Nein, so regelfest bin ich nicht. Das einzige, was man dazu findet ist hier:
https://pdpa.co.uk/event/pdc-womens-series-2024-ws-24/
Daraus geht hervor, dass im Vorfeld bei einer Anmeldung geprüft wird, ob jemand teilnahmeberechtigt ist. Da verlasse ich mich darauf, dass diejenigen, die die Regeln besser kennen als ich, schon einen Blick drauf haben, dass diese auch eingehalten werden. Ich gehe davon aus, dass einfach danach gegangen wird, welches Geschlecht im Personalausweis eingetragen ist, was ja schon ein nicht ganz so weicher Faktor wäre. Aber wie gesagt, wie da die genaue Vorgehensweise ist, weiß ich nicht.
Das selbe Vertrauen muss ich (müssen wir) da in die Wissenschaftler stecken. Ich maße mir nicht an, besser darüber Bescheid zu wissen, ob es Vorteile gibt oder nicht, als jemand, der sich wissenschaftlich damit auseinandersetzt.
Somit bleibt halt uns und der PDC nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis es eine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema gibt und dann eventuell die Regeln anzupassen (oder halt nicht).
So einfach wie Du es Dir machst, ist es bei weitem nicht. Meines Wissens (kurze google Suche) gibt es keine wissenschaftlichen Studien zu möglichen Wettbewerbsvorteilen von Transfrauen im Spitzensport. Der Hauptgrund hierfür ist, dass es sehr wenige Transfrauen im Spitzensport gibt. Somit keine sample size, die eine seriöse Studie ermöglichen würde. So wie im Darts eine einzige Probantin Noa-Lynn auch kaum Aufschluss geben könnte. Studien gibt es zu mehr oder minder durchschnittlich sportlichen Transfrauen z.B. beim US Militär. Die Ergebnisse vor Hormonbehandlung zeigen einen großen Vorteil. Nach einer zweijährigen Hormonbehandlung sind die Ergebnisse nicht mehr eindeutig.
Die Sportverbände behelfen sich damit, dass sie Testosteron Obergrenzen für Transfrauen festlegen. Aber nicht aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern weil es irgend welche Regeln braucht, um einerseits Transfrauen die Teilnahme zu ermöglichen und gleichzeitig einen halbwegs fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Sonst könnte Michaela van Gerwen bei der nächsten Women's Series mitspielen. ![]()
Testosteron ist aber natürlich nicht der einzige Faktor für Erfolg im Sport. Muskelmasse, Körperfettanteil, Sauerstoffaufnahme oder auch nur der Umstand 2-3 Jahrzehnte als Mann gelebt und trainiert zu haben. Ob das alles für Darts relevant ist? Wer weiß. Ich weiß es sicher nicht.