Es ist ein zweischneidiges Schwert. Der einzelne Abend macht mit dem neuen Format deutlich mehr Spaß zum zugucken. Ein Turnier mit einem klaren Sieger ist netter zu verfolgen, als fünf „zusammenhangslose“ Spiele. Wenn man die ganze Saison verfolgen will, ist das alte Liga-System natürlich deutlich besser, als das neue Format, in dem man dann wirklich manche Spiele alle drei Wochen sieht. Die Premier League ist nur nicht dazu gedacht, von vorne bis hinten jedes Spiel zu verfolgen. Der durchschnittliche Dart-Fan tut das nicht und der ist schlussendlich die Zielgruppe. Für ihn ist es dann schöner, sich zwei oder drei mal in der Saison, wenn er denn Donnerstagabends Zeit hat, vor dem Fernseher zu setzen und ein „Mini-Turnier“ von vorne bis hinten zu verfolgen. Ich kann damit, wie es jetzt ist, gut leben. Wenn ich mal Langeweile habe am Donnerstagabend schalte ich rein, wenn nicht, dann eben auch nicht. Die Premier League finanziert mit ihren vollen Hallen nun mal den Rest der Saison, deswegen passt das dann so für mich. Am Ende gewinne ich, der Pro Tour und European Tour guckt, dann langfristig auch. Natürlich wäre es, wenn man die ganze Saison verfolgen will, schöner mit 16 Spielern und zwei Gruppen zu spielen. Das ist aber völlig unrealistisch. Wie gesagt: „Wir“ sind da nicht der Maßstab. Die Hallen wird man nicht mehr voll kriegen, wenn man beim Ticketkauf mehrere Monate vorher nicht weiß, ob man jetzt nur van Gerwen, oder doch auch Price sieht.