Beiträge von Herr Senkmann

    Finde jeder halbwegs erwachsene Mensch hat unabhängig von ner Bühne Verantwortung und Vorbildfunktion. Diese aufgrund eines Mittelfingers als Reaktion auf nen ausgewachsenen Krakeeler in Abrede zu stellen, erscheint mir nicht mehr angemessen, fühlt sich eher nach 1994 an.

    Aber ist schon ne spannende Type, der Scott Williams. Weiß nicht, ob ich den privat mögen würde. Würds aber gern rausfinden.

    Nur mal so am Rande: Boomer sind heute mindestens 60 Jahre alt. Bin ganz stark dafür, sich nicht gegenseitig aufgrund von unterschiedlich gelebtem Zeitgeist zu verunglimpfen, ob als Boomer oder Snowflake, sondern viel mehr respektvollen, offenen generationenübergreifenden Dialog zu wagen. Einfach mal freundlich klopfen, dann geht die Tür oft auf. Mit der Brechstange gehtse kaputt.

    Einen kann ich noch schnell. Den habe ich auf einer anderen Plattform gesucht, wo er mir mal geholfen hat. Da ist er gelöscht. Ich hoffe nicht, dass er gesundheitliche Probleme hat.

    Danke. Hoffe ich auch nicht. Ein ganz feiner Geist hier, finde ich. Du übrigens auch, der mir hier schriftlich lange deutlich harscher und weniger sympathisch rüberkam als im Video. Hatte ehrlich gesagt schon überlegt, dich deswegen mal ungefragt zu beraten, war aber dann doch zu feige dafür und freute mich, dass du schriftlich auch ohne meine selbstgefühlte Expertise deutlich sensibler wurdest 😊. Bleib mal bitte nochn bisschen, solltest du dich einigermaßen wohlfühlen damit, du würdest wirklich sehr fehlen. Und auch dir würde es fehlen, als Lernfeld, vermute ich.

    Das ist doch Quatsch.

    Die Averages beweisen, dass die derzeit besten Dartsspieler der Welt besser Darts spielen als die Frauen auf der Womans Series. Was für eine Überraschung:ohno_

    Also Quatsch ist das ja wohl bei weitem nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass das Wort Evidenz recht breit genutzt werden kann, z.B. so: https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz_(Philosophie)

    Erwähnenswert fände ich hierzu aber Beau Greaves, die als Frau dieses Jahr auf Platz 46 im First9-Average (der mir aufgrund der vielen schwächeren Gegnerinnen zum Vergleich geeigneter erscheint) steht. Auf dem Niveau von Wade, Clemens, Woodhouse, Gurney, M. Smith. Sie ist da wohl die große Ausnahme, die man aber vermutlich in den allermeisten anderen Disziplinen mit getrennten Geschlechtern vergeblich sucht. Korrektur freudigst erwünscht.

    https://app.dartsorakel.com/stats/player (glaube Zeitraum und Stats müsst ihr selbst eingeben)

    Die Averages sagen nichts aus über (gottgegebene) biologische Vorteile der Männer gegenüber den Frauen. Und allein darum sollte es bei der Diskussion über die Einstufung von Transmenschen im Sport gehen.

    Erster Satz stimmt (das in Klammern natürlich ähnlich großzügig-breit wahrnehmend wie Evidenz 😉). Hat vizilo aber auch nicht behauptet. Der zweite scheint aber schon diskutabel und wurde auch grad von biopio26 und xoomxoom verfeinert in „Vorteile von Transfrauen gegenüber biologischen Frauen“.

    Liegt vielleicht daran, dass die wenigsten Sportwissenschaftler oder ausgebildete Trainer sind. Und noch mehr an dem Fakt, dass eigentlich niemand mit einem der beiden genannten Personengruppen trainiert hat.

    Wow, das verwundert mich jetzt aber, ist das wirklich so? Und warum? Sind das alles hochtalentierte Autodidakten, die sich nur mit ihresgleichen austauschen? Fände das ja für mich als unterdurchschnittlichen Hobbyspieler schon sehr interessant, scheue nur Aufwand und Kosten. Aber würde ich Darts zu meinem Beruf machen - na klar!

    An der Stelle kann man auch mal über den Tellerrand Darts hinaus schauen. Das IOC hatte früher eine Empfehlung für eine Testosteron Obergrenze abgegeben. Dies Empfehlung haben sie wieder einkassiert, weil neben dem Testosteron noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Sicherlich richtig. Gleichzeitig lässt das IOC die Verbände damit aber im Regen stehen, weil sich nun diese selbst eine Regelung ausdenken müssen.

    Nehmen wir die Leichtathletik, olympische Disziplin mit zahllosen Wettbewerben, wo es neben Ruhm und Medaillen auch um eine Menge Geld geht. Die geballte wissenschaftliche Erkenntnis lautet dort, wer unter 2,5 Nanamol pro Liter Testosteron liegt, darf bei den Frauen antreten, wer darüber liegt eben nicht. Unter Umständen entscheiden 0,02 Nanomol ob man sportlich gesehen eine Frau oder ein Mann ist. Gerecht? Und der Wert wurde erst vor 1-2 Jahren von 5,0 Nanomol auf 2,5 abgesenkt. Das Thema ist also alles andere als trivial und die bisherigen "Lösungen" haben doch sehr den Charakter von Notlösungen.

    Der Weltleichtathletikverband hat seine Regularien vor ein paar Wochen neu festgelegt, siehe mein arg verspätetes edit in #291. Auch die neuen werden wohl laut verlinktem Artikel Probleme generieren…

    Und zum schluss: man geht von einer Inzidenz von trans menschen von ca 0.5% aus. Das wären etwa einer von 200. Wenn trans Frauen einen deutlichen Vorteil hätten würde man erwarten das deutlich mehr als eine der top200 Damen der Welt im dart Trans sind. Das ist meines Wissens aber nicht der Fall.

    Ich mag deine Überlegungen insgesamt. Insbesondere obige ist hier auch neu, zumindest für mein altes gebeugtes Hirn. Durchaus interessant.

    Bin mir aber nicht sicher bezüglich deiner Trennung von klar biologischen und eventuell anerzogenen Vorteilen, also ob nur ersterer für die Einteilung herangezogen werden darf und auch nur dann, wenn als solcher beweisbar. Sicher bin ich mir, dass die Sportlerinnen selbst wahrnehmen müssen, obs Probleme bzgl Transfrauen im Darts gibt oder auch nicht. Ich hab damit auch keins, fühle mich aber sowas von nicht stimmberechtigt 😊

    Hatte neulich ein Gespräch mit meinem 85-jährigen Nachbarn zum Thema Transgender im Profisport, der meinte: Einfach einmalig nen Test machen und dann spielt XX mit XX und XY mit XY. Klang mir angenehm einfach. Isses das, also vom Testverfahren und Ergebnis her? Kenn mich nicht aus.

    edit: dachte ich könnte faul sein, hab dann doch mal selbst gesucht und ahne nun, warum wir überhaupt darüber sprachen: er hatte Zeitung gelesen, vermutlich diese, in der steht, dass der Weltleichtathletikverband fortan verpflichtende Gentests zur Teilnahme an Frauenwettbewerben einführt. Ich fabulierte mir dann noch herbei, dass man auf die Art nicht nur Frauenwettbewerbe schützen, sondern sie auch gleich passenderweise umtiteln könnte in z.B. 100m XY oder Google Pixel XX Bundesliga, um auch Transfrauen und sich als Frau wahrnehmende Intersexuelle immerhin nicht automatisch „Mann“ bzw „nicht Frau“ zu nennen. Naja…

    Lies mal bitte im Thread. Es ist klar , das es ein Vorteil gibt , nur will es niemand wahrhaben.

    Dazu würde ich auch raten dominik1346. Meine Grundannahme war anfangs ähnlich wie deine, hier wurde aber so einiges zusammengetragen (auch übrigens ne wissenschaftliche Studie, glaube von biopio26 für beweissuchende wie dich ScYcS), das in ne andere Richtung weist. Wenn ich mich recht entsinne, taucht hier keine einzige Idee eines Vorteils, den Frauen Männern gegenüber im Darts haben könnten auf, andersrum aber ne ganze Menge. Mein Gefühl ist, dass sich diese vielen kleinen Vorteile, ob gefühlt, historisch oder sonstwie zusammengereimt oder evidenzbasiert, zu nem deutlichen Vorteil summieren könnten.

    Ist eh ganz interessant der Thread, finde ich. Mehr Stimmen von (bestenfalls sogar dartenden) Bio-Frauen und Transfrauen täten ihm wohl gut. Es geht ja eigentlich garnicht um uns Männer bzw die Männerwettbewerbe. Die Kleingeister, die immer mal wieder ihre Angst vorm Verlust ihrer Kindergarten-Cop-Ordnung (Jungs haben einen Penis, Mädchen eine Vagina) reinpoltern, kann man ja überlesen oder als kleine Sozialstudie am Rande mit einfließen lassen.

    Ganz einfache Geschichte:

    Es gibt genau 2 biologische Geschlechter...Mann und Frau....alles andere ist "Fühlis"

    Hat der Fritz uns schon erklärt, dass die Diskussion überflüssig ist, weil er eindeutig nen Pimmel an sich baumeln sieht.

    Fühlis musste ich in die Suchmaschine eingeben, die spuckte mir ein Kinderbuch (4-7 Jahre) aus. Ich kenns nicht, klingt aber soweit passend:

    Zitat

    Die Welt der Fühlis öffnet Türen zu einem tieferen Verständnis von Emotionen, schafft Verbindungen und legt den Grundstein für ein harmonisches Miteinander. Ein Buch, das nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch die Kraft der Gefühle feiert.

    Grüße! Habe keine Erfahrung mit Dartständern, wundere mich aber, dass das zarte Sisalpock als so störend im Raum empfunden wird (nebenan über die Wand verstünde ich). Könnte man da nicht ansetzen? Ohropax, Schallschutzkopfhörer? Vielleicht isses ja auch eher ne Art Eifersucht aufs Dartboard, da hilft dann die beste Dämmung nix… Reine Spekulation natürlich 😊

    Ein Taylor (44 PC-Siege; 11 PC-Finalverlierer) war übrigens auch auf dem Floor sehr dominant und hat dort meiner Erinnerung nach auch kaum etwas ausgelassen!

    Ein bisschen wundert es mich schon, dass ein Price es schafft PL; ET und PCs unter einen Hut zu bringen und bei allen drei Serien gute Leistungen zu zeigen und die beiden eigentlich unverbrauchten jungen Kerle Luke und Luke schon von Anfang an hier mit Auslassen oder schwächeren Leistungen bei den PCs unmotiviert und erschöpft rüberkommen.

    Ich frage mich eben, ob da am Ende doch ein bisschen Disziplin fehlt sich ganz und gar auf die Karriere zu konzentrieren. Reisestress usw. in allen Ehren, aber Manager und z.B. Eishockeyspieler und Basketballspieler haben in ihren Saisons auch zwei Spiele und mehr pro Woche und den entsprechenden Reisestress und dazu noch fixe Trainingszeiten, die sie sich auch nicht selbst aussuchen können, das sollte man in diesen jungen Jahren eigentlich ab haben können, wenn man die Prioritäten in seinem Leben richtig wählt. Ein Gerwyn Price zeigt diese Saison, gefühlt der beste Price aller Zeiten, wie man es schaffen kann! Mich beeindruckt das sehr, was er diese Saison bisher mit seiner hochprofessionellen Einstellung geleistet hat!:verb::verb::verb::thumbup:

    Ohne auch nur ansatzweise eigene Erfahrungen im Spitzensport oder anderen Haifischbecken versuche ich dennoch mal mein Gefühl dazu rüberzubringen. Für mich als grundfaule Type wäre es auch hart, mich ständig und nur für mich allein so oft aufs neue maximal zu fokussieren. Ich finde das mental sehr anstrengend und würde mich wohl eher wie Littler verhalten, also aufs Wesentliche konzentrieren, vielleicht auch noch deutlich mehr als er garnicht erst mitspielen, wenns mir zu unwichtig erscheint. Als Mannschaftssportler würde mir nichts dergleichen in den Sinn kommen - da gäbe ich immer alles fürs Team. Hier vermute ich meine Grenzen dann eher im physischen Bereich. Und auch diesbezüglich gibts ja den eher trainingsfaulen Typen a la Max Kruse oder früher Mario Basler, die ihr großes Talent in genügend Einkommen ummünzen und sichs nebenbei noch anderweitig-unprofessionell gutgehen lassen und den hyperprofessionellen Asketen wie Robert Lewandowski oder Cristiano Ronaldo, die dann in ihrem Sport noch viel mehr Geld, Erfolge und Ansehen einheimsen. Finde auch hier beide Wege und alles dazwischen und außerhalb absolut legitim, darf jeder für sich selbst gewichten.

    Price kommt aus ner Phase, die verdammt schlecht war für seine Verhältnisse. Vermute, dass ihn diese stark motivierte, wieder seine Leistung zu bringen, um mit sich im Reinen zu sein. Da scheint er richtig viel richtig gemacht zu haben (edit: und natürlich nun wieder jede Menge Spaß am Sport). Freut mich sehr für ihn.

    Für Taylor oder Prime-MvG mag die mentale Belastung oft dank ihrer überlegenen Qualität und sportlichen Killermentalität vergleichsweise geringer gewesen sein, vermute ich mal daher.