Beiträge von NordDarter

    Die Intention dahinter ist schon klar. Ist ja nicht so schwer zu verstehen, dass da grundsätzlich Geld zu verdienen ist. Ich bekomme es nur nicht in Einklang mit dem (wahrscheinlich gerechtfertigten) Gerede über Überbelastung oder sogar Burnout.

    Oder anders gesagt: Wenn mich mein Hauptjob schon überfordert und im Falle der Topspieler das Gehalt auch ganz gut zum Leben reicht, warum suche ich mir noch zusätzlich Nebenjobs und beschwere mich dann, dass mir alles zu viel wird?

    Was mich an der ganzen Diskussion über Überbelastung stört, ist das Gemeckere über zu viele Turniere im Jahr und gleichzeitig bei Instagram bei wirklich jedem Spieler eine sehr hohe Zahl an Galas und Exhibitions zu sehen. Wenn die Spieler unter diesem Reisestress so sehr leiden, warum tun sie sich das noch zusätzlich an. Und aus Sicht von Sponsoren und Vermarktern: Ein Wochenende bei einem Bühnenturnier, das sogar noch im Fernsehen übertragen wird, macht doch wohl mehr her, als eine Veranstaltung vor 2000 Zuschauern, die nur von denen gesehen wird, die vor Ort sind.

    Hier ist hin und wieder im Forum mal in verschiedenen Varianten der Satz gefallen "Mal sehen, wie Luke Littler reagiert, wenn der erste Hype um das Wunderkind kleiner wird". Heute gab es den Gegenwind in einer Halle, die nicht auf seiner Seite war, sondern seinen Gegner angefeuert hat. Das noch nicht mal unfair mit Pfiffen, sondern durch einfache Pro-Gesänge für den Gegner. Ich muss sagen, dass mich die beleidigte Reaktion schon überrascht. Für sein Ausscheiden im Halbfinale kann weder die Halle, noch Deutschland etwas, sondern einfach ein bockstarker junger Niederländer.

    Vom Publikum einmal abgesehen?

    Man kann doch in der Betrachtung das Publikum doch nicht außen vor lassen.

    Eine Sportart mit knapp 75 Prozent Zuschauer im angetrunkenen und 25 Prozent im volltrunkenen Zustand? In denen regelmäßig Lieder angestimmt werden, die weit über den Mittelfinger hinausgehen? Da brauchen wir uns nicht über Vorbilder unterhalten. Und die wenigsten werden sich Scott Williams als Vorbild nehmen, dazu ist er schlicht und ergreifend einfach zu irrelevant.

    Knapp 100% alkoholisierte Zuschauer finde ich zwar etwas übertrieben, aber anscheinend hast du mich missverstanden. Denn in dem Punkt stimme ich dir ja zu. Die Zuschauer sind dem Kneipenpublikum ja nicht entwachsen.

    Und zum Thema Vorbilder: Täusch dich mal nicht, wen Kinder sich alles als Vorbild suchen. Mein Sohn ist 7 und neben Luke Littler und den deutschen Spielern sind seine großen Helden Madars Razma und Thibault Tricole 😂

    Wir hatten in Deutschland schon einen Kanzlerkandidaten der sich mit der Geste in der Süddeutschen hat ablichten lassen. Und jetzt geht's hier um einen Dartspieler, lass mal Fünfe gerade sein.

    Dann wünsche ich dir viel Erfolg mit dieser Argumentation, wenn du diese Geste in der nächsten Polizeikontrolle anwendest.

    Vielleicht habt ihr ja recht und ich sehe das zu engstirnig. Ich mag diese Typen in der Regel ja auch sehr gerne und ein extrovertiertes Verhalten auf der Bühne ist großartig. In dem Fall sehe ich nur eine Grenze überschritten und ich denke, dass die PDC da auch handeln wird und wir das Thema im "Strafen für Spieler"-Thread demnächst weiterdiskutieren können.

    Ein Dartsspieler mit Vorbildfunktion? Da gehe ich auch nicht mit. Man sollte überhaupt von Sportlern nicht erwarten, ein Vorbild für Kinder zu sein. Für Erziehung und Werte sind andere Menschen verantwortlich. Und einen Mittelfinger haben die meisten Kinder doch schon im Kindergarten kennengelernt. Da braucht es keinen Scott Williams für.

    Wenn ich aus dem Publikum provoziert werde, reagiere ich auch darauf. Ob es nun der Mittelfinger sein muss, da kann man drüber debattieren.

    Jeder der irgendwo auf einer Bühne steht hat sowohl eine Vorbildfunktion als auch eine Verantwortung. Die Spieler sind natürlich nicht für die Erziehung verantwortlich, es ist aber auch nicht ihr Job diese kaputt zu machen.

    Wenn er provoziert wird, darf er gerne darauf eingehen, sich auch gerne in einem gewissen Rahmen auf einen Streit einlassen. Er sollte die Situation aber nicht weiter zum eskalieren bringen.

    Wie man es richtiger macht, also wie man auf Pfiffe mit einer gewissen Wut aber angebracht reagiert, haben in letzter Zeit ja mehrere Spieler gezeigt.

    Der Dartsport hat es in den letzten Jahren sehr gut hinbekommen weg vom Schmuddel-Kneipensport zu einem ernsthaften Mental-Sport (vom Publikum einmal abgesehen). Ein Scott Williams muss da die Zeit nicht zurückdrehen.

    Ich kann es immer wieder nur wiederholen. Ich habe lieber Charaktere auf der Tour, als austauschbare farblose Marionetten, die ohne Emotionen vor sich hin spielen. Der Sport lebt davon.

    Grundsätzlich richtig. Im Fall von Scott Williams ist es aber zu viel. Viele hier regen sich zu Recht über einige Totalausfälle im Publikum auf. Wenn man das macht, kann man die Provokation von Williams aber nicht gutheißen.

    Ich glaube das erste mal das ich das von ihm gehört hab in einem Interview das er etwas gegen das pfeifen sagt.Finde ich gut 👍. Vielleicht greift die pdc ja doch mal mehr durch um so mehr Spieler es ansprechen und sich beschweren. Allein mir fehlt der glaube. Zum spiel sehr gut aktuell ich hoffe er kann das auch mal bei den Majors in England zeigen dieses Jahr die HNQ spielen ordentlich haben aber keine chance.

    Wie genau stellst du dir ein Durchgreifen der PDC vor? Da sitzen 3000 Menschen in der Halle. Irgendwo pfeift einer. Wie viel Personal müsste die PDC einkaufen um jeden Tisch permanent zu beobachten? Natürlich wäre es toll jeden Pfeifer sofort aus der Halle entfernen zu können, aber das ist deutlich schwieriger durchzuführen als es sich zu wünschen.

    Turniere auf dem Niveau (!) incl. Anreise, Häufigkeit, Länge der Turniere, Pausen zwischen den Spielen etc. sind für ihn natürlich Neuland und da frage ich mich, ob bei ihm evtl. die körperliche und/oder mentale Fitness (noch ?) nicht gut genug ist, um sein Potential auch in späteren Runden abrufen zu können, denn es ist schon ungewöhnlich, dass ein Spieler mit seinen Möglichkeiten in 13 Turnieren immer sechs früh die Segel streichen musste.

    Aber den Entwicklungsschritt wird er auch noch gehen und das hoffentlich ziemlich schnell. Am besten schon mormorgen.

    Du schreibst den Teil über Springer wunderschön und gut analysiert. Und dann machst du dir die ganze Arbeit mit dem Wort "ungewöhnlich" kaputt. Da ist nichts ungewöhnliches dran. Der Kerl hat seit 3 Monaten eine Tourkarte. Neue Eindrücken, neue Drucksituationen, ganz neue mediale Aufmerksamkeit. Ungewöhnlich wäre es, wenn er sofort alles weghauen würde, was sich zu ihm ans Board gesellt. Deshalb ist Littler ja ein Jahrhunderttalent. Wenn es jedes Jahr so einen gäbe, hätte der ein ruhigeres Leben

    Tja, hätte fast ein geschichtsträchtiger Tag für Frau Lueck werden können. Wenn die PDC dann doch irgendwann einmal zur Vernunft kommt und faire Turnierbedingungen für Frauen in dieser Serie schafft, dann wird das Frauen-Darts auch wieder attraktiver. Unglaublich, dass den echten Frauen hier ständig Preisgelder, Siege und Titel wegen unfairen Wettbewerbsverzerrungen vorenthalten werden. Wenn übermorgen noch 5-10 weitere viertklassige Herren, mit Profilneurosen und Averages so zwischen 75-85, beschließen, Hormone zu nehmen, sich mehrfach operieren zu lassen, um bei diesen Frauenwettbewerben teilnehmen zu können, dann hätten wir schnell in den Top 10 nur noch Beau, Fallon und evtl. noch Lisa und Mikuru (wenn sie denn mal wieder in Form kommen). Der Rest könnte locker mit Transfraumännern belegt werden. Wo ist da die Grenze, bis es der letzte Befürworter diesen Unsinns mal schnallt? Das macht jede Frauensportart kaputt.

    Hatte man sich hier nicht darauf geeinigt, dass dieser transfeindliche Bullshit in einem eigenen Thread behandelt wird, damit man sich hier auf das konzentrieren kann worum es wirklich geht? Die Women's Series. Jedesmal, wenn Noa-Lynn gewinnt, meint wieder irgendjemand hier reinrotzen zu müssen.

    Freu dich doch einfach über den, auch ohne Turniersieg, historischen und großartigen Tag von Stefanie Lück.

    In der Hinsicht ist es sogar hinderlich, dass die große Mehrheit absolut fair ist und es so gut wie keine Buhrufe gibt, sodass die Pfiffe lauter/deutlich zu hören sind :|

    Wie so oft vermiesen hier ein paar wenige Vollidioten die Gesamtbilanz :thumbdown:

    Wenn ich mich richtig erinner, warst du doch heute Nachmittag in der Halle, oder? Wie reagieren denn die anderen Zuschauer in der Halle auf diese Pfeifer? Werden die ignoriert oder gibt es da auch mal ne Ansage der Leute in der Umgebung?