweichung in x- und y-Richtung angeben. Das würde es mir ermöglichen auch No Scores als Zufallswert zu generieren. Allerdings müsste man diese Standardabweichungen irgendwie festlegen. Man könnte Anfänger aufs Bulls Eye zimmern lassen und einen mittleren Wert ermitteln, aber 100 % "random" wäre es dann nicht mehr.

    Ich hätte große Lust mich mit Statistik-Fans über das Thema zu unterhalten :)

    Also ich fand seine Leistung bei der Q-School überraschend souverän und auch sein Auftreten ungewohnt ruhig und demütig. Ich bin gespannt, ob das ein Strohfeuer ist, oder ob der Rücktritt etwas in ihm bewirkt hat. Es soll ja auch Beziehungen geben, die durch eine zeitweise Trennung dauerhaft geretettet wurden...

    Es zahlt sich aus meiner Sicht aus, dass man letztes Jahr so flexibel auf das Geschehen reagiert hat und über Improvisation den Betrieb aufrecht erhalten hat. Die Erfahrungen mit der Premier League im Turnierformat (als Block) waren insgesamt wohl gut und lieber habe ich diesen Block zu Beginn und kann dann ggf. nach der Judgement Night vor Publikum austragen als andersrum. Wenn man zuerst hofft und dann alles nach hinten schiebt, wird es eng. Dieses Jahr wird es andersrum gemacht und so verschafft sich von vornherein einen Puffer. Stellt euch vor die PDC kann ein paar Wochen vor einem Turnier bekanntgeben, dass nun doch Zuschauer zugelassen sind (wäre das möglich?), dann hätten sie alle Euphorie auf ihrer Seite.

    Ich habe gerade auf Twitter gelesen das Wayne Jones Krankheitsbedingt nicht teilnehmen kann, das hat sein Management gepostet, für ihn rückt wohl Gino Vos nach.

    Gut möglich, dass noch mehr Leute absagen. Bei so einem großen Teilnehmerfeld und der derzeitigen Situation ist mit allem zu rechnen. Richtig blöd steht immer der Eine da, der als erster NICHT-Nachrücker leer ausgeht. That's life. Auf/für Gino Vos freu ich mich!

    Ganz gut aussehen und paar starke spiele im Jahr reichen halt nicht ....

    Unnötiger Kommentar.

    Unfassbar sympathisches Interview übrigens!

    Fand ich auch. Der wirkt so aufgeräumt und routiniert, als wäre das alles einfach nach Plan gelaufen. Jetzt sind wir natürlich alle gespannt, was auf der Pro Tour passiert und wer seine Leistung jeweils bestätigen oder sogar ausbauen kann. Das entlastet auch Gaga und Max, wenn sie statt der einzigen Hoffnung eher eine Speerspitze bilden (bildlich gesprochen).

    Es ist eben Betrug und bei der PDC wird das auch ziemlich heftig geahndet wie man bei dem Wettbetrug gesehen hat. Und ich denke allein der Gedanke für 4 Jahre gesperrt zu sein wird die Leute motivieren normal und gut zu spielen.

    Klar ist es das. Ich finde es auch nicht richtig, sehe aber auch in vielen Bereichen die gelebte Praxis und deswegen frag ich mich halt, wie das so gelebt wird. Den Nachweis stelle ich mir schwierig vor.

    WeirdFish: Möchte man meinen, aber ich sag nur "Stallorder in der Formel 1"

    Gibt es eigentlich sowas wie einen "Ethos" unter Dartsspielern, dass du nicht absichtlich verlierst um jemandem die Chancen einzuräumen, die du nicht mehr brauchst?

    Also z.B. wenn Schindler im Viertelfinale auf Unterbuchner trifft und sich denkt "ich bin ohnehin schon durch", oder sogar ein Buddy aus dem Verein oder jemand, mit dem man potenziell für die Tour eine Fahrgemeinschaft bilden könnte. Denkt ihr, da würde auch mal der ein oder andere Pfeil "versehentlich" am Doppel vorbeisausen, oder ist das ein absolutes NoGo?

    Man muss zwar den heutigen Tag noch abwarten, aber ...

    Ein Deutscher auf Platz 1

    Ein Österreicher auf Platz 2

    Ein Russe auf Platz 3

    Barney auf Platz 4

    Ein Grieche auf Platz 5

    Ganz ehrlich, das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Klar, dahinter kommen nochmal drei Niederländer, aber sie sind halt nicht ganz vorne dabei.

    Eishockey-Torwart ;)

    Ne, dazu fehlt ihm das Mindset 8o

    Hempel mit dem besten Tages-Average unter den besten 8, insofern absolut korrekt, dass er gewonnen hat. Setzen wir jetzt im Zweifelsfall auf ihn oder auf The Cube für den Tagessieg? Hempel hat mehr Punkte bislang, richtig?

    Erstellen ein paar kluge Köpfe und fleißige Statistiker hier eigentlich eine Art Protokoll, wer morgen wieviel Punkte bräuchte? Also, dass man quasi genau die entscheidenden Personen beobachten kann?

    Was müsste z.B. noch passieren, dass für Martin die 8 Punkte nicht mehr reichen? Wie weit muss Barney kommen für eine TC usw.