Beiträge von Zeyes


    Im letzten Jahr kein Dart geschaut, was?


    Nö, das mussten die Hopp-Dauermeckerer zwangsläufig mit der Hand vor den Augen hinterm Sofa verbringen.

    Wenn hier bei jedem Dartspieler in den Top 32 bei jedem schwachen Spiel so ein Fass aufgemacht würde wie bei Hopp, wäre im Forum wohl kein Platz für anderes mehr... Aber manche brauchen wohl das "ich hab's ja schon immer gewusst"-Gefühl zur eigenen Selbstbestätigung, egal wieviel Realitätsverleugnung dafür notwendig ist.

    In Vorbereitung auf ein "Goodbye"-Jahr hätte er sich einfach letzte Saison nochmal die ET und ProTour antun sollen, dann könnte er jetzt zum Abschied sich ganz entspannt den Majors widmen. Aber er war ja irgendwie davon überzeugt, dass er es mal wieder um den Titel des Weltmeisters mitspielt.
    Hat ja eigentlich nur auf diese WM 2019 Karte gesetzt... das fiel ihm jetzt mal so richtig auf die Füße.


    Langfristige Planung und Raymond van Barneveld ging halt schon seit einiger Zeit nicht mehr so wirklich zusammen.

    Ich weiß auch nicht, ob ihm das Spielen der Pro Tour im letzten Jahr effektiv wirklich so viel gebracht hätte, angesichts seines rapide fallenden Leistungsniveaus. Für die Quali zu Matchplay und Grand Prix in diesem Jahr (über die Pro Tour OOM) wäre eh nur die zweite Saisonhälfte hilfreich gewesen, und ansonsten - er ist jetzt über 100.000 £ hinter den Top 16 zurück, da hätte letztes Jahr wirklich was dickes dabei sein müssen, um sich dort zu halten und so in WMP und WGP 2019 reinzukommen. Die Top 32-Position für die kommende WM wäre wohl das einzige, was er auf dieser Weise wirklich abgesichert hätte.

    (...) Denn beim Team dart geht es letztendlich um die goldene Ananas
    , weil dies von der Insel her nicht so gelebt wird wie wir Deutschen es allgemein bei Sportarten im Team ansehen.
    Die vorgabe der Teilnahme an den pdc Turnieren ist es aber sich im 1vs1 zu duellieren. Wenn man schon eine deutsche Bundesliga hat in der die grossen Namen wie hopp, Schindler, marjanovic auftauchen hat sollte es doch auch möglich sein dies bis nach unten in eine kreisliga zu ziehen. Auch bestimmt mit Bundeslandtrennung zwecks der Anfahrt etc. Wenn ich jetzt von mir ausgehe und einen Beitrag von 90 Euro im Jahr zahle und dafür Turniere oder ligaspieltage habe bin ich doch damit zu frieden. Wenn man dann hoch rechnen würde wer alles dafür bereit wäre gibt es sicherlich auch Möglichkeiten eine Halle dem budget entsprechend zu organisieren. Im Grunde hat Deutschland im dart die richtige Einführung von sowas verpasst und ist der grossen Nachfrage jetzt nicht gewachsen. Hätte man von Anfang an eine qualifizierte solo Liga gemacht wären bestimmt mehr Leute beim dart geblieben.


    Na ja, das klassische Darts auf Amateurniveau ist auch in Großbritannien teambasiert. Hat allerdings genau das gleiche Problem wie hier in Deutschland, dass es immer unattraktiver wird und mehr und mehr, gerade ambitioniertere, Spieler sich dem Einzelmodus zugewandt haben. Die sind halt in dieser Entwicklung dort einfach 10+ Jahre voraus - und das Problem, das der DDV in dieser Hinsicht hat, ist, dass sie diese 10 Jahre jetzt nicht mehr wirklich zum Aufholen haben, weil über PDC und PDC Europe inzwischen schon ein ziemlich erfolgreiches Gegenmodell importiert/aufgebaut worden ist. Das reicht natürlich nicht bis in die unteren Ebenen der Spielerlandschaft, aber dafür ist der Dartsport auch einfach nicht "groß" genug. Auch in England wirst du nicht viele Kneipenligen finden, die für Einzelspieler gedacht sind. Soweit es das gibt, ist das dann meist engagierten Einzelpersonen zu verdanken, die das privat aufziehen, nicht über die regionalen Verbände.

    Sind alle wirklich keine schlechten Darter, etablieren ja, Top/Spitzespieler nein. Dazu fehlen mMn einem Klaasen, Huybrechts, Thornton, Bunting, einfach die Klasse.


    Sehe ich auch so. Gelegentlich spielen einfach mal gute Spieler für ein oder zwei Jahre über ihren langfristigen Möglichkeiten - bei manchen "verursacht" das dann im Nachgang eine PL-Nominierung. (Bei anderen, z.B. Pipe, auch nicht.) Danach kommt halt fast zwangsläufig der Rückfall auf ihr eigentliches Leistungsniveau. Warum so viele dann auf die vermeintlich einfache Antwort "die PL hat sie gebrochen" reinfallen, wird sich mir wohl nie erschließen. Solche Karriereverläufe sind doch total normal im Profisport. Auf dem Level direkt hinter den echten, beständigen Stars eines Sports ist nun mal meist viel Bewegung.

    Gibt es eigentlich irgendwo eine Liste mit den 128 Tourcard-Holdern? ?(


    Nö, nicht dass ich wüsste. (Generell hat die Außendarstellung der DPA viel Luft nach oben...) Wenn ich mal irgendwann sehr gelangweilt bin, werde ich vielleicht später im Jahr versuchen, eine Liste anhand der Turnierteilnehmer zu erstellen - Spieler ohne Tour Card sollten ja nach meinem Verständnis der Regeln nur bei jeweils einem Wochenende dabei sein, alle anderen wären dann Cardler.

    Edit: 112 Cards übrigens. :)

    Wo wir gerade bei dem Thema sind:

    Für die nachfolgende Saison ist geplant, dass nur die Top 64 des Jahres automatisch die Tour Card behalten werden. Wie sie die restlichen Plätze besetzen wollen, entzieht sich meiner Kenntnis, allerdings haben sie für dieses Jahr auch neu regionale Challenge-Tour-Circuits aufgebaut, da wird's vermutlich am Ende irgendeine Art von automatischer Promotion geben.


    Neulich stand so nebenbei in der DPA-Facebook-Timeline, dass sogar nur die Top 48 ihre Cards behalten sollen. Keine Ahnung, ob das jetzt schon fix ist oder immer noch am System gebastelt wird.

    Als ich grad die DPA-Rules durchgegangen bin fiel mir auf, dass die Freitags-Turniere als World Series Qualifier dienen sollen.

    Ist das noch aktuell? Ich weiß nicht, wie die Plätze letztes Jahr gefüllt wurden.. Laut Regelwerk soll der Gewinner der Rangliste einen Platz bei den World Series Events sicher haben. Zusätzlich werden drei Plätze frei vergeben von der DPA/DPNZ.

    Da das Regelbuch zuletzt 2017 geupdatet wurde laut Info auf der Seite, dachte ich ich frage mal..


    Nein, das war nur bisher so. Da wurden die Freitagsturniere für eine separate Rangliste gewertet und nur das Wochenende war die eigentliche Pro Tour, die für den WM-Startplatz relevant war. Wurde aber nie so richtig von den Spielern angenommen - ich glaube in 2017 waren sogar die Preisgelder noch niedriger als Sa/So, zumindest das wurde letztes Jahr schon angepasst. Jetzt ist einfach alles gleichberechtigt Teil der Pro Tour.

    Habe drauf gewartet, dass der Vergleich kam.. Wenn Hopp den Weg gegangen wäre, wäre er in ganz Deutschland wohl durch gewesen. Nathan Aspinall hat 2016 seine Tourcard verloren, sie 2017 nicht wieder gewonnen und spielte so ein Jahr lang Challenge Tour. Verpasste die WM auch und konnte sich erst Anfang 2018 die Tourcard zurück holen. Das er jetzt so explodiert ist klasse, aber war eigentlich nicht vorher zu sehen. Hopp wäre für den gleichen Werdegang wohl aber geteert und gefedert worden. Wurde er ja so schon, obwohl er in den Jahren bei weitem nicht so schlecht war wie Aspinall. :thumbup:


    ...und fünf Jahre jünger ist als Aspinall. Wird offenbar gerne vergessen, dass bei ihrem gemeinsamen World-Youth-Finale der eine 24 war und der andere 19.

    Die Weitergekommenen von Runde 4:

    Tourcardler 4. Runde: 17/32 (9/16)
    Tourcardler 3. Runde: 10/19 (6/11)
    Tourcardler 2. Runde: 3/7 (2/5)
    Tourcardler 1. Runde: 2/5
    Rileys-Qualifier: 0/1

    TC4 5-3 TC3
    TC4 2-2 TC2
    TC4 2-2 TC1

    TC3 1-0 TC2
    TC3 1-0 TC1
    TC3 1-0 RQ

    So wahnsinnig viel haben die Ranglistenpositionen in dieser Runde nicht mehr ausgesagt.

    Wenn kein kleines Wunder geschieht (oder die PDC ne Wild-Card aus dem Hut zaubert) dürfte das das letzte (Ranking-) Major-Match von Barney gewesen sein. Seinen Abgang hat er sich wohl auch anders vorgestellt und jetzt dürfte ihm auch klar sein, dass der wohl 2 Jahre zu spät kommt.


    Oder halt doch mal ein paar Exhibitions weniger spielen und sich über die Pro Tour für die WM qualifizieren. Sooo schwer ist das nach der letztjährigen Expansion ja nun auch nicht mehr.

    Die 3. Runde in Summe:

    Tourcardler 3. Runde: 19/32 (13/20)
    Tourcardler 2. Runde: 7/20 (6/18)
    Tourcardler 1. Runde: 5/9
    Challenge Tour: 0/2
    Rileys-Qualifier: 1/1

    TC3 9-4 TC2
    TC3 3-3 TC1
    TC3 1-0 CT

    TC2 1-2 TC1
    TC2 1-0 CT
    TC2 0-1 RQ

    Lief nicht so doll für die in der 2. Runde eingestiegenen Tourcardler, während die verbliebenen aus Runde 1 sich recht achtbar geschlagen haben.

    Ergebnisse der 2. Runde - ziemlich standesgemäß von den Tourcardlern, die erst hier einsteigen mussten:

    Tourcardler 2. Runde: 20/32 (13/18)
    Tourcardler 1. Runde: 9/19 (6/13)
    Challenge Tour: 2/8
    Rileys-Qualifier: 1/5

    TC2 6-3 TC1
    TC2 3-1 CT
    TC2 4-1 RQ
    TC1 3-1 CT

    Nur Rasztovits und Huckvale von der CT und Taylor von den Amateuren haben es ins Geld geschafft.

    In der 1. Runde weitergekommen:

    Tourcardler: 19/31 (12/17 ohne die 7 direkten Begegnungen)
    Challenge Tour: 7/15 (6/13)
    Rileys-Qualifier: 5/16 (3/12)

    TC 6-3 CT
    TC 6-2 RQ
    CT 3-1 RQ

    Und bei PC-Turnieren betrifft es sowieso nur 32 Spieler, auf die das Argument "aufs Spielen konzentrieren" zählt - nämlich die, die die erste Partie schreiben müssen. Danach schreiben die Verlierer, die nach dem Schreiben dann kein Spiel mehr am Tag beschreiten.


    Ich meinte das allgemeiner. Die spielen da schließlich um ihren Lebensunterhalt, da ist jede Niederlage auch ein direkter finanzieller Verlust. Das ist mMn. was anderes als auf einem Amateurturnier, wo man hinterher "nur" mit der Niederlage an sich klarkommen muss. Ich halte das auch für eine Frage der Fairness gegenüber den nachfolgenden Spielern, die ein Anrecht auf einen Schreiber haben, der nicht mit den Gedanken ganz woanders ist, denn für die geht es genauso um Geld.

    Ob die Preisgelder auf der CT hoch genug sind, dass dieses Argument auch da greift, würde ich natürlich nicht unbedingt behaupten wollen. Nichtsdestotrotz steigt dort die Zahl der zumindest halb-professionellen Spieler mit jedem Jahr, und früher oder später wäre das Schreiberthema da sowieso relevant geworden.

    Überflüssig, die 5 Pfund verpflichtend für alle zu machen. Wer nicht schreiben kann (was mit DartConnect nochmal um einiges einfacher ist, da man nur addieren und nicht mehr subtrahieren muss), hat meiner Meinung nach auf solchen Events nichts verloren. Dürfte ohnehin kaum jemanden betreffen, da ich nicht glaube, dass jemand die CT halbwegs ernsthaft spielt (also vom Niveau her) und auf dieses Niveau gekommen ist, ohne Schreiben gelernt zu haben. Und wer nicht schreiben will, kann dann vor Ort 5 Pfund für einen Schreiber zahlen oder bringt sich eine Begleitperson mit, die schreibt. Und ansonsten schreibt man halt selber schnell das BO9-Match...


    Das ist hier aber kein x-beliebiges Kneipenturnier, sondern eine professionelle Veranstaltung. Da kommen die (Ersatz-)Schreiber dann halt entweder in organisierten Strukturen zum Einsatz oder gar nicht. Die Zeiten, wo Leute auf Zuruf bei PDC-Turnieren das Schreiben einzelner Partien übernommen haben, sind schon lange vorbei.

    Ich glaube auch kaum, dass die PDC das einfach mal so entschieden hat. Das dürfte viel eher aufgrund von Spielerwünschen passiert sein, da immer mehr von den CT-Spielern das Nichtschreibenmüssen auf den Players Championships kennen und schätzen gelernt haben; dort ist es schließlich schon seit fast 10 Jahren so, dass sich die Spieler während des Turniers komplett aufs Spielen konzentrieren können.