Ich könnte natürlich einfach festsetzen, dass der räumliche Erwartungswert (Peak der Kurve) im Bulls-Eye liegt und dann eine experimentellen Standardabweichung in x- und y-Richtung angeben. Das würde es mir ermöglichen auch No Scores als Zufallswert zu generieren. Allerdings müsste man diese Standardabweichungen irgendwie festlegen.
Genau das hatte ich für mein Modell gemacht, mit dem ich vor ~2 Jahren die WM-Simulation gefüttert hatte. Die Posts im Forum gibts aber nicht mehr. Die Datenquelle waren Statistiken von Ochepedia auf Twitter. Vorab: Ich bin kein Statistiker.
Einerseits hatte er eine Statistik der WM zu jedem geworfenen Dart: anvisiertes und tatsächlich getroffenes Segment. Daraus konnte man für einen "Average-WM-Darter" Mittelwert und Standardabweichung in x- und y-Richtung mit einer Monte-Carlo-Simulation ermitteln (da war IIRC ein leichter Bias für den Mittelwert nach links/oben auf T20). Mit den Verhältnissen habe ich dann in einer weiteren Monte-Carlo-Simulation die Werte für bestimmte Zielaverages interpoliert und Spielern dann entsprechend ihres Averages (gewichtet aus Lang- und Kurzzeit) jeweils eine Standardabweichung in x/y-Richtung zugewiesen.
Noch besser war eine Statistik von Ochepedia zu einzelnen PDC-Spielern mit den Werten auf T20 und T19. Damit konnte man das Verhältnis aus x- und y-Präzision für jeden Spieler selbst aufstellen und sogar Präzisionsboni auf den 2. und 3. Dart ermitteln (sehr wichtig, da mit einfacher x/y-Normalverteilung z.B. die 180er-Quote viel zu niedrig ist. Es gibt eine klare Tendenz zu höherer Präzision beim "Hinterherwerfen", wenn der erste Dart im Ziel landet).
Die Werte für so ein einfaches Modell dürfte man auch gut mit den "Dartconnect-Daten" (nur Scoreaufnahmen) ermitteln können, da die Masse vorhanden ist. Die Daten von denen sind im Vergleich zu Betradar/live.dartsdata.com "rechtlich einfacher" zu scrapen (imo, bin kein Anwalt).