Unterarm zieht nach innen - Schulter blockiert

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  • Hallo zusammen,

    Ich beschäftige mich jetzt schon seit fast zwei Jahren intensiv mit meiner Wurftechnik.

    Vorab zur Information, ich bin Linkshänder und auch mein dominantes Auge ist links.


    Zum Problem: Darts haben eine Tendenz nach rechts zu ziehen, hierbei gibt es keine Unterschiede, auf welche Zahl ich werfen möchte. Am auffälligsten ist es auf die 20, da die überwiegend gespielt wird. Die Darts landen überwiegend in der rechten Hälfte bzw dann auch in der linken Hälfte der 1.

    Auch bleibe ich beim zurückziehen oft an Brille oder Nase hängen, was auch schon zu einigen Fehlwürfen führt.


    Jetzt bin ich auf das eigentliche Problem gestoßen, habe aber keine Lösung dafür ;(.

    Ich halte meinen Unterarm nicht gerade, er ist schätzungsweise 20-25Grad nach innen geneigt. Dies ist mir bisher nicht aufgefallen, da ich im ausgesteckten Zustand Ziele und dann in einer Bewegung zurückziehe. Hierdurch zieht es den Flight natürlich zur Mitte hin(Nase), wodurch ich öfter dran hängen bleibe.


    Lösung: Unterarm gerade stellen

    Das funktioniert aber nicht, da ich dadurch eine Spannung von der äußeren Schulter Richtung Trizeps bekomme und sich der Arm beim loslassen zwangsweise entspannt und die Darts wieder nach rechts abdriften.

    Sieht man auch am Wurfbild, da sie nicht gerade im Board stecken. Sondern der flight immer nach links steht.


    Frage: gibt es hierfür irgendwelche Sportübungen, um dem entgegenzuwirken? Habe iwie das Gefühl, dass da einfach Muskeln oder Sehnen verkürzt sind.


    Danke vorab

  • Wir gehen in Serie
  • Ich habe bei mir ein ähnliches Problem festgestellt (bin allerdings Rechtshänder). Wurfunterarm etwas nach innen geneigt, dadurch Tendenz, die Darts eher "nach links" loszulassen und hierdurch wiederum häufige Ausreißer in das 5er oder - in Extremfällen - 12er Segment. Die perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden, allerdings deuten sich erste positive "Gegensteuerungen" durch a) einen veränderten Griff und b) ein Zurückziehen des Unterarms beim Ausholen neben das rechte Auge an. Plus eventuell c) eine wirklich starke Konzentration auf b) und zunächst weniger auf das Board (was sich langfristig idealerweise natürlich noch ändern sollte).

  • Es wundert mich, dass bei euch die Darts in die Richtung abgelenkt werden, in die der Unterarm geneigt wird.

    Mal für Rechtshänder:

    Haltet mal den Unterarm völlig gerade und zielt mit dem Pfeil aufs Board. Nun neigt den Unterarm nach links (Handgelenk fixiert). Wohin zeigt die Spitze nun? Nach rechts. Und in die Richtung bewegt sich dann auch die Hand, wenn ich den Unterarm nach vorne bewege. Die Darts fliegen also nach rechts.

    Bei mir (Rechtshänder) ist auch genau das der Fall. Wenn ich den Unterarm nach links neige, fliegen die Darts in die 1 und nicht in die 5.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Mal abgesehen davon, dass ich deine Erklärung gerade nicht so wirklich nachvollziehen kann, würde ich mal behaupten, dass nicht zwangsläufig die Spitze des Darts in der Hand die Richtung vordergründig bestimmt, sondern vor allem der Schwung des Wurfarms. Und der geht bei nach innen geneigtem (rechten) Wurfarm nun mal tendenziell nach links.

  • ... sondern vor allem der Schwung des Wurfarms. Und der geht bei nach innen geneigtem (rechten) Wurfarm nun mal tendenziell nach links.

    Ist bei meinem Arm anders. ;)

    Wenn ich den rechten Unterarm komplett gerade halte und dann über das Ellenbogengelenk nach vorne abkippe, dann bewegt sich der Unterarm gerade nach vorne.

    Wenn ich den rechten Unterarm dann aber nach innen (links) neige und dann über das Ellenbogengelenk nach vorne abkippe, dann bewegt sich der Unterarm nach rechts.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Imo kommt es drauf an. Wenn man wirklich spannungsfrei mit leicht nach innen geneigtem unterarm wirft ist das vielleicht nicht ideal, aber der Körper kann das schon kompensieren.


    Macht gary auch ein wenig (nicht 20-30 grad, aber vielleicht 5-10).



    Aber wenn man eh schon verkürzte innenrotatoren in der Schulter hat (brust und vordere Schultermuskulatur und ein paar andere) und dann dagegen ankämpft können diese Muskeln Quasi zurückschnappen und den unterarm weiter nach hinten ziehen.


    An dem problem arbeite ich gerade auch.


    Eine Möglichkeit die man hat ist wie weiter oben schon geschrieben die Dehnung der entsprechenden Muskulatur.


    Ein andere Möglichkeit ist es den unterarm durch die Haltung gerade zu stellen.


    Habe mal versucht ein Video zu machen. Wenn man sich seitlicher stellt, hintere Schulter nach hinten oben und dazu den Körper leicht zur wurfarmseite neigt (Das seitlicher stehen bedeutet dann halt das man statt einer seitneigung eher eine Neigung ins hohlkreuz hat) kann man den unterarm auch bei leichtem Defizit in der außenrotation in der Schulter senkrecht stellen.



    Aber auch hier kann ein übertreiben natürlich negative Effekte haben wie balanceverlust und Belastung des rückens.


    Ich würde versuchen überall eine gesunde mitte zu wählen. Also etwas an Beweglichkeit in der Schulter arbeiten, ein wenig mit haltung kompensieren (also immer noch fast gerade stehen) und dennoch eine ganz leichte innenstellung des unterarms akzeptieren.

  • Ich glaube, generell macht man sich als Amateur oft viel zu viele Gedanken über Änderungen, Optimierungen und Anpassungen bei solchen Faktoren wie Stand zum Oche, Wurfbewegung, Wurfstil, Griff, Armhaltung, Schulterposition etc.. Mich selbst nehme ich davon übrigens nicht aus, ganz im Gegenteil. Ich verliere mich fälschlicherweise oft regelrecht in einer zu "verwissenschaftlichten" Denkweise über das für mich beste Setting. Ich behaupte mal, dass die Weltstars vor allem deshalb Weltstars sind, weil sie - neben ihrem außergewöhnlichen Talent - es komplett geschafft haben, sich auf Intuition und Automatismen zu verlassen. Weiß nicht mehr genau, wer Folgendes gesagt hat (ich glaube van Gerwen): Wenn man beim Darts anfängt nachzudenken, hat man schon verloren. An diesem Satz ist auf mehreren Ebenen einfach extrem viel Wahres dran.

  • Weiß nicht mehr genau, wer Folgendes gesagt hat (ich glaube van Gerwen): Wenn man beim Darts anfängt nachzudenken, hat man schon verloren. An diesem Satz ist auf mehreren Ebenen einfach extrem viel Wahres dran.


    Damit hat er natürlich Recht, man sollte die Aussage trotzdem etwas differenzierter betrachten. MvG (oder wer auch immer) meinte damit ganz klar das Verhalten im laufenden Spiel. Im Training kann und sollte man natürlich immer wieder auf seinen Wurf achten, den Fokus internalisieren und ggf. auch immer wieder mit den verschiedenen Parametern eines Wurfes experimentieren. Es passiert so leicht, dass sich kleine Fehlerchen einschleichen, die man nur mit extremem Aufwand wieder los wird, wenn man sie zu spät bemerkt und sich daran gewöhnt hat.

    Short Leg: 20

    High Finish: 118

    180: 12
    171: 3

    162: 1


  • Damit hat er natürlich Recht, man sollte die Aussage trotzdem etwas differenzierter betrachten. MvG (oder wer auch immer) meinte damit ganz klar das Verhalten im laufenden Spiel. Im Training kann und sollte man natürlich immer wieder auf seinen Wurf achten, den Fokus internalisieren und ggf. auch immer wieder mit den verschiedenen Parametern eines Wurfes experimentieren. Es passiert so leicht, dass sich kleine Fehlerchen einschleichen, die man nur mit extremem Aufwand wieder los wird, wenn man sie zu spät bemerkt und sich daran gewöhnt hat.

    Kann sein, dass er es auf ein laufendes Match bezogen hat. Den Kontext der Aussage hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich in diesem Satz auch sehr viel Wahres für andere Aspekte des Darts sehe. Und natürlich hast du Recht damit, dass man insbesondere im Trainingshintergrund nicht einfach stumpf die Birne ausschalten sollte - vor allem dann nicht, wenn es weniger gut läuft. Aber dennoch sehe ich auch in meinem bescheidenen Amateurumfeld immer wieder, dass diejenigen Spieler, die sich augenscheinlich am wenigsten Gedanken machen, am Ende nicht selten die erfolgreicheren sind.