Die Standposition in Abhängigkeit zum dominanten Auge

  • So, ich doktor wieder mal an der optimalen Standposition.

    Ich habe mich mittig vor das Oche gestellt, rechter Fuß vorne und parallel zum Oche. Beim Wurf habe ich mal erst das linke Auge (mein rechtes ist leicht dominant) zugekniffen. Ich konnte den Dart sehen, beim Wurf flog er konstant oben in die 5. Dann habe ich das linke Auge zugekniffen, der Dart flog über Doppel 12.

    Vom Gefühl her stehe ich leicht nach rechts versetzt (in Richtung des dominanten Auges) am besten. Die Würfe weichen nicht sonderlich seitlich ab.

    Besteht zwischen der optimalen Standposition und dem dominanten Auge ein Zusammenhang (also stark dominantes rechtes Auge, stark nach rechts verschobener Stand, starkes dominantes linkes Auge, stark nach links verschobener Stand, mässig dominantes Auge, mässig verschobener Stand in Richtung des dominanten Auges)? Wollte mal eine Art Umfrage deswegen stellen, wäre vielleicht gerade für Anfänger interessant, damit diese einen Ausgangspunkt für ihren Stand haben.

    Könnt Ihr meine Annahme also bestätigen?

    P.S.: bin Rechtshänder, keine Ahnung, ob es bei Linkshändern ähnlich ist

    Für ernstgemeinte Antworten und das eine oder andere Limmerick bedanke ich mich im Voraus.

    Uli

  • Ich habe so einiges ausprobiert und kam zu dem Schluss: Welches Auge dominant ist, ist nicht entscheidend für den Stand. (zumindest nicht für mich) Ich habe den Pfeil vor das rechte Auge gehalten (so wie immer) und geworfen. ca. 2 Stunden, dann habe ich den Pfeil vor das Linke Auge gehalten und ca. 2 Stunden versucht in die Richtige Richtung zu werfen. Zuletzt hat das auch ganz gut funktioniert. Ich war insgesamt mit dem gesamten System aber nicht zufrieden und habe wieder vor das gewohnte Rechte Auge gehlalten. Zur Erklärung: Ich nehme den Pfeil so wie immer und halte das linke Auge zu. Dann sehe ich nur den Pfeil und nicht die Scheibe (bzw. nicht die Stelle wo ich hinmöchte) Ich schließe danach nur das Rechte Auge und habe hier natürlich freie Sicht auf´s Board. Schaue ich jetzt mit dem linken Auge über den Pfeil auf´s Board, befinde ich mich ca. 40cm rechts neben der Scheibe!!! Erst wenn ich beide Augen geöffnet habe kann ich zum einen schauen ob der Pfeil sich in der richtigen Richtung vor dem Board befindet und sehe gleichzeitig das Ziel.

    In allen Fällen habe ich die Besten erfolge wenn sich der Pfeil in der Ausgangsposition gerade vor dem Board befindet. Also Richtung T20, Bullseye oder T3 zeigt (je nachdem wie hoch ich ihn halte)
    Denn hier kommt das Problem mit dem versetzt stehen: Stehe ich links von der Mitte kann ich relativ gerade auf D11 werfen, der Weg zur D6 ist aber weiter als der zur D11 d.h. durch die immer auftretende Flugkurve (der Pfeil stürtzt während dem Flug halt immer ab) muss ich auf D6 fester werfen um die gleiche Höhe zu haben. Stelle ich mich rechts neben die Mitte muss ich entsprechend fester auf D11 werfen verglichen zur D6.

    Für mich daher ein absolutes No, Go: Ausserhalb der Mitte stehen vor dem Abwurf (Gemeint ist die Position des Pfeils)

    Dies nur meine bescheidene Meinung.

  • ... oder andere Limmerick bedanke ich mich im Voraus.

    Häää? [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_confusednew.gif] Was'n das? Aber wer so nett drum bittet, dem kann geholfen werden. [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_megagrin.gif]

    Am Oche steht Uli ... mit 'nem neuen Trick.
    Geschärft wird schnell der stahlharte Blick.
    Trotz Nachfokussieren,
    die Darts ihm abschmieren.
    Dominates Auge! ....... welch Mißgeschick!

    Keine Ahnung, ob Dir das jetzt was hilft :)


  • In allen Fällen habe ich die Besten erfolge wenn sich der Pfeil in der Ausgangsposition gerade vor dem Board befindet. Also Richtung T20, Bullseye oder T3 zeigt (je nachdem wie hoch ich ihn halte)
    Denn hier kommt das Problem mit dem versetzt stehen: Stehe ich links von der Mitte kann ich relativ gerade auf D11 werfen, der Weg zur D6 ist aber weiter als der zur D11 d.h. durch die immer auftretende Flugkurve (der Pfeil stürtzt während dem Flug halt immer ab) muss ich auf D6 fester werfen um die gleiche Höhe zu haben. Stelle ich mich rechts neben die Mitte muss ich entsprechend fester auf D11 werfen verglichen zur D6.

    Für mich daher ein absolutes No, Go: Ausserhalb der Mitte stehen vor dem Abwurf (Gemeint ist die Position des Pfeils)

    Dies nur meine bescheidene Meinung.

    verdammte Hacke, ich habe mir da auch schon oft Gedanken drüber gemacht, aber auf diese, eigentlich ultrasimple Lösung bin ich nicht gekommen.
    Werde meinen Stand korrigieren, das hat mich überzeugt! Dachte bisher auch immer, leicht rechts treffe ich besser, scheint aber ein psychologisches Problem zu sein ^^

    Stell mich ab sofort in die Mitten,
    was hat mich dabei nur geritten?
    ...leicht rechts zu steh'n,
    da wars so schön,
    doch nun hab ich genug gelitten :banana:

  • ich denke, das hängt dann noch leicht vom Stand ab.
    Ich habe es jetzt so verstanden, dass der Arm auf jeden Fall mittig schwingen sollte.

  • Das sind m.E. grundlegend schöne Überlegungen zur Auge/Standpunkt Relation, die es genauer auszuloten bzw. auszutesten gälte. Allerdings habe ich den Eindruck, dass mindestens noch zwei weitere Parameter berücksichtigt werden müssten:

    a) die Ausrichtung des Körpers zum Board (in Kombination mit)
    b) dem "Aufdrehwinkel" des Handgelenks

    Mal ein Beispiel von mir:
    Körperausrichtung ist rechter Fuß vor, parallel zum Hockey, linke Schulter zurück, also quasi komplett seitlicher Stand. Nehme ich jetzt einen Dart locker in die Hand, dann zeigt der ca. 45° nach Links. Um das zu kompensieren, kann ich a) das Handgelenk nach rechts aufdrehen, was sich eher unangenehm anfühlt und leichter zu Verkrampfungen zu führen scheint oder b) mich etwas (15 - 20 cm) rechts von der Mitte aufstellen --> das Handgelenk muss nicht so weit aufgedreht werden.

    Die Variante b) liegt mir besser. Für jemanden, der frontaler zum Board steht (Gürtelschnalle voraus) sieht das ggf. aber wieder ganz anders aus.

  • Ein Darter steht hoffend am Board
    strebend zu entwickeln sich fort
    sträubt das Gefieder wie ein Hinkel
    setzt noch des Handgelenks Winkel
    doch frustriert ihn der Einschlagsort

  • @Haehni: Wenn ich Dich richtig verstehe sprichst Du bei einem Rechtshänder davon links von der Mitte zu stehen (damit der Pfeil sich dann vor der Mitte befindet), oder ?!?

    Bei mir ist es von außen betrachtet wahrscheinlich so ungefähr. Allerdings würde ich nicht sagen dass ich links neben der Mitte stehe (häää?) ok ich versuchs mal zu formulieren. Die Ferse meines rechten Fußes steht ziemlich genau Mittig vor der Scheibe, d.h. der ganze Rest des Körpers befindet sich links neben der Mitte, also passt deine Aussage. Aber das trifft halt nur auf mich zu, jeder Spieler hat so seine Individuelle Haltung also nicht unbedingt übertragbar. Der Pfeil sollte halt meiner Meinung nach in der Mitte vor dem Board platziert sein.

    ich denke, das hängt dann noch leicht vom Stand ab.
    Ich habe es jetzt so verstanden, dass der Arm auf jeden Fall mittig schwingen sollte.

    So habe ich das gemeint und wie du schon sagst kann der Körpder dann quasi auch 50cm weiter links oder Rechts stehen.

    Das sind m.E. grundlegend schöne Überlegungen zur Auge/Standpunkt Relation, die es genauer auszuloten bzw. auszutesten gälte. Allerdings habe ich den Eindruck, dass mindestens noch zwei weitere Parameter berücksichtigt werden müssten:

    a) die Ausrichtung des Körpers zum Board (in Kombination mit)
    b) dem "Aufdrehwinkel" des Handgelenks

    Boah der Kai, wenn wir den nicht hätten, für mich der penibelste Dart Analysator aller Zeiten (Positiv gemeint). Da bin ich ja mit meiner Nachmessphobie (alles über 2mm Abweichung in Abstand und Entfernung muss mit Gefängnisstrafe für den Aufsteller bestraft werden) ja noch ein echtes Weisenkind. An solche Dinge habe ich noch gar nicht gedacht. :respekt: und :danke:

  • Grüße Euch,

    nun, meine Erfahrungen sind die, dass ich versuche Ellbogen, Handgelenk und den Dart in einer parallele Linie mittig zum Board zu bringen, wobei ich etwa 45 Grad zum Oche stehe.
    Sind diese Vorraussetzungen erfüllt, bemühe ich mich absolut regungslos nur mit Unterarm + Handgelenkbeschleunigung den Dart zu werfen (viele sprechen vom "Dart schießen" aber hier gibt es z.B. den Unterschied zwischen Barnie und Phil oder James Wade usw. Phil oder James schießen die Darts, das wirkt angestrengender, muss es aber nicht sein.
    Handgelenkbeschleunigung ist meiner Meinung nach auch hier entscheidend. Barnie hat eine herrlich lockere Wurftechnik mit gleichmäßiger Beschleunigung (mein persönliches Vorbild in dieser Hinsicht).
    Da der Mensch anatomisch gesehen, die Arme nicht in der Mitte hat, glaube ich erkannt zu haben das D 12 oder D 4 unterschiedliche Wege haben. Ich versuche dies durch mehr oder weniger Handgelenkbeschleunigung zu kompensieren und stelle mich oft auch in gerader Richtung zum Ziel. Verändere also meinen Stand in gerade Richtung zur D 12 oder D 4.
    Wobei dies nur eine minimale Bewegung des Oberkörpers bedeutet. Manchmal mache ich auch einen kleinen Schritt zur Seite sodass ich wieder mittig auf die D 12 ziele, so als würde ich versuchen die T20 treffen zu wollen.
    Habe dadurch ein besseres "Gefühl" aber das mag individuell unterschielich sein. ...wie mir einmal gesagt wurde ist das "Gefühl" eine wichtige Sache, wenn man noch "am Suchen" ist...
    Mittig zum Board zu stehen + absolut ruhiger Stand (null Bewegung vom Oberkörper) ist sicher ein Tip, der für jeden Spieler, unabhängig seines Leistungstsandes gilt.

    Selbst wenn es Ausnahmen gibt, die auch anders Erfolg haben (würde die Regel ja nur bestätigen).

    Wie sieht es da bei Euch aus ? Gibt es sehr gute Spieler hier in der Runde (Averages über 70) 1.D . Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht ?


    Grüße hitman :danke:

    Einmal editiert, zuletzt von hitman (22. Juli 2010 um 19:50)

  • Mir ist bei mir selber und aber auch bei anderen aufgefallen, dass die Position des Oberkörpers imer gleich sein sollte. Wie der Oberkörper positioniert ist, finde ich ist eine sehr persönliche Ausprägung eines Wurfstils. Wenn jetzt jedoch durch andere Schuhe, Verletzung, Unachtsamkeit, der Oberkörper sich verdreht dann klappts natürlich erst mal nicht. Nur dann versuchte ich immer erst am Arm und am Handgelenkt was zu verändern. Dabei bin ich nie drauf gekommen, dass mein Oberkörper und damit meine komplette Ausrichtung sich verändert hatte.

    Ich steht auch so, dass mein Arm Mittig aufs Board zu schwingt. Um die D11/D13/D10/D6 .. zu treffen stelle ich mich meistens auch um, denn sonst wird der Weg doch ein anderer.

    Jedoch ergibt sich hier für mich die Frage: Ist es besser stehen zu bleiben und einfach diese Felder so zu trainieren, oder ist das umstellen besser?

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Jedoch ergibt sich hier für mich die Frage: Ist es besser stehen zu bleiben und einfach diese Felder so zu trainieren, oder ist das umstellen besser?

    Ist auch sehr Individuell bedingt aber meiner Meinung nach nicht förderlich sich umzustellen. Der Fokus geht verloren. Halte das stehen bleiben (solange kein Dart den Weg versperrt) für die bessere Alternative.

  • Ja, logisch ist es für mich schon stehen zu bleiben, denn dann sind die Treffer eher reproduzierbar. Habs bisher jedoch gegenteilig gemacht. Heute Nachmittag hab ich es mal versucht mit stehenbleiben. Hat eigentlich nicht wirklich schlechter geklappt als bisher! Werds heute Abend beim Training gleich mal weiter versuchen.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ja, logisch ist es für mich schon stehen zu bleiben, denn dann sind die Treffer eher reproduzierbar. Habs bisher jedoch gegenteilig gemacht. Heute Nachmittag hab ich es mal versucht mit stehenbleiben. Hat eigentlich nicht wirklich schlechter geklappt als bisher! Werds heute Abend beim Training gleich mal weiter versuchen.

    Wiiiiieee? Heute Abend Training? Da läuft doch World Match Play? Dann gehörst du aber zu den wirklichen Trainierern. Super :prost: :respekt:

  • Tja, man kann eben nur eines haben.
    Habs probiert: Klappt genau so wie davor! Hätt ich nie erwartet! Aber ist akzeptiert und angenommen.

    So jetzt aber noch mal zur Stellung vor dem Board:
    Ich stehe mit der Schulter nicht ganz mittig vor dm Board, sondern so ca 5 cm rechts der Mitte. Mein Oberamr ist dann leicht schräg zur mitt und der Unterarm schwingt gerade Richtung Boardmitte.
    Steht ihr ganz gerade davor???

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich würde da nicht soviel Geschiss drum machen. Haben mal gestern bei den Pros drauf geachtet. Barney (und der ist ja nicht der schlechteste) steht soweit rechts, dass er fast gar nicht mehr vor dem Board steht. Wenn ich mir seine Leistungen so anschaue, trifft wohl wieder die alte Weisheit zu, bei jedem Individuell, einfach testen und Darts werfen. :daumen:

  • Das Kernanliegen sollte ja KONTROLLE über den Wurf sein und das verlangt WIEDERHOLBARKEIT und die wiederum verlangt GLEICHMÄßIGKEIT.
    Da liegt The Force m.E. schon richtig, wenn er sagt, egal wo man steht Hauptsache man wirft gleichmäßig und wiederholbar.

    ABER, ( hähähä :troll: ) jetzt will ich die Sache mal noch etwas weiter verkomplizieren und noch einen neuen Parameter einführen. 8o
    Wir hatten ja schon, dominates Auge, Standposition, Ausrichtung des Oberkörpers und Aufdrehwinkel des Handgelenks und nun propagiere ich - brandneu - den "Anstellwinkel des Unterarms".

    Klassisch wird ja immer vorausgesetzt, dass der Oberam im Schultergelenk so gedreht (links - rechts) wird, dass der Unteram SENKRECHT (besagter Anstellwinkel) zum Boden steht und dann in dieser Senkrechten auch geschwungen wird.

    Das ist m.E. eine unzulässige Vereinfachung. Wer das noch nie bewußt ausprobiert hat, möge mal folgendes Versuchen: in der Wurfhaltung den nach unten zeigenden Ellenbogen mal nach links (eher weniger hilfreich) oder nach rechts aus der Senkrechten herauszudrehen (auszustellen) und dann zu werfen. Gerade das bewußte ausstellen nach Rechts hat massive Auswirkungen auf das Wurfgefühl.
    Ich vermute einmal, das die meisten diesen Parameter einfach "unbewußt" aber eben nicht immer gleich, setzen, was dann leicht dazu führt, dass scheinbar "ohne Grund", sich der eigene Wurf plötzlich anders anfühlt als noch gestern.

    So, damit hätten wir dann noch einen weitern Bewegungsparameter für den Wurf eingeführt (keine Sorge, ein paar hab ich noch in petto aber die heb ich mir noch auf) was es noch schwieriger macht, eine gute Wurfbewegung bewußt zu steuern. Unlucky auf der einen Seite, aber wenn man es in den Griff bekommt, sollte es die Wiederholbarkeit hoffentlich verbessern.

    OT
    Muahaha! 8o
    Noch zwei, drei weitere Parameter und ganz Dart-Deutschland wird komplett wuschig, kann vor lauter Denken nicht mehr spielen und das Niveau geht in den Keller! Und dann, dann komme ich aus meinem Loch gekrochen und werde wieder - wie der dunkle Sith-Lord - die Macht an mich reißen und eine grauenvolle Schreckensherrschaft über die Galaxis errichten und gnadenlose R..
    (Kai!? Äh Ja? Komm, hier nimm zwei Valium und versäume nicht wieder den nächsten Termin beim Therapeuten, ja? OK, ist gut....)

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