Lange spitzen hype für amateure übertrieben?

  • Wie steht ihr zum lange spitzen Trend? 30

    1. Lange spitzen bieten gar keinen Vorteil (4) 13%
    2. Lange spitzen helfen starken Spielern, für hobbyspieler ist es marketing abzocke (15) 50%
    3. Lange spitzen sind Fortschritt für alle (11) 37%

    Wie steht ihr zu dem thema? Ich finde man sieht immer mehr amateur spieler, teilweise sogar Anfänger mit langen points weil die Profis das auch machen.

    Ich habe das anfangs auch direkt gemacht, aber bin jetzt wieder zurück zu normalen 30er Swiss points weil ich damit gefühlt irgendwie besser klarkomme.

    Warum Profis die langen spitzen nehmen liegt ja auf der Hand (mehr Platz im triple), aber profitiert ein normaler amateur spieler (meine jetzt keinen 70+ Liga spieler, sondern ein normaler hobbyspieler der seine 45-50 oder so spielt) überhaupt von solchen spitzen?

    Swisspoint und die entsprechenden Nachahmer haben das ganze natürlich sehr erleichtert, weil man jetzt spitzen genauso leicht wie darts tauschen kann und so ein ganz neues tuning feld entstanden ist.

    Btw ich will auch nicht allgemein gegen Fortschritt sein, ja taylor hat auch schon mit 26mm ständig 100er averages geworfen, aber umgekehrt würde John mcenroe auch die meisten hobbyspieler mit nem Holz schläger besiegen und dennoch würde niemand auf die Idee kommen einem Anfänger im tennis zu sagen spiel erst mal mit nem holzschläger bis du es dir mit deinem Niveau verdient hast plastik Schläger zu spielen.

    Aber bei spitzen frage ich mich schon ob dieser trend bei den Profis normalen armateuren überhaupt hilft.

  • Mir helfen die 42mm RST Swiss Point's da ich, mit 3 Fingern und Daumen greife weil ich den Fehler gemacht habe, mir zu kurze Barrel's bestellet zu haben. Also meiner Meinung nach nur für 4-Finger-Griper geeignet.(Spitze ist so auch nur 26mm lang für mich)

  • Da du explizite nach Amateur/Hobby Spielern fragst: Wenn der Barrel/Setup gleich bleibt und du nur die Spitze änderst bspw von 26mm auf 35mm wird der Dart eher das Board treffen und hat somit weniger Zeit sich zu korrigieren. Bei einem unsauberen Release (also fast jeder Wurf) ist das ein großer Nachteil. Der Dart fliegt nicht mehr so stabil.

    Ich habe es eine Zeit lang intensiv getestet die einzige für mich spielbare Möglichkeit ist ein 12/14g Dart zu nehmen da dieser so leicht ist das er sich trotz der längeren Spitze noch immer so schnell selbst korrigiert/ausrichtet das es den anderen Parameter (eher das Board zu berühren) komplett überschattet. Würde man jetzt hier bei dem leichten Dart trotzdem eine 26mm Spitze benutzen wäre es für die Korrektur im Flug dennoch besser, da der Dart aber so extrem leicht ist macht sich das fast überhaupt nicht bemerkbar.

    Wenn man jetzt von einem durchschnittlichen Spieler ausgeht der keinen 12g Dart spielen wird ist der Effekt wie gesagt extrem. Kein 50er Spieler hat einen sauberen Release bzw überhaupt eine top Ausführung. Je schlechter man spielt desto sinnvoller ist es eine kurze Spitze zu verwenden und auch keinen langen Dart.

    Beim Profi ist es was komplett anderes wenn dein Release/Wurf nahezu perfekt ist bringt es natürlich nur Vorteile eine lange Spitze. Phil Taylor hätte 100% einen höheren Average gespielt mit 35mm spitzen, alleine schon wegen seinen kurzen Barrels von 40mm und wahrscheinlich auch noch mehr Spiele/Turniere gewonnen.

    Unabhängig von der Effizienz und der Physik kann eine lange Spitze sinnvoll sein wie bei Van Veen der hat glaube ich wenn ich das richtig in Erinnerung habe 2 Finger auf der Spitze? Das betrifft aber wieder nicht die breite Masse. Eine lange Spitze hat für den normalen Spieler eigentlich nur Nachteile.

  • Da du explizite nach Amateur/Hobby Spielern fragst: Wenn der Barrel/Setup gleich bleibt und du nur die Spitze änderst bspw von 26mm auf 35mm wird der Dart eher das Board treffen und hat somit weniger Zeit sich zu korrigieren. Bei einem unsauberen Release (also fast jeder Wurf) ist das ein großer Nachteil. Der Dart fliegt nicht mehr so stabil.

    Ich habe es eine Zeit lang intensiv getestet die einzige für mich spielbare Möglichkeit ist ein 12/14g Dart zu nehmen da dieser so leicht ist das er sich trotz der längeren Spitze noch immer so schnell selbst korrigiert/ausrichtet das es den anderen Parameter (eher das Board zu berühren) komplett überschattet. Würde man jetzt hier bei dem leichten Dart trotzdem eine 26mm Spitze benutzen wäre es für die Korrektur im Flug dennoch besser, da der Dart aber so extrem leicht ist macht sich das fast überhaupt nicht bemerkbar.

    Wenn man jetzt von einem durchschnittlichen Spieler ausgeht der keinen 12g Dart spielen wird ist der Effekt wie gesagt extrem. Kein 50er Spieler hat einen sauberen Release bzw überhaupt eine top Ausführung. Je schlechter man spielt desto sinnvoller ist es eine kurze Spitze zu verwenden und auch keinen langen Dart.

    Beim Profi ist es was komplett anderes wenn dein Release/Wurf nahezu perfekt ist bringt es natürlich nur Vorteile eine lange Spitze. Phil Taylor hätte 100% einen höheren Average gespielt mit 35mm spitzen, alleine schon wegen seinen kurzen Barrels von 40mm und wahrscheinlich auch noch mehr Spiele/Turniere gewonnen.

    Unabhängig von der Effizienz und der Physik kann eine lange Spitze sinnvoll sein wie bei Van Veen der hat glaube ich wenn ich das richtig in Erinnerung habe 2 Finger auf der Spitze? Das betrifft aber wieder nicht die breite Masse. Eine lange Spitze hat für den normalen Spieler eigentlich nur Nachteile.

    Ich spiele auch wieder kürzere Spitzen, aber machen die 5mm kürzere flugstrecke hier wirklich was aus? Das würde ja bedeuten wenn man sich 5mm weiter nach hinten stellt wäre das problem behoben.

    Mich würde eher interessieren welchen Einfluss die spitze auf das flugverhalten generell hat.

  • Ich spiele auch wieder kürzere Spitzen, aber machen die 5mm kürzere flugstrecke hier wirklich was aus? Das würde ja bedeuten wenn man sich 5mm weiter nach hinten stellt wäre das problem behoben.

    Mich würde eher interessieren welchen Einfluss die spitze auf das flugverhalten generell hat.

    Da hast du einen Denkfehler, der Dart verändert nicht seine Flugeigenschaften wie Rotation, Schwerpunkt und Pendeln sondern nur die Zeit die der Dart in der Luft ist. Wenn du von 1m weiter hinten wirfst (hab ich schon oft getestet) wird der Dart der sonst hängt aufrecht(er) stecken da er mehr Zeit in der Luft hat um sich zu korrigieren.

    Je länger ein Objekt ist, desto größer ist das Trägheitsmoment bei einer Drehung um die Querachse. Beim schlechten Release wirkt die lange Spitze wie ein Hebel, der ein trudeln massiv verstärkt. Ein kurzer Dart/Spitze (26 mm) stabilisiert sich schneller, weil die Masse konzentrierter ist. Je länger der Dart insgesamt ist (Spitze + Barrel + Shaft), desto größer ist der Hebel, gegen den der Flight arbeiten muss.

    Es hängt auch davon ab wo du greifst extrem sogar, wobei die Physik natürlich trotzdem bleibt. Ich greife sehr weit vorne mein Daumen ist fast auf der Spitze (ungewollt das passiert intuitiv) da sind all die Punkte oben nochmals extrem verstärkt. Wenn du ganz weit hinten greifst in der Nähe beim Shaft wird der Dart viel stabiler fliegen. Wenn du vorne loslässt, muss der Flight den gesamten langen Körper hinter sich stabilisieren.

    Also eine kurze Spitze wird immer stabiler und besser fliegen, ein Profi macht das nichts aus weil der durch die gute Technik trotzdem den Nachteil vom Release in Kauf nimmt und dadurch den Vorteil besserer Gruppierungen mitnimmt.

  • ...der Dart verändert nicht seine Flugeigenschaften wie Rotation, Schwerpunkt und Pendeln sondern nur die Zeit die der Dart in der Luft ist...

    doch das tut er: ganz einfach auch wenns minimal ist: durch längere Spitzen hast du ein anders Gesamtgewicht, einen anderen Schwerpunkt und eine andere Gesamtlänge.

    Das zusätzlich zur geringeren Zeit (was meiner Einschätzung nach nur dann zutrifft wenn der Griffpunkt exakt der selbe bleibt - was dann aber bzg Schwerpunkt ein andere ist als zuvor) macht schon ein anderen Flug.

    Deine Schlussfolgerungen möchte ich auf die extreme absolut unterschreiben: sprich ein Darts mit 40mm Spitzen wird sich langsamer in eine stabile Flugposition begeben als einer mit einer 26er bei sonst identischem Setup.


    Wie sich das auf den einzelnen Flug auswirkt meines Erachtens nach viel mehr von der Verlängerung/Verkürzung des Abstands Schwerpunkt zu Griffpunkt ab.

    Dazu mein Gedankenbeispiel - Achtung extrem übertrieben:

    Langes Barrel 50mm - Medium Shaft - Std Flight

    Griff ganz vorne am Barrel

    Kurze Spitze 26mm: physikalischer Schwerpunkt (reine Annahme) 27 mm von vorne im Barrel ==> Griffpunkt bei mm 7 ==> Abstand 20 mm

    Lange Spitze 40mm: physikalischer Schwerpunkt (reine Annahme) 22 mm von vorne im Barrel==> Griffpunkt bei mm 7 ==> Abstand 13 mm

    Und das hat aus meiner Erfahrung nach einen starken Einfluss auf das Flugverhalten

    Aber unabhängig vom Flugverhalten glaube ich, dass die langen Spitzen für alle eine Hilfe sind!

    Denn sie zeigen Defizite auf! Und damit helfen sie Allen die sich weiter entwickeln wollen.

    Wenn die Frage nur auf das Ergebnis bezogen ist ja dann kann ich mir vorstellen das die kürzeren zu mehr Erfolg direkt führen.

    Meine Beobachtung ist: für uns Hobby Darter (da nehm ich mal Liga bis 65-70er Schnitt locker mit rein) könnte ein Wechsel von 26 auf 30 evtl direkt Vorteile bringen - auf 35 ggf am Anfang nicht.

    Was die Profis machen mit 40+ mm das glaube ich tatsächlich ist ffr absolute Topperformance eine Möglichkeit hat aber auch dann deutliche Nachteile

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Du hast Recht durch die 35mm Spitze wird natürlich auch der Schwerpunkt verschoben, wenn man jetzt am gleichen Punkt greift was wahrscheinlich der Fall sein wird +- paar Millimeter natürlich, wird sich auch das Flugverhalten ändern. Stimme definitiv zu das ist ein großer Faktor! Dennoch bleibt meiner Meinung nach der Grundsatz bestehen dass die 35mm Spitze mit sonst exakt gleichem Setup nicht so stabil fliegt wie der exakt gleiche Dart inklusive Setup mit 26mm Spitze.

  • Da bin ich bei dir wenn alles gleich ist sollte ein kürzerer Darts stabiler fliegen.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • was mir bei Littler auffällt ist das seine darts oft extrem knapp und wackelig im Board stecken.

    Sie fallen trotzdem nur selten raus weil er spitzen mit viel grip spielt, aber ich frage mich ob das vielleicht mit der Länge zusammenhängt (vielleicht auch mit der extrem engen Gruppierung).

    Ist für Profis natürlich egal, aber für amateure würde es natürlich aufs Board gehen wenn man zur Kompensation griffigere spitzen spielen muss.

  • Ich fürchte die Verschiebung des Massenschwerpunktes und Änderung im Trägheitsmoment sind minimal.

    Wenn man mal von einem Barrel mit ca 23g, einer Barrellänge von 50mm und dem Gewicht von 1,2g der 40mm-Spitze ausgeht, dann verschiebt die zusätzliche Masse von ca 0,4g (gegenüber der 26mm Spitze) im Abstand von ca 60mm vom ursprünglichen Schwerpunkt, diesen nur um 1 mm nach vorne. (Falls ich richtig gerechnet habe)

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • ja ich glaube die absolute Verschiebung des Schwerpunkts ist wirklich klein - aber eben im Verhältnis zum Abstand Griffpunkt - Schwerpunkt hat das einen relativ großen Einfluss.

    Generell glaube ich, dass sich JEDER wenn er sich Zeit gibt und kleine Schritte macht sich auf lange Spitzen gewöhnen, umtrainieren kann Mit all den dann nötigen Anpassungen.

    Sprich von 26 zu 30.....dann ein paar Wochen später zu 35 usw..

    Ein direkter Wechsel von 26 auf 40 glaube ich ist echt schwierig

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Das sehe ich als Entscheidung der Pros dass auch jeder Darts sicher hält - besonders auf den Boards wo die spielen müssen.

    Und das wird eben verkauft und dann stecken bei vielen die Darts ja flacher/negativ damit...dann kann ich mir das vorstellen das es helfen könnte.

    Mein persönlicher Eindruck bei meinen 40mm Spitzen ohne Boardgrip war: stecken so Safe wie die kürzeren mit angepasstem Wurf.

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