Beiträge von Zeyes

    Die Frage ist halt, ob man als Spieler (Platt) auch dann 100% geben muss, wenn es für ihn um nichts mehr geht, da er A) schon druch ist B) schon raus ist oder C) einfach keine Lust mehr hat und heim will. Ist man verpflichtet auf Sieg zu spielen, nur weil man sich an einem Turnier anmeldet? Und wenn ja, dann hätte Platt ja insbeondere bei Option A alles richtig gemacht. Kraft gespart um das Turnier zu gewinnen. Wieso sich unnötig anstrengen, nur um über den Turnierverlauf von Spieler B und C zu entscheiden?


    Der entscheidende Unterschied ist mMn., ob das ein Spieler komplett für sich selbst entscheidet (und für sich behält), oder ob wie hier ausdrückliche Absprachen getroffen werden und sich der Profiteur auf den Eintritt des positiven Ergebnisses verlassen kann - letzteres ist einfach nur Betrug. Wenn gespielt wird und Platt nur gelangweilt einen unterdurchschnittlichen 70er Average ins Board ballert, kann es schließlich immer noch passieren, dass MacArthur an seinen eigenen Nerven scheitert. Diese Möglichkeit war hier vollständig eliminiert worden.

    Turnierformate mit potentiell unwichtigen Spielen sind halt Mist.


    Ist halt auch eine Frage der Zielgruppe. Meist geht es auf unterklassigen Sportveranstaltungen ja bei Roundrobins gar nicht mal so sehr darum, den Einfluss von Losglück und -pech zu minimieren, sondern allen Teilnehmern möglichst viel Aktivität zu ermöglichen. Das ist dann zwangsläufig wenig kompatibel damit, wenn bestimmte Teilnehmer die Veranstaltung nicht "for fun" nehmen, sondern strategisch herangehen.

    Bei der DPA-Tour (beinahe "DRA-Tour" geschrieben...) sind es wohl die teilweise weiten Anreisen, aufgrund derer man die Spieler nicht schon potenziell nach nur einer Partie nach Hause schicken möchte. Ob man das dann auch machen sollte, wenn es wie beim Oceanic Masters um etwas deutlich Größeres geht als um ein stinknormales Tour-Turnier, ist natürlich diskussionswürdig.

    Fazit: PDC-Profis werfen im Schnitt weniger als einen Zentimeter an ihrem anvisierten Zielpunkt vorbei. Vertikal wird genauer geworfen als horizontal.


    Woraus man ganz wild schlussfolgern könnte, dass die Fähigkeit zur Minimierung der vertikalen Abweichung relativ zur horizontalen vielleicht ein wichtiges Selektionskriterium für Profidartskarrieren darstellt...

    Denke die beiden sind da so glimpflich davon gekommen, weil die DPA Tour halt nicht gestreamt wird, man wahrscheinlich auch nicht darauf wetten kann und daher die Folgen daher eher gering sind. Bleibt für mich dennoch eine zu schwache Strafe.


    Und wie die Mitteilung ja darauf hinweist, hat MacArthur dann in den KO-Runden als illegitimer Teilnehmer gleich noch drei Spieler rausgekegelt. Dazu kommt natürlich auch noch derjenige, der durch den Fake gar nicht erst selbst aus der Platt/MacArthur-Gruppe weitergekommen ist. Finde ich persönlich sogar schlimmer, als Spiele für die Wettmafia zu verschieben. Ging hier immerhin für alle Teilnehmer um einen WM-Startplatz und damit Minimum £7500. (Für den Sport an sich sind die Wettbetrüger natürlich problematischer, weil da nicht "nur" die anderen Teilnehmer besch... werden, sondern die Fanbase, die für den ganzen Trubel zahlt.)

    Hatten sie doch einfach das Spiel gespielt und MacArthur gewinnen lassen... so wirds doch in Round Robins oft gemacht. Aber wenn man noch zum Bescheissen zu faul ist...


    Haben vielleicht gedacht, dass Platt zu bekannt ist und es dem Schreiber auffallen würde, wenn er extrem schwach spielt.

    Allerdings frage ich mich schon, wie sie es dem Turnierdirektor überhaupt verklickern wollten, dass ja zwangsläufig keiner das Phantomspiel geschrieben haben kann. Würde mich nicht überraschen, wenn's auch dadurch aufgeflogen ist.

    Via Dartplayers Australia auf Facebook - wird wohl demnächst auch direkt bei der DRA veröffentlicht werden:

    David Platt und Steve MacArthur haben beim letztjährigen Oceanic Masters gegenüber dem Turnierdirektor ein Matchresultat komplett gefaked, um MacArthur das Weiterkommen aus der Gruppenphase zu ermöglichen. Mit 750 Dollar Strafe und drei Monaten Sperre auf Bewährung sind sie dafür verdammt glimpflich weggekommen...

    Hallo! Entschuldigt, falls das eine blöde Frage ist, aber ich hab das mit den Qualifiern noch nicht 100% kapiert. Welchen spielen denn nicht-Tourcardler wie Diogo Portela? Also Rest of the World, UK-based ohne Tourcard? Ich seh im Plan nur Qualifier für UK-Tourcard oder eben die European Qualifier. Oder bin ich blind/blöd?


    Laut aktualisiertem Regelwerk sollen diese Spieler in diesem Jahr die European Associate Qualifiers spielen (die, wo jetzt neu jeweils 2 Plätze ausgespielt werden). Ob das so kommt oder ob sie eventuell doch in den UK Tour Card Qualifier gepackt werden, müssen wir mal abwarten.

    Die PDC hat mittlerweile diesen Unterbau, welche gerade für junge Spieler so viele Chancen bietet, dass ich nicht zwingend den Weg regional - deutschlandweit - BDO - dann PDC mehr sehe. Durch die JDC können mittlerweile theoretische Kinder ab 10 Jahren in England an Turnieren teilnehmen und das ganz ohne BDO und co.. Gut, für deutsche Spieler wohl schwer umzusetzen, aber ich hoffe es ist verständlich was ich meine. :)


    Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass gerade für talentierte junge Spieler der Weg über WDF/BDO ein Auslaufmodell ist, weil diese sich meist noch leistungsmäßig in einem Tempo fortentwickeln können, dass sie dort schnell unterfordert sind. Einzelne Turniere für den Erfahrungsschatz mitnehmen, gerne, aber so dieses klassische "ich spiel mich jetzt mal die nächsten paar Jahre dort in der Rangliste hoch, und dann sehen wir weiter"...nee, das ist mMn. verschwendete Zeit. Dafür gibt's inzwischen einfach zu viele andere junge Talente, die in der Zwischenzeit direkt bei der PDC einsteigen und sich da dann schon etablieren. Banal gesprochen: Die Konkurrenz schläft nicht.

    Und der Trend ist nun mal, dass man sich die notwendige Wettkampfhärte für eine erfolgreiche PDC-Karriere wohl bald nur noch auf den PDC-Touren aneignen kann. Es ist halt einfach was anderes, wenn man potenziell immer ab der ersten Runde Leistung zeigen muss, als wenn man wie auf größeren WDF/BDO-Turnieren in der Runde der letzten 512 oder 1024 anfängt, und nur durch Lospech mal schon in den ersten zwei oder drei Spielen einen Gegner über Kneipenniveau erwischt.

    Ist die Frage, ob man das so beibehält. 10.30 Uhr Ortszeit Beginn bei so vielen Teilnehmern und zwei Turnieren, für den Sonntag nicht förderlich.
    Vielleicht ziehen sie ein Turnier in Zukunft auf den Freitag, 2 am Samstag und dann ein weiteres am Sonntag.
    Oder sie drehen etwas an den Teilnahmebeschränkungen.


    Na ja, spätestens ab dem dritten Wochenende werden die Teilnehmerzahlen wohl wieder ziemlich einbrechen, wenn dann die chancenlosesten Neulinge auf der Tour kapiert haben, was Sache ist. War in den vergangenen Saisons immer so, und ab dann passt auch der Zeitplan "automatisch" wieder.


    So ganz blicke ich da auch nicht durch.
    Die besten 32 der OoM steigen ja erst in Runde 4 ein.
    Aber wann wird die denn sein? Samstagmittag dann erst?
    Normalerweise müsste die doch Freitagabend sein, oder?
    Aber Runden 1-3 am Freitagmittag passt doch auch nicht.


    Gab's doch früher auch schon, dass drei Runden in der ersten Session gespielt wurden, bevor sie dann ab 2016 das Teilnehmerfeld strikt auf 128 Spieler begrenzt hatten. Siehe z.B. 2015 mit 147 Spielern. Die Verkürzung der ersten Runden auf Best of 9 Legs wird es vermutlich wieder geben.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Modell CT plus BDO für diejenigen die keine Tourcard erlangen konnten durchaus der Normalfall wird. Gerade wenn sie in England ansässig sind, sind die Reisekosten moderat und die Preisgelder sind auch nicht schlechter als für irgendwelche Open im anderen Eck von Europa.


    Das hat sich die BDO vor ein paar Jahren auch mal so vorgestellt, allerdings in der anderen Richtung - also Spieler betreffend, die sich in der PDC beheimatet fühlen, aber für einzelne Saisons ohne Tour Card dastehen. Sonderlich viele von denen haben sich aber nicht darauf eingelassen, dann auch tatsächlich BDO-Ranglistenturniere zu spielen, seitdem es da für PDPA Associates keine Beschränkungen mehr gibt. Die haben dann den Rest des Jahres neben der Challenge Tour trotzdem weiter nur lokale Opens gespielt. Dieses Risiko hat die BDO jetzt zukünftig auch bei Leuten wie Waites, dass das erhoffte Sowohl-als-auch bei denen zu einem "och, so doll gefallen mir die BDO-RLTs dann doch nicht mehr, wenn ich jetzt auch PDC spielen kann" wird.

    Ich sehe im Regelwerk keinerlei Nachrücker-Regelung, insofern gehe ich Stand jetzt davon aus, dass Ausfälle (vor dem Draw) einfach dazu führen, dass das Turnier mit weniger als 160 Spielern stattfinden wird. In den einzelnen Freilos-Gruppen wird allerdings sicherlich aufgerückt werden.

    Im übrigen gelten die OOM-Abteilungen laut Regeln nur für die Tourcardler - sollte ein qualifizierter Associate sich in die Top 96 spielen, wird der wohl trotzdem in Runde 1 ranmüssen.

    Wie weist man nach, dass die Intention einer Aktion "gain[ing] an advantage" war?


    Ich interpretiere das so, dass die Intention zur Vorteilsnahme automatisch bejaht wird, wenn der Tatbestand "putting off the opponent" als erfüllt angesehen wird - ganz einfach weil es ansonsten keine triftigen Gründe gibt, Gegner zu provozieren, zu stören oder abzulenken.

    Menzies hat zweimal 5:0 verloren. Hätte er in disen beiden Niederlagen 4 Legs geholt, dann hätte er jetzt eine Tourkarte. Tja, so ist das Leben. Heute haben ihm ja auch wieder die Nerven gegen Shepherd verlassen.


    Mit Averages von 77 und 71. Darf man sich auch in der Q School nicht erlauben, auch wenn's selten so hart bestraft wird.