Pub- bzw. Kirmesflights, ein Erfahrungsbericht

  • Vor ein paar Monaten hatte ich mal die Schnauze von dem ganze Flight-Schaftgefummel so gestrichen voll dass ich den Wirt meines Vertrauens einen Satz Plastikflights von den Messing-Leihdarts abgeschwatzt hatte. Anfangs nur für E-Dart gedacht hab ich die Flights seitdem konsequent auch beim Steeldart-Training genutzt (ca. 6 Monate), der Vorteil ist offensichtlich: Die Dinger sind fast unkaputtbar, Gefummel mit den Flights kann man getrost vergessen. Leider hat sich auch gezeigt dass diese Dinger deutlich häufiger die Darts aus dem Board ablenken als normale Schaft/Flight Kombis, offensichtlich bedingt durch die Flexibilität der Schäfte - für Trainingszwecke war mir das aber egal. Erstaunlich finde ich dass ich bzgl. Flugverhalten / Wurfpräzision eigentlich keinerlei Probleme in meinem Wahrnehmungbereich ergeben haben. Natürlich gibts die Flights nur in einer Standardgrösse*, aber bei mir ergibt das einen recht angehmen Einschlagwinkel.

    Leider hat mein erstes Set nach gut 1/2 Jahr dann doch den Geist aufgegeben, inzwischen hab ich mir aus England aber Nachschub besorgt. Verblüfft habe ich inzwischen feststellen müssen dass mit der neuen Lieferung das Problem der abgelenkten Darts komplett weg ist, ich hatte seitdem keinen einzigen Vorfall mehr. Das neue Material ist fühlbar ein klein wenig flexibler, offensichtlich reicht das aus um die Macke komplett zu beseitigen.

    Logisch spricht damit eigentlich nichts mehr dagegen diese Dinger zu 100% zu benutzen, trotzdem gibts da eine mentale Hürde gegen die ich auch nicht immun bin: Pubflights haben einfach diese Billig- bzw. Anfängerimage, vereintes Naserümpfen der Dartgemeinde ist da vorprogrammiert.

    Zusammenfassend sind die Teile eine unschlagbare Alternative was das Preis- Leistungsverhältnis angeht, jedenfalls wenn man mit der Standardgrösse* klarkommt. Ein paar Vorurteile muss man aber schon überwinden :)

    *Nachtrag: Hab gerade mein 1. Set nachgemessen und festgestellt dass diese ca. 4mm kürzer sind. Möglicherweise hat das auch mit der Neigung zu Ablenkern bzw. Bouncern zu tun, etvl. liegt es nur am Material. Jedenfalls werden die Pubflights offensichtlich in unterschiedlichen Längen hergestellt auch wenn ich keinen Anbieter mit entsprechender Auswahl gefunden habe.

    3 Mal editiert, zuletzt von Fastdrin (29. Juli 2015 um 23:20)

  • Wie lang sind die ungefähr? Eher so wie inbetween shafts oder? Vom Gewicht her wahrscheinlich auch etwas schwerer, denke ich mal. Wenn man mit klar kommt, kann man sicherlich eine Menge Geld sparen.

    Pub Dart Flights - All In One - Durable Plastic Flights - (2ba) - Medium - Lime Green

  • Ich habe diese Flights auch.Habe sie bei Amazon (5 Sätze) gekauft.Diese Flights sind kaum kaputt zu kriegen,da kann ruhig drauftreten wie ein Irrer da passiert nichts.Der Nachteil bei mir fande ich bei engen Würfen waren doch viele Bouncer oder wurden stark abgelenkt.(Kann auch durch meinen Weichen Wurfstil kommen ???)

    Habe diese Flights auf meine anderen Pfeile montiert für die Kneipe beim E-Dart.Gerade da hat man ja viele Bouncer und einen harten Fussboden,und bei denen geht trotzdem kein Flight kaputt.

  • So habs gerade mal nachgemessen für alle dies interessiert:

    Länge Barrel bis Flightansatz: ca. 28mm
    Länge Barrel bis Flightende: ca. 76mm

    Ich komme mit Nylons (Medium) und Standart Flights auf 76mm , von Barrel bis Flightende.
    bei Barrel bis Flightansatz messe ich 34mm.

  • §3 Grundsätzliche Spielregelungen
    .......
    (3) Alle Spieler müssen Darts benutzen, die nicht länger als 30,5 cm und nicht schwerer als 50 g sein dürfen.
    Jeder Dart muss aus Spitze die in ihrer Bauform extra für Bristleboards entwickelt worden sind, einem
    Wurfkörper, einem Shaft und einem Flight bestehen.
    ......

    Wenn ich es richtig gesehen hab, sind die Systeme einteilig. Damit wären sie im Bereich des DDV nicht zulässig.

  • Damit wären sie im Bereich des DDV nicht zulässig.

    Du bestehst doch auch aus Rumpf, Kopf und Gliedmaßen und würdest deine Menschlichkeit nicht in Frage stellen, nur weil die Einzelteile miteinander verbunden sind.

  • Ich sagte doch deutlich WENN ICH ES RICHTIG SEHE.
    Wenn ich es also richtig sehe, sind Flight und Shaft keine zwei Teile, sondern quasi aus "einem Guss". Damit wären sie nicht zulässig.

  • Ich sagte doch deutlich WENN ICH ES RICHTIG SEHE.
    Wenn ich es also richtig sehe, sind Flight und Shaft keine zwei Teile, sondern quasi aus "einem Guss". Damit wären sie nicht zulässig.

    Naja aber ein Shaft und Flight sind vorhanden - nur halt baulich miteinander verbunden....
    Da kann man jetzt die DDV-Regeln stundenlang interpretieren wie man will...

    Gruss

    Christian

    - Imster DC - E-Dart Tiroler Liga

    - Team Oberland - Steeldart Tiroler Liga

  • Nö, kann man nicht. Kann man Flight und Shaft voneinander trennen, ohne sie zu zerstören?
    Nein? Dann sind es keine zwei Teile ...

  • Wird im Zweifelsfall Ermessenssache sein. Scheiß Dein Gegner Dich an, hast Du n Problem. Keine zwei Teile. PUNKT
    Ob da Formen und Funktionen erkennbar sind, interessiert niemanden. Der Dart ist nicht drei- sondern zweiteilig.

  • Und ich hab vor zehn Minuten noch behauptet, dass du mich nicht nervst Micha.

    Und da bleib ich bei.

    In den Regeln werden die Einzelteile zwar aufgelistet, aber der Begriff "Teile" fällt nicht mal.

    Gliedmaßen, Rumpf und Kopf sind miteinander verbunden. Aber sie sind Körperteile. Werden sie voneinander getrennt, ist der Mensch nicht mehr funktionsfähig. Werden Spitze, Wurfkörper (Barrel), Schaft und Flight voneinander getrennt, ist der Dart nicht mehr funktionsfähig. Handelt es sich dann um einen Dart oder die Einzelteile eines Darts? Ist es erlaubt, diese Einzelteile während eines Turniers aufs Board zu werfen? Nein. Die Teile müssen also sogar miteinander verbunden sein. Wie die Verbindung hergestellt wird, ist egal. In den meisten Fällen handelt es sich um Schraub- oder Steckverbindungen.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (29. Juli 2015 um 18:58)

  • DOS, das mag in Deinem Wohnzimmer vorm Trainingsboard gelten. Auf einem offiziellen Turnier würd ich es nicht drauf ankommen lassen ...

  • Manche Darter kleben die Flights in die Schäfte ein. Das wäre dann auch nicht regelkonform.

  • Manche Darter kleben die Flights in die Schäfte ein. Das wäre dann auch nicht regelkonform.


    Ist es strenggenommen auch nicht.
    Das fällt Deinem Gegner vielleicht nur nicht so schnell auf ...

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