Dart Trainingsplan

  • Also ich habe da gar keine besonderen Vorlieben. An manchen Tagen treff ich die D20 überhaupt nicht weil ich die höhe nicht richtig "justiert" bekomme, an anderen Tagen klappts mit den seitlichen Doppel nicht.

    Wobei, wenn ich es mir recht überlege, die meisten Probleme habe ich mit der horizontalen und den senkrechten

    ____________________________________________________________

    <Heute mal ohne Signatur unterwegs>

  • Interessante Frage, Kai.
    Es gab irgendwann mal eine Erhebung, dass die Streuung angeblich gleich sei. Meine persönliche Erfahrung zeigt aber, dass dies nicht so ist. Wenn ich mir mein Trefferbild so anschaue zeigt sich, dass die Streuung in der Horizontalen geringer ist. Die 20 treffe ich nämlich relativ konstant, die T20 (oder nahe) dran, dass klappt nicht immer. Wäre die Streuung in der Horizontalen genauso groß wie in der Senkrechten, würde ich öfter die 12 oder die 18 treffen. Das wiederrum ließe den Schluss zu, dass D6 oder auch D10 leichter zu treffen wären als D20. Aus dem Bauch heraus würde ich das bejahen.

    Dann kommt aber hinzu wie man was trainiert. Die D20 brauche ich relativ oft, selbst wenn ich nur 501 spiele, also bin ich auf ihr sicherer als auf anderen Feldern. Das widerspricht sich aber mit meiner These, dass es nur darum geht zu üben den Dart dort hinzubekommen wo ich ihn hinhaben will. Aber da sind wir wieder im Bereich des mentalen. Das ist weniger motorisch als mental.
    Beispiel: Vorgestern habe ich beim Doppeltraining D4 äußerst schlecht getroffen, im Trainingsmatch habe ich sie dann auch kein einziges Mal getroffen und bin stets auf D2 oder D1 zum Abschluss gekommen. Gestern habe ich D4 vor dem Trainingsmatch nicht trainiert und sie 3x mit dem 1. Dart getroffen. Alles mental, auch wenn wir versuchen es auszublenden, es ist einfach da.
    Das ist auch der Punkt an dem ich sage: Auch wenn alle Doppel gleich weit weg vom Bull sind, sie sind nicht alle gleich "leicht" zu treffen. D3 ist einfach schwerer als D16, in engen Matchsituationen geht das quasi allen Spielern so, einfach weil der Wurf ins Single Feld nicht direkt schöne Folgen hat. Wer behauptet das komplett ausblenden zu können müsste eine Riesen Checkquote haben und in der Weltspitze mitspielen können.

  • Also so über lange Zeit gesehen treff ich die Felder D14/D11/D8 und D4/D13/D6 glaube ich häufiger und meistens auch schneller als alle anderen Felder. Obwohl das eigentlich Doppel sind, die ich gar nicht trainiere.
    Dagegen D20/D3 da kann ich trainieren und trainieren und dann klappst einen Tag daheim. Und am anderen gehts wieder gar nicht!
    Wo hingegen die D16/D18/D10/D12 mit Training wirklich häufiger für mich zu treffen sind und auch nicht so starken Trefferschwankungen unterliegen.

    Warum???
    Wenn ich das wüsste, hät ich es schon behoben!
    Jemand eine logische erklärung?

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Vorab, merkt ihr auch das wir zum eigentlichen Thema schon längst mehr als :offtopic: sind?

    Kai's Fragestellungen haben mich mal zum intensiveren Nachdenken bewogen, so ca. zwei Minuten, da die Antwort ansich recht simpel und einleuchtend ist! Die deutlich einfacher zu justierende Linie ist definitiv die Senkrechte, da in der Wurfbewegung die Fallinie des Unterarmes einer senkrechten entspricht. Dementsprechend sollte die Horizontale die schwerer justierbare Linie darstellen, da sie ausschliesslich durch rechtzeitiges öffnen des Griffs bestimmt wird! :klugscheiss: Ergo liegt dann doch Mike mit seiner Anfangsbehaubtung eher richtig!

    GD Josh

    Don't call it Schnitzel!

    2 Mal editiert, zuletzt von Blues Josh (26. Juni 2010 um 11:00)

  • Vorab, merkt ihr auch das wir zum eigentlichen Thema schon längst mehr als :offtopic: sind?

    Kai's Fragestellungen haben mich mal zum intensiveren Nachdenken bewogen, so ca. zwei Minuten, da die Antwort ansich recht simpel und einleuchtend ist! Die deutlich einfacher zu justierende Linie ist definitiv die Senkrechte, da in der Wurfbewegung die Fallinie des Unterarmes einer senkrechten entspricht. Dementsprechend sollte die Horizontale die schwerer justierbare Linie darstellen, da sie ausschliesslich durch rechtzeitiges öffnen des Griffs bestimmt wird! :klugscheiss: Ergo liegt dann doch Mike mit seiner Anfangsbehaubtung eher richtig!

    GD Josh

    Das würde ja bedeuten, dass Du mit (fast) jedem Wurf ein Triple Feld treffen müsstest. Denn T20, T5, T1 liegen ja nahezu auf einer Linie. Da sagt mir die Praxis aber etwas anderes.

  • Vorab, merkt ihr auch das wir zum eigentlichen Thema schon längst mehr als :offtopic: sind?

    Kai's Fragestellungen haben mich mal zum intensiveren Nachdenken bewogen, so ca. zwei Minuten, da die Antwort ansich recht simpel und einleuchtend ist! Die deutlich einfacher zu justierende Linie ist definitiv die Senkrechte, da in der Wurfbewegung die Fallinie des Unterarmes einer senkrechten entspricht. Dementsprechend sollte die Horizontale die schwerer justierbare Linie darstellen, da sie ausschliesslich durch rechtzeitiges öffnen des Griffs bestimmt wird! :klugscheiss: Ergo liegt dann doch Mike mit seiner Anfangsbehaubtung eher richtig!

    GD Josh

    Ich vermute, Du hast Dich da gerade etwas verheddert. Ich versuchs mal "mathematisch".

    +Y
    I
    I

    -X ----------0 -------- +X
    I
    I
    -Y


    Die senkrechte Linie ist die Vertikale also die Y-Achse in den üblichen Funktionsdarstellungen.
    Der Nullpunkt der Y-Achse wäre exakt der Zielpunkt und die (ungeplante) Abweichung nach +Y (zu hoch) oder -Y (zu tief) die Streuung auf der Hoch-Runter - Geraden ,also der Vertikalen .

    Die waagerechte Linie ist die Horizontale also die X-Achse in den üblichen Funktionsgraphen.
    Der Nullpunkt der X-Achse wäre exakt der Zielpunkt und die (ungeplante) Abweichung nach +X (zu rechts) oder -X (zu links) die Streuung auf der Links-Rechts - Geraden ,also der Horizontalen .

    Die Frage war, ist es leichter, auf der X-Achse eine nur kleine Streuung zu haben? Oder ist es leichter auf der Y-Achse nur kleine Abweichungen zu produzieren?

    Und ich gehe dahingehend mit Josh konform, das es SCHWIERIGER ist, die Abweichung der Y-Achse zu kontrollieren, da hier die ganze Wurfdynamik mit Schwerkraft, schrägen Wurf, Geschwindigkeit und damit WO in der Wurfparabel erreicht der Dart das Board etc. zu beherrschen ist.

    Daraus folgt m.E. Doppel 20 ist schwieriger zu treffen als D6.
    (Und hier ist nun endlich die Entschuldigung, warum ich in meiner Laufbahn so oft, so peinlich auf Tops versagt habe, ich konnte gar nix dafür! 8o )

    Tante Edith: hoffentlich hat´s keiner gemerkt. Stupid, even more stupid, really really stupid Kai

    Einmal editiert, zuletzt von madHouse (26. Juni 2010 um 13:08)

  • Erfahrungsmäßig geb ich Kai da vollkomen recht! Und es ist einfach logisch!
    Find ich gut, denn dann muss ich einfach wohl noch mehr trainieren.

    Aber zum Thema Trainingsplan und Doppletraining:
    Ich find da das Spiel 41 +1/-10 am effektivsten, man trainiert automatisch die "wichtigsten" Doppel und meist (Ich auf jeden Fall) die Folgefelder bei einem Singel Treffer mit. Und den Druck mit einem Single sich zu stellen hat man auch, denn wenn das schon nciht klappt vergiebt man gleich 1 Dart auf Doppel, was mir sehr geholfen hat, meine eklatante Singel-Stell-Unfähigkeit etwas in den Griff zu bekommen.

    Dagegen finde ich Bobs27 oder ähnliche zwar immer wieder ganz lustig, aber einfach meistens zu frustirerend. Also ich komm nicht immer Durch bzw. scheiter oft früh, dass heißt dann meist Frust und Ende des Trainings.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Sollte ich mich vertan haben wäre das l keine Senkrechte und --- keine Horizontale! Oder hab ich im Leben so oft daneben gelegen??????

    Nach meinem Wissensstand ist l eine nach unten abfallende Linie, ebenso wie die Schwung und follow Throught Bewegung im Abwurf, letztgreifend also die seitliche Richtung! Im weiteren, sollte ich nicht allzu weltfremd sein ist doch --- eine Horizentale, also die Treffhöhe, die in unserer Wurfbewegung durch rechtzeitiges loslassen des Darts bestimmt wird. Sobetrachtet habe ich genau das, ok etwas kompliziert, bereits in dem von euch bemängelten Beitrag geschrieben. Die Erklärung von Kai ist allerdings genau das was ich im Grunde damit ausdrücken wollte und präzieser erklärt als ich es jemals könnte! Allerdings bin ich entgegen Kai's Meinung der Ansicht das die Y Achse, also die Senkrechte, leichter zu händeln und zu kontrollieren ist, da unser bestreben in einer geradlinigen Bewegung besteht! Wohingegen der Zeitpunkt des Dartloslassens meines Erachtens z.B. durch Ablenkungen weitaus unkonstanter ausgeführt werden kann. Oder kann es sein das sich da Kai ein wenig verhaspelt hat?

    GD Josh


    Clarissa: Senkrecht = l = y Achse = Wurfrichtung / Horizontal = --- = x Achse = Treffhöhe

    Don't call it Schnitzel!

    3 Mal editiert, zuletzt von Blues Josh (26. Juni 2010 um 14:23)

  • Horizontal = --- = x Achse = Treffhöhe

    Also jetzt diskutieren wir ´s aus.
    Das: Horizontal = --- = x Achse ist OK, das: x Achse = Treffhöhe ist schlicht falsch.

    Die Werte, die auf der X-Achse abgetragen werden, haben ALLE den Y-Wert Null, weshalb die X-Achse völlig ungeeignet ist, die Höhenverschiebung (zu hoch zu tief) anzugeben.

    Was Du m.E. hier machst, ist gedanklich eine zur X-Achse parallele Gerade auf Y-Höhe des Treffpunktes auf Dein Trefferbild zu konstruieren. Und dann daraus abzuleiten, diese neue horizontale Gerade würde dem "Y-Breitengrad" entsprechen und daher sei die Höhenangabe eine Horizontal-Beschreibung. NÖ!
    Auf der horizontalen X-Achse unterscheiden sich die Werte ausschließlich in Links-Rechts Richtung.

    Und entsprechend anders machst Du es gedanklich (falsch) mit der Vertikalen. Zahlenwerte auf der vertikalen Y-Achse haben ALLE den X-Wert 0 und unterscheiden sich in diesem Parameter nicht ( s.analog zu oben)

    (Bem: geil, :klugscheiss: über Mathe im Dartforum, That´s me!)

  • ...Aber zum Thema Trainingsplan und Doppletraining:
    Ich find da das Spiel 41 +1/-10 am effektivsten, man trainiert automatisch die "wichtigsten" Doppel und meist (Ich auf jeden Fall) die Folgefelder bei einem Singel Treffer mit. Und den Druck mit einem Single sich zu stellen hat man auch, denn wenn das schon nciht klappt vergiebt man gleich 1 Dart auf Doppel, was mir sehr geholfen hat, meine eklatante Singel-Stell-Unfähigkeit etwas in den Griff zu bekommen.


    Stimme ich vollkommen zu, eine sehr gute Übung.
    Ich bin aber der Meinung, dass es eine Übung für einen fortgeschrittenen Spieler ist. Ein Anfänger würde daran verzweifeln, genauso wie an Bob's 27.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Anfänger nicht daran vorbeikommt, teilweise auch stupide, auf einzelne Felder zu werfen und zwar bis zum Erbrechen, denn nur dann schleift sich die Bewegung ein.
    Hier bewährt sich das Trainingsprogramm von Anton Pein ganz gut.
    Beginnt man mit Tennis, ist es ja ähnlich. Es werden nicht sofort Spielsituationen trainiert, sondern erst mal die reine Schlagtechnik. Ballmaschine und dann 1000mal einen Volley vorne am Netz. Auch stupide, führt aber kein Weg daran vorbei. Beim Fußball ist es doch ähnlich, selbst Fußballprofis üben nach den regulären Trainingseinheiten noch eine Stunde lang Freistöße, um die Schusstechnik einzuschleifen.
    Warum sollte so etwas für Darts nicht gelten?

    Man sollte die Übungen anhand seines Könnens aussuchen.

    Für Fortgeschrittene habe ich noch eine schöne Doppelübung:
    Anfangen bei 41.
    Jeder Rest ist exakt so auszuwerfen, wie er in seiner Checktabelle aufgeführt ist. Beispiel:
    41 = 9, 32 --> Der erste Dart in die 9 und der zweite in die D16. Es gilt auch: Erste Dart ins Schwarze, zweite 9, dritte D16 oder erste Dart 9, zweite ins Schwarze, dritte D16. Dann erst weitergehen zur 42
    Es gilt nicht: 9, 16, D8 oder jede andere Kombination, die den Rest von 41 auf einem anderen Doppel als die D16 ausmacht.
    Als besondere Schwierigkeit kann man noch die Zahlen üben, die man üblicherweise wirft, wenn man nur noch 2 Darts auf der Hand hat, klassisch die 60er Zahlen. Beispiel:
    61: 45 und D8 so wie oben beschrieben. Hat man es erfüllt, dann wieder die 61 wie folgt: Den ersten Dart irgendwo ins Board werfen. Üblicherweise nehme ich ein Triple. Mit dem zweiten die T11 und dem dritten die D14. Es gilt nicht: Mit dem zweiten die 11 und dem dritten Bullseye. Das übt man bei dieser Übung noch genug :!D

    Bei dieser Übung schiebt man Frust aber mir macht es sauspaß.

    Es grüßt
    Hamski

    Einmal editiert, zuletzt von Hamski (26. Juni 2010 um 15:37)

  • Allerdings bin ich entgegen Kai's Meinung der Ansicht das die Y Achse, also die Senkrechte, leichter zu händeln und zu kontrollieren ist, da unser bestreben in einer geradlinigen Bewegung besteht! Wohingegen der Zeitpunkt des Dartloslassens meines Erachtens z.B. durch Ablenkungen weitaus unkonstanter ausgeführt werden kann. Oder kann es sein das sich da Kai ein wenig verhaspelt hat?

    GD Josh

    Genau das ist der Punkt an dem ich mit Dir nicht übereinstimme (und Kai habe ich auch genauso verstanden). Sind Deine Schwankungen in der Höhe wirklich geringer als die in der Breite? Meine Erfahrungen sind genau andersrum: Relativ konstant auf der X-Achse (also 20er Segment), aber eben nicht häufig genug ganz präzise auf der Y-Achse.


  • Beim Fußball ist es doch ähnlich, selbst Fußballprofis üben nach den regulären Trainingseinheiten noch eine Stunde lang Freistöße, um die Schusstechnik einzuschleifen.
    Warum sollte so etwas für Darts nicht gelten?

    Auf der anderen Seite aber nur vereinzelte Spieler. Früher gab es auch noch deutlich mehr Schußtraining für die ganze Mannschaft als heute, auch Kurzpaßspiel, Ecken, Sprints oder sonstwas wurden stupide im Mannshchaftstraining geübt.

    Schaut man sich aber Trainingseinheiten von modernen Trainern (oder spanischen bzw. niederländischen Trainern) an, ist diese Form heute kaum noch zu finden. Statt Ecken oder Freistößen werden diese im Trainingsspiel 3-5x in Folge geübt, statt Sprints wird das Ganze mit Pässen in die Spitze geübt. Statt Kurzpaßspiel im Zirkel wird ein Trainingsspiel auf kleinem Feld gespielt usw ... Ballorientierung heisst mittlerweile das Stichwort.
    Können wir hieraus für das Darttraining was ziehen?
    Wäre es eine Möglichkeit im 501 3x ausmachen zu müssen bis das Leg beendet ist (um nur mal einen Ansatz aufzugreifen)?

  • Also bei mir ist es so das die Streuung auf der Y Achse doch gravierender ist als auf der X Achse.
    Klingt vielleicht etwas stupide aber werft doch mal 9 Darts auf die D11 oder D6 und vergleicht wie oft ihr die getroffen habt oder wie nah ihr denn an dieses Doppel herankommt und vergleicht das dann mit der T20.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!