The Snakelight "Beleuchteter Surround"

  • Damit ich alle Verbesserungsvorschläge getestet habe

    Sehr löblich! Meine (unklar formulierte) Frage zielte allerdings darauf ab, dass ein nach außen im Durchmesser zunehmender Kegelausschnitt auch nicht kleiner wirkt als ein Zylinder mit demselben Durchmesser wie der (größte) Durchmesser des Kegels. Das war, wenn ich es richtig verstanden habe, doch dein (nachvollziehbares, aber vielleicht überbewertetes) Argument gegen einen größeren Zylinderdurchmesser / eine größere Zylinderhöhe. Übrigens ist mir ein Argument gegen einen größeren Durchmesser und eine größere Höhe des Zylinders eingefallen: Wahrscheinlich muss man die unteren LED dann vor abgeprallten Darts schützen, damit sie nicht beschädigt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (13. März 2015 um 09:05)

  • Erst mal vielen Dank, dass du uns die Maße mitgeteilt hast. Zu dem Surround selbst mag ich nicht mehr sagen, als ich bisher gesagt habe. Ich kann schlecht einschätzen, wie das Ding live auf mich wirkt.

    Zitat

    Fotos von der "Final Solution"

    Der Begriff ist auch im Englischen ein Tabu. Die Bedeutung ist "Endlösung". Der Begriff ist besetzt für die Endlösung der Judenfrage. Ich finde es aber nicht schlimm, wenn jemand unabsichtlich diesen Begriff verwendet. Bitte dich nur darum, ihn zu ersetzen. ;)

  • ...macht sich auch gut...

    Auf dieses Bild warte ich jetzt schon 'ne ganze Weile :D Kommt gut :thumbup:

    ... und wenn Dich jemand darauf hinweist, dass Du Deine geniale Konstruktion unwissentlich mit einem der widerwärtigsten Begriffe der Weltgeschichte benennst, dann solltest Du das einfach beachten. Wenn nicht, biste zwar immer noch ein Klasse-Bastler ... aber halt auch ein bisschen dööf :huh:

  • Und dass bei einer Google-Suche nach Final Solution der erste Treffer derjenige Wikipedia-Artikel ist, der sich auf die Endlösung der Judenfrage bezieht, gibt dir nicht zu denken?

    The Final Solution (German: (die) Endlösung, German pronunciation: [ˈɛntˌløːzʊŋ]) or Final Solution to the Jewish Question (German: die Endlösung der Judenfrage, German pronunciation: [diː ˈɛntˌløːzʊŋ deːɐ̯ ˈjuːdn̩ˌfʀaːgə]) was Nazi Germany's plan during World War II to systematically exterminate the Jewish population in Nazi-occupied Europe through genocide.

    Ich bin zwar auch der Meinung, dass es wert ist, darüber nachzudenken, an sich wertneutrale Begriffe o. ä. aus ihrer Nazigefangenschaft zu befreien. Ich mag z. B. das Hakenkreuz sehr. Das ist eines der ältesten Symbole der Menschheit und ausgesprochen ästhetisch. Am Liebsten würde ich damit meine Flights verzieren. Mache ich aber nicht, weil ich damit als Nazi abgestempelt werden würde, ständig Fragen beantworten müsste, aber auch bis zu einem gewissen Grad Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer nehme. Der Begriff "Neger" ist an sich auch neutral. Man kann halt nicht von anderen erwarten, dass sie wissen, dass man kein Rassist ist und seine Gründe hat, den Begriff zu gebrauchen.

    Edit:

    Und der Begriff "Endlösung" ist schon deshalb nicht gut, weil es "Endlösungen" eher selten im Zusammenhang mit Produkten gibt. Nicht mal bei so einem Gegenstand wie einem Hammer, obwohl der in Bezug auf das Konstruktionsprinzip zu den einfachsten Werkzeugen gehört. Was machst du denn, wenn dir doch noch eine Verbesserung einfällt, die du umsetzen willst? In der Mathematik gibt es z. B. "Endlösungen". Aber die werden dann nur "Lösungen" genannt.

    3 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (15. März 2015 um 11:02)

  • Also wenn ich so darüber nachdenke, wie oft alleine der Begriff "Endlösung" im Zusammenhang mit der finalen Lösung einer Sache bei uns in Vorlesungen an der Uni vorkommt, kann das Wort per se wohl nicht so schlimm sein, denke ich einmal. Und die Judenfrage ist ja nun auch nicht gerade eine Erfindung des 3. Reiches.

    Also man kann es auch übertreiben mit der Sensibilität...

    Darts: Winmau Simon Whitlock
    Average: 65 180er: 1
    Lieblingsspieler: :australia: Simon Whitlock :australia:

  • Also wenn ich so darüber nachdenke, wie oft alleine der Begriff "Endlösung" im Zusammenhang mit der finalen Lösung einer Sache bei uns in Vorlesungen an der Uni vorkommt, kann das Wort per se wohl nicht so schlimm sein, denke ich einmal.

    Das ist allerdings traurig. Ist nur durch Fachidiotentum erklärbar. Von Lehrkräften sollte man erwarten, dass sie über den Tellerrand ihres Fachgebiets schauen können und wenigstens in Bezug auf ein paar Begriffe sensibilisiert sind. Der Begriff "Endlösung" ist an sich neutral, obwohl in ihm eine gewisse Naivität liegt, weil alles um uns herum sich ständig verändert. Der Begriff "Lösung" impliziert aber auch, dass es überhaupt ein Problem gab. Und das "End" steht für die Radikalität einer eingeschränkten Sichtweise. Das ist es, was ihn eigentlich so schlimm macht. Wenn man nämlich mit einer Lösung oder Endlösung aufwartet, wird das Problem als Problem anerkannt, die ursprüngliche Frage nicht mehr in Frage gestellt. Das Hakenkreuz ist viel unproblematischer als der Begriff "Endlösung", weil es nur deshalb tabuisiert wurde, weil es von den Nazis missbraucht wurde. Der Begriff Endlösung hat hingegen einiges mit der Denkweise der Nazis gemein.

    Um mal zu verdeutlichen, wie sehr der Begriff "Endlösung" tabuisiert ist: Wenn ein Spitzenpolitiker diesen Begriff im Zusammenhang mit einer Sache wie dem Maut-System oder einer Lebensmittelverordnung oder irgend etwas anderem verwendete, wäre dessen politische Karriere sehr wahrscheinlich beendet. Er könnte sich noch so sehr entschuldigen. Die Öffentlichkeit würde das nicht durchgehen lassen. Und zu recht. Denn in dem Fall liegt in der Unwissenheit, die man dem Politiker möglicherweise zugute halten kann, etwas, dass ihn für seinen Job ungeeignet macht, nämlich fehlendes Bewusstsein über die deutsche Nazivergangenheit.

    3 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (15. März 2015 um 11:53)

  • Okay... nehmen wir einmal an, ich habe ein Problem. Sagen wir... eine tropfende Wasserleitung. Eine Lösung könnte zB. sein, sie mit Klebeband zu umwickeln. Das hält zwar kurzzeitig, doch die Leitung beginnt wenige Tage später wieder zu tropfen. Ich möchte das Problem daher ENDGÜLTIG lösen. Also tausche ich einfach die komplette Dichtung aus und das Problem ist ENDGÜLTIG gelöst. Ist das dann etwa keine Endlösung?

    Darts: Winmau Simon Whitlock
    Average: 65 180er: 1
    Lieblingsspieler: :australia: Simon Whitlock :australia:

  • @ snakebite: Sei so nett und poste doch mal ein Bild von Deinem beleuchteten Dartboard an talb'schem Dartständer, wenn auch Pfeile im Board stecken. Was helfen schönste Konstruktion und bestes Equipment, wenn die Darts Schatten werfen?

  • Also tausche ich einfach die komplette Dichtung aus und das Problem ist ENDGÜLTIG gelöst. Ist das dann etwa keine Endlösung?

    Nein. Es ist vorübergehend gelöst. Die Vorstellung, es gäbe Lösungen für materielle Probleme, die ewig halten, ist meist naiv. Sie setzt den Glauben an Kontrolle und Kontrollierbarkeit voraus. Die Idee einer Endlösung ist unbescheiden vor dem Hintergrund der Naturkräfte. (Übrigens hat u. a. unsere Kanzlerin eine Zeit lang gerne den Begriff "alternativlos" eingesetzt. Der ist ebenso kritisch wie der Begriff "Endlösung".) Die Nazis strebten an, das, was sie für unerwünscht hielten, aus dem Genpool der Menschheit vollkommen zu entfernen. Eine Dichtung für die Ewigkeit, u. z. gegen den Durchlass von menschlichen Eigenschaften, die sie zum einen für schädlich und zum anderen für die Ausformung menschlichen Erbgutes hielten. Der Hass der Nazis war aber so tief eingefressen, dass die vermeintlichen, aus ihrer Sicht durch das Judentum verursachten Probleme sie auch nach der Auslöschung des Judentums eingeholt hätten. Denn wenn einem die Menschen zum Hassen ausgehen, bleiben einem am Ende nur der Suizid oder die Verzweiflung. Das kannst du grade am IS sehen. Das sind auch im höchsten Maße suizidgefährdete Faschisten.

    Edit:

    Sei so nett und poste doch mal ein Bild von Deinem beleuchteten Dartboard an talb'schem Dartständer, wenn auch Pfeile im Board stecken.

    Hat er schon. Irgendwo in einem der älteren Beiträge. Die Darts werfen keine Schatten, soweit ich das anhand der Fotos einschätzen konnte. Das Licht trifft das Board außerdem in einem ziemlich flachen Winkel. Das ist der Grund für die Abschattung des Bulls, glaube ich. Mit anderen Worten: Ich vermute, dass die Darts selbst gar nicht in voller Länge im Licht stehen.

    Aber ich würde die Darts für die Fotos auch immer im Board stecken lassen. Dann bekommt man auch eine Vorstellung von der Tiefe des Surrounds, weil die Darts als Längenmaßstab dienen können.

    Edit 2: Ne, den Fotos in #8 nach zu urteilen, stehen die Darts in voller Länge im Licht. Aber Schatten seh ich da nicht. Genauer gesagt. Durch die Vielzahl der im Kreis angeordneten LED werden die Schatten nivelliert.

    4 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (15. März 2015 um 12:45)

  • Man kann es auch übertreiben.
    Wenn er das Teil so nennen möchte ist es so.
    Oder ist ein Wiener Cafe rassistisch wenn es einen großen schwarzen verkauft?
    Also man muss hier immer öfter den Kopf schütteln wenn man so manche Beiträge liest.
    Lasst doch die Kirche im Dorf.

    Ich kann Dich so ignorieren das Du an Deiner eigenen Existenz zweifelst.

  • Dann ist ein selbst gebautes Haus auch eine Endlösung, hört sich irgedwie traurig an, So Lution fertig. :(
    Aber trotzdem Akeptiere ich deine Entscheidung. :thumbup: obwohl ich meine Sag niemals nie.

  • Oder ist ein Wiener Cafe rassistisch wenn es einen großen schwarzen verkauft?

    Nicht unbedingt. Aber je nachdem, wie für den großen schwarzen (Kaffe) geworben wird, schon. Und wenn als Dessert noch Mohrenköpfe oder Negerküsse angeboten werden, ist es zumindest auffallend unsensibel. Nichts dagegen, mit solchen Begriffen zu spielen, aber wenn, dann sollte man das in vollem Bewusstsein tun und sich vorher überlegen, ob man das Bewusstsein seiner Zuhörer oder Leser für die Begriffe stärkt oder schwächt. So einen Begriff wie "Kinderschänderle" z. B., also die Verniedlichungsform von "Kinderschänder" kann man sehr gezielt zur Stärkung des Problembewusstseins einsetzen. Damit lässt sich auch überprüfen, ob dein Gegenüber nur gesellschaftliche Erwartungen erfüllt, oder, ob mehr dahinter steckt.

    Edit: Ne, ich halte es generell für tendentiös, auf einer Getränkekarte einen "Großen Schwarzen" anzubieten. Ein Café muss einfach mit dunkelhäutigen Gästen rechnen. Und man kann nicht erwarten, dass die das mit Humor nehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (15. März 2015 um 13:34)

  • Sprache versteht doch eh kein Mensch. Da werden Worte tabuisiert und erzeugen ein Schamgefühl für Generationen zurückliegende Taten anderer Menschen.

    Neger ist ein tolles Beispiel, eigentlich ja auch ziemlich wertneutral. Dann heißt es Schwarzer. Dann doch eher Farbiger. Oder doch irgendwas mit Pigmenten. Witzig, weil doch schwarz genauso wenig eine Farbe ist wie Weiß, und die einen beige sind und die anderen braun. Aber man kann mit der Sprache ja schön alle Unterschiede tabuisieren, bis die Beschreibung einer Person eine ganze Seite füllt. Meine Güte, selbst bei Star Trek Enterprise heißen die Menschen "Pinkies" bei den Andorianern.

    In meinem Umfeld wird der Begriff "Endlösung" auch häufiger mal benutzt in beliebigem Kontext - einen politisch-historischen Bezug gab es jedoch nie.

    Aber danke für den Hinweis, ich werde z. B. für Email-Verkehr mit unbekannten Personen versuchen, unbelastete Synonyme zu verwenden.

  • Leute, das 3. Reich gibts seit 70 Jahren nicht mehr und solch kranke ideologien sehe ich nicht mehr als sehr diskussionswürdig an. Wenn er das Ding so nennen will ist das doch OK, man kann echst aus jeder noch so kleinen Mücke ein Riesenmammut machen. Vergessen oder totschweigen nein, aber irgendwann muss auch mal gut sein mit dieser Nazi Diskussion.

  • Leute, das 3. Reich gibts seit 70 Jahren nicht mehr und solch kranke ideologien sehe ich nicht mehr als sehr diskussionswürdig an. Wenn er das Ding so nennen will ist das doch OK, man kann echst aus jeder noch so kleinen Mücke ein Riesenmammut machen. Vergessen oder totschweigen nein, aber irgendwann muss auch mal gut sein mit dieser Nazi Diskussion.


    :thumbup:

  • Meine Güte, selbst bei Star Trek Enterprise heißen die Menschen "Pinkies" bei den Andorianern.


    Gerade Star Trek ist traditionell Gesellschaftskritik. Science Fiction war sowohl in den USA als auch der Sowjetunion ein Genre, in dem sich Gesellschaftskritik verstecken ließ. Denn sowohl in den USA als auch der Sowjetunion wurden Menschen wegen ihrere politischen Ansichten verfolgt. Als einzige Ausnahme im Star-Trek-Universum würde ich die Voyager ansehen. Die ist lediglich ein Abbild amerikanischer Selbstverständlichkeit.

    Da werden Worte tabuisiert und erzeugen ein Schamgefühl für Generationen zurückliegende Taten anderer Menschen.


    Sich für andere Menschen zu schämen, die man nicht selbst beeinflussen konnte, ist unsinnig. Und du hast recht, dass politisch motivierte Eingriffe in die Sprache mitunter bizarre Formen annehmen. Derzeit kommen solche bizarren Eingriffe und Forderungen oft von feministischer Seite. Wenn es anfängt, hysterisch und irrational zu werden, kann ich das nur belächeln.

    Was hat den diese scheiß Diskusion mit Snakebites beleuchtetem Surround zu tun, meiner Meinung nach überhaupt nichts.

    So einfach stehen lassen, wollte ich den Begriff nicht. Sensibilisierung ist da angebracht. Auch auf einem Dartforum. Außerdem kann einer der Moderatoren die Diskussion über die Sprache gerne verschieben.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (15. März 2015 um 14:19)

  • Leute, das 3. Reich gibts seit 70 Jahren nicht mehr und solch kranke ideologien sehe ich nicht mehr als sehr diskussionswürdig an. Wenn er das Ding so nennen will ist das doch OK, man kann echst aus jeder noch so kleinen Mücke ein Riesenmammut machen. Vergessen oder totschweigen nein, aber irgendwann muss auch mal gut sein mit dieser Nazi Diskussion.

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Ich kann Dich so ignorieren das Du an Deiner eigenen Existenz zweifelst.

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