Beiträge von hfgon

    Eigentlich müsste man dann die European Tour Event Preisgelder aus der Pro Tour Order of Merit streichen. Stattdessen dann Top 16 der Nichtqualifizierten aus den Players Championship Events zu den ET-Events holen. Ansonsten verhelfen die European Tour Preisgelder den Oberen nur umso mehr dazu, ihren Status zu halten.

    Immerhin werden die PC-Events nochmal deutlich aufgewertet. Das federt das Ganze zumindest ein klein wenig ab und sollte sich insbesondere bei den hinteren Plätzen der OoM positiv auswirken. Gerade angesichts des gewünschten Profi-Daseins eine sinnvolle Anpassung.

    Das ganze Gerede von den zig möglichen Tourcardrückgaben wegen der verlegten Players Championship Events war damit dann auch endgültig nichts mehr als ein Rohrkrepierer.

    Letztendlich wird mir das Thema deutlich heißer gekocht als es ist. Darts ist nun einmal ursprünglich ein Kneipensport und das zeigt sich insbesondere bei der älteren Generation natürlich auch entsprechend. Genauso zeigt es sich auf niedrigerem Turnierniveau, aber wenn ich mir bspw. die niederen Fußballklassen ansehe, dann dient da die Vereinzugehörigkeit oftmals auch genauso dem gemeinsamen Trinkgelage wie dem Sport.

    Unterm Strich sehe ich derzeit einen Generationenwandel und der Schritt zu mehr Professionalität in der Dartspitze, wirkt sich auch entsprechend auf den Alkoholkonsum aus. Bei der jungen Generation, U-30, auf der Dartstour sehe ich die Problematik inzwischen kaum mehr gegeben. Das ist halt nicht mehr die Kneipengeneration, sondern die Generation, die Darts von Beginn an als sportlichen Wettbewerb verstanden hat. Insofern ist das für mich eine Thematik, die innerhalb der nächsten Jahre automatisch immer weniger relevant wird. Zehn Jahre weiter dürfte auf der PDC-Tour der Alkoholkonsum bei den Tourcardlern zur Ausnahme gehören.

    Auf anderem Niveau wie bspw. den DDV-Turnieren sieht die Situation natürlich anders aus. Solange man es dort nicht übertreibt, sehe ich das persönlich aber relativ entspannt. Lass die Jungs doch ein Bierchen trinken, das ist bei den Fußballvereinen, den Kegelclubs etc. auch nicht groß anders. Natürlich kann man da immer die Thematik der sportlichen Fairness einbringen, aber auf dem Niveau bin ich da relaxt. Ich habe schon Kinder vor Bundesjugendspielen "dopen" sehen.

    Kennst Du seine Besoldungsgruppe, seine Vorgesetzten, seine Ambitionen im Job? Ob er auch mal Urlaub machen will?

    Muss ich das? Gibt im Zweifel nicht nur einen Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Aber wie gesagt: Schlussendlich ist es eine völlig legitime Entscheidung von ihm, mit der ich keinerlei Problem habe und die ich völlig nachvollziehen kann.

    Mich nervt nur dieses "Rumgeweine" in der deutschen Dartszene, wieviel man opfern müsse um auf der PDC-Tour spielen zu können. Das ist für mich einfach die falsche Einstellung. Es ist eine Ehre dort spielen zu dürfen. Entweder man schätzt das und opfert eben auch ein wenig um seinen Traum zu leben, oder es ist eben nicht der Traum und dann sollen die Plätze vielleicht besser andere Spieler einnehmen.

    Falls der ein oder andere hier noch ein bisschen mehr über die Entscheidung von Niko Springer lesen will, auch diesmal nicht auf die Karte zu gehen: https://www.sportschau.de/darts/deutsche…ffnung-100.html Er äußert sich in den letzten Absätzen.

    Dann soll er halt sein Beamtenleben führen und gut ist... Mit der Einstellung würde es wahrscheinlich eh nie für sonderlich viel reichen. Seine 2023er Saison war ja auch schon enttäuschend.

    Letztlich hat man in den meisten Fällen insbesondere als Beamter massig Möglichkeiten und ist privilegiert was Arbeitszeiten, Urlaube etc. angeht. Dann müsste man sich halt unbezahlten Sonderurlaub nehmen und nur mit 11 Beamtengehältern über das Jahr kommen (zumal man mit Weihnachtsgeld eh quasi ein 13tes Monatsgehalt hat...), oder man müsste Stunden reduzieren und die angehäuften Plusstunden mit Gleitzeit an Turniertagen abbummeln. Glaube, das kann man durchaus hinbekommen und lässt sich auch mit den meisten Arbeitgebern im öffentlichen Dienst relativ unproblematisch regeln. Ist alles eine Frage des unbedingten Willens.

    Ist jetzt auch nicht so, dass ein Tourcardgewinn nicht zusätzliche Einnahmen mit sich bringt. Man braucht da nur mal schauen wie schnell die Neu-Tourcardler ihre Ausrüsterverträge abschließen. Letztlich muss man halt ein paar Opfer bringen und auch mal ein klein bisschen ins Risiko gehen. Das nicht zu tun ist legitim, aber kein Fehler im System der PDC.

    Mit dem Abschluss der Weltmeisterschaft steht auch das Teilnehmerfeld für das Masters 2024 vom 02.02.2024-04.02.2024:

    1. Runde:

    Stephen Bunting (16) - Ross Smith (17)

    Jonny Clayton (9) - Krzysztof Ratajski (24)

    Dirk van Duijvenbode (13) - Ryan Searle (20)

    Joe Cullen (12) - Josh Rock (21)

    Chris Dobey (15) - Andrew Gilding (18)

    Dave Chisnall (10) - Martin Schindler (23)

    Dimitri van den Bergh (14) - James Wade (19)

    Damon Heta (11) - Gabriel Clemens (22)

    2. Runde:

    Luke Humphries (1) - Stephen Bunting/Ross Smith

    Peter Wright (8) - Jonny Clayton/Krzysztof Ratajski

    Nathan Aspinall (4) - Dirk van Duijvenbode/Ryan Searle

    Gerwyn Price (5) - Joe Cullen/Josh Rock

    Michael van Gerwen (2) - Chris Dobey/Andrew Gilding

    Danny Noppert (7) - Dave Chisnall/Martin Schindler

    Michael Smith (3) - Dimitri van den Bergh/James Wade

    Rob Cross (6) - Damon Heta/Gabriel Clemens


    Preisgeld

    Gewinner (1) 65.000

    Finalist (1) 30.000

    Halbfinalisten (2) 20.000

    Viertelfinalisten (4) 12.000

    Achtelfinalisten (8) 7.500

    Verlierer der 1. Runde (8) 4.000

    Gesamt 275.000

    Ich hoffe insbesondere, dass ein paar Spieler aus den "exotischeren Nationen" ihr Glück versuchen, so bspw.

    Schweden: Tingstrom, Nilsson, Torbjornsson, de Graaf, Ostlund

    Kroatien: Ljubenko, Grbavac

    Tschechien: Benecky, Houdek, Sedlak

    Rumänien: Kadar

    Ungarn: Kovacs, Takacs, Borbely

    Slowenien: Pratnemer

    Dänemark: Reus, Ladefoged

    Hongkong: Man Lok Leung

    Japan: Goto

    Australien: MIlne, Fagg

    Polen: Bialecki

    Österreich: Tringler, Rodriguez

    Schweiz: Junghans, Bellmont, Walpen

    Frankreich: Tricole

    Finnland: Kantele

    Italien: Krassen

    Spanien: Noguera, Perez

    USA: Lauby, Spellman

    Neuseeland: Puha

    Bei Andy Baetens, Darryl Pilgrim und Cam Crabtree hoffe ich, dass sie sich durchsetzen, da sie meines Erachtens mit ihrem Spielniveau eine Bereicherung für die PDC-Tour darstellen würden.

    Aus deutscher Sicht hoffe ich insgeheim auf eine Teilnahme von Yorick Hofkens, der meines Erachtens das mit Abstand größte deutsche Talent darstellt. Zudem gibt es natürlich einige Jungs wie Wenig, Maendl-Lawrance, Grüllich etc., die an einem guten Tag in Richtung Tourcard durchmarschieren können. Eine Tourcard halte ich für möglich und auch durchaus wahrscheinlich, an mehr glaube ich Stand jetzt nicht. Hängt aber sicherlich auch ein wenig daran wo die wahlberechtigten Spieler sich hauptsächlich anmelden.

    11-Darter im Decider. Sehr sehr eindrucksvoll von Littler. Cross muss sich ärgern. Sind nicht viele Chancen, die er kriegt, aber er hat in den Sätzen 2, 3 und 4 die entscheidenden Darts auf die Doppel bevor er die letztlich entscheidenden Legs verliert.

    God_of_Darts

    sagte ja bereits das ich wohl zu wenig Spiele von ihm gesehen habe. Aber lachen würde ich über die Top10 nicht8o

    Hab schon Pferde kotzen sehen, genau vor der Apotheke:)

    Sehe es allerdings auch ein wenig durch Die Fan-Brille. Muss mich da outen, ich mag den Kerl.

    Aber als bekennender James Wade Fan ticke ich wohl eh ein wenig anders :)

    Ich würde das auch gar nicht ausschließen wollen, dass es bei ihm vielleicht mal in Richtung Top 10 gehen kann. Nur dafür braucht es halt schon noch gewaltige Entwicklungsschritte, auch über diese WM-Auftritte hinaus.

    Man muss sich da ja nur die derzeitigen Top 10 anschauen:

    MVG, M. Smith, Humphries, Aspinall, Price, Cross, Noppert, Wright, Clayton und Chisnall

    Das verdeutlicht dann schon sehr schön, auf welchem Niveau man sich da bewegen muss, um in diese Riege vorzustoßen. Spieler wie Heta, Cullen, Van Dujivenbode, Van den Bergh, Dobey, Bunting, R. Smith, Gilding, Wade oder Searle befinden sich derzeit im Bereich von 11-20. Schon da braucht es ein unglaublich hohes und konstantes Niveau.

    Hinzu kommen dann noch die nachrückenden Spieler wie Josh Rock, Gian Van Veen oder Luke Littler, die für mich die ersten Kandidaten wären, um da mal dauerhaft jemanden aus den Top 10 zu schubsen.

    Sollte Scott Williams sich jetzt in den Top 32 festigen, so wäre das für ihn schon einmal ein erster großer Entwicklungsschritt. Top 10 kann in Zukunft mal ein Thema werden, Stand heute erscheint es mir aber, außer natürlich er gewinnt die WM, schon noch ein ganzes Stück weg. Für die Top 10 muss man derzeit circa 500k Preisgeld in zwei Jahren einspielen, also circa 250k pro Jahr. Selbst mit dem WM-Halbfinale und dem 100k-Pfund-Scheck steht Scott Williams innerhalb von zwei Jahren bei 200k Pfund und somit noch 50k Pfund hinter dem, was er innerhalb eines Jahres einspielen müsste. Und selbst als Top-10-Spieler kann man jetzt nicht jedes Jahr mit einem WM-Halbfinale rechnen.

    Noch ein paar Daten zu den Spielen heute Abend:

    - sofern sich nicht sowohl Luke Littler als auch Scott Williams durchsetzen, darf Martin Schindler seine erste Masters-Teilnahme bejubeln

    - sollte Rob Cross heute gewinnen, wäre er die Nr. 4 der Welt nach dieser WM und somit endgültig und unstrittig für die Premier League qualifiziert. Damit einhergehend würde Nathan Aspinall auf Rang 5 zurückfallen und könnte zumindest theoretisch als Premier League Teilnehmer herausfallen.

    - sollte Luke Littler heute gewinnen, stünde er nur dank der WM bereits in den Top 32 der Weltrangliste. Darüber hinaus wäre mit dem Ausscheiden von Rob Cross klar, dass ein neuer Weltmeister gekürt wird

    - sollte Luke Humphries heute gewinnen, erreicht er nicht nur das WM-Halbfinale, sondern wird auch die Nr. 1 der Weltrangliste. MVG wird nun also seinem Bezwinger Scott Williams die Daumen drücken müssen um Platz 1 der Weltrangliste übernehmen zu können.

    Wieso sind hier so viele der Meinung das Scott Williams nur zufällig im HF steht?

    Wenn man sich so die Entwicklung von ihm ansieht, ohne jetzt auf seine Außendarstellung/Charakter zu schauen glaube ich schon das man ihn da öfters sieht.

    Das spielerische Vermögen hat er und mental pinkelt ihm glaube ich keiner ans Bein.

    Ich sehe ihn demnächst als Top10 Spieler oder evtl. sogar besser.

    Zufällig ist sicherlich der falsche Begriff, aber Scott Williams ist genauso wenig Top-10-Spieler nur weil er einmal im WM-Halbfinale steht wie Gaga im Vorjahr. Tatsächlich sogar noch viel weniger.

    Da reicht ja schon ein Blick auf die nackten Zahlen:

    - Averages im Tourverlauf von 90, 94, 94, 92 und 96. Das sind konstant gute Zahlen und sicherlich kommt da eine gute Doppelquote hinzu. An einem normalen Tag auf dem Floor scheidet man mit den Averages aber wahrscheinlich in 80-90% der Fälle im Laufe der ersten drei Runden aus. Gab etliche, die auch bei dieser WM bereits bessere Leistungen gezeigt haben und damit frühzeitig die Segel gestrichen haben. Zudem hätte Martin Schindler dem Ganzen durchaus bereits auch bei dieser WM frühzeitig ein Ende setzen können. Dann würde hier auch niemand von Top-10 oder dergleichen schreiben.

    - Scott Williams hatte vor WM-Beginn in dieser Saison 32.750 Pfund erspielt. Das ist eher der Bereich eines Spielers, der um seine Tourcard bangt, als der auch nur eines Top-32-Spielers. Selbst mit dem WM-Halbfinale liegt Williams Year-to-date ja nur auf Rang 29. Nur mal zum Vergleich: Gabriel Clemens, dem man hier eine durchschnittliche Saison bescheinigt, hatte vor der WM 115.000 Pfund eingespielt, selbst ohne das Halbfinale bei den PC-Finals noch 85.000 Pfund.

    - Scott Williams hat über die 30 Players Championship Events dieser Saison einen Average von 92,31 gespielt und damit den 54st-höchsten. Seine Checkout-Quote von 35% reicht dort sogar nur für Rang 89, sein First-9-Average für Rang 57. Er gewann dort auch nur 49% seiner Legs, Platz 69, und 48% seiner Matches, Platz 62.

    Unterm Strich spricht da für mich deutlich mehr dafür, dass das gerade ein Ausreißer nach oben ist, als dass er sich in diesen Turnierregionen festspielt. Das WM-Halbfinale kann ihm sicherlich einen entscheidenden Push in seiner Karriere geben und ihm somit womöglich dazu verhelfen vermehrt in spätere Turnierrunden zu kommen. Allein, dass er sich jetzt in den Top 32 befindet verschafft ihm mehr Möglichkeiten auf den großen Bühnen zu agieren, wo er sich ja offenbar wohlfühlt. Aber er muss diese Leistungen nicht nur bestätigen, sondern sogar noch steigern, will er sich auch nur dauerhaft in den Top 32 festspielen.