Beiträge von hfgon

    Ich verstehe den Sinn dahinter nicht die Ergebnisse nicht zu Veröffentlichen

    Der Gedanke dahinter ist recht offensichtlich. Man will Absprachen oder etwaigen Spannungsabfall verringern, falls Spieler bestimmte Ergebnisse benötigen um die Gruppenphase zu überstehen. Letztlich ist es aber nicht so wahnsinnig kompliziert dem Geschehen am eigenen Board zu folgen und sich auszurechnen was man noch benötigt. Vor allem wenn man gleichzeitig Gelder auslobt um den Spielern "beizubringen", dass jedes Leg und jede Aufnahme zählt, dann sollte man den Spielern genau das auch zutrauen, ohne noch zusätzliche Schritte unternehmen zu müssen. Um dem Event zu folgen auf jeden Fall eher hinderlich.

    9:1, "nur" ein 98er Average aber fühlt sich wie ein perfektes Match von Bunting an. Interessanterweise noch komplett ohne 180. Aber Aspinall kommt beim Scoring einfach nicht hinterher und kriegt er doch mal die Chance, nutzt er sie nicht und Bunting ist sofort zur Stelle.

    Kleiner Überblick aus deutscher Sicht:

    Paradarts Singles Wheelchair: Thorsten Nesse im Achtelfinale ausgeschieden

    Paradarts Singles Standing: Heiko Bohnhorst verlor erst im Finale

    Paradarts Pairs: Tobias Nebel und Hagen Stelter erreichten das Halbfinale

    Girls: Kira Mertens erreichte das Finale

    Boys Under 18: Leopold Averbeck erreichte das Halbfinale, schlug zuvor Hofkens im Achtelfinale.

    Boys Under 14: Robin Gantenbrink scheitert in den Top 32, zugleich sein erstes Match

    Womens Pairs: Ann-Kathrin Wigmann und Ina Rademacher erreichten das Halbfinale

    Womens Singles: Siek, Rademacher, Wigmann, Riemann, Dambek und Armstrong allesamt in T64 raus

    Mens Pairs: Dominik Diemer und Patrick Ehlert in T64 raus

    Mens Singles: Sascha Stuhlemmer schlägt soeben Christian Kist und steht im Halbfinale gegen Plaisier. Die restlichen Deutschen bereits lange ausgeschieden.

    Die Gründe warum der Royal Rumble im Wrestling funktioniert lassen sich halt leider nicht auf den Dartsport übertragen. Im Wrestling lebt der Bewerb davon, dass die Topkämpfer ausgepowert sind und dann gegen Außenseiter verlieren, oder sich Außenseiter zu einem Team zusammenschließen oder halt ein Topkämpfer glorreich einen Gegner nach dem anderen aus dem Weg räumt.

    Im Dart wäre das meines Erachtens lediglich ein völlig unnötiges Turnier. Im Dart kann eh schon jeder jeden schlagen, da benötigt es keines ausgepowerten Favoriten und auch als Team gegen einen Einzelkämpfer ist da eher weniger sinnig. Von demher würde man sich den Quatsch dann 3 Stunden lang angucken, die Spieler verabschieden sich nach und nach und bei den letzten Runden kommt dann irgendwer daher, der einfach nur Glück bei der Losung hatte und dann 1-3 Spiele am Stück gewinnt. Toll... Sehe da absolut null Reiz drin, aus meiner Sicht wäre es einfach nur albern. Der sportliche Wert ist da doch gleich null.

    Wenn dann wäre ich eher beim Shootout vom Snooker. Ein Turnier mit allen Tourcardholdern, jedes Spiel auf der Hauptbühne, ein Leg zum Weiterkommen, inklusive Ausbullen auf der Bühne. Alle fünf Minuten fliegt wer oder kommt weiter, durchgehende Spannung und gleiche Chancen für alle. Der sportliche Wert wäre aber natürlich ebenso fragwürdig wie im Snooker, wo das Turnier als normales Ranglistenturnier gilt.

    Schöner Turniersieg von Bellmont. Nach 4 Turnieren hat man damit direkt drei Frontrunner in Danny Jansen, Darryl Pilgrim und Stefan Bellmont, denen man einen Platz ganz vorne zutrauen kann. Den dahinter platzierten Lukasiak, Burnett, Grbavac, Szekely und Rötzsch traue ich es dann nicht so ganz zu. Umso wertvoller der Vorsprung der Top 3. Kann sich aber natürlich noch alles schnell verschieben.

    Letztes Jahr brauchte es circa 10.000 Preisgeld um sich Rang 2, Tourcard und WM-Startplatz zu sichern. Da haben die Top 3 nun schon circa ein Drittel von eingespielt.

    Aber bei den Meldelisten ist er nicht aufgeführt

    Stand zwei Posts über deinem ersten Beitrag. Auch mit Pass muss man sich für die einzelnen Turniere noch anmelden, da ggf. ja auch der ein oder andere trotz Pass nicht alle Turniere spielen kann. Für diese Meldung hat er noch zehn Tage Zeit, während die Meldung erst seit heute möglich ist und der Niko gerade noch bei einem Challenge Tour Event antritt.

    Ich finde es faszinierend, wie hoch manche die Latte bei Hofkens jetzt schon legen. Er hat Talent, er hat den WDF Europe Cup Youth gewonnen, aber die Challenge Tour ist doch noch mal was ganz anderes. Ich erinnere mich an Nico Schlund, dem vor Jahren dasselbe gelungen ist und von dem wir danach auch nicht mehr so viel gesehen haben.

    Hofkens ist da doch noch eine andere Hausnummer als es Schlund gewesen ist. Hofkens hat in 2023 durchgängig bei seinen Turnierteilnahmen dominiert und konstant Averages im mittleren 80er Bereich angeboten, Challenge Tour ist damit natürlich die obere Grenze, aber bei der Development Tour würde ich ihm schon einiges zutrauen. Denke, die PDC Europe Next Gen wird uns schon einen guten Eindruck hinsichtlich seines Leistungsvermögens geben. Gehe davon aus, dass er da auf sich aufmerksam macht und sich auch relativ problemlos für die Super League qualifiziert.

    Aber klar, in dem Alter kann es immer ganz schnell gehen und man sollte Hofkens jetzt nicht mit Erwartungen überfrachten.

    Was ein bescheidenes Turnier 3 bisher aus deutscher Sicht. Jetzt auch Hopp im Decider raus. Spielt wieder um die 90.

    Aber damit kann man halt auch direkt raus gehen

    Letztendlich haben wir mittlerweile halt auch 9 Tourcardholder. Dahinter wird es dann so langsam auf Challenge Tour Ebene dünn. Hopp, Rötzsch, Horvat, Springer, Grüllich, Merk und Toonders können da mithalten, stechen da jetzt aber nicht sonderlich hervor. Dahinter wird es dann ganz dünn wenn Hofkens, Maendl-Lawrance, Unterbuchner und Oliver Müller nicht spielen. Letztes Jahr waren mit Horvat und Wenig nur zwei deutsche Spieler in den Top 50 der Challenge Tour Rangliste. Einer der beiden ist jetzt nicht mehr dabei.

    Sehe uns da eher auf Development Tour Ebene noch gut aufgestellt und bin da hoffnungsvoll, dass wir ein paar gute Resultate erzielen können.

    Die große Frage bei Littler ist doch eh welche Upside er noch in seinem Spiel besitzt. Normalerweise sind Leistungen solcher Youngster ja auch deshalb hervorstechend, weil man annimmt, dass diese in Zukunft noch in vielen Bereichen zulegen können.

    Als Beispiel fällt mir da gerade spontan Paul Krohne ein. Der spielt noch nicht wahnsinnig lange auf Turnierniveau, trainiert nicht übermäßig viel und steht jetzt mit einer Tourcard da. Wenn man ihn hier im Shortleg-Podcast gehört hat, war eine der Aussagen, dass er sein Trainingspensum steigern wird. Da kann man dann entsprechend Hoffnung haben, dass er auch sein Spiel noch steigern wird. Bei anderen Spielern raubt die Schule, Studium, Beruf oder was auch immer mögliche Trainingszeit, die sie beim Umstieg aufs Vollprofidasein ablegen könnten.

    Bei Littler könnte man da noch die Schule erwähnen, die hat er nun aber auch bereits seit einiger Zeit abgeschlossen. Auch wenn der Junge erst 16 Jahre alt ist, so trainiert der bereits seit langer Zeit regelmäßig und auf hohem Niveau. Zudem scheint es auch nicht, dass er Anpassungszeit auf der Bühne benötigt, wie es bspw. bei einem Martin Schindler gewesen ist. Insofern sehe ich nicht zwingend, dass Littler künftig besser wird, nur weil er älter wird. Bei ihm geht das schon seit langer Zeit in eine recht professionelle Richtung, weshalb sich allein aus dem Alter nicht zwingend das große Steigerungspotential ablesen lässt. Man könnte sogar im Gegenteil die Frage aufwerfen, ob nicht Reisestrapazen, Geld und damit verbundene Möglichkeiten, Freundin, irgendwann Familie etc. seine dem Dart zur Verfügung stehende Zeit tendenziell eher verringern könnten.

    Letztlich aber braucht Littler natürlich auch nicht mehr die große Upside. Das Niveau was er jetzt über den letzten Monat präsentiert hat, das ist Weltklasse. Es ist aber noch kein absolut dominierendes Niveau, mit dem er in jedes Turnier als absoluter Topfavorit geht. Insofern muss man mal abwarten wie es sich weiterentwickelt. Rückschläge sportlicher Natur, gesundheitlicher Natur, privater Natur, ein Wachstumsschub oder oder... Um einen Sport zu dominieren müssen so viele Dinge passen. Zumal ein Dominator auch oft dazu führt, dass die Konkurrenz "gekitzelt" wird und mehr investiert. Zudem gibt es genügend andere Youngster, die derzeit nachrücken und es werden auch die kommenden Jahre weitere Spieler nachkommen. Ein Gian Van Veen bspw. hat letztes Jahr die Development Tour gewonnen, vor Luke Litter wohlbemerkt.

    Falls sich jemand wundert, wo eigentlich Fallon Sherrock ist: Sie spielt dieses Wochenende bei den Winmau Las Vegas Open und hat dort zum Auftakt das Cricket-Turnier gewonnen. Finde ich bei ihr schon leicht überraschend, dass sie ein Turnier der WDF einem PDC-Turnier vorzieht.

    Sind wir ehrlich, spielerisch ist der Littler allen welten überlegen. Der schlachtet die Gegner teilweise nur so ab, es gibt kein Wettbewerb mehr jetzt. Leider muss man wohl sagen, ist Littler mittlerweile der neue Phil Taylor. Wirkt genau so selbtverliebt aber eben auch so unschlagbar. Wer es mit anderen Dartspielern hat und auf Titel guckt, brauch künftig kaum mehr Dart gucken, der wird die nächsten Jahre doch alles auffressen und die Titel einhopsen als gäbe es kein morgen mehr. Ich sehe niemanden der auch nur die nächsten Jahre ihm nur anatzweise was anhaben kann. Für Fans für ihn toll aber für den Darts selber, ist ein ewig unschlagbarer natürlich der absolute Tod, außer man guckt nur wegen ihm. Für Darts sollte es, was competition angeht die nächsten paar Jahre gewesen sein.

    Habe ich die letzten Wochen in einem Paralleluniversum verbracht? In meinem Universum hat dieser unschlagbare Littler gerade erst im WM-Finale deutlich verloren. Wenn es derzeit einen Dominator gibt, dann heißt der zwar Luke, aber Humphries.

    Ist jetzt auch nicht so, dass die 95er Averages aus Halbfinale und Finale dieses World Series Events eine unüberwindbare Hürde für die meisten Spieler auf der Tour darstellen würde.

    Und mal ehrlich, MVG hat diesen Sport über die letzten 10 Jahre dominiert. Finde jetzt nicht, dass es dem Sport so sehr geschadet hat. Im Gegenteil, der Sport braucht solche Gesichter. Aber um beim Beispiel MVG zu bleiben: Der hat letztlich "nur" drei WM-Titel geholt, trotz brutaler Dominanz. Insofern sehe ich jetzt nicht, dass bald der Sieger etlicher Turniere im Vorfeld feststünde. Die Zeiten der Taylor-Dominanz sind vorbei, weil die Spitze breiter geworden ist.

    Ein zweiter Ticker-Thread wäre vermutlich eine elegante Lösung, der Vorschlag kam hier schon gelegentlich

    Würde ich tatsächlich sehr unterstützen, wenn die Threads zu den Turnieren hauptsächlich für Infos, Einschätzungen etc. genutzt würden und es einen generellen Ticker-Thread gäbe, in dem man zu aktuellen Spielen und Turnieren "tickern" kann... Kenne das aus einigen Fußballforen, wo es ganz gut funktioniert.