Mal unabhängig von der Veränderung an sich ist es wahrscheinlich nicht optimal aufgrund eines Turnier Averages die Wurfbewegung oder Technik zu ändern. Wenn du bspw Zuhause 10 Punkte mehr spielst liegt es nicht an der Mechanik vom Wurf sondern ist eher ein mentales Problem. Vielleicht wäre es besser 2-3 Tage Zuhause zu spielen um zu schauen wie es sich da verhält, nur meine Meinung.
Ich habe die Erfahrung gemacht das es bei mir noch besser läuft wenn ich komplett schräg stehe und auch den Oberkörper kaum eindrehen und dann fast komplett seitlich stehe. Dann hat man so einen exakte Linie man muss nur noch den Arm schwingen, einfacher geht's einfach nicht. Das Problem sind dann nicht nur die Knieschmerzen sondern vor allem wird mein Nacken steif und verspannt sich und zwar relativ schnell nach 1-2 Stunden spielen.
Da ich keine Lösung gefunden habe das zu vermeiden/überwinden hab ich auch so ein 45° stand also ein Zwischending wie Peter, schaue aber immer auf die T20 gehe zum Oche und richte mich mittig aus, ich achte also nicht auf den Stand bzw Fuß und probiere immer schon vorher ganz bewusst das Ziel anzustarren.
Ganz konkret zu deiner Frage: Wenn ich etwas finden würde was mich nachhaltig/dauerhaft 5 Punkte mehr spielen lässt und mir nicht weh tut oder unangenehm ist würde ich es dabei belassen.
Damit hast du natürlich völlig Recht, ich hätte vlt dazuschreiben sollen, dass das Turnier jetzt eigentlich nur der Auslöser war. Ich habe aber auch am Trainingsboard zuhause schon seit längerem Probleme mit der Gruppierung der Darts und damit dass die Ausreißer einfach nicht weniger werden. Der mentale Faktor spielt im Bezug auf die Turniere natürlich auch eine Rolle und ich muss auch daran weiter arbeiten.
Ich habe aber bisher das Gefühl, dass es mir auch mental weiterhilft, wenn ich mir diese mentale Brücke baue, dass ich mich eigentlich nur komplett eindrehen brauche, damit ich diesen "harten Anschlag" nach Rechts fühle, der sich wie eine Führung für meinen Wurfarm anfühlt.
Das Problem mit dem steifen Nacken habe ich gestern auch gespürt, was im Grunde auch der Auslöser für diesen Post war. Ich lass mich davon jetzt aber erstmal noch nicht beirren und werde erstmal beobachten, ob ich mich daran gewöhnen kann und ob es eher besser oder schlechter wird.
Der 45°-Stand fühlt sich für mich bisher auch am bequemsten an, leider habe ich dabei meistens so ein "schwammiges" Gefühl beim Backswing, welches das exakte Reproduzieren der Bewegung echt erschwert.
Außerdem spüre ich so ab und an eine Art "Zucken" im Schultergelenk, was meistens einen unsauberen Release zur Folge hat, so dass mir der Dart nach links abhaut und mitten in der fetten 5 landet.. das aber mit einer verblüffenden Konstanz, der steckt beinahe immer gleich wenn das passiert. Das fühlt sich irgendwie so an, als ob da irgendwas im Schultergelenk blockieren würde, wenn der Winkel zwischen Oberarm und Oberkörper zu spitz wird. Wenn ich nämlich das andere Extrem wähle und mich so hinstelle, dass mein Fuß 90° zum Oche steht und somit auch mein Oberkörper zum Board gedreht ist, passiert das noch regelmäßiger, beim oben beschriebenen seitlichen Stand ist mir das dafür noch gar nicht passiert.
Vielleicht gibts hier ja Mediziner o.Ä., welche sich besser mit dem Schultergelenk auskennen und etwas dazu sagen können 
Wahrscheinlich habe ich diesen Post in meiner Euphorie auch etwas zu früh abgesetzt weil die kleine Trainingseinheit gestern Abend kaum ausreicht, um wirklich einschätzen zu können, ob mir das wirklich weiterhilft oder ob das verbesserte Gefühl und Trefferbild nicht doch daran liegt, dass man sich nach einer Veränderung unterbewusst einfach besser konzentriert. Diesen Effekt hat man ja auch oft in den ersten paar Aufnahmen nach dem Wechseln der Darts, wo man sich dann erstmal darüber freut, den "perfekten Dart" gefunden zu haben, nur um dann 10 Minuten später wieder auf dem harten Boden der Tatsachen aufzuschlagen.