Ich glaube bei diesem Thema ist mittlerweile eine gewisse Normalität eingekehrt. Gerade für Dart-Fans ist die Teilnahme einer Frau bei der "Männer-WM" so langsam ein gewohntes Bild. Ebenso die Tatsache, dass die stärksten Frauen in dem gemischten Feld auch konkurrenzfähig sind. Hat man doch gerade erst wieder beim Grand Slam gesehen, als sowohl Sherrock als auch Greaves im letzten Spiel noch alles in der eigenen Hand hatten. Von einer "Sensation" war da schon längst nicht mehr die Rede. Eine gewisse Underdog-Rolle ist zwar noch immer vorhanden, aber sie ist nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor einigen Jahren.
Was bei Sherrock im direkten Vergleich zu ihrem Debüt (und einigen Turnieren danach) noch hinzu kommt, ist das fehlende Timing. Damals konnte sie das Publikum mit regelmäßigen Highlights schön am köcheln halten. Sobald es mal etwas ruhiger in der Halle wurde, kam sie wieder mit einem wichtigen Finish oder 6 perfekten Darts um die Ecke. Diese magischen Momente gingen ihr in den letzten Jahren etwas ab.