Ein Dartsspieler mit Vorbildfunktion? Da gehe ich auch nicht mit. Man sollte überhaupt von Sportlern nicht erwarten, ein Vorbild für Kinder zu sein. Für Erziehung und Werte sind andere Menschen verantwortlich. Und einen Mittelfinger haben die meisten Kinder doch schon im Kindergarten kennengelernt. Da braucht es keinen Scott Williams für.
Wenn ich aus dem Publikum provoziert werde, reagiere ich auch darauf. Ob es nun der Mittelfinger sein muss, da kann man drüber debattieren.
Jeder der irgendwo auf einer Bühne steht hat sowohl eine Vorbildfunktion als auch eine Verantwortung. Die Spieler sind natürlich nicht für die Erziehung verantwortlich, es ist aber auch nicht ihr Job diese kaputt zu machen.
Wenn er provoziert wird, darf er gerne darauf eingehen, sich auch gerne in einem gewissen Rahmen auf einen Streit einlassen. Er sollte die Situation aber nicht weiter zum eskalieren bringen.
Wie man es richtiger macht, also wie man auf Pfiffe mit einer gewissen Wut aber angebracht reagiert, haben in letzter Zeit ja mehrere Spieler gezeigt.
Der Dartsport hat es in den letzten Jahren sehr gut hinbekommen weg vom Schmuddel-Kneipensport zu einem ernsthaften Mental-Sport (vom Publikum einmal abgesehen). Ein Scott Williams muss da die Zeit nicht zurückdrehen.