Naja, klar benehmen sie sich auch irgendwie als Monopolist. So sind Verbände halt gestrickt. Die, die es nicht sind gehen pleite wie die BDO. Ziel ist immer sich klar oberhalb der Konkurrenz zu platzieren mit möglichst wenig verschwimmenden Grenzen.
Allerdings gibt es schon ein paar Anzeichen, dass sie anfangen zu überziehen, die extreme Beschränkung auf gerade mal 8 Spieler bei der Premier League, der schon angesprochene neue Kalender und jetzt eben die restriktive Haltung bei der WM.
Ob das taktisch jetzt so clever ist, wird sich zeigen. Klar dreht es sich im wesentlichen um die beiden genannten Spieler/-innen, da pokert die PDC doch ganz schön. Dass sich Littler für die WDF entscheidet war eher unwahrscheinlich. Dafür ist er zu jung, nicht der Typ und zu sehr auf eine Zukunft bei der PDC gepolt und hat auch schon bei der kommenden WM gute Chancen auf einen der vorderen Plätze.
Bei Beau Greaves sieht das aus mehren Gründen spürbar anders aus. Die Aktion der PDC hat hier schon deswegen ein Geschmäckle, weil die PDC im Bereich Damen-WM eigentlich nicht konkurrieren kann, die Lakeside WM bringt der Siegerin 25000 Pfund. Das höchstdotierte Turnier bei den Damen / PDC dürfte das Matchplay sein, Preisgeld für die Gewinnerin 10.000 Pfund. De facto versucht die PDC die WDF-Damen-WM zu entwerten, indem man sie von der offenen WM ausschliesst. Letztlich ist das stillos und hat seine Risiken.
Fände es schade, wenn Beau hier den Konflikt scheuen würde und die PDC-WM vorziehen. Glaube es auch ehrlich gesagt nicht. Prinzipiell hat die PDC durchaus ein Verargumentierungsproblem, sollten zwar 3 Damen bei der WM mitspielen, aber eben die mit Abstand stärkste Spielerin den Verein auf das nächste Jahr vertröstet. Oder nicht mal das.
