Wattimena wäre so ein Bühnentitel auch irgendwie mal gegönnt. Wirkt wie ein komischer Kauz, aber der Kerl ist einfach mit Leib und Seele dabei.
Das gilt aus meiner Sicht generell für viele Niederländer, wie bspw. auch Doets, Noppert, GvV oder auch DvD, die allesamt über das letzte Jahr jeweils mind. schon ein ET-Finale verloren haben, aber aus meiner Sicht einfach mental den letzten finalen Schritt dann einfach nicht gehen können, da bleibt Nijman echt weiterhin der einzige nach MvG und RvB, der da bei dieser Serie an Turnieren aus niederländischer Sicht erfolgreich gewesen ist.
Meine Hoffnung heute Abend galt ganz klar Bialecki, dem leider diese entscheidenden 2-3 Legs mit den teils hauchknapp verpassten Doppeln leider zum Verhängnis wurden, sonst wäre das vermutlich eine ähnliche Story aus der Quali heraus gewesen wie diese zuletzt von Niko aus dem vergangenen Jahr in Budapest, was ich nur zu gerne gesehen hätte, denn im Finale hätte ich auch ihn gegen Wattimena vorne gesehen, so cool und abgeklärt wie es Sebastian sonst auch über das ganze Wochenende gespielt hat.
Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, da ich glaube, dass hier Ratajski eine nicht gerade kleine Fanbase hat, hätte ich mich für jeden der anderen 3 Halbfinalisten deutlich mehr freuen können, aber die ET schreibt da in diesem Jahr ihre ganz eigenen Gesetze, denn zur Wahrheit gehört auch, dass auch hier wieder 3 seiner Gegner zum Titel mit unter 90 unterwegs waren und einzig sein Landsmann Bialecki da ein gutes Spiel gegen ihn machen konnte, während auch Max da gestern doch einiges liegen lies. Und aus meiner Sicht häuft sich das jetzt nach 2/3 der gespielten Turniere in diesem Jahr enorm, egal ob es zu dem Titel von Woodhouse oder auch jetzt Ratajski bzw. einem Finaleinzug von Joyce geführt hat. Das Niveau ist gerade für die jeweiligen Finalsessions echt sehr überschaubar, wo man dann schon auch merkt, dass die einen oder anderen Spitzenspieler fehlen.