Da es gestern Abend leider länger dauerte, mach ich es jetzt:
Danke, Dartblog, du sprichst mir aus der Seele!
1.Grundsätzlich krankt der Dartsport meiner Ansicht daran, dass Trainingspläne fast immer eine Auflistung bestimmter Ziele in bestimmter Reihenfolge sind, ggf. mit Vorgaben für den Treffererfolg. Felder zu trainieren ist sicher Teil des 2.Trainings, aber bei kluger Trainingseinteilung eben nur ein Teil. Aus meiner Sicht sollten die "Basiscs" wie Stand, Fixieren des Ziels, Motorik und Bewegungsablauf mindestans 50% der Zeit in Anspruch nehmen. Das kann man dann auch gerne anhang konkreter Zielsegmente erarbeiten, dann heisst die Aufgabe aber nicht nur treffen sondern mit einem möglichst gutem Bewgungsablauf treffen (und das spürt man sehr gut).
3.Das Wort "ergebnisorientiert" suggeriert hier eine Qualität, die eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte. Jedes Training orierntiert sich an dem gewünschten Ergebnis "besser zu werden", mal mit mehr oder mit weniger Erfolg.
Zu 1. Tut mir leid, das sehe ich anders.
Wenn etwas gibt, was den Dartsport in Deutschland krank macht, dann ist das die "kneipenmentalietät" und eine "idiologie(normaler weise gewinnt der immer...)", die nicht aus den köpfen zu bekommen ist.(Mein Eindruck), auch das benehmen vor und abseits der scheibe ist alles andere als "Professionell".
Zu 2. Ähm ja, um bei meiner varriante "Erfolgreich" sein zu können, ist das von dir gesagte zwingend erforderlich. Probiers mal aus, wie viele SL schafst du in 90 min.?
Zu 3. Mir sind bisher vielleicht 10 spieler untergekommen, die das so in etwa sehen. Für die anderen gilt: jedes Kinderfussballteam legt mehr "professionalität" an den Tag, als der "haufen" Dartspieler, hierzulande.
1.Um es nochmal klar zu sagen, der Ansatz sich nicht mit Fehlern zu beschäftigen ist nicht verkehrt. Sie aber mit Spielereien versuchen zu verbergen, ist ein Ansatz der einem die Möglichekit nimmt Fehler zu erkennen und aus ihnen zu lernen.
2.Ich bin auch kein Freund von "Ich habe heute im ersten Spiel die Doppe 16 knapp am Draht verpasst und im zweiten Leg dann das bull für das Match verpasst und daher zweimal verloren". Das ist mental unsinnig, da du jetzt die Misserfolgen nochmal durchgegangen bist. Das ist im Gehirn dann wie nochmal verloren.
Daher postive Akzente setzen, das Positive immer wieder erzählen, durchdenken, visualisieren und auch mal aufschrieben.3.Aber die Fehler so nehmen wie sie sind, ein Entwicklungsstand, den es zu verändern gilt. Also als eine Art Messung des aktuelln Standes ansehen.
Zu 1. Wenn ich ein Streufeld wie ne Shotgun hab und mich dann ans bord stelle, um z.b. bei etappe 2 die First 9 zu üben, dann werde ich schnell feststellen, dass ich das wohl nicht in 90min. schaffen werde... Wenn ich aber bei etappe 1, 20 mal einen Dart dahin schicke, wo ich will und dabei(ich dachte echt, dass das selbstverständlich sei) auf die ausführung achte(wers nicht tut, steht auch wieder ewig und kann nicht "erfolgreich sein") und dann gleich noch "Übung" zwei hinter schicke, werde ich sehr schell(je nach häufigkeit des training) die vorrausetzungen dafür schaffen, um auch bei etappe 2(gleiches Prinzip) und 3 erfolgreich sein können. Dabei spielt der schrott, den ich produziere keine Rolle, wenn ich mein Zeitziel erreichen will, dann darf ich einfach keinen(wenig, oder jede menge, was bei mir für unbestimmt steht) werfen.
Zu 2. Noch besser ist ja: "eigentlich treffe ich besser" und "letztes jahr habe ich ein 13darter geworfen" oder "der ist so gut, der hat mir im letzten spiel einen 13Darter übergelatzt" warum ist das so? Weil man sich eben nicht am "Erfolg"(Ergebnis) orientiert, sondern immer wieder nur den Prozess focusiert und nicht das Produkt. Edit: Und das geschieht deshalb, weil so gut wie keine Erfolge produziert werden.
Zu 3. Ja sehe ich auch so.
1.Was heißt schon "ergebnisorientiert"...
Ist dann beim Wurf auf die T20 die T18 besser als die T1 am Draht, weil sie zwar deutlich ungenauer geworfen ist, aber 54 Punkte bringt?
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Zu 1.(wer erkennt den Sarkasmus) was soll ich dazu sagen...
Trockeneis...