No end to Dartitis...

  • Druck, der aus den eigenen Ansprüchen an seine Leistung entsteht

    Das trifft auch meine Vermutung recht genau, ich denke dass da eine übertriebene Konzentration auf den perfekten Wurf mit im Spiel ist, frei nach dem Motto "der muss jetzt rein, ich weiss das ich das kann". Trotzdem scheint mir das ganze zu komplex um es auf eine einzige Ursache zu reduzieren, wahrscheinlich kommen mehrere Faktoren zusammen.

    Für Betroffene ist die Ursachendiskussion dann aber auch nicht mehr so hilfreich, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist hilft es einem ja auch nicht weiter wenn man weiss warum.

  • Trotzdem scheint mir das ganze zu komplex um es auf eine einzige Ursache zu reduzieren, wahrscheinlich kommen mehrere Faktoren zusammen.

    Das glaube ich auch. Vermutlich sind Dartspieler auch nicht nur aufgrund unterschiedlicher Mentalität / psychischer Konstitution unterschiedlich stark gefährdet, von einer Dartitis heimgesucht zu werden, sondern auch aufgrund ihrer Wurfbewegung. Die Komplexität der Wurfbewegung unterscheidet sich ja auch von Spieler zu Spieler und fordert dem Gehirn unterschiedlich viel Arbeit ab. (Vielleicht ist Dartitis ja so eine Art Burnout einer bestimmten Hirnregion.) Falls das so ist, wären diejenigen Spieler, deren Wurfbewegung sehr komplex ist, stärker gefährdet.

    Für Betroffene ist die Ursachendiskussion dann aber auch nicht mehr so hilfreich, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist hilft es einem ja auch nicht weiter wenn man weiss warum.

    Ich halte das schon für wichtig. Den Betroffenen mag das erst mal nichts nützen, aber optimal wäre es ja, wenn man einer Dartitis vorbeugen könnte. Auch interessant für diejenigen, die ihre Dartitis überwunden haben.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (8. August 2015 um 14:04)

  • Auch interessant für diejenigen, die ihre Dartitis überwunden haben.

    Von diesen Leuten hört man komischerweise ja nur von Erzählungen und ob überwinden da der richtige Ausdruck ist weiss ich auch nicht. Bei mir ist selbst in Phasen wo ich loslassen kann immer eine gewisse Unsicherheit oder irgendwelches Zucken noch zu merken.

    Bristow hat ja später auch nie mehr sein altes Niveau erreichen können, ich denke wenn man einmal Dartitis hat ist sie auch in "Nicht-Dartitis"-Phasen immer noch latent da.

    Ich denke das ist eher ein Unterdrücken als ein Überwinden.

    Soft/Steel: Voks Magic 18/25 G

    Einmal editiert, zuletzt von Omnibolt (8. August 2015 um 17:13)

  • ich denke wenn man einmal Dartitis hat ist sie auch in "Nicht-Dartitis"-Phasen immer noch latent da.

    Sonst wären es keine Phasen. Das Blöde bei Störungen und Krankheiten, von denen nur wenige Menschen betroffen sind, ist, dass es auch nur wenige Menschen gibt, die diese Störungen und Krankheiten erforschen. Keine Ahnung, ob Dartitis vollständig therapierbar ist. Falls es tatsächlich so ist, dass die Wurfbewegung neu erlernt werden muss, dann könnten die damit verbundenen Schwierigkeiten auch etwas damit zu tun haben, dass sich die Wurfbewegung mit zunehmendem Alter schwerer erlernen lässt. Nicht zu seinem alten Niveau zurückzufinden, bedeutet nicht notwendigerweise, dass die Dartitis immer noch da ist.

  • Falls es tatsächlich so ist, dass die Wurfbewegung neu erlernt werden muss

    Ich weiss nicht warum Du davon ausgehst - wenn ich einen Tischtennisball nehme kann ich den wunderbar gegen meine Dartscheibe in genau der Bewegung schmeissen, die ich gerne mit meinem Dart ausführen würde - kein Zucken kein Stocken nichts.

    Nehme ich den Dart in die Hand geht nichts mehr.

    Soft/Steel: Voks Magic 18/25 G

  • Ich weiss nicht warum Du davon ausgehst

    "Falls". Ich geh nicht davon aus. Ich hatte etwas in der Richtung hier gelesen. Irgendwo auf dem Forum. Aber vielleicht ist das auch unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Wenn du mit anderen Gegenständen so werfen kannst wie mit einem Dart, ist es jedenfalls bei dir kein physisches, also auch kein neurologisches Problem, sondern ein psychisches, irgend eine Blockade, denn die Erinnerung an die Wurfbewegung ist ja noch gespeichert, abrufbar und kann prinzipiell auch den Bewegungsapparat steuern. (Meiner Meinung nach ist letztlich eh alles physisch. Ein Gedanke oder ein Gefühl z. B. ist eine andere Beschreibung für einen physikalischen Prozess, der im Gehirn bzw. im Körper stattfindet. Aber das nur nebenbei.)

    Ich glaube übrigens, dass es nicht unbedingt leicht ist, Dartitis zu diagnostizieren. Erstens weil das keine Störung ist, mit denen sich Ärzte oder Psychologen normalerweise in ihrer Ausbildung beschäftigen. Und zweitens, weil es eventuell auch andere Ursachen für einige der Symptome von Dartitis gibt.

    Bei wie vielen Dartern, die unter Symptomen leiden, die Nicht-Mediziner der Störung "Dartitis" zuordnen, wurde Dartitis von Medizinern oder Psychologen diagnostiziert? Ich schätze, dass viele der Betroffenen die Diagnose selbst getroffen haben. Das halte ich aber für bedenklich, weil die Diagnose "Dartitis" Angst macht und selbst Druck erzeugt.

    Und mal ein ganz allgemeiner Rat: Es ist nie gut, sich im Leben zu stark auf ein Interessengebiet zu fokussieren. Es kann immer irgend etwas Unvorgesehenes passieren, das einen hindert, bestimmten Interessen nachzugehen, ein Unfall z. B. Und wenn man dann nichts hat, mit dem man die Lücke in seinem Leben füllen kann, fällt man schnell in ein psychisches Loch. Je weniger man hat, um die Lücke zu füllen, die eine Dartitis in das Darter-Leben reißt, desto größer ist auch der Druck, die Dartitis zu bekämpfen. Aber gerade Druck ist in dem Fall ja kontraproduktiv.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (8. August 2015 um 20:49)

  • Und mal ein ganz allgemeiner Rat: Es ist nie gut, sich im Leben zu stark auf ein Interessengebiet zu fokussieren. Es kann immer irgend etwas Unvorgesehenes passieren, das einen hindert, bestimmten Interessen nachzugehen, ein Unfall z. B. Und wenn man dann nichts hat, mit dem man die Lücke in seinem Leben füllen kann, fällt man schnell in ein psychisches Loch. Je weniger man hat, um die Lücke zu füllen, die eine Dartitis in das Darter-Leben reißt, desto größer ist auch der Druck, die Dartitis zu bekämpfen. Aber gerade Druck ist in dem Fall ja kontraproduktiv.


    Genau daran hab ich auch gedacht, sogar ein Freund von mir (kein Dartsspieler) meinte, dass es NIE gut ist, sich auf ein Hobby zu versteifen. Früher bin ich noch Skateboard gefahren (etwa 10 Jahre lang), bevor vor knapp 3 Jahren der Dartsport in mein Leben getreten is. Es macht so viel Spaß und hat so dermaßen meinen Ejhrgeiz geweckt, dass ich auch keine Lust mehr auf Skaten hatte (ich muss dazu sagen, dass ich in den Jahren davor auch nicht mehr so wirklich regelmäßig geskatet bin). Darts wurde bzw. IST nach wie vor mein Lebensinhalt. Aber hey: ich bin doch auch sicher nicht der Einzigem, bei dem das so ist :thumbup: Klar gibt's Leute, die mehrere Hobbys haben. Auch bei mir gibt es ja nicht NUR dieses einzige Interessengebiet, und exzessiver als andere habe ich wohl auch Darts nie betrieben (2-3 Stunden am Tag denk ich, mit Unterbrechungen). Da gibt es ja bestimmt ganz andere Darts-Tiere - ich beziehe mich jetzt mala uf die Profis - wie Taylor, der nach wie vor täglich um die 5 Stunden spielt oder van Gerwen, der neben sämtlichen Competitions noch die heimischen Kneipenturniere mitspielt.

    Insofern scheint mir der Ansatz von dos auch interessant, der ja meint, es hängt auch von der Wurfbewegung des Spielers ab. Schaut euch mal Lewis oder van Gerwen an: das geht SO schnell, dass die kaum Zeit haben, über die Würfe nachzudenken. Auch John Lowe sagte mal, dass sein Wurfstil so einfach ist, dass er nie von Dartitis heimgesucht wurde. Dagegen sprechen würde aber, dass ich ja bei meinem Anti-Dartitis Wurfstil (mit dem es super lief, also Dart eher speermäßig zu werfen) schließlich auch Dartitis bekommen habe... :thumbdown:

  • Ich glaube kein Arzt diagnostiziert dartitis bei hobbyspielern oder auch ligaspielern. Bei den Ärzten wo ich war kannte keiner diesen Begriff. Nur einer von ner Universität am telefon kannte diese Krankheit. Ein anderer Spezialist in ner privatklinik meinte nach tests und Gesprächen das ich an etwas leide was Musiker auch haben zum Beispiel Geiger und Pianisten. Sowas kommt bei manchen vor die eine einseitige Bewegung zu oft machen und das hirn streikt dann. Deswegen denke ich das die meisten die ihr geld nicht mit darts verdienen schon diese Diagnose sich selber stellen. Und nach dieser Einsicht die man wochenlang oder monatelang nicht haben wollte ist der Weg zur Heilung geebnet. Bei mir jedenfalls war es so.

  • 2-3 Stunden am Tag denk ich, mit Unterbrechungen

    Für mich wäre das rein physisch zu viel. Da würde ich mindestens Probleme mit der Schulter bekommen.

    Ein anderer Spezialist in ner privatklinik meinte nach tests und Gesprächen das ich an etwas leide was Musiker auch haben zum Beispiel Geiger und Pianisten.

    Macht auf jeden Fall Sinn zu schauen, ob es ähnliche Störungen auch bei anderen Sportlern oder in anderen Berufsgruppen gibt. Edit: U. z. weil die Wahrscheinlichkeit, dass vergleichbare Störungen, von denen mehr Menschen betroffen sind, erforscht sind, größer ist.

    Zitat von Omnibolt

    wenn ich einen Tischtennisball nehme kann ich den wunderbar gegen meine Dartscheibe in genau der Bewegung schmeissen, die ich gerne mit meinem Dart ausführen würde

    Einen Tischtennisball hält man aber anders als einen Dart. Die Finger- und Handhaltung verändert auch die Haltung des Unterarms und unter Umständen den Winkel zwischen Unter- und Oberarm. Es ist z. B. denkbar, dass es mit einem Tischtennisball eher möglich ist, die Wurfbewegung in eine Ebene zu legen. Außerdem wiegt ein Tischtennisball so gut wie nichts. Und er hat unendlich viele Wurfachsen, ein Dart aber nur eine. Wenn die Achse eines Darts beim Abwurf nicht in Wurfrichtung liegt, verliert der Dart durch den Luftwiderstand des Flights sofort an Geschwindigkeit. Es gibt da außerdem einen psychologischen Faktor: Ein Tischtennisball ist bei den Geschwindigkeiten, um die es hier geht, völlig ungefährlich. Das Werfen eines Gegenstandes ist tendentiell ein aggressiver Akt. Der Mensch hat das in seiner Entwicklungsgeschichte gelernt, um jagen zu können. Und der durch eine Dartitis verursachte Verlust der Kontrolle über die Wurfbewegung erhöht das Risiko, sich selbst oder andere zu verletzten. Bei einem TT-Ball ist dieses Risiko aber schlichtweg nicht vorhanden. Da gibt es keine Hemmschwelle und auch keine Angst. Natürlich ist das sehr weit hergeholt und sehr spekulativ. Aber bei einer Dartitis, die keine körperlichen Ursachen hat, bleibt nur die Psyche als Erklärung. Und in der Psychologie geht es oft um Urängste und Relikte aus der menschlichen Entwicklungsgeschichte.

    Aber vielleicht kommt dir die Form des TT-Balls auch entgegen. In dem Fall spräche nichts dagegen, mal diesen Gadget-Dart auszuprobieren:

    http://dipper-darts.com/img/topmain_berry.jpg

    oder diesen superkompakten Shot-Dart:

    http://www.dartswarehouse.com/darts/915-6-series.html

    Aber: Dartitis ist kein Materialproblem.

    Edit. Noch ein wenig Psychologie: Festhalten und Loslassen sind in der Psychotherapie zentrale Begriffe. In menschlichen Beziehungen geht es ständig darum zu wissen, zu welchem Zeitpunkt es sinnvoll ist festzuhalten und zu welchen es besser ist loszulassen. Es gibt da also eine starke Parallele zum Darten. Beim Darten befindet man sich ständig in dem Spannungsfeld zwischen Festhalten und Loslassen. Wenn die Entscheidungen nicht mehr automatisiert getroffen werden können, ist das anstrengend.

    Edit 2:

    Im Wikipedia-Artikel über die Störung Yips steht:

    Die Behandlung ist mangels klarer Ursachen schwierig und reicht von mentalem Training mit Entspannung, Visualisierung, positivem Denken über medikamentöse Behandlungen bis zur momentan wohl effektivsten Lösung: die Veränderung der Puttbewegung (zum Beispiel mit Hilfe eines längeren Putters), um die Schultermuskeln vermehrt einzusetzen.

    Das Material ist also nicht ganz zu vernachlässigen.

    8 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (9. August 2015 um 09:30)

  • Ich habe jetzt mal angeregt von D-O-S Hypothesen ein paar unterschiedliche Situationen durchgespielt. Meine Dartitis ist momentan mittelstark - d.h. ich muss manchmal absetzen oder dreh mich weg kann aber spätestens beim 2. Anlauf mit Kraftanstrengung den Loslasspunkt überwinden und treffe dann auch die Scheibe sogar - Felder auf die gezielt waren aber eher zufällig.

    Hier die Versuchsanordnungen mit Ergebnis:

    TT-Ball mit neuer Griffhaltung wie Dart - kein Problem
    Hundebett auf Boden mit E-Dart - kein Problem
    Sofalehne (70cm Höhe) mit E-Dart - kein Problem
    Kugelschreiber auf Dart-Board - kein Problem
    Steeldart auf geschwärztes Board ohne Drahtspinne - leichte Probleme (nach anfänglich keinem Problem, wird das nach einiger Zeit doch schwierig - deswegen Update)

    Es stellt sich also raus, das nur die Kombination aus Dart (egal welcher) und Board mit Feldeinteilungen zum Problem wird.

    Versuche mit verschiedenen Höhen des Dartboards ergaben bei mir, das das Problem erst ab 1,30 cm (Bullhöhe) langsam anfängt und je näher es an die Originalhöhe geht es immer schlimmer wird.

    Also Board annähernd Originalhöhe + Pfeile = Dartitis (bei mir)

    Bristow hat glaub ich auch am Boden angefangen und dann die Höhe immer mehr erhöht - aber damit bekämpft man ja nur die Wirkung und nicht die Ursache.

    Soft/Steel: Voks Magic 18/25 G

    4 Mal editiert, zuletzt von Omnibolt (13. August 2015 um 06:06)

  • Omnibolt das finde ich hochinteressant, danke für den Selbstversuch!

    Ich habe die letzten Tage auch über das Thema nachgedacht und komme immer mehr zu dem Verdacht, dass hier evtl. der Wille die eigentliche Wurfbewegung zu steuern zu wollen eine Rolle spielen könnte. Da die Bewegung zu schnell ist um Details bewusst zu variieren funkt das Gehirn eine Art "SOS, bin überfordert, alles Stop..." zurück und die Blockade ist da. Ist jetzt aber nur meine aktuelle Arbeitshypothese..

    Einmal editiert, zuletzt von Fastdrin (10. August 2015 um 12:44)

  • Also wer hier nach Informationen fragt und dann Rückinfos sofort mit "Das kann ja gar nicht sein weil......"
    Der sollte sich mit Dartitis abfinden, er wird es nie überwinden. Ich kenne da einen, mittlerweile denke ich fast der ist froh das er Dartitis hat, denn nur dadurch hat er überhaupt so viel Zeit
    sich um die Organisation und Vereinsführung usw. zu kümmern. Da liegen die Gründe auch tiefer! Aber nun ja, wer sich nicht ernsthaft damit beschäftigen möchte, der ist nur zu bedauern.
    Soll er sehen wie er klar kommt.
    Und wieder gilt, nur meine Meinung, wem die nicht passt, der darf sie gerne ignorieren.

  • Bristow hat glaub ich auch am Boden angefangen und dann die Höhe immer mehr erhöht - aber damit bekämpft man ja nur die Wirkung und nicht die Ursache.

    Nicht unbedingt. Ängste lassen sich abbauen, in denen man sich ihnen schrittweise stellt. Die Ursache war eine beängstigende Situation und die Wirkung ist Angst vor ähnlichen Situationen und Vermeidungsverhalten o. ä. Aber im Falle einer Dartitis, die ein rein psychischer Effekt ist, würde ich es eher mit Entspannungsübungen o. ä. versuchen. Vielleicht mal mit der Hypnose-CD von dem Ritsch.

    -------------------

    Es lässt sich zwar trotz deiner Tests nicht völlig ausschließen, dass deine Dartitis neurologisch bedingt ist, aber es deutet doch einiges auf einen starken psychischen Faktor hin.

    Vielleicht ist das auch die psychische Vorstufe, auf der du dich befindest und deine Dartitis hat sich noch nicht neurologisch verfestigt. Das würde ich dann als Warnsignal interpretieren.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (10. August 2015 um 18:44)

  • Also bei mir ging garnix mehr sobald ich den dart in der hand hatte und die augen das ziel anvisiert haben. Selbst ne alte sisal Scheibe hab ich weiß lackiert aber trotzdem versucht man was zu zielen auf der weissen Scheibe und da war es aus. Augen zu oder weggucken und auf einmal ging es. Wie schon beschrieben hab ich schrittweise mit was anderem in der hand versucht mit der selben bewegung zu zielen erst mit megablocks und dann mit kleineren bausteinen in ne kiste erst im sitzen dann im stehen. Als das alles problemlos ging warf ich ganz sachte darts auf sisal. Natürlich mit rucken und gehopse aber es wurde immer besser. Und phasen hab ich noch nie gehabt. Seit einem jahr bin ich nahezu Beschwerdefrei aber ich spiele weniger als davor und turnierdruck oder ligaspiel hatte ich noch nicht wie früher.das wird nochmal eine Hürde werden.
    Irgendwo las ich das das unterbewusstsein ein Faktor ist. Negative Erfahrungen oder verdrängte ängste sind ein beispiel für sowas.das können Dinge sein die durchaus ne positive Fassade haben.
    Bei mir waren davon 2 hochkarätige dinge dabei wenige tage bevor es erstmals Symptome gab. Scheint aber bei betroffenen verschiedenen auslöser zu haben. Das einzige was ich während der schlimmen dartlosen zeit nie versucht oder gewagt habe zu dem mir aber mehrmals geraten wurde war Hypnose. Vielleicht kennt wer wen der sowas unternommen hat und kann mal schreiben ob es was gebracht hat.

  • Also ich hab über 6 Wochen lang die Selbsthynosedatei von Ritsch die er kostenlos angeboten hatte wirklich bis auf 2 Tage in der kompletten Zeit gehört und nachts über In-Ear-Hörern durchlaufen lassen.

    Nach den 1-2 Tagen glaubte ich ne leichte Verbesserung (warscheinlich ein Placebo) danach wars so schlimm wie vorher und auch keine Verbesserung mehr erkennbar.

    Hatte übrigens früher mal mit Taurin-Tabletten probiert, das ging sogar ne Weile sehr gut, irgendwann aber dann auch nicht mehr - denke das war ebenso ein Placebo-Effekt.

    Hatte gelesen das Taurin in der Psychatrie bei Angstzuständen und auch zur Entkrampfung genommen wird - daher der Versuch.

    Soft/Steel: Voks Magic 18/25 G

  • Hmmm ich kenn diese cd jetzt nicht. Ich meinte wo man direkt in eine praxis sich begibt und sich hypnotisieren lässt auf sein jeweiliges Problem spezialisiert. Ähnlich wie sich ein raucher das rauchen abgewöhnen will.

  • Hmmm ich kenn diese cd jetzt nicht. Ich meinte wo man direkt in eine praxis sich begibt und sich hypnotisieren lässt auf sein jeweiliges Problem spezialisiert. Ähnlich wie sich ein raucher das rauchen abgewöhnen will.

    Ich kann mich umsehen/hören wer in Deiner Nähe Hypnose und Sporthypnose anbietet, wenn Du willst !?

  • Ich kann nur nochmals betonen: Vielen Dank für die ganzen Antworten, ihr seid super 1.D Ich hab jetzt bestimmt seit einer WEoche nicht mehr versucht, mit rechts zu werfen; führe das Links-Experiment weiter durch.

    Selbst wenn ich trotz Dartitis teilweise noch besser getroffen habe als ohne, macht es mir einfach viel mehr Spaß mit links, krampf-und ruckelfrei zu werfen. Und dabei wird es auch von tag zu Tag besser. Ich ärgere mich kaum, wenn ich ne Phase habe, in der ich auch mal mit links 2x die 20 erwische, der nächste aber in die 14 geht. Ich kann mir immer sagen: "Naja, scheioß drauf, is eh nur die linke Hand.", ergo versuche ich gar nicht erst, mir Druck zu machen.

    Am, Samstag hab ich dann nen kleines Experiment gemacht und 3 Runden 501 SO mit meinem Bruder (kein Darter) gespielt, und siehe da: er hat mit rechts genau so scheiße gespielöt wie ich mit links, habe 2-1 gewonnen^^ Als ich am letzten Feld hatte ich kaum Druck. Nicht wie früher hab ich mir gesagt: "Komm, der muss jetzt aber wirklich rein da", sondern dachte sowas wie "Naaaja, schaun ma mal, ob das jetzt geht." Mein Bruder musste schon lachen, wenn ich nach den üblichen 26 Punkten gesagt habe "Gucke, der hat sich wieder seinen Bereich da oben markiert, auch mit links." :thumbup: und als ich ihm gesagt habe "Du spielst heute gegen einen Anfänger." Wer weiß, vielleicht bleibe ich wirklich dauerhafter Linksspieler, ob das jemals so gut klappen wird wie mit rechts, is mir im Moment scheißegal, ich will nur unverkrampft mein Sisal bearbeiten können. :thumbup:

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