Ein Taylor (44 PC-Siege; 11 PC-Finalverlierer) war übrigens auch auf dem Floor sehr dominant und hat dort meiner Erinnerung nach auch kaum etwas ausgelassen!
Ein bisschen wundert es mich schon, dass ein Price es schafft PL; ET und PCs unter einen Hut zu bringen und bei allen drei Serien gute Leistungen zu zeigen und die beiden eigentlich unverbrauchten jungen Kerle Luke und Luke schon von Anfang an hier mit Auslassen oder schwächeren Leistungen bei den PCs unmotiviert und erschöpft rüberkommen.
Ich frage mich eben, ob da am Ende doch ein bisschen Disziplin fehlt sich ganz und gar auf die Karriere zu konzentrieren. Reisestress usw. in allen Ehren, aber Manager und z.B. Eishockeyspieler und Basketballspieler haben in ihren Saisons auch zwei Spiele und mehr pro Woche und den entsprechenden Reisestress und dazu noch fixe Trainingszeiten, die sie sich auch nicht selbst aussuchen können, das sollte man in diesen jungen Jahren eigentlich ab haben können, wenn man die Prioritäten in seinem Leben richtig wählt. Ein Gerwyn Price zeigt diese Saison, gefühlt der beste Price aller Zeiten, wie man es schaffen kann! Mich beeindruckt das sehr, was er diese Saison bisher mit seiner hochprofessionellen Einstellung geleistet hat!



Ohne auch nur ansatzweise eigene Erfahrungen im Spitzensport oder anderen Haifischbecken versuche ich dennoch mal mein Gefühl dazu rüberzubringen. Für mich als grundfaule Type wäre es auch hart, mich ständig und nur für mich allein so oft aufs neue maximal zu fokussieren. Ich finde das mental sehr anstrengend und würde mich wohl eher wie Littler verhalten, also aufs Wesentliche konzentrieren, vielleicht auch noch deutlich mehr als er garnicht erst mitspielen, wenns mir zu unwichtig erscheint. Als Mannschaftssportler würde mir nichts dergleichen in den Sinn kommen - da gäbe ich immer alles fürs Team. Hier vermute ich meine Grenzen dann eher im physischen Bereich. Und auch diesbezüglich gibts ja den eher trainingsfaulen Typen a la Max Kruse oder früher Mario Basler, die ihr großes Talent in genügend Einkommen ummünzen und sichs nebenbei noch anderweitig-unprofessionell gutgehen lassen und den hyperprofessionellen Asketen wie Robert Lewandowski oder Cristiano Ronaldo, die dann in ihrem Sport noch viel mehr Geld, Erfolge und Ansehen einheimsen. Finde auch hier beide Wege und alles dazwischen und außerhalb absolut legitim, darf jeder für sich selbst gewichten.
Price kommt aus ner Phase, die verdammt schlecht war für seine Verhältnisse. Vermute, dass ihn diese stark motivierte, wieder seine Leistung zu bringen, um mit sich im Reinen zu sein. Da scheint er richtig viel richtig gemacht zu haben (edit: und natürlich nun wieder jede Menge Spaß am Sport). Freut mich sehr für ihn.
Für Taylor oder Prime-MvG mag die mentale Belastung oft dank ihrer überlegenen Qualität und sportlichen Killermentalität vergleichsweise geringer gewesen sein, vermute ich mal daher.